Nachdem J. Hundorf am vergangenen Donnerstag auf der Ackerumwandlungsfläche (Mohnblumenfläche) südlich des Umgehungsgerinnes bei Rünthe (NSG Lippeaue von Stockum bis Werne) bereits ein bis zwei rufende Wachteln gehört hat, haben wir heute Nachmittag erneut eine Wachtel rufen hören, aus dem nordöstlichen Bereich der Nutzfläche.
Neueste Artikel
Beginnender Limikolenzug, Rückblick auf Gänsebruten der Kiebitzwiese 2026 in Fröndenberg, Ringelnatter-Paarung und Brutnachweis bei der Waldohreule in Schwerte, 22.06.2026 (K.&A.Matull)
Viele Vögel sind aktuell vollauf mit der Versorgung ihres Nachwuchses beschäftigt, dennoch hat bereits klammheimlich der Limikolenzug in Richtung Süden begonnen. Das zeigte sich auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am Sonntag (21.06.26) durch 3 rastende Waldwasserläufer. Zu den nächsten Abreisenden gehört der Kuckuck, welcher allerdings nach wie vor im westlichen Teil des Gebiets mit 3 Individuen (darunter 1 Weibchen der braunen Morphe) sehr aktiv ist. Diese vermeintlich ruhige Phase der Sommersonnenwende ist der ideale Zeitpunkt für einen Rückblick auf die letzten Wochen im westlichen Ruhrtal. Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg lässt sich eine Gänse Nachwuchs-Bilanz ziehen: 2 Kanadaganspaare führen aktuell 20 (12+8) noch nicht flugfähige Nachkommen. Bei dieser ungleichen Verteilung dürfte es sich um eine sogenannte „Crèche“ (eine biologische Kinderstube) handeln, bei der Gänseeltern den Nachwuchs anderer Paare adoptieren oder gemeinsam betreuen. Bei den Graugänsen sind es 4 Paare mit 17 (5+5+4+3) größtenteils bereits flugfähigen Jungvögeln, wobei lediglich die 3 jüngsten Nachzügler einer späten Familie noch flugunfähig sind. Hinzu kommt 1 Nilganspaar mit 7 flüggen Jungvögeln, die aber schon länger flugfähig sind. Ein neuer Brutrekord zeichnet sich zudem für das Gebiet bei den Weißstörchen ab, sofern die 7 (3+4) aktuell vital wirkenden Jungstörche aus den 2 Nestern plangemäß in den kommenden 2 bis 3 Wochen flügge werden.
Am Rande der Röllingwiese in Schwerte dokumentierte Martina Wünsch am 30. Mai eine Verpaarung von Ringelnattern. Bei mildem, wechselhaftem Wetter um 20 °C zeigte sich ein typisches „Paarungsknäuel.“ Da Ende Mai den biologischen Höhepunkt markiert, handelte es sich hierbei um eines der letzten Paarungsereignisse des Jahres – die sensible Phase ist damit für dieses Jahr abgeschlossen. Die Beobachtung unterstreicht zudem die Bedeutung von Ökotonen (strukturreichen Übergangszonen). Die Röllingwiese bietet mit ihren fließenden Übergängen von offenen Gewässern zu dichten Röhrichten, Hochstauden, Buschwerk und Waldrändern genau dieses lebenswichtige Strukturmosaik. Es bietet den Reptilien optimale Bedingungen zur Thermoregulation (Sonnensuche) und sichert warme, geschützte Eiablageplätze in organischem Material.
Im Schwerter Ruhrtal machten am 15. Juni zudem die charakteristischen Bettelrufe junger Waldohreulen auf sich aufmerksam. Insgesamt konnten 4 Ästlinge festgestellt werden. Die Jungvögel haben das Nest bereits verlassen und sind nun im dicht zugewachsenen Wald völlig unsichtbar auf weitläufiger Wanderschaft. Diese Entdeckung liefert einen wertvollen Bruterfolg für das großflächige Wald-Kulturland dieser Region. Das Gebiet bietet den Eulen wichtige, großflächige Brut- und Ruheplätze sowie ideale Jagdgründe in den angrenzenden offenen Wiesenstrukturen.








