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Fröndenberg / Bönen / MK: Trauerschnäpper, Birkenzeisig, Steinschmätzer, Kiebitze, Graureiheransiedlung, (erneuter?) Seuchenzug bei Waschbären u.a., 09.04.2026 (B.Glüer)

Unter den teils hier schon gemeldeten Heimziehern haben weitere Arten den Kr. UN, bzw. Nachbarregionen erreicht: gestern in der Strickherdicker Feldflur mindestens 3 Steinschmätzer, südlich der Ruhr (Waldemey/Menden) ein erster Trauerschnäpper, vereinzelt durchziehende Gartenrotschwänze. Im eigenen Garten (völlig unerwartet) heute ein männlicher Birkenzeisig.

Bei den Kiebitzen werden in den Hemmerder Wiesen inzwischen mindestens 7 Gelege innerhalb des E-Zaunes bebrütet und auf der Ausgleichsfläche des Bönener Industriegebietes sind es weiterhin 4 erfolgreiche Gelege, obwohl zwischenzeitlich zwei prädiert worden waren. Es sind jedoch zwei neue durch weitere Paare hinzugekommen. Die eher dramatische Entwicklung bei den Kiebitzen um Bönen-Bramey hält leider weiter an. Ein Feld, das nach Gelegeverlusten von >7 Kiebitzen ersatzweise mit Balzaktivitäten aufgesucht worden war, wurde vor zwei Tagen bearbeitet, so dass auch hier die Kiebitze den Rückzug antraten.  

In Bönen-Flierich gab es überraschenderweise eine Ansiedlung von mindestens 2 Graureiherpaaren.

Kaum zurück im heimischen Revier, wird schon mit dem Nestbau begonnen: männliche Rauchschwalbe in Frdbg.-Strickherdicke, 08.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
In der Strickherdicker Feldflur einer von mindestens 3 Steinschmätzern, 08.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Leider außerhalb des Kr. UN: ein erster Trauerschnäppr (Menden), 09.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Als unerwarteter Gast taucht plötzlich dieser männliche Birkenzeisig am eigenen Gartenteich auf – um zu trinken/baden …? – 09.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier scheint es fast so, als sammelte er Nistmaterial (!?) …, 09.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
… tatsächlich aber stillt er nur seinen Appetit an Vorjahressamen von Weidenröschen, 09.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Zwei neue Kiebitznester (rechts im Bild) auf der Bönener Ausgleichsfläche. Hinten links ein wachendes Kiebitzmännchen, 08.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Neuansiedlung in Bönen-Flierich: eines von mindestens 2 Graureihernestern, 08.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
Ein vermutlich an Staupe erkrankter Waschbär im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede. Er zeigt bei Annäherung keinerlei Reaktion oder Flucht. Sicher ein trauriger Anblick eines so leidenden Tieres, doch zeigt dieses Einzelschicksal neben den hinlänglich bekannten Problemen, die der invasive Waschbär für die heimische Fauna bereitet, dass gerade auch die in hohen Waschbärdichten weitergetragenen Seuchen noch ein zusätzliches Gefahrenpotential für heimsiche Wildtiere darstellen, die sich ebenfallls etwa an Staupe infizieren können, 05.04.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna/Fröndenberg: Schwarz- und Rotmilane, Rohrweihen, Sperber, Kampfläufer, Rotschenkel, Flussregenpfeifer, Löffelenten, Gartenrotschwanz, Schafstelzen, Steinschmätzer, Mönchsgrasmücken, Fitis, Bluthänflinge u.a. am 08. und 09.04,2026 (Hartmut Brecher)

Im Bereich der Hemmerder Wiesen konnte ich zusätzlich zu den teilweise brütenden Kiebitzen noch die folgenden Vogelarten beobachten: jeweils 2 Kampfläufer, Rotschenkel und Flussregenpfeifer, 5 Löffelenten (3/2), heute noch 24 Krickenten. Die bis zum 08.04.2026 anwesende Brandgans scheint heute das Gebiet verlassen zu haben. Im abgezäunten Bereich zudem noch mindestens 2 Schafstelzen, Wiesenpieper, Bachstelzen und zahlreiche Stare – und am 08.04. wurden auf ornitho.de noch zahlreiche Bekassinen gemeldet.

