In den Hemmerder Wiesen mind. fünf Braunkehlchen, zwei Schwarzkehlchen (1m, 1w), ein Sperber (dj m), einige Hänflinge sowie auffallend viele Laubsänger (wohl vorwiegend Zilpzalpe)
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Hemmerde: Mantis religiosa (D. Kleiböhmer)
Der Klimawandel krabbelt u.a. auf sechs Beinen ins Kreisgebiet: Am Montag, 7.9.2026 hab ich in meinem Garten (werwohntinmeinemgarten.info) meine erste Gottesanbeterin getroffen. Es scheint ein sehr starkes Jahr für die wärmeliebende Art zu sein, aber ich habe noch keine Meldung aus Unna gefunden, daher zeige ich sie- inspiriert von der Meldung des Weinhähnchens – einmal, auch wenn es kein Vogel ist.

Hemer/Apricke: Wespenbussarde, Rohrweihen, Steinschmätzer, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Neuntöter, Baumpieper und Karstweißling am 07.09.2026 (Andre Matull und Gregor Zosel)
Bei der heutigen Exkursion über den ehemaligen Truppenübungsplatz bei Hemer/Apricke konnten wir ab dem Sonnenaufgang u.a. folgendes beobachten: 3 Wespenbussarde, 2 Rohrweihen, 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde, mind. 4 Turmfalken, 3 Sperber, 5 Steinschmätzer, 11 Braunkehlchen, 3 Schwarzkehlchen, 1 Gartenrotschwanz, 1 Hausrotschwanz, 1 Trauerschnäpper, 10 Neuntöter (alle weibchenfarbig, meist dj.), ungezählte Baumpieper im Gelände (größter Trupp von 8 Ex.), 3 Kolkraben, 2 Eichelhäher, ungezählte Rauchschwalben und Mehlschwalben (insgesamt einige Hundert Ex.),ca. 300 Stare, 3 Grünspechte, 2 Goldammern, 4 Bluthänflinge, ca. 10 Distelfinken, 1 Grünfink, 2 Sommergoldhähnchen, 8 Mönchsgrasmücken, 4 Dorngrasmücken, 1 Dompfaff, 4 Schwanzmeisen, 1 Sumpfmeise,17 Zilpzalpe, 1 Graureiher, 2 Nilgänse sowie 30 ziehende Kormorane. Erfreulich war die doch hohe Anzahl an Schmetterlingen. Neben vielen Hauhechelbläulingen und Weißklee-Gelblingen auch u.a. 1 Karstweißling, 5 Kleine Feuerfalter, 3 Mauerfüchse, 1 Taubenschwänzchen.

Einer der drei Wespenbussarde, die wir heute beobachten konnten…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Sofort zu Beginn unserer Exkursion konnten wir kurz nach Sonnenuntergang 2 Rohrweihen tief im Überflug beobachten. Diese haben wohl in der näheren Umgebung die Nacht verbracht, vielleicht im Schilfgebiet am Riemker See…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Sperber steuert eine Hecke mit vielen Singvögel an…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Junger Mäusebussard versucht sein Jagdglück im angrenzenden Steinbruch…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Dj. Neuntöter auf einem Weidezaun…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Teilweise hielten sich die Neuntöter noch in kleinen Familienverbänden auf…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Braunkehlchen in einer Hecke…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Eines der drei heutigen Schwarzkehlchen …..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Steinschmätzer macht seinem Namen alle Ehre…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Dieser Trauerschnäpper zog mit einer Braunkehlchengruppe durchs Gelände…..am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Einer der vielen rastenden Baumpieper auf dem Truppenübungsplatz….am 07.09.2016 (Foto: Andre Matull)

Schwanzmeise am Wegesrand…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Nebenan eine Sumpfmeise…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Kolkrabe im Gegenlicht…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Highlight unter den Schmetterlingen sicherlich heute dieser Karstweißling…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Der Weißklee-Gelbling, auch bekannt unter Goldene Acht, war heute sehr gut vertreten…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Auch einige Kleine Feuerfalter machten durch ihre Farbenpracht auf sich aufmerksam…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Unterseite des farbenprächtigen Mauerfuchses…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Zitronenfalter gut getarnt in der Wiese…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)

