



















Ein kurzes Update zur Situation am Storchenhorst im NSG Obergraben westlich Wickede in Fröndenberg nahe dem Beringhof.
Ich selber habe bis zum 23.05.2026 nur ein Küken beobachten und dokumentieren können. Ein befreundeter Jäger, der ebenfalls gerne mal dort nach dem aktuellen Stand schaut, berichtete von zwei kleinen Köpfchen, die er einmal beobachten konnte.
Bei meinem Kontrollbesuch am 27.05.2026 habe ich einen augenscheinlich verlassenen Horst vorgefunden. In 20 Minuten war weder einer der beiden Altvögel, noch irgendeine Bewegung von kleinen Küken zu erkennen.
Am 30.05.2026 habe ich 30 Minuten das Weißstorch-Nest beobachtet und fotografiert …man müsste zumindest das Jungtier bereits gut sehen können. Aber keinerlei Anzeichen einer laufenden Brut!
Übrigens wurde bei Wickede mittlerweile die 3. Horsthilfe für Störche aufgestellt. Störche gab es dieses Jahr allerdings keine. Das Paar vom letzten Jahr an der Ruhrbrücke ist nicht wieder zusammengekommen. Lediglich ein Partner wartete geduldig auf dem Strommasten…und gab dann schließlich auf.

Ein Zwischenfazit zur Halbzeit der Brutsaison 2026 deutet bei den Weißstörchen im Ruhrtal auf neue Rekordzahlen hin, da bei den 8 erfassten Brutpaaren in Fröndenberg (Kiebitzwiese) und Schwerte (inklusive Wasserwerk Holzwickede/Hengsen) aktuell 19 Nestlinge registriert wurden, was bei einem erfolgreichen Brutverlauf einen neuen Höchstwert für diese Art in den Vergleichsgebieten darstellen würde.
Die nachfolgende Infografik zeigt die Entwicklung der lokalen Weißstorchbruten, beginnend mit der historisch ersten erfolgreichen Brut dieser Art im Ruhrtal auf der Fröndenberger Kiebitzwiese. Die Daten bis 2025 dokumentieren die flügge gewordenen Jungstörche. Der aktuelle Wert für 2026 bildet in Klammern den momentanen Nestlingsbestand nach persönlichen Kenntnissen vor dem Ausflug ab. Verschiedene Einflüsse können die Anzahl der Jungvögel jederzeit verändern, sodass eine endgültige Gesamtbilanz voraussichtlich erst im Juli oder August möglich sein wird.


Regionale Brutplätze und Beringungsdaten im Überblick. Die orangefarbenen Kilometerangaben unter den Kalenderjahren beschreiben bei dieser Übersicht die exakte Entfernung (Luftlinie) zwischen dem Geburtsort, an dem der jeweilige Storch als Nestling beringt wurde, und seinem aktuellen Brutplatz im Ruhrtal.

Im Gegensatz zum Vorjahr gab es bei den Schwerter Brutstörchen zwei nachweisliche Veränderungen. Die Befürchtung, dass das grassierende Vogelgrippevirus aus den Winterquartieren auch Brutvögel des Kreises Unna getroffen haben könnte, wurde zur Gewissheit.
Zum einen verendete das langjährige Brutmännchen der Schwerter Röllingwiese im spanischen Winterquartier, denn laut schriftlicher Mitteilung des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie Radolfzell an H.-G. Bullenda (AGON Schwerte) wurde der Kadaver am 9. Dezember 2025 nahe eines Entsorgungszentrums im Südosten von Madrid entdeckt. Nach eigenen Recherchen legte der Storch auf seinem herbstlichen Südwestkurs zwischen dem Brutplatz an der Röllingwiese und dem spanischen Fundort eine Distanz von fast 1.500 Kilometern Luftlinie zurück. Sein Zielort war und ist ein bekannter Winter-Hotspot. Dort suchen unzählige Störche auf Deponien nach Nahrung und nächtigen in der Nähe teils eng gedrängt nebeneinander. Die dortige, extrem hohe Bestandsdichte begünstigte im Dezember 2025 den Ausbruch eines hochpathogenen Influenza-Virus, den die spanischen Behörden auch bei dem Schwerter Brutvogel als Todesursache nachweisen konnten. Der Fund dokumentiert einerseits das mittlerweile häufig veränderte Zugverhalten beim Weißstorch mit Überwinterung auf der Iberischen Halbinsel statt Afrika, zeigt jedoch auch gleichzeitig die hohen epidemiologischen Risiken dieser Massenansammlungen an künstlichen Nahrungsökosystemen auf.
Der freigewordene Brutplatz an der Röllingwiese in Schwerte wurde im diesjährigen Frühjahr sofort durch ein neues, unberingtes Männchen nachbesetzt.

