Manchmal passieren unglaubliche Dinge. Beim Fegen des Hinterhofes vom Wohngebäude in Lünern waren urplötzlich Rufe zweier sich nähernder Rebhühner zu hören. Sollten Nachbarn etwa eine Vogelstimmenplatte aufgelegt haben? Eher unwahrscheinlich. Ornithologen mit Klangattrappe waren auch nicht zu entdecken. Eine Nachsuche ergab dann eine neben dem Feuerwehrgerätehaus unter Forsythiensträuchern Schutz suchende Rebhuhnhenne. Auf ihr Rufen hin antwortete der Hahn vom Nachbargrundstück zwischen den Häuserzeilen. Wegen einer kleinen Mauer konnte die Henne nicht zum Hahn gelangen. Animiert durch die Rufe der Henne flog dann der Hahn, ebenfalls rufend, auf die Rasenfläche des Schulgeländes auf der gegenüberliegenden Straßenseite, somit praktisch vor der eigenen Haustür. Die Henne folgte ihm und überwand dabei geschickt den das Gelände umgebenden Metallzaun. Vermutlich war das Paar weiter entfernt aufgescheucht worden und landete in diesem für die Art ungeeigneten Lebensraum in der Dorfmitte von Lünern.
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Unna: Massenansammlung von >300 Limikolen, darunter überwiegend Bruchwasserläufer; außerdem Dunkelwasserläufer, Grünschenkel, Säbelschnäbler, Braunkehlchen, Steinschmätzer und Kuckuck (Marvin Stahl)
In den Hemmerder Wiesen waren heute erstaunlich viele Limikolen zu sehen. Die Wasserflächen schrumpfen zusehends und legen dadurch natürlich wunderbare Flächen für hungrige Watvögel frei. In absteigender Reihenfolge: >267 Bruchwasserläufer (!), >23 Kiebitze (davon mind. 5 Pullis), 7 Grünschenkel, >6 Bekassinen, 6 Kampfläufer, 6 Flussregenpfeifer, >2 Waldwasserläufer, 1 Dunkelwasserläufer und weiterhin 1 Säbelschnäbler.
Außerdem hier >15 Schafstelzen, 6 Braunkehlchen, >4 Nachtigallen, 2 Steinschmätzer, 2 Klappergrasmücken, 1 Baumpieper, 1 Kuckuck und 1 Schwarzmilan.




Unna: Mauersegler am 24.04.2026 (M. und K. Setzer)
In Unna-Mühlhausen sind am 23.04.2026 die ersten Mauersegler eingetroffen. Sie haben direkt die Nisthilfen inspiziert, wie Aufnahmen aus einem kamerabestückten Kasten zeigen.

