



















Im HRB der Seseke jagte heute ein Habicht – vermutlich ein Weibchen – einen Fasanenhahn, erwischte ihn aber nicht richtig und nach kurzem Kampf zog der Habicht ab.
Heute wieder 3 Kiebitze im HRB, bei der Kartierung zeigte sich leider keiner, möglicherweise kommt es hier aber doch noch zu einer Brut?
An der Seseke ein Gebirgsstelzen-Paar und im RRB-Bramey eine Rohrweihe.



















Dem Kiebitzwetter trotzend haben die Kartiererinnen und Kartierer es tatsächlich zum 14. Mal in Folge wieder geschafft, (mehr oder weniger) synchron die Zahl der brutverdächtigen Kiebitze im Kreis zu ermitteln. Die seit 1999 vorliegenden Ergebnisse finden sich hier. Die ermittelten aktuellen Daten bilden die Grundlage für jetzt einzuleitende Schutzmaßnahmen.
Herzlichen Dank allen Beteiligten!
Auf dem Teich vor dem Beobachtungshügel in den Hemmerder Wiesen war am Nachmittag des 27.03.2026 eine männliche Brandente beim Gründeln zu beobachten.
Im Rahmen der kreisweiten Kiebitz-Synchronzählung im Kreis Unna wurde auch im Raum Fröndenberg erneut gezielt nach dem Kiebitz gesucht – jedoch ohne Erfolg. Bereits das dritte Jahr in Folge blieb ein Nachweis aus.
Diese Entwicklung spiegelt den anhaltenden Bestandsrückgang der Art wider. Hauptursachen sind vor allem die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, z.B. durch frühe und häufige Ackerbearbeitung oder Mahd, intensive Düngung sowie der Verlust von Brachen. Ein Hoffnungsschimmer besteht jedes Jahr darin, dass durch die frühzeitige Erkennung von Nestern gezielt Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können, um lokal Bruten zu sichern.
Ein kleiner Lichtblick ergibt sich aktuell bei einer anderen Art: Das Schwarzkehlchen zeigt in Fröndenberg eine positive Entwicklung. Mit aktuell vier Revieren befindet sich die Art im Aufwärtstrend. Auffällig ist dabei, dass drei der vier Reviere in Schutzgebieten liegen – ein Hinweis darauf, wie wichtig gezielte Schutzmaßnahmen und geeignete Lebensräume für den Erhalt und die Förderung dieser Art sind. Im NSG Kiebitzwiese befindet sich 1 Revier, auf der Feldvogelschutzfläche in Strickherdicke erneut 2 Reviere und im Warmer Löhen an der Kreisgrenze zu Soest 1 weiteres Revier.
An verschiedenen Stellen im Kreis heute insgesamt auch 3 Rohrweihen überfliegend (2x vorjährig, 1x immatur).



Auf der Röllingwiese in Schwerte beobachteten wir gestern eine männliche Rohrweihe. Ebenda bereits am 12.03. als persönliche Jahreserstbeobachtung eine weibliche Rohrweihe.
Am 19.03. nachmittags auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ein Waldwasserläufer, > 50 rastende Bachstelzen und eine Nilgans Familie mit 7 Pulli. Ebenfalls dort dokumentierten wir am 22.03. vormittags ein Schwarzkehlchen-Paar beim Nestbau. Am gleichen Tag zwischen den beiden Aussichtshügeln bis zur Sichlerbucht sind u. a. eine Weißwangengans, 6 Rohrammern (3 Paare), eine Wasserralle, 7 Bekassinen sowie 3 Kolkraben zu erwähnen (Mitbeob. zeitweise: A. Hünting u. B. Nikula). Im angrenzenden Industriegebiet erstmalig dieses Jahr für uns ein singender Hausrotschwanz. Ergänzend sind unregelmäßige Nachweise von Flussregenpfeifern zu nennen, die immer wieder im Gebiet Station machen. Gregor Zosel konnte bereits am 07.03. insgesamt 3 Individuen gleichzeitig vor Ort sichten.
Abseits der auffälligen Artenzugänge lohnt ein genauerer Blick auf die Wasservögel der Vernässungsfläche. Hier lassen sich Phänomene dokumentieren, die oft nur als Randnotiz wahrgenommen werden, jedoch eine biologische Variabilität offenbaren. Einerseits hält sich seit über einem Jahr zwischen Stockenten ein intersexuelles Individuum auf, das Mischmerkmale von Männchen und Weibchen aufweist, was bei Stockenten beispielsweise durch hormonelle Störungen oder genetische Faktoren entstehen kann (vgl. AVES Braunschweig 2 (2011), Abb. 21-22, S. 27–28: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf ). Andererseits hielten sich seit dem gesamten Winter regelmäßig bis zu 3 Höckergänse (domestizierte Form der Schwanengans) mit einer weißen Hausgans auf. Am Sonntag kopulierte eine Höckergans ♂ mit der Hausgans ♀. Sollten beide Individuen – wie aufgrund ihrer phänotypischen Merkmale zu vermuten ist – der Gattung Anser angehören, wäre aus dieser Verbindung gemäß der einschlägigen Literatur (u. a. AVES Braunschweig 1 (2010), ca. S. 25: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf) üblicherweise von voll fruchtbaren Hybriden auszugehen. Dieses Beispiel zeigt, wie Domestikation in einem Naturschutzgebiet eine ganz eigene Dynamik aufbauen kann.
Bei einem Blick auf insgesamt 8 Weißstorch-Brutpaare in Fröndenberg und Schwerte (inkl. Geiseckesee) zeichnen sich nach jüngstem Kenntnisstand mindestens zwei Veränderungen ab. So besetzt ein neues Männchen (unberingt) die Nisthilfe an der Röllingwiese in Schwerte und ein neues Weibchen (beringt) in Schwerte-Geisecke bei der Baumbrut, dessen Ringablesung der zuständigen Vogelwarte gemeldet wurde.











