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Fröndenberg / Unna: Rapsstoppelfelder als bedeutendes Nahrungshabitat für Braunkehlchen, Steinschmätzer, Wiesenschafstelzen, Rauchschwalben, Stare, Brachpieper (u.a.), weiterer Baumfalken-Brutnachweis, Weinhähnchen (Erstnachweis für den Kr. UN?), 03.09.2026 (B.Glüer)

Derzeit stellen Rapsstoppelfelder besondere Hotspots des Vogelzuges dar. Offenbar bieten sie vor allem Insekten fressenden Arten ein Nahrungsangebot. Bei einer systematischen Suche auf solchen Flächen konnten am 01.09. zwischen Frdbg.-Ostbüren und der Strickherdicker Feldflur allein 71 Braunkehlchen gezählt werden – mit maximal 23(!) Individuen auf einem einzigen Feld (zwischen UN-Stockum und Frdbg.-Ostbüren). Auf demselben Feld gleichzeitig >150 Rauchschwalben, >15 Wiesenschafstelzen, >5 Steinschmätzer, ~2000 Stare, >60 Bluthänflinge. Wenige Hundert Meter westlich konnte Ute Becker Tage zuvor (30.08.) sogar 2 Brachpieper entdecken.

Vor der eigenen Haustür (Frdbg.-Hohenheide) macht sich zurzeit nach Einbruch der Dunkelheit aus der Insektenwelt immer wieder ein ungewöhnlicher „Neubürger“ akustisch bemerkbar. Zunächst ließ sich der (für meine Ohren unbekannte) Rufer nicht exakt lokalisieren – erzeugte jedoch so etwas wie „Mittelmeer-Flair“. Inzwischen gelangen per Handy einige Aufnahmen und mit dem Spürsinn von Hermann Knüwer auch eine Artbestimmung: Weinhähnchen (Oecanthus pellucens). Die gedankliche Assoziation mit dem Mittelmeer leitet dabei zu einem bemerkenswerten Tatbestand über. Denn tatsächlich war das Weinhähnchen ursprünglich in mediterranen und deutlich wärmeren Gefilden beheimatet. Vor allem über die Oberrheinische Tiefebene und später entlang traditioneller Weinanbaugebiete mit sonnenexponierten, warmen Hängen breitete sich diese Grille schließlich kontinuierlich Richtung Norden aus. Vermutlich gelang jetzt für diesen „Klima-Gewinner“ der erste Nachweis für den Kreis Unna.

Vier von insgesamt 23 Braunkehlchen auf Rapsstoppeln zwischen der B1 und der A 44 bei Frdbg.-Ostbüren, 01.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… eines von heute 13 Braunkehlchen ebenda …, 03.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda mindestens 5 Steinschmätzer…, 03.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Wiesenschafstelzen sind zwar meist am Boden und deshalb schwieriger zu zählen, bilden jedoch lediglich kleine Trupps von selten zweistelliger Kopfstärke…, 03.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Rauchschwalben nutzen die Emsigkeit von Staren, die am Boden offenbar zahlreiche Fluginsekten aufstöbern und folgen ihnen deshalb immer wieder…, 01.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
…nur aus großer Entfernung für ein Belegfoto erwischt und trotzdem sehr erfreulich: zwei Brachpieper südlich der B1 bei UN-Lünern …, 30.08.2026 (Foto: Ute Becker)
… sogar das Grubbern von Rapsstoppelfeldern fördert nutzbare Nahrung zu Tage…, 03.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Teil eines riesigen Starenschwarmes mit (geschätzt) > 4500 Individuen suchen den aufgewühlten Untergrund ab, 03.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Wie schon im Vorjahr haben zwischen UN-Kessebüren und Frdbg.-Ostbüren wieder Baumfalken auf einem Hochspannungsmast erfolgreich gebrütet. Hier hat ein Jungvogel gerade eine Beute in der Luft übergeben bekommen, 02.09.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
In unseren „Breiten“ eine ungewöhnliche Geräuschkulisse: Gesang des Weinhähnchens, der bei Einbruch der Dunkelheit ertönt – Dank an Andre Matull für die technische Aufbereitung! 02.09.2026 (Handy-Aufnahme: Bernhard Glüer)