Ist das mein Kasten aus dem Vorjahr? (Kameraaufnahme K. Setzer, 24.04.2026)
Lünen/Werne/Bergkamen-Heil: Weißstorch, Kiebitz, Höckerschwan, Braunkehlchen, Kuckuck, Wiesenschafstelze, Bachstelze, Feldlerche, Grünschenkel, Gartenrotschwanz, Fitis, Dorngrasmücke,Wiesenpieper etc. 15. – 23.04.2026 (A. Steinweg)
Im Folgenden gebe ich Beobachtungen der letzen 10 Tage im Raum Lünen/Werne/Bergkamen-Heil wieder:
1. Zur Situation des Weißstorches:
In diesem Jahr scheint eine regelrechte Expansion stattzufinden. Alle mir bekannten Brutplätze sind besetzt, hinzu kommen Plätze, die seit Jahren nicht mehr besetzt waren. Dies ist einmal der Storchenmast in den Lippewiesen in der Nähe des Friedhofes Bergkamen-Heil sowie der Turm des denkmalgeschützten alten Spritzenhauses auf einer Hofanlage in Bergkamen-Heil. Neu ist ein Brutplatz am Ortsrand von Lünen-Wethmar. Dort wurde im letzten Jahr in einem Privatgarten (!) auf der ehemaligen Schützenstange eine Brutplattform errichtet, die in diesem Jahr direkt besetzt wurde. Außerdem habe ich in Selm-Bork (Altenbork) in einer Baumreihe einen Naturhorst auf einer abgestorbenen Pappel entdeckt.
2. Zur Situation des Kiebitzes in Bergkamen-Heil:
In der letzten Woche war ich sehr erfreut darüber, auf einer Brachfläche direkt neben dem Friedhof Bergkamen-Heil mehrere Kiebitzpaare anzutreffen, die Männchen mit deutlichen Revierflügen. Allerdings wunderte ich mich darüber, dass keine Gelege markiert waren. Ich bin davon ausgegangen, dass es mit dem Landwirt eine Absprache über einen spätere Bewirtschaftung der Fläche gibt.
Gestern dann der Schock: Als ich die Fläche erneut aufsuchte, war der gesamte Acker gegrubbert. Doch, welch Wunder, sämtliche Kiebitze waren noch auf der Fläche und ein Weibchen führte 4 Küken! Bei den anderen war dies nicht eindeutig zu erkennen, da sie sehr weit entfernt saßen. Andere verhielten sich so, als ob neue Nistmulden für ein Nachgelege angelegt würden. Ich werde die Angelegenheit mal mit der biologischen Station besprechen.
Auf der Ackerfläche waren außerdem noch mind. 30 Bachstelzen und 5 Wiesenschafstelzen bei der Nahrungssuche zu beobachten. In den westlich des Friedhofes gelegenen Wiesenflächen war gestern ein starker Braunkehlchen-Zug zu beobachten: Wie an einer Perlenschnur saßen die Braunkehlchen auf den Wiesenpfosten, es waren mind. 10. In den Hecken außerdem 2 Fitisse, 2 Dorngrasmücken und aus dem Weidengebüsch an der Lippe ein singender Gartenrotschwanz. In und über den Wintergetreideflächen 2 singende Feldlerchen, mehrere Wiesenschafstelzen, aufliegende Wiesenpieper und ein Kibitzpaar, das offenbar dort eine Brut versucht.
3. Beobachtungen Rieselfelder Werne:
In den Rieselfeldern waren letzte Woche 5 Weißstörche gleichzeitig zu beobachten, 3 hielten sich auf Nahrungssuche an der großen Blänke auf, ein Paar dagegen für mind. eine halbe Stunde auf dem Dach eines Hochsitzes, es kam zu Kopulationen, aber nicht zu Nestbauaktivitäten. Auf dem großen Flachwasserteich hat ein Höckerschwanpaar einen Bruthügel errichtet. Dort auch ein Grünschenkel. Außerdem im Gebiet: Kuckuck, Rohrammer (1/1), Wiesenpieper (10), Singdrossel (2), Wacholderdrossel (1).
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Bönen: Schwarzstorch, Grünschenkel, Mauersegler u.a. am 23.04.2026 (H. Peitsch)
Im HRB heute erwähnenswert: 4 Kiebitze davon einer brütend, 2 Flussregenpfeifer, 1 Grünschenkel und eine Graugansfamilie mit 6 Gösseln.
Über dem Kleykamp schraubte sich ein Schwarzstorch in die Höhe und wurde später über dem Mergelbergwald von einem Mäusebussard attakiert.
Am Abend sind „unsere Mauersegler“ wieder eingetroffen, gegen 19:30 Uhr erfolgte der erste Einflug in den Kasten.








