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Unna: Wasservogel-Eldorado Hemmerder Wiesen – 04.02.2026 (H. Knüwer)

Es kommt nicht so oft vor, dass sich gleich eine Gruppe aus 14 Kormoranen auf dem Beobachtungsgewässer in den Hemmerder Wiesen niederlässt. Da es dort aber keine Fische gibt, dauerte der Aufenthalt dieser Gruppe nicht sehr lange.

Neben den üblichen Verdächtigen hielten sich am Morgen Heerscharen Bläss- und Saatgänse im Bereich der großen Flutmulde auf. Insgesamt dürften es mindestens 500 Gänse beider Arten gewesen sein. Es herrschte ein stetiges Kommen und Gehen. Das Verhältnis zwischen Bläss- und Saatgänsen lag bei etwa 5 : 3. Neben ungezählten Stock-, Krick- und Schnatterenten waren auch ca. 15 Pfeifenten und zwei Spießenten (m) anwesend. Außerdem 24 Kiebitze (zeitweilig rastend), ein Kranich (hinter dem Kirchbach aufsteigend), drei Silberreiher, eine Teichralle an der Amecke sowie acht Pieper (vmtl. Wiesenpieper).

Kormorane in den Hemmerder Wiesen: Ein Teil der Vögel trägt bereits das Brutkleid.
Kormorane in den Hemmerder Wiesen: Ein Teil der Vögel trägt bereits das Brutkleid. (Foto: H. Knüwer)
Aufbruch der Kormorane zu neuen Gefilden
Aufbruch der Kormorane zu neuen Gefilden (Foto: H. Knüwer)
Auf dem Foto ein buntes Gemenge mit Stockenten, Krickenten, Pfeifenten, Graugänsen, Blässgänsen, Rostgänsen und Kiebitzen
Auf dem Foto ist ein buntes Gemenge aus Stockenten, Krickenten, Pfeifenten, Graugänsen, Blässgänsen, Rostgänsen und Kiebitzen zu sehen. (Foto: H. Knüwer)
Ausschnitt aus einem großen Trupp einfallender Saatgänse
Ausschnitt aus einem großen Trupp einfallender Saatgänse (Foto: H. Knüwer)
Die Zahl der im Gebiet anwesenden Saatgänse hat sich in den letzten Tagen und Wochen deutlich erhöht.
Die Zahl der im Gebiet anwesenden Saatgänse hat sich in den letzten Tagen und Wochen deutlich erhöht. (Foto: H. Knüwer)
Bevor sie sich niederlassen, drehen auch diese Saatgänse noch ein paar Runden.
Bevor sie sich niederlassen, drehen auch diese Saatgänse noch ein paar Runden. (Foto: H. Knüwer)
gemischte Ansammlung mit Bläss- und Saatgänsen
gemischte Ansammlung mit Bläss- und Saatgänsen (Foto: H. Knüwer)
Kiebitztrupp dreht ein paar Runden über den Hemmerder Wiesen, um dort erneut zu landen. – 04.02.26
Kiebitztrupp dreht ein paar Runden über den Hemmerder Wiesen, um dort erneut zu landen. – 04.02.26 (Foto: H. Knüwer)

Schwerte: Rohrdommel am 02.02.2026 (P.Krüger; Melder: A.Matull)

An der Röllingwiese in Schwerte gelang Peter Krüger heute die kurze Sichtung einer Rohrdommel. Passend zum heutigen „Welttag der Feuchtgebiete“ unterstreicht diese Sichtung die enorme ökologische Bedeutung der Röllingwiese als wertvoller Lebensraum für spezialisierte und seltene Arten wie die Rohrdommel.