Entlang der Amecke konnte ich an beiden Tagen 2 Gartenrotschwänze beobachten und nach etlichen vergeblichen Versuchen auch fotografieren. In diesem Bereich sind nun zahlreiche Kleinvögel insbesondere zu hören: Mönchsgrasmücken, Zilpzalp, Bluthänflinge, Zaunkönig, Heckenbraunellen, Rotkehlchen, Rohr- und Goldammern, Fitis und zudem etliche Meisen und Finken.

Am späten Nachmittag kreisten gestern 3 Rohrweihen (1/2) längere Zeit über die Hemmerder Wiesen. Zuvor waren dort noch etliche Mäusebussarde, 2 Rotmilane und ein Sperber (W) aktiv.

In der Westhemmerder Feldflur kreisten gestern 1 Schwarzmilan und 2 Rotmilane.

Auf den Feldern im Bereich des „Neuenkamp“ (Fröndenberg) sichtete ich gestern den für mich ersten Steinschmätzer (M) in 2026.

Gartenrotschwanz (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Mönchsgrasmücke (M) am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (W) kreist am 08.04.2026 über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Rohrweihe (M) kreist ebenfalls über den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Waldbrettspiel sonnt sich am 09.04.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

ADEBAR 2 (Kreis Unna): Mittelspecht, Buntspecht, Kleiber, Türkentaube, Hausrotschwanz, Stieglitz, Sumpfmeise, Schwanzmeise, Heckenbraunelle, Zilpzalp; dazu Waldbrettspiel, Großer Wollschweber und Wald-Mistbiene (Weitere Beobachtungen auf Ornitho am 07. – 08.04.2026, C. Rethschulte)

Die hier zugrunde liegenden ADEBAR-Beobachtungen beziehen sich auf das Siedlungsgebiet Bönen-Altenbögge. Seit dem 12.02.24 zeigt sich dem Beobachter heute erstmalig wieder ein aus dem NSG Lettenbruch einfliegender Mittelspecht ….
….regelmäßig in den Gärten am NSG L. dagegen Buntspechte – hier ein männliches Exemplar ….
…. ebenso wie der Kleiber (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Erstmalig für mich in diesem Jahr im besagten Siedlungsgebiet zu sehen: ein Türkentaubenpaar ….
…. wesentlich häufiger am Start: ein Sumpfmeisen-Paar ….
…. Schwanzmeisen ….
…. Zilpzalpe ….
…. und Heckenbraunelle (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Etwas entfernter vom NSG L. im Friedhofsbereich mehrere Stieglitze ….
…. und ein männlicher Hausrotschwanz (07.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Neben der Vogelwelt kommen im Frühjahr auch Insekten ins Blickfeld: In unserem Garten zeigen sich derzeit etliche Große Wollschweber (Bombylius major) – hummelartig behaart – auf Futter- und Paarungssuche. Im Flug, kolibri-like stehend, stützen sie sich mit ihren Beinen an der Blüte ab, um mit dem langen Rüssel den Nektar der Pflanze (Waldsteinie) aufzusaugen ….
…. hier noch einmal etwas deutlicher an einer Traubenhyazinthe. In Deutschland gibt es ca. 41 Arten dieses auch Hummelschweber genannten Zweiflüglers (diptera). Sie sind Brutparasiten, die ihre Eier direkt am Eingang der Gelege der späteren Wirte der Larven (Solitärwespen und -bienen) ablegen. Die Larven ernähren sich zunächst von den Nerktarvorräten und später von den Bienenlarven selbst. Der älteste fossile Beleg des Wollschwebers kommt aus der Kreidezeit, d.h. aus einem Zeitraum von vor ca. 145 Millionen bis 65 Millionen Jahren (08.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Ein weiterer Gast im Garten ist die ebenfalls zu den Zweiflüglern zählende Wald-Mistbiene bzw. Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax), die große Ähnlichkeiten mit Honigbienen und Hummeln aufweist (Flugzeit: April bis Oktober). Sie gilt als wertvoller Bestäuber und Indikator für ein funktionierendes Ökosystem. Ihre Larven leben im Wasser und Schlamm und ernähren sich von verrotteten organischen Substanzen. Über ein Atemrohr führen sie sich Sauerstoff zu (08.04.26, Foto: C. Rethschulte).
Dieses Waldbrettspiel fand ich in den Wäldern der Sandbochumer Heide (07.04.26, Foto: C. Rethschulte).