Kreis Unna/NSG Mühlhauser Mark/Uelzener Heide: Mäusebussard, Sperber, Rotmilan, Kolkrabe, Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Zilpzalp, Fitis, Dorngrasmücke, Star, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, C-Falter, Grabwespe etc. am 29.08./02.09.2026 (C. Rethschulte)

Auf meiner vormittäglichen Radtour durch das oben genannte NSG im Bereich der Schwertlacke sind mehrere Mäusebussarde zu hören und zu sehen, dazu ein Rotmilan, eine Kolkrabe, zwei Sperber und ein Turmfalke …
…. ebenfalls ein Zilpzalp, Stieglitze, Buchfinken, Grünfinken ….
…. mehrere Grauschnäpper, Eichelhäher, Fitis ….
…. bis zu fünf Gartenrotschwänze ….
…. hier ein weiteres Individuum auf einem abgeernteten Acker ….
…. Dorngrasmücken
…. neben ca. 50 Staren auch ca. zehn Rauch- und Mehlschwalben ….
….. und drei Straßentauben (02.09.26, Fotos: C. Rethschulte).
Bereits vor ein paar Tagen im Garten erneut ein diesjähriges Rotkehlchen ….
…. zwei Mönchsgrasmücken, hier das männliche Exemplar ….
…. ein männlicher Buntspecht (29.08.26, Fotos: C. Rethschulte).
Heute an unserer Wassertränke neben Blau- und Kohlmeisen auch ein Fitis (02.09.26, Foto: C. Rethschulte).
Von Seiten der Schmetterlinge sind anwesend: ein C-Falter, diverse Weißlinge ….
…. ein Kleines Wiesenvögelchen, ein Tagpfauenauge und ein Admiral (02.09.26, Fotos: C. Rethschulte).
Ein paar Tage zuvor zeigte sich diese Grabwespe auf einer Anemonen-Blüte in unserem Garten. Grabwespen (hier wohl die Art Ecteminus sp. aus der Familie der Crabonidae) gehören zu den allernächsten Verwandten der Wildbienen. Von den über 250 Grabwespenarten in Deutschland sind ca. 40% vom Aussterben bedroht. Grabwespen nisten in Sand- und Kiesfugen, z.B. von Gehplatten, oder aber in oberirdischen Hohlräumen, z.B. Totholz. Sie jagen andere Insekten – Fliegen, Mücken, Blattläusen oder Zikaden – betäuben sie mit einem Stich und bringen sie als lebendigen Proviant zu ihren Larven. Adulte Grabwespen, ernähren sich von Blütenpollen und Nektar, helfen bei der Bestäubung und tragen damit zum ökologischen Gleichgewicht bei. Sie leben als friedliche Einzelgänger, bilden kein Volk, verteidigen kein Nest, stechen nur bei direkter Bedrängnis (z. B. wenn sie eingeklemmt werden) und sind somit für den Menschen in der Regel ungefährlich. in Deutschland gibt es ungefähr 250 Arten, von denen 40% auf der Roten Liste stehen (vgl. Grabwespen im Garten, in: wildbienenarten.de; 29.08.26, Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg / Unna: Vogelzug mit Trauerschnäppern, Grauschnäppern, Gartenrotschwänzen, Braunkehlchen, Steinschmätzern, Baumpiepern, Wespenbussard u.a., 28.08.2026 (B.Glüer)

Der Vogelzug verläuft bis dato weitgehend unspektakulär, doch unter den Kleinvögeln treten einige Arten jetzt vermehrt in Erscheinung. Beim Trauerschnäpper könnte es in Nord- und Osteuropa vielleicht sogar eine besonders erfolgreiche Brutsaison gegeben haben, denn derzeit sind rastende Vögel beim Insektenfang an geeigneten Stellen (Obstwiesen, sonnige Gehölzsäume, windgeschützte Lichtungen / Gärten etc.) fast zuverlässig anzutreffen. Nach eigenen Zufallsbeobachtungen an regelmäßig aufgesuchten Stellen kam es ab dem 09.08. zu 33 Sichtungen mit bis zu 4 Individuen gleichzeitig an einem Ort. Auch Grauschnäpper fielen an denselben Orten verstärkt auf. – Innerhalb von 4 Wochen (28.07. – 28.08.) kam es zu 96 Sichtungen mit bis zu 8 Individuen gleichzeitig. Daneben tauchen auch Gartenrotschwänze derzeit als Durchzügler bei uns auf. Eher verhalten ist das Erscheinen von Braunkehlchen oder Steinschmätzern (heute >13 Braunkehlchen und 11 Steinschmätzer um UN-Kessebüren /Strickherdicker Feldflur). Wiesenschafstelzen fehlen weitgehend (heute lediglich 3 Individuen in der Strickherdicker Feldflur).