Kreis Unna, Hamm, Kreis Soest: Schwarzmilan, Sperber, Wanderfalke, Turmfalke, Neuntöter, Grauschnäpper, Goldammer, Bachstelze etc. vom 17. – 21.06.2026 (C. Rethschulte)












Hagen/Schwerte: Gänsegeier (!), Seidensänger, Wespenbussard, Baumfalke, Waldwasserläufer, Grauschnäpper u.a. am 09. & 15.06.2026 (A. Matull)
Am 09.06. konnte Peter Krüger südöstlich der Kreisgrenze in Hagen 2 überfliegende Gänsegeier beobachten. Während einer der Vögel für eine halbe Minute kreiste, zog ein weiterer deutlich höher durch. Derartige „Brett-Silhouetten“ sind in unseren Breiten am Himmel stets ungewöhnlich. Die anschließend Richtung Nordost weitergezogenen Gänsegeier lassen naheliegen, dass sie ebenfalls den Kreis Unna überflogen haben. Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) wies in diesem Zusammenhang bereits am 07.06.2023 auf ihrer Homepage darauf hin, dass der Juni der klassische „Geiermonat“ ist. Demnach steigen die Bestände der Gänsegeier aufgrund des konsequenten Schutzes und erfolgreicher Wiederansiedlungsprogramme in Südwesteuropa erfreulicherweise wieder an. Auf der Suche nach Nahrung und beim Erkunden neuer Gebiete legten insbesondere Jungvögel riesige Distanzen zurück. Dadurch erschienen die imposanten Riesen mit über zweieinhalb Metern Spannweite mittlerweile alljährlich im Frühsommer als Thermiksegler in Mitteleuropa – und eben auch in NRW. Da Geier reine Aasfresser sind und eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen, im Flug in großer Höhe unter Umständen aber leicht übersehen werden, kann sich mit reichlich Glück eine sehr akribische Himmelsbeobachtung lohnen.
Gestern (15.06.) zeigte sich am Waldrand von Schwerte-Westhofen ein Grauschnäpper (P. Krüger). Nordwestlich des Geiseckesees kreiste ein männlicher Wespenbussard. Südlich über der Ruhr jagte ein Baumfalke, der am dortigen Ufer einen rastenden Waldwasserläufer aufscheuchte. Begleitet wurde das Geschehen an der Ruhr vom bekannten, weiterhin ausdauernd singenden Seidensänger.





Kreis Unna/Hamm: Habicht- und Rotmilan- sowie Gartenrotschwanz-Nachwuchs, Baumfalke, Waldschnepfe, Schleiereule am 16.06.2026 (C. Rethschulte)










Bönen: Beobachtungen am 15.06.2026 (H. Peitsch)




Bönen/NSG Lettenbruch: Rotkehlchen-Nachwuchs, Mittelspecht etc. am 14.06.2026 (C. Rethschulte)