Schwerte/Unna: Rückblick mit Säbelschnäbler, Austernfischer, Schwarzstorch, Schwarzmilane, Mauersegler, Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Baumpiepern, Bergfinken, Mittelspechte, Schwarzspecht, Knäkenten, Pfeifente, Löffelenten, Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Bekassinen, Grünschenkel, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifer, Habichte, Silberreiher u.v.m vom 09.04 – 23.04.2026 (K.&A.Matull)
Bei einem Spaziergang durch den Bürenbruch und das Elsebachtal in Schwerte ließen sich am 09.04. die ersten Baumpieper in 3 Revieren vernehmen. Des Weiteren waren u.a. neben zwei Fitisse, zwei Hohltauben sowie zwei Misteldrosseln stimmlich präsent. Insgesamt wurden 3 quäkende Mittelspechte, ein Schwarzspecht mit Flugrufen sowie eine ungezählte Menge an Bunt- und Grünspechten erfasst. In den noch intakten Fichtenbeständen ließen sich zudem ungezählte Sommergoldhähnchen, Tannenmeisen sowie Wintergoldhähnchen ausmachen. Wie auch in vergleichbaren Habitaten im regionalen Kontext blieb eine mögliche Haubenmeise jedoch unauffindbar. Ein eher spärliches Bild vermittelten zudem Goldammer und Gimpel mit jeweils nur einem festgestellten Paar. Unter den zahlreichen Buchfinken ließen sich zudem mindestens zwei Bergfinken anhand ihrer Rufe akustisch herausfiltern. Abgerundet wurden die Beobachtungen im nördlichen Elsebachtal durch einen keckernden Habicht, einen Rotmilan sowie einen jagenden Sperber (1,0), der am Elsebach von vielen Kleinvögeln lautstark gehasst wurde.



In den Schwerter Röllingwiesen sank der Wasserspiegel zuletzt kontinuierlich. Grund hierfür sind notwendige Reparaturarbeiten am Stauhaltungsdamm in Westhofen, über die die Wasserwerke Westfalen am 20.04. informierten. Für diese Maßnahmen musste die Ruhr an der Wehranlage um 1,40 m abgestaut werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 24.04. abgeschlossen sein, woraufhin der Rückstau beginnt und auch das Wasser in die Röllingwiese zurückkehren wird. Des einen Leid ist hier des anderen Freud: Während Wasservögel, die sich bereits im Brutgeschäft befanden – wie etwa der Haubentaucher –, ihre Gelege durch das Trockenfallen verloren haben, profitierten vor allem durchziehende Limikolen sowie Reiher von den freigelegten Schlammflächen. Es entwickelte sich ein ideales Rast- und Nahrungshabitat, was folgende Höchstzahlen belegen:
Knäkente (4), Löffelente (2), Bruchwasserläufer (13), Waldwasserläufer (5), Flussregenpfeifer (10 !), Bekassine (4), Grünschenkel (2), Kampfläufer (1), Graureiher (16), Silberreiher (2), Wiesenschafstelze (10). Als Besonderheit für das Schwerter Ruhrtal rastete am 21.04. ein Austernfischer in den Röllingwiesen. Hier ergeht an dieser Stelle ein besonderer Dank an Martina Wünsch für die bereitgestellten Fotos. Zudem ist das seit Jahren bekannte Pfeifenten-Männchen mit Flügelhandicap weiterhin ganzjährig präsent. Am 19.04. versuchte ein vorjähriger Habicht vergeblich, unter den rastenden Vögeln Beute zu machen. Am 22.04. konnten zudem entlang der Röllingwiese zwei Schwarzmilane und zwei Mauersegler beobachtet werden. Erneut brüten im Gebiet zwei Weißstorchpaare, wobei zumindest das Männchen auf der Nisthilfe in den Röllingwiesen in diesem Jahr ein neues Individuum ist.






Sobald der Wasserspiegel wie erwartet wieder steigt, wird das kurzzeitig entstandene Habitat für die Flussregenpfeifer in den Röllingwiesen voraussichtlich wieder verloren gehen. Anders stellt sich die Situation im Wassergewinnungsgebiet am Geiseckesee dar: Bei einer Exkursion der Biologische Station Unna/Dortmund wurden am 14.04. zwei Flussregenpfeifer in einem Kiesfilterbecken festgestellt. Um eine erfolgreiche Brut zu ermöglichen, wurden bereits mögliche entsprechende Schutzmaßnahmen besprochen.
Auch unter den Singvögeln gibt es weitere Rückkehrer, die eine persönliche Erstfeststellungen in diesem Jahr darstellten: Am 18.04. sang eine Dorngrasmücke am Mühlenstrang (Schwerte), gefolgt von einer Gartengrasmücke in Schwerte-Westhofen am 22.04.2026.


