Bei meinem Nachmittagsspaziergang am 03.02.2026 gegen 16.45 Uhr ca. 50 gelandete Kraniche auf der Wiese am Ende der Straße „Zum Osterfeld“, südlich der Bahnlinie Unna/Hamm.
Neueste Artikel
Fröndenberg: Kraniche, 03.02.2026 (Brigitte und Burkhard Koll)
Punkt 15:00 Uhr flogen ca. 70 Kraniche laut rufend über dem Strickherdicker Bachtal in Richtung SSW.
Schwerte: Rohrdommel am 02.02.2026 (P.Krüger; Melder: A.Matull)
An der Röllingwiese in Schwerte gelang Peter Krüger heute die kurze Sichtung einer Rohrdommel. Passend zum heutigen „Welttag der Feuchtgebiete“ unterstreicht diese Sichtung die enorme ökologische Bedeutung der Röllingwiese als wertvoller Lebensraum für spezialisierte und seltene Arten wie die Rohrdommel.



Unna: Blässgänse, Tundrasaatgänse, Kurzschnabelgans, Spießenten, Kraniche und Seeadler am 01.02.2026 (Marvin Stahl)
Am Nachmittag rasteten in den Hemmerder Wiesen erstaunlich viele Gänse. Vor allem die Blässgänse machten auch akustisch fortwährend auf sich aufmerksam. Unruhig wurde es als ein imm. Seeadler das Gebiet überfliegt und schließlich in der Kernzone landet. Kurz darauf startet er aber schon wieder durch und fliegt Richtung Nordosten ab. Der ganze Tumult hat die Gänseschar merklich durchgemischt und offenbar auch dafür gesorgt dass Gänse von umliegenden Feldern nun hier im NSG einkehrten. Gegen 16:00 landet eine Gruppe aus 8 Kranichen im NSG, fliegt aber kurz darauf auch wieder ab.
Hier die Zahlen: >340 Blässgänse, >130 Graugänse, >74 Tundrasaatgänse, >58 Krickenten, >45 Stockenten, >45 Kanadagänse, 2 m. Spießenten, 2 Rostgänse, 2 Höckerschwäne, 1 Nilgans und gut getarnt unter den vielen Gänsen auch 1 Kurzschnabelgans (bereits vorher, von anderen Beoabachtern entdeckt).

Lünen: Kornweihe am 30.01.26 (Th.Prall)
Unna: Waldohreule, 28./29.01.2026 (Walter Keitel)
Hemmerde: In der vergangenen Nacht (28. auf 29.01.2026) war zum dritten Mal binnen Wochenfrist der Balzruf einer Waldohreule zu hören.
Unna / Fröndenberg: Kornweihe, Sperber, Bekassine, Feldlerche u.a.m. am 29.01.2026 (H. Knüwer)
In den verschneiten Hemmerder Wiesen halten sich weiterhin zwei Brachvögel im Bereich der größtenteils nicht zugefrorenen Flutmulde auf. Im Gebiet heute auch eine jagende männliche Kornweihe sowie zwei Sperber.
In den letzten Tagen und Wochen waren immer mal wieder einzelne ziehende Feldlerchen zu hören. Trotz winterlicher Bedingungen mit einer Schneelage von heute etwa 5 cm und Temperaturen um den Gefrierpunkt rasteten bereits 50-60 Feldlerchen im Hemmerder Ostfeld.
Im NSG Kiebitzwiese ließen sich fünf Bekassinen beobachten. Die Gesamtzahl der im Gebiet anwesenden Bekassinen dürfte sicherlich wesentlich höher anzusetzen sein.