Der Hauhechelbläuling war sicherlicht heute mit der am besten vertretenden Schmetterlingen…..am 07.09.2016 (Foto: Gregor Zosel)
Fröndenberg/Schwerte: Blaukehlchen, Seidensänger, Wespenbussarde, Neuntöter, Braunkehlchen, Rohrweihen, Flussuferläufer, Waldwasserläufer, Bekassinen, Baumpieper, Grauschnäpper, Sperber Kolkraben, Zilpzalpe u.a. vom 29.08- 04.09.2026 (K.& A.Matull)
Bei einem Besuch des Elsebachtals in Schwerte am 29.08. präsentierte sich der gleichnamige und für das Gebiet charakteristische Bach weiterhin komplett ausgetrocknet. Beobachten ließen sich hier u. a. 4 nahrungssuchende Grauschnäpper, 2 Kolkraben sowie eine südwestwärts ziehende Rohrweihe.
Tags darauf (30.08.) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 7 Waldwasserläufer und 9 Bekassinen, die durch eine diesjährige Rohrweihe aufgescheucht wurden.
Frühmorgens am 02.09. im Schwerter Ruhrtal westlich vom Gutshof Wellenbad u. a. eine Schlafplatzauflösung von >374 überfliegenden Gänsen, überwiegend Graugänse, sowie 2 dicht aufeinanderfolgende, flussabwärts streichende Flussuferläufer. Ebenda eine südwestwärts ziehende männliche Rohrweihe und 3 in westliche Richtung ziehende Wespenbussarde. Auf der Röllingwiese in Schwerte u. a. 7 Flussuferläufer und eine weitere Rohrweihe.
Südlich der Ruhr im NSG Mühlenstrang wurde nach mehrwöchiger Pause erneut der Seidensänger singend gehört. Das Territorium gilt bislang als reines Gesangsrevier. Hinweise auf eine Verpaarung oder ein Brutgeschäft fehlen, sind aber wegen der heimlichen Lebensweise der Art und des unübersichtlichen Geländes nicht völlig ausgeschlossen. Spannend bleibt, ob der Vogel hier überwintert. Da die Ruhr meist eisfrei bleibt und Seidensänger in Mitteleuropa als standorttreu gelten, wäre eine Grundvoraussetzung gegeben. Ein Verbleib hängt jedoch auch stark vom Erhalt der dichten Ufergehölze ab. Vorschnelle Pflegemaßnahmen der Gewässerunterhaltung könnten diese lebenswichtigen Deckungs- und Nahrungsstrukturen zerstören, worauf die Art äußerst sensibel reagiert.
Anders als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt gelang im NSG Mühlenstrang (Schwerte) kein Nachweis rastender Braunkehlchen – nahrungsbedingt scheinen sich Rastspitzen auf ganz bestimmte Hotspots zu konzentrieren (wie etwa Rapsstoppelfelder; siehe dazu auch die gestrige Meldung von B. Glüer). Zu beobachten waren im NSG Mühlenstrang bis zu 15 Zilpzalpe, teilweise mit Herbstgesang, sowie immer wieder durchziehende und rufend einfallende Baumpieper.
Interessant war dafür der gestrige Tag (03.09.) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg: Neben einem rastenden Blaukehlchen, dass heute (am 04.09.) auch noch zugegen gewesen ist, zeigten sich dort immerhin auch mindestens 2 Braunkehlchen, 3 diesjährige Neuntöter sowie ein Sperber mit Beute.