Roben Hirschberg hat für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna auch den zweiten Ornithologischen Sammelbericht für das Jahr 2024 erstellt. Auf der Grundlage der Ornitho-Daten, der Beobachtungen auf der OAG-Seite und persönlicher Zuschriften hat Roben die Meldungen wieder nach dem Vorbild des von Wolfgang Pott jahrelang herausgegebenen Hammer Jahresberichtes in einer übersichtlichen und lesenswerten Form aufbereitet und kommentiert. Nach dem ersten Sammelbericht 2023 ist damit auch für 2024 eine zusammenfassende Darstellung des Vogeljahres und der ornithologischen Aktivitäten gelungen.
Und wieder hat es der Sammelbericht in sich: Gleitaar, Steppenkiebitz, Zwerggans, Purpurreiher, Rotfußfalken-Einflug sind nur einzelne Schlaglichter seltener Arten, die sowohl die Bandbreite der im Kreis Unna beobachteten Spezies als auch die Leistung der vielen OrnithologInnen des Raumes beschreiben. Natürlich – und sicherlich noch wichtiger für die Bewertung der Avifauna des Kreises – zeigt der Sammelbericht auch auf, wo die wunden Punkte in Form von erheblichen Rückgängen ehemals weit verbreiteter Arten im Kreisgebiet liegen.
Nach der Durchsicht bleibt einzig der Wermutstropfen, dass dieser Sammelbericht aus Zeitgründen vielleicht keine Fortsetzung finden wird.
Eine Woche vor der kreisweiten Kiebitzzählung sitzen erste Brutvögel bereits auf Gelegen. Während im Kiebitz-Hotspot „Hemmerder Wiesen“ mit heute bis zu 47 Kiebitzen auch noch Rastvögel vor Ort waren und die hiesigen „Stammvögel“ zwar balzten, jedoch noch keine Gelege oder Nestmulden vorzuweisen hatten, sieht es in Bönen anders aus. Auf der Kiebitz-Ausgleichsfläche, die in Zusammenarbeit von Unterer Naturschutzbehörde, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Biologischer Station im Industriegebiet „Am Mersch“ angelegt worden ist, saßen heute 4 brütende Kiebitze fest auf bereits vollständigen Gelegen. – Da gleichzeitig überall auf Feldern und potenziellen Brutflächen auch die Landwirte das Frühlingswetter intensiv zur Feldbestellung nutzen, sollte deshalb auf weitere Gelege geachtet werden, damit diese nicht schon zu Beginn der Brut „unter die Räder …, den Pflug …, den Grubber …“ geraten.

Bei einem kurzen Besuch der Rieselfelder in Werne konnte ich auf der großen Blänke neben Stockenten, Reiherenten, Krickenten, zahlreichen Schnatterenten, einer männlichen Löffelente auch eine ad. Heringsmöwe beobachten. Außerdem noch im Gebiet: Kanadagans, Graugans, Nilgans, Blässhuhn, Rohrammer (1/1), Schwarzkehlchen (m), ein Trupp Stieglitze, Zilpzalp, Singdrossel, Weißstorch, Graureiher, Jagdfasan (m), Turmfalke (w), Rabenkrähen. Kurz bevor ich gehen wollte, flog lautstark ein großer Trupp Blässgänse ein. Es ist immer wieder faszinierend, wie viele „Ehrenrunden“ Blässgänse fliegen, bevor sie landen. Als dann der ganze Trupp endlich gelandet war, ergab eine überschlägige Zählung mindestens 300 Exemplare! Das ist für die Werner Rieselfelder eine erstaunlich hohe Zahl.
.











Nachdem ich schon, vom Fenster aus schauend, eine Vermutung hatte, dass heute ein weiterer Storch am Beringhof eingetroffen zu sein schien, konnte ich auf dem Weg dorthin dann 3 Störche ausmachen: ein Paar auf dem Horst und ein weiterer Storch, der den Horst versuchte anzufliegen, jedoch erfolgreich verjagt wurde. Leider hatte ich die Kamera noch nicht griffbereit um es zu dokumentieren. Der einzelne unberingte Storch flog anschließend weiter in Richtung Nord-Ost und ließ sich auf der noch gänzlich unbenutzten Horsthilfe an der Flutrinne auf Wickeder Gebiet nieder. Später war er aber auch dort erst einmal verschwunden. Der Horst am Beringhof ist allerdings nun offensichtlich erneut durch ein Brutpaar besetzt. Beide sind unberingt.