Unna: Wachtel am 14.06.2026 (H. Knüwer)
Kurz nach Mittag eine rufende Wachtel in den Hemmerder Wiesen.
Bönen: Zum diesjährigen Waldohreulen-Nachwuchs (09.06.2026, C. Rethschulte)
Seit mehr als zwei Jahren waren in diesem Jahr wieder drei junge Waldohreulen in Bönen zu sehen. Aus der Beobachterperspektive ist dies eine Erfolgsgeschichte: Auf meinem ersten Beobachtungsgang am 04. März diesen Jahres war ein Männchen zu hören, fünf Tage später ließen sich Männchen und Weibchen hören und zeigten sich im Abendflug, am 15. März war erneut nur das Männchen zu hören, ebenso auf einem weiteren Beobachtungsgang am 12. Mai. Dennoch war noch immer unklar, ob eine erfolgreiche Brut eingesetzt hatte, zumal es in den Vorjahren ähnliche Beobachtungen gab, die jedoch nicht in den ultimativen Brutnachweis mündeten: Junge Waldohreulen.
Am 19. Mai zeigte sich dann überraschenderweise ein Altvogel offen in unmittelbarer Nähe des vermuteten Brutbaumes (vgl. meine Meldung vom selbigen Tag). Am 22.05.26 gelang dann die erste Sichtung der drei Jungvögel gemeinsam mit einem Altvogel (vgl. die Meldung von H. Peitsch). Weitere Beobachtungen am 27. Mai und am am 01. Juni und am 06. Juni (erneut auf erster Sitzwarte). Am 04. Juni hatten die drei Jungeulen ihre ungefähr einwöchige Sitzwarte verlassen und waren auch in der Nähe nicht aufzufinden. Das lässt annehmen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits flügge waren.
Jungeulen verlassen mitunter schon im Alter von drei Wochen ihre Nistmulde und klettern – wie auch in diesem Fall – in nestnahe Baumkronen. Dort verbleiben sie in möglichst wenig einsehbarem Geäst. Junge Waldohreulen sind geschickte Kletterer, die zum Klettern Krallen, Schnabel und Flügel einsetzen. Das Kletterverhalten der Jungeulen (Ästlingsphase) soll vermutlich zum einen die Gefahr durch Beutegreifer verringern, und zum anderen auch der Absturzgefahr aus möglicherweise bruchgefährdeten bzw. zu klein gewordenen Übernahmehorsten (z.B. Krähen) vorbeugen (vgl. W. Scherzinger, Das Kletterverhalten heimischer Jungeulen…. In: Vogelkundl-iche Berichte Niedersachsens 40, S. 117-125, 2008). Anschließend gelingt die Selbstversorgung relativ schnell, schaffen es die Jungeulen doch bereits im Alter von zehn Wochen selbständig Mäuse zu erjagen. Die Elternvögel füttern ihren Nachwuchs wohl bis mindestens zur 11. Lebenswoche.
Dennoch ein trauriger Ausblick: Von den Jungeulen eines Jahres übersteht wohl nur jede zweite ihr erstes Lebensjahr. Die Lebensperspektive der Überlebenden sieht besser aus und lässt sich aufgrund von Beringungsfunden in freier Natur auf ein Höchstalter von 28 Jahren festlegen.
Selbstständig gewordene Jungvögel müssen sich neue geeignete Lebensräume suchen. Dafür können sie durchaus Flugstrecken von bis zu 2000 Kilometer zurücklegen (vgl. Wikipedia). Typischer ist aber eine Wiederansiedlung in einem Radius von 50 bis 100 Kilometern um den Horst. Wünschen wir den drei jungen Waldohreulen aus Bönen, dass sie nicht nur ein gutes Alter erreichen, sondern in nicht so weiter Ferne ein eigenes Revier finden. Der Anfang ist gemacht (vgl. die Meldung von H. Peitsch vom 06.06.26).