Fröndenberg / Unna: Rapsstoppelfelder als bedeutendes Nahrungshabitat für Braunkehlchen, Steinschmätzer, Wiesenschafstelzen, Rauchschwalben, Stare, Brachpieper (u.a.), weiterer Baumfalken-Brutnachweis, Weinhähnchen (Erstnachweis für den Kr. UN?), 03.09.2026 (B.Glüer)
Derzeit stellen Rapsstoppelfelder besondere Hotspots des Vogelzuges dar. Offenbar bieten sie vor allem Insekten fressenden Arten ein Nahrungsangebot. Bei einer systematischen Suche auf solchen Flächen konnten am 01.09. zwischen Frdbg.-Ostbüren und der Strickherdicker Feldflur allein 71 Braunkehlchen gezählt werden – mit maximal 23(!) Individuen auf einem einzigen Feld (zwischen UN-Stockum und Frdbg.-Ostbüren). Auf demselben Feld gleichzeitig >150 Rauchschwalben, >15 Wiesenschafstelzen, >5 Steinschmätzer, ~2000 Stare, >60 Bluthänflinge. Wenige Hundert Meter westlich konnte Ute Becker Tage zuvor (30.08.) sogar 2 Brachpieper entdecken.
Vor der eigenen Haustür (Frdbg.-Hohenheide) macht sich zurzeit nach Einbruch der Dunkelheit aus der Insektenwelt immer wieder ein ungewöhnlicher „Neubürger“ akustisch bemerkbar. Zunächst ließ sich der (für meine Ohren unbekannte) Rufer nicht exakt lokalisieren – erzeugte jedoch so etwas wie „Mittelmeer-Flair“. Inzwischen gelangen per Handy einige Aufnahmen und mit dem Spürsinn von Hermann Knüwer auch eine Artbestimmung: Weinhähnchen (Oecanthus pellucens). Die gedankliche Assoziation mit dem Mittelmeer leitet dabei zu einem bemerkenswerten Tatbestand über. Denn tatsächlich war das Weinhähnchen ursprünglich in mediterranen und deutlich wärmeren Gefilden beheimatet. Vor allem über die Oberrheinische Tiefebene und später entlang traditioneller Weinanbaugebiete mit sonnenexponierten, warmen Hängen breitete sich diese Grille schließlich kontinuierlich Richtung Norden aus. Vermutlich gelang jetzt für diesen „Klima-Gewinner“ der erste Nachweis für den Kreis Unna.









Kreis Unna/NSG Mühlhauser Mark/Uelzener Heide: Mäusebussard, Sperber, Rotmilan, Kolkrabe, Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Zilpzalp, Fitis, Dorngrasmücke, Star, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, C-Falter, Grabwespe etc. am 29.08./02.09.2026 (C. Rethschulte)















Lünen: Wiedehopf, 29.08.2026 (Corinna Skock)
Ich habe heute in Lünen-Niederaden diesen Wiedehopf gesichtet.


Fröndenberg / Unna: Vogelzug mit Trauerschnäppern, Grauschnäppern, Gartenrotschwänzen, Braunkehlchen, Steinschmätzern, Baumpiepern, Wespenbussard u.a., 28.08.2026 (B.Glüer)
Der Vogelzug verläuft bis dato weitgehend unspektakulär, doch unter den Kleinvögeln treten einige Arten jetzt vermehrt in Erscheinung. Beim Trauerschnäpper könnte es in Nord- und Osteuropa vielleicht sogar eine besonders erfolgreiche Brutsaison gegeben haben, denn derzeit sind rastende Vögel beim Insektenfang an geeigneten Stellen (Obstwiesen, sonnige Gehölzsäume, windgeschützte Lichtungen / Gärten etc.) fast zuverlässig anzutreffen. Nach eigenen Zufallsbeobachtungen an regelmäßig aufgesuchten Stellen kam es ab dem 09.08. zu 33 Sichtungen mit bis zu 4 Individuen gleichzeitig an einem Ort. Auch Grauschnäpper fielen an denselben Orten verstärkt auf. – Innerhalb von 4 Wochen (28.07. – 28.08.) kam es zu 96 Sichtungen mit bis zu 8 Individuen gleichzeitig. Daneben tauchen auch Gartenrotschwänze derzeit als Durchzügler bei uns auf. Eher verhalten ist das Erscheinen von Braunkehlchen oder Steinschmätzern (heute >13 Braunkehlchen und 11 Steinschmätzer um UN-Kessebüren /Strickherdicker Feldflur). Wiesenschafstelzen fehlen weitgehend (heute lediglich 3 Individuen in der Strickherdicker Feldflur).












Kreis Unna: Rotmilan, Turmfalke, Mäusebussard, Sperber am 25./26.08.2026 (C. Rethschulte)







Fröndenberg: Fischadler und Anderes – Strickherdicker Feldflur (H. Maas)
Zwischen 11 und 13 Uhr konnten in der Strickherdicker Feldflur in Richtung Unna die folgenden Arten beobachtet werden.
Ein Fischadler in Zugrichtung, 2 Rohrweihen, 1 Wespenbussard, 2 Sperber, 44 Kiebitze, > 4 Rotmilane, > 5 Mäusebussarde. Auf einem abgeernteten Maisacker min. 3 Steinschmätzer, min. 5 Braunkehlchen, 2 Hohltauben und > 20 Ringeltauben.
Außerdem > 20 Rauchschwalben und zahlreiche Krähen.
Fischadler und Rohrweihe über der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)
Rauchschwalbe und Steinschmätzer in der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)
Bönen: Kolkraben, Kuckuck und mehr. Bilder vom 21.08. – 24.08.2026 (H. Peitsch)