Abgerundet wird das Geschehen durch die Beobachtungen aus den Hemmerder Wiesen (vgl. Meldung von B.Nikula u. H.Knüwer) vom Morgen des 22.04.2026.


Fröndenberg / Unna: Braunkehlchen, Hausrotschwanz, Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Kuckuck, Star, flügelmarkierter Rotmilan, Schwarzmilan, Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Schwarzstorch u.a. – 20.04. – 23.04.2026 (H. Knüwer)
Nach einem Hinweis von B. Glüer ließen sich drei Braunkehlchen am 20.04. nördlich Bentrop lange Zeit bei der Nahrungssuche beobachten. Von erhöhter Warte (Erdhügel, Zaunpfahl) wurden Insekten am Boden im Grünland oder von einem Wirtschaftsweg aufgelesen. Einige Fluginsekten wurden auch im Rüttelflug in der Luft gefangen. Mehrfach waren die Vögel zusammen mit zwei Hausrotschwänzen (w) zu sehen. Hingegen machen sich Steinschmätzer in diesem Jahr relativ rar. Selbst auf einer der beiden Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur, ein traditioneller Rastplatz der Art, gelang in diesem Frühjahr bislang nur eine einzige Beobachtung von einem Exemplar. In derselben Feldflur ließen sich heute drei Schwarzkehlchen blicken (2m, 1w).
Über einer frisch gemähten Feldgrasfläche am Prozessionsweg kreisten drei Rotmilane, von denen einer Flügelmarken trug, die aber nicht abgelesen werden konnten (22.04.). Über derselben Fläche heute ein Schwazmilan.
Am Rande der Kiebitzwiese ein rufender Kuckuck (20.04.). Die Überreste des vor Wochen dort umgekommenen Höckerschwanes leisten gute Dienste. Etliche Stare sammelten die herumliegenden Federn ein und „entsorgten“ sie (20.04.). Heute tummelten sich auf den dortigen Grünlandflächen drei Grauganspaare mit ihrem Nachwuchs. Außerdem landeten vor dem alten Aussichtshügel acht Bruchwasserläufer in Begleitung von zwei Kampfläufern.
In der Kernzone der Hemmerder Wiesen, die sich gegenwärtig als Hotspot für Wat- und Wasservögel präsentieren (s. hierzu die Meldung von B. Nikulla), rastete gestern u.a. ein vorjähriger Schwarzstorch, der allerdings von einem Weißstorch vertrieben wurde (Mitbeobachter: B. Glüer, G. Herber-Busch, K. Matull). Aus einer Brache im selben NSG sang am 21.04. der für mich in diesem Jahr erste Feldschwirl.
![In Eisvogelmanier wurde diese fette Raupe immer wieder auf den Zaunpfahl geschleudert, wohl um sie in passable Häppchen zu zerteilen; vergeblich – die Raupe fiel auf den Boden und wurde nicht wieder aufgenommen. Es handelt sich vermutlich um die Raupe einer Hausmutter [Noctua pronuba].](https://www.oagkreisunna.de/wp-content/uploads/2026/04/braunkehlchen_hk_21042026_02.jpg)





Unna: Säbelschnäbler und andere Limikolen am 21.04. und 23.04.2026 (B. Nikula)
Am Abend des 21.04.2026, bei einem Kurzbesuch in den Hemmmerder Wiesen entdeckte ich dort einen Säbelschnäbler, der in der großen Blänke mit seinen typischen Kopfbewegungen nach Nahrung suchte. Es könnte sich um den Erstnachweis dieser Art für die Hemmerder Wiesen halten. Mitbeobachter waren zeitweise H. Brecher und A. Haberschuss. Beim meinem nächsten Besuch am 23.04. war er immer noch vor Ort. Neben dem Säbelschnäbler halten sich zur Zeit sehr viele weitere Limikolen an der großen Blänke auf, was die Wichtigkeit dieses Gebietes als Rastplatz deutlich macht. Am 21.04. befanden sich ca. 75 Limikolen zeitgleich auf der Fläche. Aufgrund der tiefstehenden Abendsonne konnten viele der mittelgroßen Wasserläufer nicht genau bestimmt werden. Sicher zu bestimmen waren 11 Grünschenkel, 2 Dunkle Wasserläufer, 5 Waldwasserläufer, 6 Bruchwasserläufer und 8 Kampfläufer. Am 23.04. waren mindestens 14 Bruchwasserläufer anwesend sowie, zusätzlich zu den Arten vom 21.04., noch 6 Bekassinen und zwei Flußregenpfeifer.
Bei den brütenden Kiebitzen konnten die ersten drei Jungvögel gesichtet werden.

