Neueste Artikel

Holzwickede Geiseckesee: Stelzenläufer u.a. am 02.05.2026 (B. Nikula)

Morgens hielten sich zwei Stelzenläufer sehr weit entfernt am gegenüberliegenden Südwest-Ende des Geiseckesees auf. Auf die große Distanz fielen zunächst die roten Beine auf. Die beiden Vögel standen zusammen im Flachwasser direkt am Ufer in einer Lücke zwischen dem Schilf-/Schwertlilienbestand.
Außerdem waren 12 Höckerschwäne, ca. 30 Graugänse, ca. 10 Nilgänse, ca. 30 Reiherenten, 1 männliche Schnatterente, ca. 16 Stockenten, ca. 90 Kormorane auf der Kormoraninsel, ca. 12 Bläßhühner und ca. 10 Habentaucher auf dem See. Ein Bläßhuhn und ein Haubentacher brüten direkt nebeneinander auf den Ästen eines in den See gestürzten Baumes.

Bönen/Hamm (ADEBAR 2): Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Goldammer, Gartengrasmücke, weitere Habichthorste, Zitronenfalter, Kl. Sonnenröschen-Bläuling etc. am 30.04. und 01.05.2026 (Weitere Beobachtungen auf Ornitho, C. Rethschulte)

An vielen Stellen im Kreis Unna vermutlich nur noch für kurze Zeit zu beobachten: Braunkehlchen auf blühenden Rapsfeldern – in Anbetracht der derzeit sommerlichen Temperaturen eine gut gefüllte Speisekammer für diesen Zugvogel….
…. auch Schwarzkehlchen zeigen sich gern auf offener Singwarte, hier ein Männchen bei Steinen (30.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im Gegensatz zu den Kehlchen hier ein typischeres Bild für das Verhalten einer Gartengrasmücke: Auch bei vollem Gesang hält sie sich gern versteckt im Gebüschdickicht ….
…. was für eine (weibliche) Goldammer nicht unbedingt gilt; sie zeigt sich ebenfalls gern offen (Hamm-Lerche, 01.05.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im Bereich der Sandbochumer Heide zwei weitere Habichthorste, hier ein begrünter Lärchenhorst ….
…. hier ein ebenfalls begrünter Eichenhorst (01.05.26, Fotos: C. Rethschulte).
Ein Winzling, aber dennoch ein Schönling unter den Faltern: der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Polyommatus agestis). Im Ulmer Naturführer zu den Tagfaltern Deutschlands (2005) wird darauf hingewiesen, dass morphologisch eine große Nähe zum Großen Sonnenröschen-Bläuling (Polyommatus artaxerxes) besteht und eine Unterscheidung bei der normalen Freilandbestimmung somit erschwert ist. Mein Bestimmungshelfer -Obsidentify – hat sich für die erste Variante entschieden ….
…. hier fällt die Bestimmung leichter: ein männlicher Zitronenfalter. Beide Falter waren ebenfalls in der Sandbochumer Heide zu finden (01.05.26, Fotos: C. Rethschulte).

Sandforter Forst: Pirol, Waldlaubsänger, Trauerschnäpper, Fitis, Sommergoldhähnchen, Wintergoldhähnchen etc. am 01.05.2026 (A. Steinweg)

Bei einem kurzen Spaziergang durch ein Teilgebiet des Sandforter Forstes in der Nähe von Olfen (also knapp außerhalb des Kreises) gelangen zur eigentlich ungünstigen Mittagszeit beachtliche Beobachtungen: Als Highlight am Waldrand ein ausdauernd singender Pirol, insgesamt 4 besetzte Trauerschnäpperreviere, 1 singender Waldlaubsänger, 2 Sommergoldhähnchen, 1 Wintergoldhähnchen, 1 Tannenmeise, 1 Schwarzspecht, 4 Buntspechte, > 10 Fitisse, > 5 Zilpzalpe, > 5 Singdrosseln, 1 Misteldrossel, > 10 Mönchsgrasmücken, 1 Gartenbaumläufer, diverse Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Stieglitze, Blau- und Kohlmeisen, Amseln sowie Eichelhäher. Leider ist das Gebiet als Bruthabitat für den Baumpieper zunehmend ungeeignet, da die ehemaligen Kahlschlagflächen inzwischen wieder stark mit Birken und Tannen verbuschen. Das freut wiederum den Fitis, dessen Bestand in diesem Waldgebiet eindeutig vor dem Zilpzalp liegt.
Bei den Tagfaltern dominierten Aurora- und Zitronenfalter neben vereinzelten Grünader- und Großem Kohlweißling. Außerdem flogen die ersten Kaisermäntel sowie ein C-Falter.