Wickede: Fischadler, Schwarzmilan, Schwarzspecht, Mittelspechte, Kolkraben, Hohltauben, Gebirgsstelze, Fitisse, Kernbeißer, Haubenmeise, und Tannenmeisen am 07.04.2026 (Andre Matull u. Gregor Zosel)

Es trieb uns mal wieder zum Echthauser Berg bei Wickede, wo wir stets schöne Beobachtungen in der Vergangenheit hatten. Ab heute heißt es definitiv: “Nichts ist unmöglich, deshalb genau hinschauen!“. Denn damit haben wir mitten im Wald sicher nicht gerechnet. Der erste Blick ohne Fernglas ließ einen Greifvogel als hellen Mäusebussard vermuten, entpuppte sich aber beim Blick durch die Optik als ein Fischadler mit Beute. Dieser Adler hat entweder an dem Waldweiher am Schwarzen Weg oder an der Ruhr erfolgreich gejagt. Danach hat er sich zum Frühstück in den Hochwald zurückgezogen. Neben diesem Highlight konnten wir außerdem an diesem Vormittag u.a. folgendes notieren: 1 überfliegender Schwarzmilan, 1 Sperber, 1 Mäusebussard, mind. 1 Schwarzspecht, mind. 3 Mittelspechte, mind. 2 Grünspechte, 7 Buntspechte, 3 Hohltauben, 2 Kolkraben, 5 Eichelhäher, 1 Gebirgsstelze, 2 Bachstelzen, 6 Kleiber, 8 Kernbeißer (7+1 Ex.), 1 Haubenmeise, 2 Tannenmeisen, 7 singende Sommergoldhähnchen, 1 singendes Wintergoldhähnchen, 5 singende Fitisse, 20 singende Zilpzalpe, 8 singende Singdrosseln, 2 singende Misteldrosseln, mind. 5 Rotdrosseln, 3 Dompfaffe (1:2), 2 Mönchsgrasmücken, 1 Goldammer, 2 Graureiher sowie auf dem Waldweiher 3 Zwergtaucher, 7 Kanadagänse und 4 Graugänse.

Fischadler mitten im Wald am Echthauser Berg…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kurz vor dem Abflug mit Beute……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht im Waldgebiet „Mühlenbuchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht ohne Beschwerden im Halswirbelbereich…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Eines der vielen Sommergoldhähnchen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Der Fitis ist nun fast überall eingetroffen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Heute auf unserem Weg konnten wir 5 singende Fitisse notieren…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kernbeißer nahe dem Waldrastplatz „Zu den fünf Buchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Heckenbraunelle singt am Wegesrand…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Waldeidechse im Unterholz……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Nun fliegen die ersten Aurorafalter…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Fröndenberg/Schwerte: Schwarzmilan, Girlitze, Flussregenpfeifer, Schwarzkehlchen, Rohrweihen, Kleinspecht, Waldwasserläufer, Bekassinen, Löffelente, Rohrammern und keine Goldammern vom 30.03.-06.04.2026 (K.&A.Matull)