Der Bausenhagener Sportplatz erweist sich immer wieder für rastende Kleinvögel als ein bevorzugter Sammelplatz. Die Bandenwerbetafeln und andere Sitzwarten rings um zwei Rasenplätze mit Gehölzsäumen werden gern aufgesucht. Hier sind 4 von insgesamt 8 Grauschnäppern mit 1 Trauerschnäpper (an zweiter Position von rechts) und einer Bachstelze (unscharf im Hintergrund) zu sehen…, 25.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch Gartenrotschwänze erscheinen mit bis zu 3 Exemplaren …, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… dieser Trauerschnäpper im Tornetz konkurriert (bei genauem Hinsehen!) an gleicher Stelle mit einem weiteren Insektenjäger (Spinnenetz rechts oben)…, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… direkte Nachbarschaft zu einem Artgenossen wie hier auf dem Ballfangzaun ist allerdings eher selten zu sehen…, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… denn um die besten Ansitzplätze wird immer wieder gestritten, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch bis zu drei Grünspechte suchen die Sportplätze auf. Hier ein ins Alterskleid wechselnder Jungvogel (diesj.) mit einem Grauschnäpper (unscharf im Hintergrund) auf dem Dach eines Unterstandes…, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… Ballfangzaun als Ruheplatz für insgesamt 32 Bachstelzen, 28.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein weiterer Kleinvogel-Hotspot ist eine NABU-Obstwiese im NSG Mühlhauser Mark mit bis zu 8 Grauschnäppern …, 22.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… teilweise mit Jungvögeln „im Schlepp“, die zwar schon weitgehend selbstständig sind, jedoch immer wieder etwas „zugesteckt“ bekommen (hier eine Beere eines Hartriegelbusches)…,22.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda einer von zwei Baumpiepern – eher als Ausnahmegast …, 24.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Dieser weibliche Wespenbussard über der Mühlhauser Mark zeigte sich im NSG zweimal und ist möglicherweise der weibliche Part des dortigen Brutpaares, 25.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein spätes Landkärtchen nahe dem Mühlhauser Storksbachbruch – offenbar einer dritten Generation zugehörig. Die jetzt schon verkürzten Tage bewirken, dass der Braunanteil in den schwarzen Flügelfeldern der jetzt noch fliegenden, späteren Sommergeneration wieder zunimmt, 24.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Kreis Unna: Rotmilan, Turmfalke, Mäusebussard, Sperber am 25./26.08.2026 (C. Rethschulte)

Gestern war dieser Rotmilan bei Heeren-Werve auf seinem Beutezug zu beobachten: Hier sichtet er die Lage auf einem abgeernteten Acker ….
…. um dann plötzlich den Anflug auf seine Beute zu starten ….
…. sie im Flug mit den Fängen vom Boden zu greifen ….
…. und danach zu einem sicheren Ort zu fliegen, um sie zu fressen (25.08.26, Fotos: C. Rethschulte).
Dieser Turmfalke hält im NSG Uelzener Heide noch Ausschau nach seiner Beute ….
…. dort auch neben drei weiteren Mäusebussarden dieses juvenile Exemplar am Himmel, erkennbar an seinem frischen Federkleid ohne Mauserlücken, Körper und Flügeldecken mit Längsstreifen, der etwas diffusen Flügelendbinde und dem schwach ausgeprägtem Schwanzsubterminalband (vgl. L. Gejl, Europas Greifvögel, 2. Auflage, S. 124f.; Fotos vom 25.08.26: C. Rethschulte).
Heute Nachmittag neben drei Mäusebussarden auch ein Sperber über dem NSG Lettenbruch (26.08.26, Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg: Fischadler und Anderes – Strickherdicker Feldflur (H. Maas)

Zwischen 11 und 13 Uhr konnten in der Strickherdicker Feldflur in Richtung Unna die folgenden Arten beobachtet werden.
Ein Fischadler in Zugrichtung, 2 Rohrweihen, 1 Wespenbussard, 2 Sperber, 44 Kiebitze, > 4 Rotmilane, > 5 Mäusebussarde. Auf einem abgeernteten Maisacker min. 3 Steinschmätzer, min. 5 Braunkehlchen, 2 Hohltauben und > 20 Ringeltauben.
Außerdem > 20 Rauchschwalben und zahlreiche Krähen.