Zum anderen brütete anfangs auf dem Baumnistplatz in Schwerte-Geisecke, bei dem als einzigem Ort in den Vergleichsgebieten wahrscheinlich entweder von einer Brutaufgabe oder einem Totalverlust auszugehen ist, erstmalig ein neues, beringtes Weibchen im 4.Kalenderjahr, das 2023 nestjung in Delbrück-Anreppen (Kreis Paderborn) markiert wurde. Der Wiederfund erfolgte nach 1.003 Tagen in 74 Kilometern Luftlinie Entfernung. Ob das vorherige dortige, vermutlich langjährige Weibchen ein ähnliches Schicksal wie das Röllingwiesen-Männchen ereilte, bleibt mangels Beringung ungeklärt.
Neben der allgemeinen Entwicklung dieser Art lassen auch konkrete Beobachtungen im gesamten Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede), wo in den letzten Wochen teils dutzende Weißstörche zu beobachten waren und teilweise weiterhin präsent sind, eine Fortsetzung des regionalen Populationswachstums erwarten. Bei vielen der dort aus nächster Nähe beobachteten Vögel deutet das Erscheinungsbild mit einigen Ausnahmen auf vorjährige Weißstörche hin und abgefragte Ringablesungen bleiben abzuwarten.
Als biologisch interessante Beobachtung trugen einige Jungstörche bereits sporadisch Nistmaterial auf Gebäude, Pappeln oder einen Hochsitz. Da das Material direkt wieder herunterfiel, ohne dass die Vögel nachbesserten, handelte es sich wahrscheinlich nicht um ernsthaften Nestbau, sondern um erste, instinktive Übungen für die Zukunft. Nahezu identische Abläufe ließen sich bereits im letzten Jahr im gleichen Gebiet feststellen. Auch diese Erkenntnisse legen die Annahme einer weiteren Bestandszunahme des Weißstorchs in unseren heimischen Brutgebieten nahe.
Wer hätte eine solche Entwicklung der Weißstörche bei uns vor 10 Jahren schon erwartet? Angesichts dieser Zahlen wächst der Wunsch nach einer ähnlichen Dynamik bei vielen anderen Vogelarten.
Heute kurz nach Sonnenaufgang starteten wir unsere 6 stündige „Traditionsrunde“ am Kloster Oelinghausen. Bei tropischen Temperaturen und vor der Unwetterfront konnten wir u.a. folgendes notieren: 1 Wespenbussard, 1 Rotmilan, 3 Turmfalken, 2 oder 4 Kolkraben (1 oder 2 Paare; schwer einzugrenzen), 1 Schwarzspecht, 1 Grünspecht, 2 Waldlaubsänger, 1 Baumpieper, 1 Hohltaube, nur 11 Neuntöter (9:2), 10 Dorngrasmücken, 1 Klappergrasmücke, 1 Gartengrasmücke, 15 Goldammern, 3 Fitisse, 4 Sumpfrohrsänger, 3 Kernbeißer, 2 Dompfaffe (M), mind. 17 Bluthänflinge (größtenteils in Rapsfeldern), 3 Hausrotschwäne, 1 Wintergoldhähnchen, 5 Sommergoldhähnchen, 1 Schwanzmeise, 1 Sumpfmeise, 1 Bachstelze, 5-6 Feldlerchen, 2 Mauersegler sowie ungezählte Rauch- und Mehlschwalben. Unter den Schmetterlingen waren 1 Schwalbenschwanz und 1 erstes Landkärtchen die Highlights.