In Schwerte und Fröndenberg brüten derzeit alle bekannten Weißstorch-Brutpaare. Die regelmäßige Anwesenheit von 3–5 Fremdstörchen auf der Kiebitzwiese erweckt zudem den Eindruck, dass in der Region weiterhin nach geeigneten Brutplätzen gesucht wird. In Schwerte („In der Lake“/“Röllingwiese“) lassen sich zudem regelmäßig bis zu zwei Rohrweihen (1,1) beobachten.

​Die aktuelle Situation für das NSG Kiebitzwiese in Fröndenberg ergibt neben 3 sicheren Revieren der Rohrammer das bereits von M.Stahl am 27./28.03.26 genannte Schwarzkehlchen-Revier (Transport von Nistmaterial am 13.03.26). Die Vermutung eines weiteren Schwarzkehlchen-Reviers (singendes Männchen am Flößergraben vom 08.03.26) konnte nach mehrfachen Nachkontrollen hingegen nicht bestätigt werden. Für Besorgnis sorgt indes der Bestand der Goldammer, die es offensichtlich überhaupt nicht mehr im Gebiet gibt?!

Dem entgegen stehen zwei überraschende Girlitz-Sichtungen vom heutigen Tage: Zum einen im Siedlungsbereich nördlich der Kiebitzwiese sowie am alten Aussichtshügel (jeweils singend) und ein weiterer Überflieger am Aussichtshügel. Ob es sich dabei um ein temporäres Ereignis handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden. Im regionalen Kontext der Nachbarstadt Iserlohn (Kreis MK) werden Girlitze persönlichen Beobachtungen zufolge fast ausschließlich nur noch auf Friedhöfen angetroffen.

Bezüglich möglicher Bruten der Schnatterente bleibt festzuhalten, dass die Art im vergangenen Winter deutlich seltener anzutreffen war. Ein plausibler Grund hierfür dürften die häufig zugefrorenen Vernässungsflächen sein. Heute (am 06.04.26) war zumindest mit 10 Individuen (5 Paare) dieser Art eine entsprechende Ausgangslage vorhanden.

Außerdem konnten wir heute zwei Flussregenpfeifer bei Verfolgungsflügen beobachten sowie am Rande der Kiebitzwiese einen Schwarzmilan und einen Kleinspecht. Morgens strich eine männliche Rohrweihe flach über den Flößergraben. Des Weiteren rasteten heute 5 Waldwasserläufer in der Nähe des neuen sowie 4 Bekassinen am alten Aussichtshügel. Erwähnenswert ist zudem eine rastende männliche Löffelente, die am Freitag (03.04.26) zwischen den üblichen Enten zu sehen war.

Eine Rohrweihe vertreibt energisch diesen Mäusebussard in Schwerte am 30.03.2026. (Foto: Klaus Matull)
Unter den üblichen Entenarten rastete am Freitag eine männliche Löffelente. 03.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
Gut getarnt: Bekassinen rasten derzeit in unterschiedlicher Kopfzahl im NSG Kiebitzwiese. Aufnahme vom 06.04.2026. (Foto: Klaus Matull)
Eisvogel mit Beute, die anschließend zielgerichtet weggeflogen wurde – ein regelmäßiges Schauspiel in diesen Tagen. 03.04.2026 (Foto: Klaus Matull)
Freude herrscht bei dem Anblick unserer kleinsten Finkenart, die im Bestand regional starken Schwankungen unterliegt: Girlitzgesang auf der Kiebitzwiese am 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)
Der nächste Heimkehrer: Schwarzmilan auf exponierter Warte am Rande der Kiebitzwiese am 06.04.2026. Die offiziell gemeldete Erstbeobachtung in diesem Jahr gelang hier bereits am 27.03. gemeinsam mit Gregor Zosel. (Foto: Andre Matull)
Emsiger Kleinspecht am Ruhrufer. 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)
Am frühen Morgen überflog diese männliche Rohrweihe flach den Flößergraben. 06.04.2026. (Foto: Andre Matull)