Fischadler und Rohrweihe über der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)

Rauchschwalbe und Steinschmätzer in der Strickherdicker Feldflur am 26.08.2026 (Fotos: Harald Maas)

Bönen: Kolkraben, Kuckuck und mehr. Bilder vom 21.08. – 24.08.2026 (H. Peitsch)

Rufender Kolkrabe über Altenbögge am 24.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kolkrabe über Altenbögge am 24.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Ein weiterer Kolkrabe, 24.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Mehlschwalbe, 23.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Eine von vielen Mehlschwalben über unserem Wohngebiet. 23.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Eine junge Elster versucht dem Turmfalken die Beute zu stehlen. 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Eine junge Elster versucht dem Turmfalken die Beute zu stehlen… 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Turmfalke verspeist eine Maus. 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
…als die Elster aufgab, verspeiste er die Maus. 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kuckuck am Butterwinkel in Lenningsen, 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch
Abfliegender Kuckuck am Butterwinkel in Lenningsen, 21.08.26 Foto: Hartmut Peitsch

Fröndenberg: Schilfrohrsänger, Wespenbussard, Trauerschnäpper, Grünschenkel, Rohrweihe, Wasserrallen, Mauersegler, Rauchschwalben, Bekassinen, Sperber und Weißstörche am 23.08.2026 (K. & A. Matull)

Heute auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg (teilweise zusammen mit B. Nikula u. A. Hünting) u. a. ein rastender Schilfrohrsänger sowie ein rastender Trauerschnäpper, ungezählte Schafstelzen, eine Rohrweihe, ein Sperber, 3 überfliegende Grünschenkel, 4 Weißstörche (beide Brutpaare), mind. 3 Wasserrallen mit Konterrufen, 4 Bekassinen, eine Teichrallenfamilie (>4), 2 Silberreiher, 6 Graureiher, 2 Mäusebussarde, 18 Kanadagänse, >80 Graugänse und >80 Stockenten.

Morgens in der Sichlerbucht ein artreiner Trupp von >500 Rauchschwalben sowie vereinzelnt Mehl- und Uferschwalben. Nachdem sich letzte Woche ein weiblicher Wespenbussard in der Sichlerbucht aufhielt, verweilte heute ein männlicher am Neimener Bach, der von einem Mäusebussard vertrieben wurde. Vormittags noch ein überfliegender Mauersegler.

Eine Rückmeldung der Vogelwarte Helgoland zu den Mai-Beobachtungen im Wassergewinnungsgebiet Hengsen (Holzwickede) – wo über Wochen Dutzende Weißstörche anwesend waren – bestätigt durch 2 abgelesene ELSA-Ringe vorjährige Weißstörche (Nichtbrüter im 2. Kalenderjahr), die aus der Region Darmstadt in Hessen stammen. Die Vögel legten auf ihrem Weg vom Geburts- bis zum Ableseort Distanzen von 187 km bzw. 169 km zurück.