Kreis Unna/Bönen: Rotmilan, Kolkrabe, Grünschenkel, Feldschwirl, Rohrammer, Dorngrasmücke, Fitis, Graugans-Nachwuchs, Gebirgsstelze etc. am 22.04.2026 (C. Rethschulte)









Unna / Fröndenberg / Bönen / Kr. SO: Kiebitze, Rebhühner, Nachtigall, Kuckuck, Dorngrasmücke, Grünschenkel, Kampfläufer, Temminckstrandläufer, Bruchwasserläufer, Uferschwalben u.a., 19.04.2026 (B.Glüer)
Inzwischen gibt es erste „Teilerfolge“ beim Einsatz um die Kiebitze – jedoch auch erneute Rückschläge und im „Hotspot Hemmerder Wiesen“ musste am Freitag, 17.04., ein zweites Mal der E-Zaun freigemäht werden. Derzeit werden innerhalb der Einzäunung 6 Gelege bebrütet. Auf der Bönener Ausgleichsfläche im Industriegebiet sind aus 3 Gelegen inzwischen Küken geschlüpft, während 2 weitere noch bebrütet werden. Das Brutfeld bei Bönen-Bramey wurde zwischenzeitlich bestellt – die Kiebitze sind verschwunden.
Gleichzeitig bringt der Heimzug vieler Zugvögel beinahe täglich interessante Rastvögel und Heimkehrer. Erste Nachtigall 10.04. (Hemmerder Ostfeld), erster Kuckuck 16.04. (Hemmerder Wiesen), erste Dorngrasmücke 17.04. (Bönen/Am Mersch) – weiter bemerkenswert: 1 Dunkelwasserläufer 14.04. (Hemmerder Wiesen), 12 (!) Löffelenten, 2 Temminckstrandläufer, 10 (!) Grünschenkel, 2 Flussuferläufer, 2 Waldwasserläufer, 1 Bruchwasserläufer jeweils am 19.04. und 12 Kampfläufer am 16.04. ebenda. Nahe Schlückingen 2 Rebhühner und 1 Ringdrossel am 18.04., mindestens eine weitere Ringdrossel in der Strickherdicker Feldflur am 14.04. und im Wassergewinnungsgelände Frdbg-Langschede heute u. a. >25 Uferschwalben.