Männlicher Wespenbussard überfliegend nahe des Kloster Oelinghausen……am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Singende Feldlerche über den Wiesen und Feldern in der abwechselungreichen Landschaft…..am 29.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Und noch eine Flugaufnahme! Turmfalke nach erfolgreicher Jagd. Mit Beute geht es wahrscheinlich zurück zu Nest, um die Jungvögel zu versorgen……am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Männlicher Neuntöter auf seiner Warte, wovon er sein ganzes Revier überblicken kann……am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Singende Goldammer…..am 29.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kolkrabe auf dem Spielberg…..am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

2 Waldlaubsänger konnten wir auf unserem Weg hören und auch sehen…..am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Weibchen des Großen Blaupfeils beim Sonnenbad…..am 29.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Für uns das erste Landkärtchen in diesem Jahr in den Farben der Frühlingsgeneration…..am 29.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Erfreulicher Weise konnten wir mehrere Kleine Füchse beobachten. Auf einem Weg saßen gleich 5 Ex. nebeneinander…..am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Allen Distelfaltern (wie hier) und auch den Admiralen sah man an, dass sie schon viele tausend Kilometer auf dem Buckel hatten…..am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Hornisse mit Beute. Wahrscheinich hat sie hier einen Gartenlaubkäfer, die überall am Wegesrand zu beobachten waren, erbeutet……am 29.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Werne Horst: Kiebitz, Sumpfrohrsänger, 28.05.2026, ( Karl Heinz Lindemann )


Wieder mal eine kleine Meldung aus der Nachbarschaft. Zwei Tage hintereinander führte mein Rundwanderweg von 9 km durch die Feldfluren von Hamm/Westhusen an der Grenze zu Ahlen. Start war der Wanderparkplatz an der Kleistraße am Heessener Wald. Vorbei an dem Feuchtgebiet an der Straße ging es nach Westhusen incl. Regenrückhaltebecken. Über dem Westhusener Weg, vorbei an der Reitanlage Geisthoff, folgte ich am Schluss die Bornstraße zurück zum Wanderparkplatz. Unterwegs konnte ich u.a. folgende schöne Beobachtungen machen:
1 rufende Wachtel, 15 Kiebitze (hauptsächlich in den beiden Feuchtgebieten mit Jungvögel) + ca. 15 Kiebitz rastend und nahrungssuchend auf einer gemähten Wiese; 1 Flussregenpfeifer (im Regenrückhaltebecken), 6 Blässrallen (davon 1 Pulli), 2 Teichrallen, 2 Nilgänse, 14 Kanadagänse überfliegend, 5 Graureiher, 6 Weißstörche nahrungssuchend, 3 Teichrohrsänger (an der Kleistraße), 1 Sumpfrohrsänger, 3 Rohrammern (2:1), 2-3 Kuckucke, 2 Schafstelzen, 3 singende Nachtigallen, 8 Dorngrasmücken, 4 Klappergrasmücken, 1 Gartengrasmücke, 3 Neuntöter (2:1), 2 Hohltauben singend, 1 Goldammer, 2 Fitisse, 3 Hausrotschwänze, 3 Grünfinken, 4 Distelfinken, ca. 50 Haussperlinge insgesamt in Hecken und an Gebäuden, 6 Bachstelzen (davon 1 Jungvogel), 4 Schwanzmeisen, mind. ca. 30 Rauchschwalben, mind. ca. 25 Mehlschwalben, 8 Fasane, 2 Turmfalken, 2 Mäusebussard, 1 Rotmilan sowie 1 Rohrweihenpaar und 1 Steinkauz. Meldungen detailiert, wie gewohnt, auch auf Ornitho.de.