Rastender Schilfrohrsänger auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 23.08.2026. Seit der Erstbeobachtung im NSG Kiebitzwiese vom 21.09.2022 (Beob. B.Nikula-Mitteilung durch G.Zosel) bieten die Kopfweiden stets im „Herbst“ jedes Jahr ein wertvolles Rasthabitat im Gebiet.
Während der Schilfrohrsänger laut Gerlach et al. (2025):
Vögel in Deutschland – Bestandssituation 2025 (S.14 u. S.42) bundesweit einen erfreulich positiven, stabilen Trend zeigt (Rote Liste D: * / ungefährdet), sieht es bezogen auf Nordrhein-Westfalen ganz anders aus: Laut dem LANUK NRW gilt die Art hier als vom Aussterben bedrohter Brutvogel (RL 1) mit einem landesweiten Gesamtbestand von gerade einmal 10–15 Paaren (2020), deren einzige regelmäßige Brutvorkommen in den Rieselfeldern Münster liegen. Der kritische Status unterstreicht den Wert unserer Kiebitzwiese als Trittsteinbiotop für Durchzügler (RL wandernde Arten NRW: 3). In den Kopfweiden nutzen sie insbesondere das reiche Blattlausangebot zur essenziellen Fettdeposition für den bevorstehenden Wegzug. (Foto: Andre Matull)
Erneut sorgte die junge Rohrweihe für Aufsehen, als sie im niedrigen Gaukelflug die rastenden Wasser- und Singvögel vor sich her schob. 23.08.2026 (Foto: Andre Matull)
Ein wachsamer und angespannter männlicher Wespenbussard fixiert einen potenziellen Kontrahenten oder eine Störung und nimmt im Geäst bereits eine unmissverständliche Drohhaltung ein. 23.08.2026 (Foto: Andre Matull)
Direkt im Anschluss fliegt der männliche Wespenbussard den Neimener Bach entlang und zeigt dabei seine markante Flügelzeichnung. 23.08.2026 (Foto: Andre Matull)
Der angreifende Mäusebussard (unten) schlug den Wespenbussard (oben) erfolgreich in die Flucht und liefert dem Betrachter eine perfekte Bestimmungshilfe, da die typische Dreier-Bänderung auf der Schwanzunterseite des Wespenbussards hier wunderbar zur Geltung kommt. 23.08.2026 (Fotos: Klaus Matull/Andre Matull)
Nach der Ablesung im Frühjahr liegt nun die offizielle Rückmeldung mit den Lebensdaten durch die zuständige Vogelwarte Helgoland für zwei vorjährige Weißstörche vor, die im Wassergewinnungsgebiet Holzwickede-Hengsen gesichtet wurden. Die beiden Vögel stammen aus der hessischen Region Darmstadt. Die zeitweise Anwesenheit von über 50 Weißstörchen im Frühsommer ist aufgrund des störungsarmen Areals mit feuchtem Grünland und reichlich Nahrung vollkommen schlüssig, wobei viele dieser Vögel im nächsten Jahr als potenzielle Brutvögel in Frage kommen. 16.05.2026 (Fotos: Klaus Matull)

Sandbochum, Bergkamen, Werne, Neuntöter, Schwanzmeise, Graureiher. Turmfalke, Weißstorch, 21.08. – 22.08.26, 22.08. 2026, ( Karl Heinz Lindemann )

Männlicher Neuntöter in einer Hecke in Sandbochum nahe der Dortmunder Straße, 21.08.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Und der Nachwuchs war ganz in der Nähe, 21.08.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Schwanzmeise in den Lippwiesen Bergkamen Werne, 21.08. 2026, ( Foto KARL Heinz Lindemann )
Graureiher in den Rieselfeldern Werme, 22.08.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann)
Rüttelnder Turmfalke. Rieselfelder Werne, 22.08.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Weißstorch Lippewiesen Bergkamen- Werne, 22.08.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Kreis Unna: Wespenbussard, Baumfalke, Rotmilan, Mittelspecht etc. am 19.08.2026 (C. Rethschulte mit B. Glüer)

Nachdem Bernhard Glüer vor zwei Tagen über die überraschende Beobachtung eines diesjährigen Wespenbussard-Nachwuchses in der Mühlhauser Mark (vgl. seine OAG-Meldung v. 17.08.26) berichten konnte, sind wir heute Vormittag gemeinsam vor Ort gewesen, um erneut nach dem Jungvogel Ausschau zu halten. Gegen 10.00h zeigt uns der junge Wespenbussard dann seine ersten Flugminuten des heutigen Tages …
…. und wiederholt dieses „Training“ im Laufe des weiteren Vormittags mehrmals, nicht von ungefähr, denn in wenigen Tagen wird er/sie die Flugreise in die afrikanischen Winterquartiere südlich der Sahara antreten.
Auf beiden Fotos gut zu erkennen ist die sogenannte „Motorradbrille“, ein typisches Kopfmerkmal eines juvenilen Wespenbussards; dazu im zweiten Bild auch die helle, weihenartig U-förmige Zeichnung an den Oberschwanzdecken, nach Lars Gejl ein klassisches Unterscheidungsmerkmal zu ähnlichen Bussard-Arten (vgl. Europas Greifvögel, 2. Auflage S. 148f, Fotos: C. Rethschulte/B. Glüer).
Ebenfalls wie gestern im Hin- und Rückflug zwischen potentiellem Brut- und Jagdrevier zu sehen: ein Beute tragender Baumfalke – somit ein weiterer Brutnachweis (18.08.26, Foto: B. Glüer) ….
…. und ein mausernder Rotmilan (19.08.26, Foto: C. Rethschulte).
Auf der von uns besuchten NABU-Obstwiese zeigt sich auch ein Junghase, wohl noch in dem Glauben, dass menschliche Zweibeiner ihm nichts Böses wollen (19.08.26, Foto: C. Rethschulte).
Nach einiger Zeit heute wieder ein Mittelspecht aus dem NSG Lettenbruch auf Futtersuche in unserem Garten ….
…. sowie aus dem Bereich der Schmetterlinge neben etlichen Weißlingen und einem Admiral auch mindestens zwei Faulbaum-Bläulinge (19.08.26, Fotos: C. Rethschulte).