Menden/Hemer: Trauerschnäpper, Feldschwirl, Waldlaubsänger, Baumpieper, Schwarzspechte, Kleinspecht, Mittelspecht, Hohltaube, Kolkrabe, Flussregenpfeifer, Waldwasserläufer und frühe Zwergtaucherbrut am 17.04.2026 (Andre Matull und Gregor Zosel)
Heute hieß es wieder für uns, „über den Zaun in Nachbars Garten zu schauen“. Nahe des Kreises Unna besuchten wir ab Sonnenaufgang die Oeseteiche mit den Wäldern des angrenzenden Haunsbergs und anschließend die Wälder der Waldemei. Insgesamt konnten wir für dieses große Gebiet auf unserer 6 stündigen Exkursion u.a. folgendes notieren: 2 Flussregenpfeifer, 1 Waldwasserläufer, 1 Feldschwirl, 2 Waldlaubsänger, beachtliche 10 singende Baumpieper, 3 Trauerschnäpperreviere mit 5 Ex. (3:2; 1 sing. Ex. am Haunsberg, 2 Reviere in der Waldemei), 1 Kleinspecht, 3 Schwarzspechte in 2 Revieren, 1 Mittelspecht in seiner Bruthöhle, 2 Grünspechte, 1 Kolkrabe, 1 Hohltaube, 2 Gebirgsstelzen, 7 singende Fitisse, 27 singende Zilpzalpe, 14 singende Sommergoldhähnchen, 2 singende Wintergoldhähnchen, mind. 11 Mönchsgrasmücken, 1 Haubenmeise, 5 Tannenmeisen, 2 Sumpfmeisen, 2 Schwanzmeisen, 3 Kleiber, 4 Gimpel, 5 Goldammern, 1 Distelfink, 1 Rauchschwalbe, 7 singende Misteldrosseln, 5 Eichelhäher, 2 Rotmilane, 2 Mäusebussarde, 6 Graureiher, 2 Kormorane, 1 Krickente, mind. 24 Schnatterenten, mind. 35 Reiherenten, 4 Graugänse, 3 Kanadagänse, 3 Nilgänse, 4 Höckerschwäne (1 Ex. brütend), mind. 21 Blässrallen, 1 Haubentaucher, 10 Zwergtaucher (davon 1 Paar mit 2 Pulli auf dem Waldweiher in der Waldemei).

Eine sehr frühe Brut des Zwergtauchers entdeckten wir auf dem Weiher im Wald der Waldemei….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Oberhalb der Oeseteiche dieser Kleinspecht….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Aus seiner Bruthöhle schaut dieser Mittelspecht heraus….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Trauerschnäpper an seiner Bruthöhle…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Trauerschnäpperweibchen in der Waldemei….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Trauerschnäppermännchen….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Haubenmeise im Fichtengrün…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Sommergoldhähnchen im Abflug….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Wintergoldhähnchen….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Flussregenpfeifer an den Oeseteichen…..am 17.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Die Flussregenpfeifer, die an den Oeseteichen nach Nahrung suchen, brüten laut heimischer Ornithologen sehr wahrscheinlich auf den Flachdächern des angrenzenden Industriegebietes….am 17.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Bönen: Kuckuck, Feldschwirl u.a. am 16.04.2026 (H. Peitsch)
Am Kleykamp heute: ein rufender Kuckuck und ein singender Feldschwirl.
Im HRB der Seseke 6 Kiebitze.
Im näheren Umfeld unseres Wohnhauses scheinen dieses Jahr >3 Hausrotschwanz-Reviere zu sein.



Bönen: Braunkehlchen, Rotmilan, Steinkauz, Mäusebussard etc. am 13./14.04.2026 (C. Rethschulte)