Vorsichtig schleicht die Rohrdommel (links unten) am Schilfrand auf der Röllingwiese in Schwerte entlang… 02.02.2026 Foto: Peter Krüger)
…und nutzt in geduckter Pirschhaltung die natürliche Deckung. 02.02.2026 (Foto: Peter Krüger)
Mimese (Nachahmung von Umgebungsstrukturen) im Kontrast“: Hier hebt sich die Rohrdommel einmal ausnahmsweise farblich deutlich von der Ufervegetation ab. 02.02.2026 (Foto: Peter Krüger)

Unna: Blässgänse, Tundrasaatgänse, Kurzschnabelgans, Spießenten, Kraniche und Seeadler am 01.02.2026 (Marvin Stahl)

Am Nachmittag rasteten in den Hemmerder Wiesen erstaunlich viele Gänse. Vor allem die Blässgänse machten auch akustisch fortwährend auf sich aufmerksam. Unruhig wurde es als ein imm. Seeadler das Gebiet überfliegt und schließlich in der Kernzone landet. Kurz darauf startet er aber schon wieder durch und fliegt Richtung Nordosten ab. Der ganze Tumult hat die Gänseschar merklich durchgemischt und offenbar auch dafür gesorgt dass Gänse von umliegenden Feldern nun hier im NSG einkehrten. Gegen 16:00 landet eine Gruppe aus 8 Kranichen im NSG, fliegt aber kurz darauf auch wieder ab.


Hier die Zahlen: >340 Blässgänse, >130 Graugänse, >74 Tundrasaatgänse, >58 Krickenten, >45 Stockenten, >45 Kanadagänse, 2 m. Spießenten, 2 Rostgänse, 2 Höckerschwäne, 1 Nilgans und gut getarnt unter den vielen Gänsen auch 1 Kurzschnabelgans (bereits vorher, von anderen Beoabachtern entdeckt).

Leider heute nur mit Fernglas „bewaffnet“, reicht es lediglich für ein Beleg mit dem Smartphone: ein Seeadler im NSG Hemmerder Wiesen, 01.02.2026 Foto: Marvin Stahl

Unna / Fröndenberg: Kornweihe, Sperber, Bekassine, Feldlerche u.a.m. am 29.01.2026 (H. Knüwer)

In den verschneiten Hemmerder Wiesen halten sich weiterhin zwei Brachvögel im Bereich der größtenteils nicht zugefrorenen Flutmulde auf. Im Gebiet heute auch eine jagende männliche Kornweihe sowie zwei Sperber.

In den letzten Tagen und Wochen waren immer mal wieder einzelne ziehende Feldlerchen zu hören. Trotz winterlicher Bedingungen mit einer Schneelage von heute etwa 5 cm und Temperaturen um den Gefrierpunkt rasteten bereits 50-60 Feldlerchen im Hemmerder Ostfeld.

Im NSG Kiebitzwiese ließen sich fünf Bekassinen beobachten. Die Gesamtzahl der im Gebiet anwesenden Bekassinen dürfte sicherlich wesentlich höher anzusetzen sein.