Erfreulich, wenn man Jungvögel vom Kiebitz sieht. Während hier 1 Altvogel mit 3 fast erwachsenen Kiebitzen im Feuchtgebiet an der Kleistraße im Flachwasser nach Nahrung suchten, waren im Regenrückhaltebecken noch 2 sehr kleine Pulli zu beobachten….am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wenn sich Rabenvögel oder Greifvögel nähern, gehen die Kiebitze oft gemeinsam zum Angriff über, um die Eindringlinge zu vertreiben……am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Teichrohrsänger im Schilf…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

In einem Graben an einem Kornfeld sang dieser Sumpfrohrsänger…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch 2 Schafstelzen suchten im Schilf nach schmackhaften Insekten…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kuckuck an dem Feuchtgebiet Kleistraße …am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rohrweihe jagend in der weiten Feldflur bei Westhusen…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Neuntöter am Westhusener Weg…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Singender Grünfink im Baumwipfel…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schwanzmeise am Wegesrand…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Haussperling mit Nistmaterial…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Überall werden nun die Wiesen bei schönstem Heuwetter gemäht. Da finden nicht nur die Weißstörche einen gedeckten Tisch…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Weißstorch zieht eine Wiese weiter…..am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Heute Morgen ab Sonnenaufgang in der Nähe vom Gut Bockelühr bei Schwerte zwei Gelbspötter, welche nur einige Dutzend Meter auseinander sangen sowie ein Sperber. In einem Teil des südlichen Elsebachtals in Schwerte u.a. 3 Grauschnäpper (2 Reviere), 2 Waldlaubsänger, ein singender Baumpieper, ein Kolkrabe, ungezählte Kernbeißer, 3 Goldammern (2 Reviere), 5 Sommergoldhähnchen, 2 Gartengras- und eine Dorngrasmücke, 2 Buntspechthöhlen, welche die Jungen schon sehr bald verlassen werden sowie ein quäkender Mittelspecht. Ein letztjähriges Neuntöterrevier auf einer Kalamitätsfläche war nicht mehr besetzt, da der Aufwuchs wahrscheinlich schon zu hoch und somit für diese Art als Habitat nicht mehr geeignet ist. Darüber hinaus sang als Besonderheit ein Pirol auf seinem Zwischenstopp im dichten Baumkronendach.


Auf einem Hof in Kamen/Derne hat sich ein Schleiereulen-Paar angesiedelt; dort ebenfalls ein sich im Brutgeschäft befindendes Turmfalken-Paar sowie etliche Mehl- und Rauchschwalbenpaare.
In Bönen/Altenbögge zeigen sich für mich erstmalig zwei Girlitz-Weibchen bei der Nahrungsaufnahme; ebenfalls u.a. vor Ort mehrere Stieglitze und Grünfinken.
Über dem NSG Lettenbruch sind heute u.a. mindestens drei Mäusebussarde, ein überfliegender Weißstorch sowie ein Beute tragender Rotmilan zu sehen.






24.05.: In der Strickherdicker Feldflur hat ein Neuntöterpaar wieder sein angestammtes Revier bezogen. Auf einer der dortigen Feldvogelschutzflächen zeigte sich das Schwarzkehlchenpaar diesmal mit flüggem Nachwuchs. Außerdem in dieser Feldflur eine jagende weibliche Rohrweihe.
24.05.: Auf dem Fröndenberger Haarstrang hat sich ein Baumfalkenpaar für ein Rabenkrähennest in einem Gittermast entschieden.
26.05.: Die Hemmerder Wiesen sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Während morgens das zu erwartende Arteninventar zu sehen war, hielt sich dort am Nachmittag eine Ringelgans auf (Mitbeobachter B. Glüer). Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Gefangenschaftsflüchtling handelt. Denn die Brutgebiete dieser Art liegen in der arktischen Tundra, die Überwinterungsgebiete im Wattenmeer und in küstennahen Gebieten. Eine Ringelgans in den Hemmerder Wiesen, fernab dieser Lebensräume, ist deshalb gerade zu dieser Jahreszeit, aber auch insgesamt, sehr außergewöhnlich. Tags zuvor war auch eine Ringelgans im Enger Bruch / Kreis Herford beobachtet und fotografiert worden (http://www.sturmmöwe.de/). Gibt es hier einen Zusammenhang?