Unna: Totfund Wendehals am 01.05.2026 (K. und C. Freese)

Am 01.05.2026 wurde auf einem Grundstück in Unna-Mühlhausen ein toter Wendehals gefunden. Wendehälse werden im Kreis Unna gelegentlich auf dem Frühjahrs- oder Herbstzug in die Brut- bzw. Überwinterungsgebiete gemeldet.

Verunglückter Wendehals (Foto C. Freese am 01.05.2026)

Fröndenberg / Unna / Bönen / MK: Ringdrossel, Mauersegler, Baumfalke, Baumpieper, Kiebitze u.a., 01.05.2026 (B.Glüer)

Mit den ersten Maitagen können nun die letzten Heimkehrer unserer Zugvögel erwartet werden. Hartmut Peitsch hat heute mit Grauschnäpper und Neuntöter bereits 2 späte Arten melden können. In den nächsten Tagen hoffen wir unter anderem auch noch auf Wespenbussarde. Südlich der Ruhr (MK) hatte ich heute meinen ersten Baumfalken und unter dem eigenen Dach sind bis gestern 6 Mauersegler als „Vorhut“ zurück und haben direkt die vertrauten Bruthöhlen in Besitz genommen. Der Vogelzug gehört sicher zu den spannendsten Naturphänomenen und gerade die Mauersegler demonstrieren alljährlich trotz ihres relativ kleinen Gehirns enorme Gedächtnis- und Orientierungsleistungen. Während sie sich bei Erstbesiedlungen einer potentiellen Bruthöhle misstrauisch sehr schwertun und Wochen brauchen, bevor sie ein erstes Mal hineinfliegen, steuern die meist gegen Abend an der alten Brutkolonie erscheinenden „Afrika-Heimkehrer“ die vertrauten Bruthöhlen mit hoher Geschwindigkeit an und verschwinden mit einer Sicherheit darin, als wären sie überhaupt nicht weg gewesen.

Derweil haben wir etwa bei den Kiebitzen fast schon „Halbzeit“ der diesjährigen Brutperiode und es zeichnet sich eine erste Bilanz ab. In dem besonders optimierten Hotspot „Hemmerder Wiesen“ sind teilweise bis zu 11 Küken zu beobachten. Nach dort mindestens 6 begonnenen Bruten mit durchschnittlich 4 Eiern pro Nest müssten es rechnerisch 24 Küken sein. Auch im Bönener Industriegebiet begann die Saison auf der Ausgleichsfläche zunächst erfreulich. Mit insgesamt ebenfalls 6 Gelegen waren auch hier bis zu 11 Küken zu beobachten – jedoch gestern (30.04.) fand sich dort nur noch ein einziges.