zwei Brachvögel in den Hemmerder Wiesen – 29.01.26
zwei Brachvögel in den Hemmerder Wiesen – 29.01.26 (Foto: H. Knüwer)
Kurz hintereinander tauchten zwei verschiedene Sperber in den Hemmerder Wiesen auf; links ein vorjähriges Männchen, rechts ein mehrjähriges Weibchen. – 29.01.26
Kurz hintereinander tauchten zwei verschiedene Sperber in den Hemmerder Wiesen auf; links ein vorjähriges Männchen, rechts ein mehrjähriges Weibchen. – 29.01.26 (Foto: H. Knüwer)
Auffällig ist bei dem jungen Sperbermännchen eine weiße Oberschwanzdecke.
Auffällig ist bei dem jungen Sperbermännchen eine weiße Oberschwanzdecke. (Foto: H. Knüwer)
Im Umfeld der Hemmerder Wiesen und andernorts sind immer wieder Graureiher auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zu sehen. Die winterlichen Bedingungen werden sicherlich nicht alle Reiher überstehen, zumal es auch nicht sehr viele Mäuse zu geben scheint. Auch die Zahl der Turmfalken, die sich nahezu ausschließlich von Mäusen ernähren, ist auffallend niedrig.
Im Umfeld der Hemmerder Wiesen und andernorts sind immer wieder Graureiher auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zu sehen. Die winterlichen Bedingungen werden sicherlich nicht alle Reiher überstehen, zumal es auch nicht sehr viele Mäuse zu geben scheint. Auch die Zahl der Turmfalken, die sich nahezu ausschließlich von Mäusen ernähren, ist auffallend niedrig. (Foto: H. Knüwer)
Auf Grünland und auf Ackerflächen mit Wintersaat kommen Gänse immer noch an die Grashalme als Nahrungsquelle. Gänse leiden deshalb unter den gegenwärtigen winterlichen Bedingungen weit weniger als manch andere Art. Das Foto zeigt Graugänse im Umfeld der Hemmerder Wiesen. (
Auf Grünland und auf Ackerflächen mit Wintersaat kommen Gänse immer noch an die Grashalme als Nahrungsquelle. Gänse leiden deshalb unter den gegenwärtigen winterlichen Bedingungen weit weniger als manch andere Art. Das Foto zeigt Graugänse im Umfeld der Hemmerder Wiesen. (Foto: H. Knüwer)
Ausschnitt aus einem größeren Trupp rastender Feldlerchen; Hemmerder Ostfeld – 29.01.2026
Ausschnitt aus einem größeren Trupp rastender Feldlerchen; Hemmerder Ostfeld – 29.01.2026 (Foto: H. Knüwer)
eine von fünf Bekassinen im NSG Kiebitzwiese – 29.01.26
eine von fünf Bekassinen im NSG Kiebitzwiese – 29.01.26 (Foto: H. Knüwer)

Bergkamen, Buntspecht, Heckenbraunelle, Grünspecht, 11. 01. 2026 – 26.01.2026 , ( Karl Heinz Lindemann )

Buntspecht in unserem Garten ( 10 . 01 2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Heckenbraunelle im winterlichen Garten ( 11. 01. 2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht der unseren Rasen aufwühlt so das die Erde auffliegt ( 24. 01 .2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht im Schnee auf der Suche nach Ameisen, ( 26. 01.2026, Foto Karl Heinz Lindemann )

Grünspecht auf “ seiner Eule mit Schneekappe “ 26. 01. 2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Fröndenberg: Waldschnepfen, 27.01.2026 (B.Glüer)

Am Abend, um 18.15 Uhr, weniger als 20 m vor unserer Haustür eine ruhende Waldschnepfe in einer kleinen Gehölzgruppe. Auch noch nach 19.00 Uhr ist sie vor Ort, jedoch gegen 23.00 Uhr ist sie nicht mehr auffindbar. Auf dem nahen Golfplatz um 18.47 Uhr, bei anhaltendem, leichtem Regen mit Restschneeflächen, zwei weitere Waldschnepfen nahe beieinander. Möglicherweise bringt die derzeitige Wetterlage mit extremer Kälte im Osten und feuchtwarmer Witterung im Westen, mit einer Trennlinie genau durch NRW Zugbewegungen und „Kälteflucht“ in die Winterbestände.

Waldschnepfen gehören sicher zu den am schwierigsten zu erfassenden oder zu beobachtenden Vögeln unserer Avifauna. Sie sind und waren nie häufig, treten meist einzeln sehr versteckt in Wäldern/Gehölzen auf und sind dabei auch noch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Im Brutvogelatlas NRW wird der Bestand auf 3000 – 5500 Bp. geschätzt. Die meisten heimischen Brutvögel verlassen unsere Region im Winter, während nord- und osteuropäische Schnepfen (nach „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“) bei uns – jenseits einer 2°C-Isotherme überwintern und auch Schnee- und Frostperioden lokal überstehen.

Seit dem 26.11.25 gelangen bisher im nördlichen Fröndenberg 27 Waldschnepfen-Nachweise.  Meist waren es Zufallsfunde, 6x mit Einsatz von Wärmebild-Technik (davon 1x bei Tageslicht, am 08.01. um 9.34 Uhr). Ob es an unterschiedlichen Tagen auch zu Mehrfachzählungen derselben Individuen gekommen ist, lässt sich nicht sagen.