Cappenberger Wald: Turmfalke, Mäusebussard, Garten- und Hausrotschwanz am 12.04.26 (A. Steinweg)
Bei einer kurzen Wanderung mit Start- und Zielpunkt SGV-Heim in Cappenberg konnte an einem Gehöft ein Turmfalkenmännchen beobachtet werden, welches die Giebelöffnung einer Scheune anflog und bei Annäherung mit lautem Kickern wieder abflog, offensichtlich ein Brutplatz. Etwas weiter am Waldrand ein besetzter Mäusebussardhorst (Altvogel auf dem Horst). Am SGV-Heim selbst ist das langjährige Traditionsrevier des Gartenrotschwanzes offensichtlich bereits wieder besetzt: ein Männchen konnte beobachtet und mit erstem zaghaften Gesang gehört werden. Der Gartenrotschwanz teilt sich dort den Lebensraum mit dem Hausrotschwanz: von dieser Art waren Weibchen und Männchen anwesend, letzteres mit Reviergesang.
Arnsberg: Baumpieper, Wiesenpieper, Kolkrabe, Hohltauben, Goldammern, Kernbeißer, Tannenmeise, Hausrotschwänze, Mehlschwalben und Spurentunnel am 11.04.2026 (Björn Nikula, Andre Matull u. Gregor Zosel)
Heute bei unserer 14 km langen Exkursion im Gebiet rund um das Kloster Oelinghausen konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 singender Baumpieper, insgesamt 12 Wiesenpieper (teils ziehend, teils auffliegend aus Rapsfeldern), 1 rufender Kolkrabe, mind. 27 Hohltauben (davon ein großer Trupp von 23 Ex. auf einem unbestellten Acker), 2 singende Fitisse, 24 singende Zilpzalpe, 20 Goldammer (davon >15 singend), 17 singende Mönchsgrasmücken, 7 singende Heckenbraunellen, 7 singende Singdrosseln, 1 singende Misteldrossel, 4 Rotdrosseln, 5 singende Feldlerchen, 1 Tannenmeise, 1 Sumpfmeise, 2 Schwanzmeisen, 1 singender Kernbeißer, 4 rufende Kleiber, 1 unbestimmter Baumläufer, 3 singende Sommergoldhähnchen, 4 Hausrotschwänze (1:2 am Kloster, singend und 1 M am Gut Stiepel singend), 1 Dompfaff, 2 Distelfinken, 7 Bachstelzen, ungezählte Haussperlinge, 7 Stare, 1 Buntspecht, mind. 2 Grünspechte, einzelne Rauchschwalben, einzelne Mehlschwalben (fliegen die Nester an den Klostergebäuden und am Gut Stiepel an), 6 Dohlen, 1 Saatkrähe, 5 Eichelhäher, 1 Sperber, 3 Turmfalken, 2 Mäusebussarde sowie 1 Rotmilan. Für eine Entdeckung entlang unseres Weges hatten wir zunächst keine Erklärung. In regelmäßigen Abständen entdeckten wir etwa in Augenhöhe mehrere rechteckige Gehäuse. Diese waren etwa 30-40 cm lang und an beiden Seiten offen. Dank der Recherche im Internet fanden wir schnell eine Erklärung für diese „Röhren“. Mit ihrer Hilfe kann man unsere 4 heimischen Bilcharten; wie Siebenschläfer, Gartenschläfer, Baumschläfer und Haselmaus nachweisen. Diese neugierigen „Schlafmäuse“ krabbeln durch die offenen Tunnel. Dabei hinterlassen sie ihre Fußspuren (Trittsiegel) auf einem „Tintenkissen“, der in der Mitte des Tunnels platziert ist. In diesem Gemisch aus Öl und Aktivkohle, welches auf einem Stück Papier aufgebracht wird, kann man dann erkennen, ob ein Bilch oder Maus den Tunnel durchquert hat. Jeder dieser 4 Bilcharten hat einen charakteristischen Abdruck der Pfoten. So lassen sich die unterschiedlichen Arten fast sicher bestimmen. Da diese Tunnel mit Nummern versehen waren, sind mindestens über 60 Röhren hier an den Waldrändern, meist an Haselnusssträuchern, angebracht worden.

Spurentunnel am Waldrand nahe des Klosters Oelinghausen. Dieses Gehäuse dient dem Nachweis von Bilchen…….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Die wenigen Mehlschwalben, die bereits aus ihren Winterquartieren zurück gekommen sind, suchen ihre alten Nester an den Gebäuden auf. Hier an einem Haus am Kloster…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Gut vertreten rund ums Kloster Oelinghausen ist weiterhin die Goldammer. Hier ein Männchen in seinem Revier…..am 11.04.2026 (Foto: Björn Nikula)

Das Goldammerweibchen lauscht dem gesang des Männchens…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Distelfink inmitten der Obstbaumblüte…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch die Zahl der singenden Mönchsgrasmücken war beachtlich…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Insgesamt 5 singende Feldlerchen konnten wir entlang unseres Weges beobachten…….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Grünspecht sucht in der Gänsesblümchenwiese nach Ameisen…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wohl eine Maus entdeckt hat dieser Turmfalke. Blitzschnell stösst er auf die vermeintliche Beute…..am 11.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Die Turmfalken gehören zum Charaktervogel des Klosters. Hier brüten sie schon seit Jahrzehnten …….am 11.04.2026 (Foto: Andre Matull)