Jenseits der Ruhr zeigt sich auf Mendener Seite (MK) ein für mich erster Baumfalke des Jahres, 01.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Als durchreisender Rastvogel eine Nahrung suchende Ringdrossel (m) auf dem kurz geschorenen Bolzplatz südlich Frdbg.-Ostbüren…, 23.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… mit üppiger Beute – einem stattliche Regenwurm, 23.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ein solcher Happen wäre dem Kiebitzküken dringend auch zu wünschen. Doch bei der anhaltenden Trockenheit und dem fortlaufend „schönen Wetter“, das für Kiebitze gar nicht schön ist, sieht es für den Kiebitznachwuchs hier schlecht aus…, 25.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… „Quo vadis?“ könnte man einem alten Bibelzitat folgend das Küken fragen. Die Situation lässt erahnen, dass ein Vogel, der in die Verwandschaft der REGENPFEIFER gehört, gerade keine gute Prognose hat. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme lebten hier noch >7 Küken, 25.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… beinahe paradiesische Verhältnisse herrschen im NSG Hemmerder Wiesen für die hier erkennbaren „Kiebitzsprösslinge“. Auch hier sind zwar Verluste zu verzeichnen, doch die Nahrungssituatin ist deutlich besser und der unscharf im Vordergrund zu erkennenende Elektrozaun hält außerdem bisher sehr erfolgreich Bodenprädatoren vom Nachwuchs fern. Der Unterhaltungsaufwand ist allerdings hoch: gestern wurde die 700 m lange Zauntrasse ein drittes Mal freigemäht, um die elektrische Spannung aufrecht zu halten…, 29.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… möglicherweise profitieren von der Ungestörtheit innerhalb der Einzäunung auch die teils zu Hunderten vor allem nachts hier zur Rast einfallenden Watvögel. Schon Marvin Stahl hatte zurecht auf die erstaunlich hohen Rastbestände hingewiesen. Hier im Bild und in der Restfläche zum Zeitpunkt der Aufnahme >150 Bruchwasserläufer, 5 Kampfläufer, 1 Dunkelwasserläufer, 6 Grünschenkel, 2 Flussregenpfeifer u.a., 28.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Leider im Kr. UN weiterhin eine eher seltene Erscheinung: auf hoher Singwarte im Bausenhagener Schelk einer von hier 3 Revier haltenden Baumpiepern …, 01.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… dicht daneben in einer Aufforstungsfläche ein rivalisierender Reviernachbar, 01.05.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Bönen: Braunkehlchen, Neuntöter, Grauschnäpper u.a. am 01.05.2026 (H. Peitsch)

Im HRB der Seseke heute >5 Braunkehlchen und 4 Kiebitze einer davon brütend. Auf der Seseke schwamm eine Stockente mit ihren 11 Küken.

Im RRB-Bramey ein erster Neuntöter und am Sesekeweg in Höhe des Mergelbergwaldes zeigte sich ein Grauschnäpper.

Braunkehlchen, 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch
Braunkehlchen, 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch
Braunkehlchen, 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch
Braunkehlchen, 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch
Stockente mit Nachwuchs. 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch
Stockente mit Nachwuchs. 01.05.26 Foto: Hartmut Peitsch

Kreis Unna/Bönen: Habicht, Rotmilan, Grünspecht, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Kleiber, Heckenbraunelle, Schwalbenschwanz, Großer Fuchs, Faulbaumbläuling, Weiße Narzisse, Dolden-Milchstern, Englisches Hasenglöckchen, Sumpfdotterblume etc. am 27.-29.04.2026 (C. Rethschulte)

Die Brutzeit der Greifvögel nimmt auch im Kreis Unna volle Fahrt auf: An der Schwanzbänderung erkennbar, ein Habichthorst ….
…. in diesem Horst zeigt sich das Habicht-Weibchen sogar für einen kurzen Augenblick ….
…. hier an Auge und Kopffederung zu erkennen, ein Rotmilan (27.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Auf meiner heutigen Rundtour im und um das NSG Lettenbruch zeigen sich erneut ca. sechs Braunkehlchen auf einem blühenden Raps-Acker, wohlwissend, dass sie hier die dringend benötigte Nahrung (Insekten) für ihren weiteren Zug finden. Ebenfalls an einem Rapsfeld drei Steinschmätzer, Heckenbraunellen und Wiesenschafstelzen.Im Lettenbruch selbst: ein Mäusebussard, ein Grünspecht, Blau-, Kohl- und Schwanzmeisen, Fitisse, Mönchs- und Gartengrasmücken, Stieglitze, Stare und eine Klappergrasmücke (29.04.26, Foto: C. Rethschulte).
In Altenbögge u.a. dieser Grünspecht und im Bereich des Friedhofs ein für mich erster Schwalbenschwanz (29.04.26, Foto: C. Rethschulte).
Im eigenen Garten heute u.a. diese Heckenbraunelle ….
…. dieser Kleiber ….
…. dieser Teichfrosch inmitten etlicher Kaulquappen – er wird wohl nicht verhungern! ….
…. bereits gestern im Garten dieser Große Fuchs ….
…. und heute dieser Faulbaumbläuling (28./29.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Die Flora unseres Gartens hat in diesem Jahr Neues zu bieten: z.B. diesen Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum), auch „Stern von Bethlehem“ genannt. In Deutschland ist er laut Wikipedia verbreitet, d.h. er ist eher selten, jedoch dort wo er vorkommt wächst er meist gehäuft. Er liebt lehmige Böden, bevorzugte Standorte sind Wegränder und Weinberge. Die Zwiebeln von Milchsternen sind giftig, regional werden sie deshalb auch als „Gärtnertod“ bezeichnet ….
…. ebenfalls neu in unserem Garten dieses Englische Hasenglöckchen (Hyacinthoides), eine Pflanzengattung innerhalb der Spargelgewächse (29.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Nicht im Garten, sondern auf einer Wiese im NSG Lettenbruch finde ich heute zwei Exemplare dieser Pflanze: die Weiße Narzisse, auch „Dichter-Narzisse“ oder Echte Narzisse genannt. Laut Flora incognita wächst sie gern auf schweren Lehmböden und gedeiht gut im Gras ….
…. auch im NSG L. etliche Sumpfdotterblumen (29.04.26, Fotos: C. Rethschulte).