Kreis Unna/Hamm: Baumfalke (2. Brutnachweis!), Steinkauz, Schleiereule, juveniler Buntspecht, Distelfalter etc. am 17.08.2026 (C. Rethschulte)

Nachdem gestern ein erster Brutnachweis für Baumfalken im Bereich Kamen erbracht werden konnte, fahre ich heute bei regnerischem Wetter nicht ohne einen gewissen Optimismus in die Sandbochumer Heide/Hamm, um auch dort nach Baumfalken-Nachwuchs zu schauen. An der Kerstheider Straße entdecke ich dann zwei Individuen auf einem entfernten Strommasten, rechts ein Jungvogel – nach Lars Gejl erkennbar an den zwei falschen „Augen im Nacken, die durch zwei längliche, beige Flecken gebildet werden …“ in: Gejl, Europas Greifvögel, 2. Auflage, S. 256 – und links wohl ein Elternteil ….
…. jedoch nur für kurze Zeit. Als ich mit dem Auto näher heranfahre, fliegen beide Baumfalken in unterschiedlichen Richtungen davon; hier der adulte Baumfalke (Dank an Hermann Knüwer für die Bestimmungshilfe, 17.08.26, Fotos: C. Rethschulte). Anschließend fahre ich weiter zum HRB Pelkumer Bach III. Dort sind während meines gut 30minütigen Aufenthaltes u.a. zu sehen und zu hören: ein Gartenbaumläufer, eine Goldammer, ein unbestimmtes Goldhähnchen, Schwanz- bzw. Sumpfmeisen, Kohl- und Blaumeisen, ein Buchfink, ein Grünfink, ein Grünspecht, drei Eichelhäher sowie mehrere Mehl- und Rauchschwalben.
Die beiden Kamener Baumfalken zeigen heute ähnliche Verhaltensweisen wie gestern: Der Jungvogel – erkennbar an den Flaumfedern auf dem Kopf sowie seiner hellen Endbinde an den Schwanzfedern ( vgl. ebenda) – sitzt ohne große Regungen in der Nähe des Horstes ….
…. während ein Elternteil sich immer wieder rufend bemerkbar macht ….
…. und mehrere Rundflüge startet (17.08.26, Fotos: C. Rethschulte). Nach Sonnenuntergang vor Ort auch ein rufender Steinkauz und zwei Schleiereulen, zur abendlichen Jagd ausfliegend.
Im Garten heute erneut ein diesjähriger Buntspecht (17.08.26, Foto: C. Rethschulte).
Im Bereich Kerstheide neben den Baumfalken auch dieser wunderschöne Distelfalter (17.08.26, Foto. C. Rethschulte).

Lünen: Mehlschwalben-Rettungsmission, 17.08.2026 (Andreas Nickel)

Nur eine kleine Story, jedoch vielleicht trotzdem von Interesse:
An unserem „Schwalbenfreundlichen Haus“ gab es leider durch Verfall des Nestes, einen Absturz von zweien der drei kleinen Bewohner.
Nach einigen Überlegungen wie man die Kleinen retten könnte, haben wir uns für die Variante Neubau entschieden. Eine Doppeleinheit von künstlichen Nestern wurde kurzerhand zersägt, diese direkt neben dem defekten Altbau montiert und das letzte Küken vorsichtig aus dem verfallenen Nest entnommen.
Auf dem Boden wurden die Kleinen wieder vereint und dann zusammen mit dem Neubau wieder unter der Dachkante montiert.
Nach kurzer Zeit und nach eifrigem Betteln, wurde das neue Nest auch wieder von den Altvögeln angeflogen und die Kleinen wieder gefüttert.