Bergkamen, Buntspecht, Heckenbraunelle, Grünspecht, 11. 01. 2026 – 26.01.2026 , ( Karl Heinz Lindemann )


Heckenbraunelle im winterlichen Garten ( 11. 01. 2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht der unseren Rasen aufwühlt so das die Erde auffliegt ( 24. 01 .2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht im Schnee auf der Suche nach Ameisen, ( 26. 01.2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht auf “ seiner Eule mit Schneekappe “ 26. 01. 2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Fröndenberg: Waldschnepfen, 27.01.2026 (B.Glüer)
Am Abend, um 18.15 Uhr, weniger als 20 m vor unserer Haustür eine ruhende Waldschnepfe in einer kleinen Gehölzgruppe. Auch noch nach 19.00 Uhr ist sie vor Ort, jedoch gegen 23.00 Uhr ist sie nicht mehr auffindbar. Auf dem nahen Golfplatz um 18.47 Uhr, bei anhaltendem, leichtem Regen mit Restschneeflächen, zwei weitere Waldschnepfen nahe beieinander. Möglicherweise bringt die derzeitige Wetterlage mit extremer Kälte im Osten und feuchtwarmer Witterung im Westen, mit einer Trennlinie genau durch NRW Zugbewegungen und „Kälteflucht“ in die Winterbestände.
Waldschnepfen gehören sicher zu den am schwierigsten zu erfassenden oder zu beobachtenden Vögeln unserer Avifauna. Sie sind und waren nie häufig, treten meist einzeln sehr versteckt in Wäldern/Gehölzen auf und sind dabei auch noch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Im Brutvogelatlas NRW wird der Bestand auf 3000 – 5500 Bp. geschätzt. Die meisten heimischen Brutvögel verlassen unsere Region im Winter, während nord- und osteuropäische Schnepfen (nach „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“) bei uns – jenseits einer 2°C-Isotherme überwintern und auch Schnee- und Frostperioden lokal überstehen.
Seit dem 26.11.25 gelangen bisher im nördlichen Fröndenberg 27 Waldschnepfen-Nachweise. Meist waren es Zufallsfunde, 6x mit Einsatz von Wärmebild-Technik (davon 1x bei Tageslicht, am 08.01. um 9.34 Uhr). Ob es an unterschiedlichen Tagen auch zu Mehrfachzählungen derselben Individuen gekommen ist, lässt sich nicht sagen.
Dabei ist es unbegreiflich, dass dieser charismatische Vogel traditionell bei uns bejagt wird. Im November 2014 wurde zwar von der damals „rot-grünen“ Landesregierung die Jagd auf Waldschnepfen durch ein neues Jagdgesetz abgeschafft, doch im Jahre 2018 wurde dann von der „schwarz-gelben“ Nachfolgeregierung trotz dünner Datenlage und rückläufiger Waldschnepfenbestände die Jagd von jeweils Mitte Oktober bis Mitte Januar wieder eingeführt. Laut amtlicher Jagdstatistik wurden in der Jagdsaison 2024/25 in NRW 2401 Waldschnepfen abgeschossen. Ein Jahr zuvor (23/24) waren es sogar 3032 geschossene Schnepfen.




Unna / Fröndenberg: Großer Brachvogel, Singschwan u.a., 26.01.2026 (B.Glüer)
Zu später Stunde – nahe dem Sonnenuntergang – in den Hemmerder Wiesen überraschende Gäste bei Eis und Schnee: 2 Große Brachvögel und 2 Singschwäne, neben den gewohnten Protagonisten der letzten Tage, ~ 80 Krickenten, > 100 Stockenten, 2 Spießenten, <10 Schnatterenten, 2 Höckerschwäne, mehrere Hundert Gänse – vor allem Blässgänse (auf umliegenden Feldern).