Unna/Soest: Steinschmätzer, Braunkehlchen, Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Aurora-Falter etc. am 26./27.04.2026 (C. Rethschulte)

Bei meinem gestrigen Ausflug in den Kreis Soest/Hilbeck u.a. mindestens zwei Steinschmätzer, ein Kuckuck, ein Baumpieper, eine Singdrossel, Mönch- und Gartengrasmücke, ein Gartenbaumläufer, ein Rotmilan und zwei Mäusebussarde (26.04.27, Foto: C. Rethschulte).
Heute auf einem Rapsfeld nahe des NSG Mühlhauser Mark u.a. mindestens vier Braunkehlchen …..
…. mehrere Dorngrasmücken, eine Nachtigall und ein Rotmilan (27.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Auf bzw. am Gewässer des Beobachtungshügels in den Hemmerder Wiesen dieser Zwergtaucher ….
…. sowie mehrere Kiebitze, in dieser Saison wohl nicht von Brutgeschäften berührt (27.04.26, Fotos: C. Rethschulte)
Bereits vor ein paar Tagen zeigte sich diese weibl. Mönchsgrasmücke in der Nähe des HRB Bönen-Seseke (23.04.26, Foto: C. Rethschulte).
Heute ebenfalls im Bereich des NSG Mühlhauser Mark dieser männliche Aurora-Falter – nicht immer einfach, dieses quirlige Geschöpf mir der Kamera festzuhalten (27.04.26, Foto: C. Rethschulte).

Bergkamen, Höckerschwan, Buntspecht, Rohrammer, Graureiher,Reiherente, Haubentaucher,22.04. – 27.04.2026, ( Karl Heinz Lindemann )

Buntspecht in den Lippewiesen Werne – Bergkamen 22.04.2026 [ Foto Karl Heinz Lindemann )

Höckerschwäne übe der Lippe Bergkamen – Werne, 24.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Rohrammer in den Lippewiesen Werne – Berglamen, 25.04.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Graureiher auf einer Weide ebenfalls Lippewiesen Bergkamen Werne, 25.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann)
Haubentaucher auf dem Beversee Bergkamen, 27.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Reiherente ebenfalls auf dem Beversee, Bergkamen, 27.04.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Fröndenberg/Schwerte: Seidensänger, Austernfischer, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Schwarzstörche, Kuckuck, Teichrohrsänger, Rohrweihe, Flussuferläufer, Bekassinen, Baumpieper u.a. am 26./27.04.2026 (K.&A.Matull)

Gestern Morgen konnten auf der Kiebitzwiese zwei Schwarzstörche beobachtet werden (Beobachter: B. Nikula). Zudem rastete dort vormittags – ähnlich wie bereits einige Tage zuvor in den Schwerter Röllingwiesen – ein Austernfischer unterhalb des alten Aussichtshügels. Nach einem kurzen Bad und zwischenzeitlichem Abstreichen kehrte er zur Nahrungssuche auf die Grünflächen zurück, bis ihn das Erscheinen einer Rohrweihe schließlich zur Flucht in Richtung Westen veranlasste. Die Rohrweihe erbeutete in der Sichlerbucht Nahrung und brachte dabei 3 Bekassinen zum Auffliegen. Am alten Aussichtshügel ließ zudem kurzzeitig ein Teichrohrsänger seinen Gesang vernehmen – bei diesem Individuum dürfte es sich um einen klassischen Durchzügler handeln. Darüber hinaus führen 3 Graugans Familien insgesamt 13 Pulli (5,4,4).