Am Südrand von Fröndenberg-Ostbüren singt gegen Mittag eine Turteltaube. Sehr überrascht diese Art auch mal wieder in den heimischen Gefilden wahrzunehmen! Außerdem hier ein nach Nord überfliegender Schwarzmilan.
An zwei Stellen zwischen Schlückingen und Bausenhagen zwei wf. Rohrweihen, möglicherweise auch dieselbe.
An der Ruhr in der Nähe zum NSG Obergraben ein rufender Kuckuck.
Bei redensartlichem „Kaiserwetter“ waren nicht nur alle Pfingstwochenendler in Bestlaune – auch in Flora und Fauna scheinen die sommerlichen Temperaturen einiges in Bewegung zu bringen. So zeigte sich für mich heute (endlich!) der erste Wespenbussard (Hemmerder Wiesen) und beim Beobachten der zurzeit sehr aktiven Mauersegler, die sich abschließend auch unter unserem Dach noch freie Nisthöhlen aussuchen, zogen unerwartet zwei Bienenfresser ostwärts überhin. Bei den Schmetterlingen zeichnet sich mit der heißen Südwestströmung offenbar ein deutlicher Einflug von Distelfaltern ab. Knapp jenseits der Kreisgrenze, südlich der Ruhr (MK), konnten zwei Turteltaubenreviere ausgemacht werden (4 Rufer). Sehr erfreulich ergänzt diesen Fund eine Meldung von Marvin Stahl, der auf ornitho.de Turteltaubenbalz für den Fröndenberger Norden gemeldet hat.
In den Hemmerder Wiesen geht die Kiebitzsaison in die Schlussphase. Seit mindestens dem Ende letzter Woche fliegen erste Jungvögel bereits! Damit hat sich das Aufstellen des Elektrozaunes um die nasse Kernzone des NSG zum Schutz vor Bodenprädatoren schon jetzt gelohnt. Weitere Kiebitzküken aus späteren Bruten dürften noch folgen. Auf einem benachbarten Maisfeld wurde sogar noch ein spätes Nachgelege auf den Weg gebracht (20.05.). Das Gelege wurde markiert und wird bei landwirtschaftlichen Arbeiten umfahren. Die Chancen für den Nachwuchs, der erst Ende Juni schlüpfen wird, sind schon wegen der hohen Temperaturen und eventueller Trockenheit (weniger Regenwürmer verfügbar) ungünstig. Bleibt zu hoffen, dass der Maisaufwuchs bald Schatten und Deckung bietet.