Büdericher Haar/Kreis Soest: Rebhuhnpaar, Silber- und Graureiher, Mäusebussard, Turmfalke und Feldhase am 23./25.01.2026 (C. Rethschulte)






Lichtschauspiel für die Gänse in den Hemmerder Wiesen
Am 19. Januar gegen Mitternacht tanzten nach einem besonders intensiven Sonnensturm mit bloßem Auge sichtbare Nordlichter über den Hemmerder Wiesen. Die Gänsegemeinschaft bildete zur Lichtshow einen stimmungsvollen Klangteppich unterm sternklaren Himmel. Ich konnte nur wenig dazu herausfinden, wie die Vögel die Störungen im Magnetfeld wahrnehmen – ihr Navigationssystem ist Messungen zufolge von derart starken Ereignissen aber beeinträchtigt. Blässgänse gelten auch im Nachtlager als relativ „gesprächig“, deshalb weiß ich nicht, ob das durchgehende Geschnatter mit dem Weltraumwetter zusammenhing. Es war jedenfalls ein herausragendes Naturerlebnis. (Foto vom Aussichtshügel aufgenommen, Daniela Kleiböhmer)


Unna, Werl (SO): (erster?) Kiebitz, Blässgänse, Tundrasaatgänse, Spießenten, Krickenten, Pfeifenten, Rebhühner, Kornweihen u.a., 20.01.2026 (B.Glüer)
Das sonnig-kalte Winterwetter beschert weiterhin die eine oder andere Beobachtung von Wintergästen und auch schon erste Heimkehrer wie ostwärts ziehende Feldlerchen und in den Hemmerder Wiesen (für mich) den ersten Kiebitz des neuen Jahres. Ebenda auch wieder zahlreiche Gänse und Enten, die teilweise auf umliegenden Feldern Nahrung suchen, so dass das NSG dann wie „leergefegt“ erscheint, bis dann teils mit massenhaften Einflügen sich die Flächen wieder füllen. Heute unter anderem >300 Blässgänse, ~60 Graugänse, >18 Tundrasaatgänse, ~15 Kanadagänse, 2 Rostgänse, ~130 Stockenten, ~80 Krickenten, ~10 Schnatterenten, 4 Pfeifenten, 2 Spießenten, 3 Höckerschwäne, >4 Graureiher.
Auf der Büdericher Haar (SO) ein Rebhuhnpaar. Bereits vor einer Woche (13.01.) konnten auch im Hemmerder Ostfeld 12 Rebhühner auf einem Rapsfeld ausgemacht werden.
Zur hier eingestellten Meldung von D. Kleiböhmer (männliche Kornweihe) sei ergänzt, dass am selben Tag (17.01.) auch bei UN-Siddinghausen 2 Kornweihen zu beobachten waren. Damit waren zeitgleich im Raum Siddinghausen / Hemmerde erfreuliche 3 (!) Kornweihen unterwegs.












Unna: Kornweihe, 17.01.2026 (Daniela Kleiböhmer)
Ich durfte am Samstag (17.01.2026) einer männlichen Kornweihe beim Jagen in den Hemmerder Wiesen zusehen. Neben den anderen verlässlichen Wintergästen sind mir noch die Spießenten aufgefallen, die zusammen mit Krick- und Schnatterten sowie einigen Rost- und Kanadagänsen auf dem vorderen Teich unter dem Beobachtungshügel gründelten, während der hintere von recht vielen Bläßgänsen „besetzt“ war.




Unna: Weißstorch am 16.01.2026 (H. Knüwer)
Am Vormittag suchte ein beringter Weißstorch auf einer Grünlandfläche am Ortsrand von Lünern nach Regenwürmern. Er trug einen Ring der Vogelwarte Radolfzell. Die Beringungsdaten sind angefragt. Möglicherweise handelt es sich um denselben Storch, den W. Keitel am 11.01. (s. Meldung dort) zwischen Westhemmerde und Hemmerde gesehen hat.

Nachtrag:
Dieser in Lünern abgelesene Weißstorch wurde als Nestling, nicht weit von der französischen Grenze entfernt, in Rheinland-Pfalz 2006 beringt. Er ist damit bereits 20 Jahre alt! Die Distanz zwischen dem Geburts- und Ableseort bei Lünern beträgt Luftlinie 256 Kilometer.