Im NSG Mühlenstrang (Schwerte) herrschte reges Zuggeschehen: Neben diversen Grasmücken und rastenden Baumpiepern konnten dort 10 Braunkehlchen, etwa 3 Rohrammern, ein Steinschmätzer und ein Kuckuck beobachtet werden. Zudem brütet im Gebiet das Weißstorch-Paar. An der Ruhr ließen sich ein Flussuferläufer sowie ein rastender Teichrohrsänger feststellen, wobei Letzterer am Ufer sogar kurzzeitig seinen Gesang vortrug.

Das ornithologische Highlight bildete jedoch ein Seidensänger, der südlich der Ruhr ausdauernd sang.

Kurzes Gastspiel: Dieser Austernfischer nutzte die Flachwasserzone der Kiebitzwiese für ein ausgiebiges Bad am 26.04.2026. (Foto: Klaus Matull)
Nach dem ausgiebigen Bad strich der Austernfischer zunächst mit seinen markanten Flugrufen ab…. 26.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
…um nur wenig später erneut im NSG zu landen und die Grünflächen nach Nahrung abzusuchen. Hier wird das Erscheinen einer Rohrweihe bereits aufmerksam registriert. 26.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
Die herannahende Weihe veranlasste den Gast schließlich dazu, die Kiebitzwiese in westliche Richtung zu verlassen.. 26.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Eben jene Rohrweihe zeigt sich besonders scharfsinnig im Gaukelflug…. 26.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
…und erfolgreich jagend auf der Kiebitzwiese am 26.04.2026. (Foto: Klaus Matull)
In Schwerte ist das Brutgeschäft in vollem Gange: Eine Wacholderdrossel mit reichlich Nistmaterial am Ruhrufer. 27.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Ein eher seltener Anblick: Dieser Steinschmätzer wählte zur Rast im NSG Mühlenstrang eine Baumkrone – der Vogelzug macht solche Ausnahmen möglich. 27.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Erneut erweist sich das Gebiet als ideales Rasthabitat für die Durchzügler – heute konnten insgesamt 10 Braunkehlchen gezählt werden. Ob am Ufer des Ruhrfeldgrabens in der natürlichen Vegetation…27.04.2026 (Foto: Andre Matull)
…oder ganz klassisch auf einem exponierten Weidezaunpfosten: Von diesen Warten aus gehen die Braunkehlchen auf Insektenjagd, um sich für den Weiterzug zu stärken. 27.04.2026 (Foto: Andre Matull)
Auch wenn die Qualität dieser Aufnahme primär Dokumentationszwecken dient, belegt sie doch das heutige Highlight: Ein singender Seidensänger südlich der Ruhr. Ob es sich hierbei um einen kurzen Zwischenstopp handelt oder um die Etablierung eines festen Reviers – womöglich das zweite im Kreis Unna neben der Lippeaue – werden die Beobachtungen der kommenden Wochen zeigen. 27.04.2026 (Tonaufnahme: Andre Matull)
Bilderbuchhabitat an der Ruhr: Die ufernahen Strukturen des Gewässers mit dicht verwachsenen Abschnitten (roter Kreis) und Schilfrohrbeständen (Pfeil) bieten dem Seidensänger ideale Bedingungen. Vergleiche mit Luftbildern dieser Uferzonen bestätigen die artcharakteristischen Verlandungsbereiche, die das heutige Highlight erst möglich machten. 27.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Lünen:Austernfischer,Flussregenpfeifer am 27.04.2026 (A. Pflaume)

In der Lippeaue in Alstedde hielt sich heute an der großen Blänke ein Austernfischer auf. Am Ufer landeten auch zwei Flussregenpfeifer. Die dürften zu den Tieren gehören, die sich seit einiger Zeit auf dem ehemaligen Steag- Gelände auf der anderen Lippeseite aufhalten. Auf diesen riesigen Schotterflächen gibt es theoretisch genug Platz für zahlreiche Brutpaare.