Fröndenberg/Schwerte: Großer Brachvogel, Schnatterenten-Brutnachweis, balzende Flussregenpfeifer, Gelbspötter, Girlitze, Haubenmeisen, Baumpieper-Brut, Grauschnäpper, Waldlaubsänger, Kernbeißer-Brutnachweis, Bluthänfling und Stieglitz-Familien u.a. vom 30.05-07.06.2026 (K.&A.Matull)
Die ersten Junitage brachten in den verschiedenen Beobachtungsgebieten eine faszinierende Dynamik aus dramatischen Revierkämpfen, unerfreulichen und erfreulichen Nachweisen sowie methodisch anspruchsvollen Kartierungen.
An der Schwerter Röllingwiese dokumentierte Peter Krüger am 01.06. ein extremes Drama: Ein hochgradig aggressiver Kampf zwischen 2 Höckerschwänen endete für einen der Kontrahenten tödlich. Ein weitaus erfreulicheres Bild bot sich ebenda am 05.06. mit der Sichtung einer Schnatterenten-Familie, bei der das Weibchen 10 Pulli führte.
Die bereits von H. Knüwer gemeldeten 3 Flussregenpfeifer auf der Fröndenberger Kiebitzwiese balzten am 04.06. unvermindert weiter; am 07.06. konnten noch zwei Individuen bei rasanten Verfolgungsjagden beobachtet werden. Ein hoch ostwärts überfliegender Großer Brachvogel stellte insbesondere zu diesem Zeitpunkt eine Besonderheit dar. Zudem sang ein Gelbspötter in den Hecken am alten Aussichtshügel, während sich im selben Gebüsch 2 Kuckucke eine spektakuläre Verfolgungsjagd lieferten. Im angrenzenden Industriegebiet zeigten sich 2 Girlitze. Das Wasserwerksgelände Hengsen (Holzwickede) stellte mit 17 nahrungssuchenden Weißstörchen einmal mehr seine Bedeutung als Trittsteinbiotop unter Beweis.
Ein Schwerpunkt der aktuellen Erfassungen lag im waldreichen, von Kalamitäten und Windkraftflächen geprägten Waldgebiet südlich von Gut Bockelühr (Schwerte). Bei einer mehrstündigen Begehung am 05.06. gelangen hier unverhoffte Nachweise, darunter 5 Haubenmeisen in 4 Revieren ( 3x Fichte- einmal Kiefer) sowie mindestens 5 singende Baumpieper, von denen einer einen sicheren Brutplatz aufsuchte. Auf einem verblühten Rapsfeld nahe dem Gut verweilten mehrere Familienverbände mit über 20 Bluthänflingen, mehr als 50 Stieglitzen suchten dort nach Nahrung, und ebenso viele Stare nutzten die Flächen intensiv. Flankiert wurde das Bild durch einen singenden Gelbspötter.
Weiter nördlich, im Übergang zum südlichen Schwerter Elsebachtal, konnten im Radius von etwa 0,85 km neben 4 Waldlaubsängern und einem weiteren Haubenmeisenrevier auch 3 Grauschnäpperreviere erfasst werden. Eine besondere Augenweide war hier die Bodenfütterung zweier diesjähriger Kernbeißer durch einen Altvogel.
Gerade die Suche nach dem Grauschnäpper offenbarte jedoch eine hochspannende methodische Facette. Während die altbekannten und etablierten Brutplätze aus den Vorjahren wertvolle Anhaltspunkte für die gezielte Nachsuche lieferten, lauerte die eigentliche Überraschung an einer bislang völlig unauffälligen Stelle. Hier lieferte eine spezielle Vogelstimm-App den entscheidenden Erstverdacht. Da solche digitalen Helfer bekanntlich nur als Indiz, niemals aber als zweifelsfreier Beleg dienen dürfen, war detektivischer Ehrgeiz gefragt. Nach intensiver Suche konnte der Vogel schließlich tatsächlich visuell bestätigt werden.
Diese Entdeckung wirft ein Schlaglicht auf die Erfassungsproblematik der Art: Im vielstimmigen, morgendlichen Vogelkonzert geht der Grauschnäpper mit seinen extrem hochfrequenten Rufen und Gesängen in Richtung des dichten Baumkronendachs im Wald akustisch nahezu vollständig unter. Die Kartierung ist unter diesen Umständen methodisch sehr anspruchsvoll.
Die Parallelen zu Bernhard Glüers fundierter Girlitz-Analyse vom 09.07.2023 sind dabei geradezu verblüffend und lassen sich fast deckungsgleich auf den Grauschnäpper übertragen. Was damals für die Bönener Friedhofsgirlitze beschrieben wurde – die Tücke der rasch wechselnden, exponierten Singwarten, das Problem der nachlassenden Wahrnehmung hochfrequenter Töne im Alter und die enorme Dunkelziffer scheinbar „singulärer“ Sänger –, gilt eins zu eins auch hier.
Zweifellos hat der Grauschnäpper einen dramatischen Bestandseinbruch erlitten. Doch die aktuelle Beobachtung verdeutlicht, wie leicht dieser unauffällige Insektenjäger schlicht überhört oder übersehen werden könnte.












Kreis Unna/Bönen: Rotmilan, Mäusebussard, Mittelspecht, Buntspecht, Nachtigall, Schwarzkehlchen, Hausrotschwanz, Distelfalter etc. am 05./07.06.2026 (C. Rethschulte)









Bönen: Waldohreulen, 06.06.2026 (H. Peitsch)
Die 3 jungen Waldohreulen in Altenbögge haben sich seit meiner Meldung von 22. Mai gut entwickelt und machen einen gesunden, vitalen Eindruck. Ein Altvogel war heute nicht zu sehen.