Fröndenberg: Schilfrohrsänger, Wespenbussard, Trauerschnäpper, Grünschenkel, Rohrweihe, Wasserrallen, Mauersegler, Rauchschwalben, Bekassinen, Sperber und Weißstörche am 23.08.2026 (K. & A. Matull)
Heute auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg (teilweise zusammen mit B. Nikula u. A. Hünting) u. a. ein rastender Schilfrohrsänger sowie ein rastender Trauerschnäpper, ungezählte Schafstelzen, eine Rohrweihe, ein Sperber, 3 überfliegende Grünschenkel, 4 Weißstörche (beide Brutpaare), mind. 3 Wasserrallen mit Konterrufen, 4 Bekassinen, eine Teichrallenfamilie (>4), 2 Silberreiher, 6 Graureiher, 2 Mäusebussarde, 18 Kanadagänse, >80 Graugänse und >80 Stockenten.
Morgens in der Sichlerbucht ein artreiner Trupp von >500 Rauchschwalben sowie vereinzelnt Mehl- und Uferschwalben. Nachdem sich letzte Woche ein weiblicher Wespenbussard in der Sichlerbucht aufhielt, verweilte heute ein männlicher am Neimener Bach, der von einem Mäusebussard vertrieben wurde. Vormittags noch ein überfliegender Mauersegler.
Eine Rückmeldung der Vogelwarte Helgoland zu den Mai-Beobachtungen im Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede) – wo über Wochen Dutzende Weißstörche anwesend waren – bestätigt durch 2 abgelesene ELSA-Ringe vorjährige Weißstörche (Nichtbrüter im 2. Kalenderjahr), die aus der Region Darmstadt in Hessen stammen. Die Vögel legten auf ihrem Weg vom Geburts- bis zum Ableseort Distanzen von 187 km bzw. 169 km zurück.

Während der Schilfrohrsänger laut Gerlach et al. (2025): Vögel in Deutschland – Bestandssituation 2025 (S.14 u. S.42) bundesweit einen erfreulich positiven, stabilen Trend zeigt (Rote Liste D: * / ungefährdet), sieht es bezogen auf Nordrhein-Westfalen ganz anders aus: Laut dem LANUK NRW gilt die Art hier als vom Aussterben bedrohter Brutvogel (RL 1) mit einem landesweiten Gesamtbestand von gerade einmal 10–15 Paaren (2020), deren einzige regelmäßige Brutvorkommen in den Rieselfeldern Münster liegen. Der kritische Status unterstreicht den Wert unserer Kiebitzwiese als Trittsteinbiotop für Durchzügler (RL wandernde Arten NRW: 3). In den Kopfweiden nutzen sie insbesondere das reiche Blattlausangebot zur essenziellen Fettdeposition für den bevorstehenden Wegzug. (Foto: Andre Matull)





Sandbochum, Bergkamen, Werne, Neuntöter, Schwanzmeise, Graureiher. Turmfalke, Weißstorch, 21.08. – 22.08.26, 22.08. 2026, ( Karl Heinz Lindemann )






Kreis Unna: Wespenbussard, Baumfalke, Rotmilan, Mittelspecht etc. am 19.08.2026 (C. Rethschulte mit B. Glüer)


Auf beiden Fotos gut zu erkennen ist die sogenannte „Motorradbrille“, ein typisches Kopfmerkmal eines juvenilen Wespenbussards; dazu im zweiten Bild auch die helle, weihenartig U-förmige Zeichnung an den Oberschwanzdecken, nach Lars Gejl ein klassisches Unterscheidungsmerkmal zu ähnlichen Bussard-Arten (vgl. Europas Greifvögel, 2. Auflage S. 148f, Fotos: C. Rethschulte/B. Glüer).





Unna: Brachvogel am 19.08.2026 (H. Knüwer)
Laut rufend überquerte am frühen Nachmittag ein Brachvogel von Osten kommend in westlicher Richtung Lünern.