Gestern konnte ich bei einer Fahrradtour von der Lippeaue Lünen zur Schleuse Horst folgende Beobachtungen machen:
In dem Weißstorchhorst auf dem Dach des Hochsitzes befinden sich drei gut entwickelte Jungvögel. Auf dem Weg entlang der Industriebrache Steag-Nord zum Segelflugplatz ein singender Gartenrotschwanz, ein Sumpfrohrsänger sowie mehrere Stieglitze und Dorngrasmücken. In der Feldflur südlich der Schleuse Horst zwei weitere Sumpfrohrsänger, 2 Goldammern und diverse Dorngrasmücken. An der Schleuse Horst ein Baumfalkenpaar, welches einen Hochspannungsmasten inspizierte. Auf den Traversen befinden sich zahlreiche alte Krähennester, hier ist also in Zukunft verstärkt auf eine mögliche Brut zu kontrollieren. Außerdem noch erwähnenswert 2 Nachtigallen und ein aus der Ferne rufender Kuckuck.
In den Rieselfeldern Werne konnte ich heute Morgen kurz nach Sonnenaufgang 2 (!) rufende Wachtelkönige ausmachen. Einer rief wiederholt mit langen Pausen aus einer überschwemmten Wiese, ein zweiter antwortete nur einmal kurz aus einer anderen Wiese in etwa 300 m Entfernung. Außerdem im Gebiet eine Schwarzkehlchenfamilie mit mindestens einem Jungvogel sowie zahlreiche Rohrammern, Weibchen teilweise mit Nistmaterial, mehrere Dorngrasmücken und Wiesenschafstelzen, ein rufender Kuckuck und eine Misteldrossel.
Eine abschließende Wanderung durch das NSG Beversee ergab folgende Beobachtungen: Gartenrotschwanz (2), Misteldrossel (4), Grauschnäpper (2), Gartengrasmücke (4), Baumpieper (1), Fitis (3), Gartenbaumläufer (2), Buntspecht (2), sowie unzählige Zaunkönige.
Ein kurze Abstecher in den eigentlich „verbotenen“ nördlichen Teil der Halde „Großes Holz“ brachte zum Abschluss noch einige Highlights: Neuntöter (1m), Baumpieper (3), Feldlerche (2), Sumpfrohrsänger (1) Kuckuck (1) unzählige Dorngrasmücken , ein auf einem Fahrweg auf mich zulaufender Rotfuchs sowie die Larven der Kreuzkröte in einer Fahrrinne (s. Foto). Hier ist allerdings zu befürchten, dass bei anhaltendem warmen Wetter diese Stelle austrocknet.










Traditionsgemäß suchten wir heute kurz nach Sonnenaufgang den ehemaligen Truppenübungsplatz in Apricke auf, um die Reviere der Neuntöter zu erfassen. Bei unserer „Absuche“ im kompletten Gelände notierten wir insgesamt 26 Neuntöter, davon 6 Paare. Bei den übrigen Vögeln handelte es sich um Männchen, oft mit Gesang. Somit kamen wir auf 20 Reviere. Ansonsten notierten wir u.a.: 7 singende Waldlaubsänger (aus dem angrenzenden Wald), 4 Schwarzkehlchen (2 singende Männchen + 1 Paar (wahrscheinlich Jungvögel zu versorgen)), 3 überfliegende Fichtenkreuzschnäbel, 1 singender Teichrohrsänger aus Hecke (rastend), 1 Baumpieper, 1 Grauspecht, 2 Grünspechte, 14 singende Dorngrasmücken, 2 singende Klappergrasmücken, 4 singende Sommergoldhähnchen, 12 Goldammern (teilweise mit Futter), 4 Bluthänflinge (2 Reviere), 3 Hausrotschwänze, 3 Distelfinken (2 Reviere), 2 Schwanzmeisen, 3 Bachstelzen, 2 singende Misteldrosseln, mind. 7 Mauersegler, ca. 30 Rauchschwalben, ca. 10 Mehlschwalben, 1 Graureiher, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Unter den Beobachtungen aus der Insektenwelt war die größere Anzahl an Mauerfüchsen erfreulich.

Neuntöterpaar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Hemer…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntötermännchen in seinem Revier….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ingesamt 3 besetzte Schwarzkehlchenreviere konnten wir festmachen…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Goldammerweibchen mit Futter für die Jungvögel…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Bluthänfling nahe des Steinbruchs…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Gesang eines Teichrohrsängers aus einer Hecke…. (Tonaufnahme: Andre Matull)

Mehr als 10 Mauerfüchse flogen heute über den Truppenübungsplatz….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleiner Feuerfalter am Wegrand….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hauhechelbläuling. Fast nie setzten sich die Bläulinge heute für ein Foto mal für ein paar Sekunden hin ….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Braune Tageule (Euclidia glyphica) am Klee….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarende Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) im Baumwipfel….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Seidige Fallkäfer (Cryptocepgalus sericeus) lieben glelbe Blüten….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kupfrige Sonnenspringspinne, auch Kupfriger Sonnenspringer genannt, (Heliophanus cupreus) mit Beute….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) auf einem Blütenblatt einer Margarite….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

2 Blindschleichen kreuzten heute unseren Weg….am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)