Wickede: Kleinspecht, Kernbeißer, Grauschnäpper, Waldlaubsänger, Hohltaube, Kuckuck, Kolkrabe, Gebirgsstelze, Eisvogel und Tag der Käfer mit Hirschkäfer und Co. am 06.06.2026 (Andre Matull, Björn Nikula und Gregor Zosel)
Knapp hinter der Grenze Fröndenbergs liegt bei Wickede der Echthauser Berg. Seit vielen Jahren ist er ein Traditionsziel von uns. So konnten wir heute bei einer über 6 stündigen Exkursion unter anderen folgendes beobachten: 1 Kleinspecht trommelnd und mit Sichtkontakt, 1 Grünspecht, 1 Kolkrabe, 1 Kuckuck, 2 Waldlaubsänger, 1 Grauschnäpper, 1 Hohltaube, mind. 5 Kernbeißer (mit Nestbau), 1 Gebirgsstelze, 1 Eisvogel, 2 Wintergoldhähnchen, 1 Sommergoldhähnchen, 4 Gartengrasmücken, 2 Fitisse, 3 Schwanzmeisen, 1 Goldammer, 1 Misteldrossel singend, 4 Singdrosseln, 3 Eichelhäher, 2 Rotmilane, 3 Mäusebussarde, 1 Turmfalke, 2 Graureiher sowie 3 Kormorane überfliegend. Erfolgreicher an diesem Vormittag war aber die Ausbeute an Insekten. Erfreulich viele Käfer, darunter als Highlights gleich 3 Hirschkäfer (2:1), davon 1 Männchen im Flug in den Baumkronen. Mager dagegen die Zahl der Tagfalter. Hier lediglich 3 Admirale und 1 Weißling.

Kernbeißer mit Nistmaterial am Echthauser Berg…..am 06.06.2026 (Foto: Andre Matull)
Trommeln des Kleinspechtes….am 06.06.2026 (Tonaufnahme: Andre Matull)

Prachtexemplar von Hirschkäfer mit Drohgebärde….am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gewaltig und furchteinflößend die Mandibeln der Männchen….am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch ein passendes Hirschkäferweibchen fanden wir….am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hirschkäfermännchen im Flug…..am 06.06.2026 (Foto: Andre Matull)

…und noch eine Ehrenrunde in den Baumwipfeln…….am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarung des Gefleckten Schmalbocks (Rutpela maculata)…….am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gefleckter Blütenbock (Pachytodes cerambyciformis)……am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Braungrauer Splintbock (Leiopus nebulosus)….am 06.06.2026 (Foto: Andre Matull)

Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villosoviridescens)……am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarung des Rüssel-Rotdeckenkäfers (Lygistopterus sanguineus)…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrchroa coccinea) (Leiopus nebulosus)….am 06.06.2026 (Foto: Andre Matull)