Dabei ist es unbegreiflich, dass dieser charismatische Vogel traditionell bei uns bejagt wird. Im November 2014 wurde zwar von der damals „rot-grünen“ Landesregierung die Jagd auf Waldschnepfen durch ein neues Jagdgesetz abgeschafft, doch im Jahre 2018 wurde dann von der „schwarz-gelben“ Nachfolgeregierung trotz dünner Datenlage und rückläufiger Waldschnepfenbestände die Jagd von jeweils Mitte Oktober bis Mitte Januar wieder eingeführt. Laut amtlicher Jagdstatistik wurden in der Jagdsaison 2024/25 in NRW 2401 Waldschnepfen abgeschossen. Ein Jahr zuvor (23/24) waren es sogar 3032 geschossene Schnepfen.

Ein aufregender „Klecks“ unweit unserer Haustür (Frdbg.-Hohenheide) mit Wärmebild-Technik in abendlicher Dunkelheit sichtbar gemacht: eine ruhende Waldschnepfe, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… unter Einsatz von schwachem Kunstlicht gelingen mit 500 mm – Tele und 40 000 ISO einige Fotos, ohne dass der Vogel auffliegt…, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei dieser zufällig entstandenen Serie des Vogels während er gähnt, wird sogar eine sehr interessante Fähigkeit der Schnepfe sichtbar: der Oberschnabel ist an einer weichen Stelle biegsam. Das versetzt die Schnepfe beim Stochern in die Lage, mit dem komplett im Boden „versenkten“ Schnabel Beutetiere zu ertasten und mit zitternden Bewegungen zu verschlucken, ohne dass der Schnabel herausgezogen werden muss…, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… bei einem anschließenden Regenspaziergang finden sich auf dem nahen Golfplatz ca 100 m neben einem Wanderweg zwei weitere Waldschnepfen hinter einem Gehölzsaum. Laut „Handbuch“ passiert es eher selten, dass Waldschnepfen während der Überwinterung die Gesellschaft von Artgenossen suchen, 27.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna / Fröndenberg: Großer Brachvogel, Singschwan u.a., 26.01.2026 (B.Glüer)

Zu später Stunde – nahe dem Sonnenuntergang – in den Hemmerder Wiesen überraschende Gäste bei Eis und Schnee: 2 Große Brachvögel und 2 Singschwäne, neben den gewohnten Protagonisten der letzten Tage, ~ 80 Krickenten, > 100 Stockenten, 2 Spießenten, <10 Schnatterenten, 2 Höckerschwäne, mehrere Hundert Gänse – vor allem Blässgänse (auf umliegenden Feldern).

Gewöhnungsbedürftiger Anblick vor frostiger Kulisse mit Eis und Schnee: 2 Große Brachvögel in den Hemmerder Wiesen …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… einige Bilder lassen erkennen, dass es noch offene Stellen mit stocherfähigem Untergrund gibt …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… zwei andere „Ausnahmegäste“ wären in der einsetzenden Dämmerung fast nicht aufgefallen, wenn sie sich nicht plötzlich laut trompetend bemerkbar gemacht hätten: 2 Singschwäne neben 2 Höckerschwänen …, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… von den beiden Höckerschwänen wurden die Singschwäne respektvoll gemieden, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… auf umliegenden Feldern hielten sich in mehreren großen Trupps – nicht mehr genau bestimmbar – einige Hundert Gänse auf, 26.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Auf der Suche nach Kleinvögeln suchen Sperber jetzt gern den Siedlungsraum auf. Hier lauert ein vorjähriges Männchen auf dem First eines Wohnhauses in Frdbg.-Hohenheide …, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenso wie dieses wenig scheue Weibchen an einem Gehöft in Frdbg.-Ostbüren …, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… das – fokussiert auf eine Spatzenschar – mehrfach seinen Ansitz wechselt, jedoch bei seinen Beutestößen nicht erfolgreich ist, weil die Spatzen geschickt eine dichte Weißdornhecke als Deckung nutzen, 25.01.2026 (Foto: Bernhard Glüer)