Somit Happy End ….

Die Tatsache, dass sich der Neubau unter der Dachkante eines zweistöckigen Hauses befand, machte die Mission nicht ganz so leicht.

Mehlschwalben-Jungvogel, Lünen Foto: Andreas Nickel
Mehlschwalben-Jungvogel, Lünen Foto: Andreas Nickel
Mehlschwalben-Jungvogel, Lünen Foto: Andreas Nickel
Die vereinten Jungvögel im Neubau, Lünen Foto: Andreas Nickel
Rettungsmission gelungen: das angeflogene Ersatznest neben dem abgängigen Original, Lünen Foto: Andreas Nickel

Unna / Fröndenberg: Zweiter(!) Wespenbussard-Brutnachweis, leuzistische Rauchschwalbe, Gartenrotschwänze, 17.08.2026 (B.Glüer)

Der erst gestern begründete Verdacht auf eine zweite Wespenbussardbrut im Unnaer Osten konnte heute bestätigt werden: an selber Stelle in der Mühlhauser Mark zeigte sich nicht nur erneut der wieder äußerst nervöse Wespenbussard-Mann, sondern auch ein frisch flügger Jungvogel, der schon recht sicher über den Baumkronen kleine Runden drehte.  Außerdem ebenda unter ca. 25 Rauschschwalben ein leuzistischer Jungvogel sowie zwei Gartenrotschwänze. Auch auf dem Bausenhagener Sportplatz heute unter anderem zwei Gartenrotschwänze.

Erneut zeigt sich das Wespenbussard-Männchen wie schon am Vortag über der Mühlhauser Mark…, 17.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… nur sehr kurz über Baumkronen erscheint dieser junge Wespenbussard. Es gelingen eher zufällig aus größerer Entfernung lediglich zwei Aufnahmen, die hier als Montage zusammengefügt sind. Erst zu Hause am PC kommt die erfreuliche Gewissheit, dass es sich um einen jungen Wespenbussard (!) handelt, 17.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)










… ebenda auch diese ungewöhnliche „Erscheinung“ – eine fast völlig weiße, junge Rauchschwalbe…, 17.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch hier gelingen nur zwei brauchbare Fotos. Da die Augen erkennbar dunkel und auch um den Schnabel ein für Rauchschwalben typisches Zeichnungsmuster gerade noch zu erkennen ist, spricht man von Leuzismus (nicht von Albinismus), 17.08.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Menden: Gartenrotschwänze, Grauschnäpper, Haubenmeisen, Tannenmeisen, Dompfaffe, Baumpieper und Habichte am 15.08.2026 (Ornithologischer Stammtisch Fröndenbergs)

Heute starteten wir unsere morgendliche Exkursion in unserer Nachbargemeinde am Mendener Hexenteich. Auf unserem 8 km Rundweg in Richtung Oesbern konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 Baumpieper, 2 Gartenrotschwänze, 2 Hausrotschwänze, 3 Grauschnäpper, 2 Tannenmeisen, mind. 5 Haubenmeisen, 7 Schwanzmeisen in 2 Trupps, >6 Wintergoldhähnchen, 5 Dompfaffe, 1 Goldammern, einzelne Baumläufer, 1 Grünspecht, einzelne Buntspechte, 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde sowie 2 Habichte (1:1). Anschließend stärkten sich die 10 Teilnehmer des Ornithologischen Stammtisches Fröndenbergs bei einem gemeinsamen Grillnachmittag von dieser Exkursion in gemütlicher Runde.

Eine der Haubenmeise aus einem 5er Trupp…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Grauschnäpper in einer Baumkrone…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Insgesamt mindestens 3 Grauschnäpper zusammen über uns am Wegesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gartenrotschwanz an einem Gehöft am Waldesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Ebenfalls hier hat der Hausrotschwanz erfolgreich gebrütet…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gemeine Keilfleckschwebfliegen, auch unter Wald-Mistbiene bekannt, beim Frühstück…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Eine Echte Blattwespe zusammen mit einer Kleinen Erzschwebfliege. Insgesamt aber heute sehr wenig Insekten und kaum Schmetterlinge…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)