Eine kuriose Erscheinung: die Markante Kamelhalsfliege Phaeostigma notata)…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grünes Perlenauge auch unter Blaue Florfliege bekannt (Chrysopa perla)…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gelbe Raubfliege auch Gelbe Mordfliege (Laphria flava) mit Beute…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gestreifte Quelljungfer…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gelber Fleckleibbär (Spilosoma lutea)…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Raupe der Grasglucke…..am 06.06.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Fröndenberg: Waldschnepfenbalz, Wespenbussarde, Baumpieperbrut u.a., 05.06.2026 (B.Glüer)
In diesen Tagen gelangen mehrfach Beobachtungen von balzenden Waldschnepfen. In der heimischen Vogelwelt gehören Waldschnepfen wegen der sehr heimlichen, oft dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise sicherlich zu den am schwierigsten zu beobachtenden oder quantitativ zu erfassenden Arten. Vor allem zur Brutzeit gibt es kaum Nachweise, obwohl sie in der Balz sogar vergleichsweise auffällig sind, wenn die Männchen auf der Suche nach Weibchen nach Sonnenuntergang potentielle Bruthabitate mit deutlich vernehmbarem „Quorren“ und „Puitzen“ überfliegen. Die meisten Nachweise erbringen bei uns überwinternde Exemplare aus dem Baltikum oder Skandinavien, wenn diese mal zufällig bei Waldspaziergängen vom Boden aufgescheucht werden. So konnten in Wäldern des Fröndenberger Nordens im vergangenen Winter bis zum 20. Februar 28-mal Waldschnepfen festgestellt werden. Danach gab es keine Beobachtungen mehr – insbesondere auch keine Balz, die einen Brutverdacht begründet hätte. Ähnlich verhielt es sich auch in zurückliegenden Jahren.
Am 26. und 27. Mai gelang nun Lukas Bischoff die Beobachtung von balzenden Waldschnepfen in der Nähe des alten Golfplatzes „Am Winkelshof“. Nach seinen Berichten ließen sich in einem kleinen Zeitfenster, knapp eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang bis zu 16 (!) Überflüge balzender Männchen zählen. Am 28.05. konnte ich dann erstmals ebenfalls an beschriebenem Ort ab 22.04 Uhr (Sonnenuntergang: 21.32 Uhr) 7-mal eine überfliegende Schnepfe teils aus kurzer Distanz beobachten – und es gelangen auch Fotos. Am 30.05. ab 21.53 Uhr (gemeinsam mit Lukas Bischoff und Mechthild Strathoff) nochmal 14 Überflüge und am 01.06. ab 21.56 Uhr 12 Überflüge ebenda. Diesmal ließen sich aufgrund der Flugrichtungen und Zeitabläufe zweifelsfrei 3 Individuen (2,1) unterscheiden. Gemeinsam mit Mechthild Strathoff wurde am 03.06. ein 1880 m entferntes Habitat überprüft, in dem es vergleichsweise viele Winterbeobachtungen gegeben hatte. Bei jetzt schlechterem Wetter (leichter Regen, Wind, gesunkene Temperaturen) konnten auch hier 2 Überflüge (ab 22.07 Uhr) beobachtet werden. Laut Brutvogelatlas / NRW überfliegen balzende Männchen Flächen von 45-50 Hektar, so dass hier von anderen Individuen ausgegangen werden kann. Am gestrigen Abend (04.06.) waren am ersten Standort – gemeinsame mit Ute Becker und Hermann Knüwer – keine Balzaktivitäten mehr festzustellen. Jedoch zeigte sich bodennah 3-mal eine nah vorbeifliegende und wieder landende, möglicherweise weiblich Waldschnepfe, die sogar in ca. 25 m Entfernung minutenlang auf einem Waldweg verharrte, was evtl. gegenüber unserer Anwesenheit als „Verleiten“ – und damit als Hinweis auf Nachwuchs gedeutet werden könnte. Das veranlasste uns dann auch zum „Rückzug“.
Mehr „Frust als Lust“ bereitet dieser Tage die Suche nach Wespenbussarden. Am 25.05. fiel immerhin über Frdbg.-Hohenheide ein Männchen auf, das sehr einem schon vorjährig im Raum Frdbg.-Bausenhagen mehrfach gesehenen (und fotografierten) Männchen ähnelte. Ein anschließend kontrollierter „Verdachtshorst“, der diesem Männchen zugeordnet werden könnte, wies tatsächlich minimale Begrünung auf. (Siehe hierzu auch folgende Meldung: https://www.oagkreisunna.de/2025/12/22/froendenberg-hausrotschwanz-waldschnepfen-wespenbussardhorst-biber-insekt-des-jahres-24-u-a-21-12-2025-b-glueer/). Am 28.05. zeigte sich niedrig fliegend ein Paar bei UN-Vinning und eine Beobachtung auf ornitho.de von Malte Busch am 31.05. eines Beute tragenden (eventuellen) Männchens lässt in diesem Raum ebenfalls hoffen.







Bönen: Wanderfalken am 05.06.2026 (H. Peitsch)
Heute zeigten sich 2 Wanderfalken sehr hoch über unserem Wohngebiet in Altenbögge, wohl das Paar vom Zechenturm. Das Männchen hat scheinbar einen Blutfleck auf dem Brustgefieder.