Zugstau?

Vermutlich warten die Limis in Hemmerde das schlechte Wetter im Nordosten ab. Viele Limis auch in den Ruhrwiesen bei Holzwickede-Opherdicke (Bruchwasserläufer, Grünschenkel, Kampfläufer).

Wetter-Online.de 26.4.26

Unna: Rebhuhn am 25.04.2026 (H. Knüwer)

Manchmal passieren unglaubliche Dinge. Beim Fegen des Hinterhofes vom Wohngebäude in Lünern waren urplötzlich Rufe zweier sich nähernder Rebhühner zu hören. Sollten Nachbarn etwa eine Vogelstimmenplatte aufgelegt haben? Eher unwahrscheinlich. Ornithologen mit Klangattrappe waren auch nicht zu entdecken. Eine Nachsuche ergab dann eine neben dem Feuerwehrgerätehaus unter Forsythiensträuchern Schutz suchende Rebhuhnhenne. Auf ihr Rufen hin antwortete der Hahn vom Nachbargrundstück zwischen den Häuserzeilen. Wegen einer kleinen Mauer konnte die Henne nicht zum Hahn gelangen. Animiert durch die Rufe der Henne flog dann der Hahn, ebenfalls rufend, auf die Rasenfläche des Schulgeländes auf der gegenüberliegenden Straßenseite, somit praktisch vor der eigenen Haustür. Die Henne folgte ihm und überwand dabei geschickt den das Gelände umgebenden Metallzaun. Vermutlich war das Paar weiter entfernt aufgescheucht worden und landete in diesem für die Art ungeeigneten Lebensraum in der Dorfmitte von Lünern.

Unna: Massenansammlung von >300 Limikolen, darunter überwiegend Bruchwasserläufer; außerdem Dunkelwasserläufer, Grünschenkel, Säbelschnäbler, Braunkehlchen, Steinschmätzer und Kuckuck (Marvin Stahl)

In den Hemmerder Wiesen waren heute erstaunlich viele Limikolen zu sehen. Die Wasserflächen schrumpfen zusehends und legen dadurch natürlich wunderbare Flächen für hungrige Watvögel frei. In absteigender Reihenfolge: >267 Bruchwasserläufer (!), >23 Kiebitze (davon mind. 5 Pullis), 7 Grünschenkel, >6 Bekassinen, 6 Kampfläufer, 6 Flussregenpfeifer, >2 Waldwasserläufer, 1 Dunkelwasserläufer und weiterhin 1 Säbelschnäbler.

Außerdem hier >15 Schafstelzen, 6 Braunkehlchen, >4 Nachtigallen, 2 Steinschmätzer, 2 Klappergrasmücken, 1 Baumpieper, 1 Kuckuck und 1 Schwarzmilan.

Spektakuläre Massenansammlung von mind. 319 Limikolen in den Hemmerder Wiesen, Foto: Marvin Stahl
Es bestätigt eindrucksvoll die außergewöhnliche Bedeutung des NSG als wichtigen Rast- und Nahrungsplatz während des Vogelzugs, Foto: Marvin Stahl
Wer hätte geschätzt dass sich allein in diesem Ausschnitt 30 Limikolen tummeln? Foto: Marvin Stahl
Der Säbelschnäbler hält sich bereits seit vier Tagen im Gebiet auf, es scheint ihm also zu gefallen. Links im Bild ein Bruchwasserläufer, gut erkennbar an den gelbgrünen Beinen in Kombination mit einem hellen Überaugenstreif. Digiscopie: Marvin Stahl

Unna: Mauersegler am 24.04.2026 (M. und K. Setzer)

In Unna-Mühlhausen sind am 23.04.2026 die ersten Mauersegler eingetroffen. Sie haben direkt die Nisthilfen inspiziert, wie Aufnahmen aus einem kamerabestückten Kasten zeigen.

Ist das mein Kasten aus dem Vorjahr? (Kameraaufnahme K. Setzer, 24.04.2026)