Unna / Bönen: Kiebitzschutz und „Eiersuchen“, Ostern `26 (Melder: B.Glüer)

Nach der ersten Zwischenbilanz bei der kreisweiten Synchronzählung unserer Kiebitze, am 28.03.26, geht es inzwischen in den unterschiedlichen Bruthabitaten darum, den Kiebitzen überall auch zum dringend nötigen Bruterfolg zu verhelfen. In den 10 Kommunen des Kreises hatten mehr als 30 Helfer insgesamt 70 Kiebitzpaare erfasst. Wenn man bedenkt, dass zu Beginn der fast alljährlich wiederholten Zählung im Jahre 1999 noch 380 Kiebitzpaare gefunden worden waren, so haben wir inzwischen fast nur noch 2 Kiebitzpaare pro Zähler.

Die meisten Kiebitze haben bereits ein Gelege, das bebrütet wird – bzw. die ersten Gelegeverluste sind ebenfalls schon zu beklagen. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Anstrengungen, die Kiebitzgelege zu schützen, bzw. möglichst am Ende der Brutsaison auch flüggen Nachwuchs hervorzubringen. Unterstützt und koordiniert werden alle Bemühungen von der Biologischen Station und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises UN – sowohl durch Beschaffung von Material oder Finanzhilfen für Ernteentschädigungen oder andere Aufwendungen von Landwirten, als auch durch tatkräftige Hilfe beim Auffinden und Markieren von Kiebitzgelegen auf Ackerflächen oder Kontaktherstellung und Gesprächen zu/mit Grundeigentümern und Flächennutzern. Inzwischen wird im Gelände auch eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt, die nicht nur das Auffinden erleichtert, sondern gleichzeitig auch jedes Nest metergenau durch GPS-Daten registriert. Wenn dann die Gelege zu ihrem Schutz bei anstehenden Feldarbeiten markiert werden müssen, sind sie dank der digitalen Hilfsmittel auf den oft riesigen Feldern schnell zu finden.

Weil in der kommenden Woche auf einem Kiebitzbrutfeld in Bönen-Bramey vom Landwirt Feldarbeiten angekündigt worden sind, sollen zuvor die Kiebitzgelege markiert werden. Der Drohneneinsatz verspricht ein schnelles Auffinden der Nester …, 04.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… schon bei einem früheren Einsatz am selben Feld hatte Bastian Meyer von der Biostation sich als exzellenter Drohnenpilot gezeigt …, 25.03.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… heute soll alles perfekt laufen – deshalb wird schon vor Sonnenaufgang um 6.30 Uhr gestartet. Um diese Zeit ist die Ackerfläche noch kühl und die Nester sind dann per Wärmebildtechnik am besten zu orten …, 04.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… bei allmählich einsetzendem Tageslicht wird auch mit analoger Optik das Feld abgesucht…, 4.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… obwohl noch vor zwei Wochen bis zu 16 (!) Kiebitze auf dieser Feldfläche gebalzt hatten und wir mit mindestens 5 Gelegen gerechnet haben, finden wir nur ein einziges. Auch Kiebitze sind nur mit lediglich 4 Exemplaren vor Ort …, 04.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… das Nest (gelber Pfeil) wird nun in ausreichender Entfernung mit einem kleinen Fähnchen vor und einem weiteren hinter dem Brutplatz für den Landwirt erkennbar markiert. Er wird es dann bei der Feldarbeit umfahren …, 04.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… wir finden auch indirekte Hinweise, warum die meisten Kiebitze dieses Feld verlassen haben: hier ist ein Gelege von Prädatoren geplündert worden, 04.04.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
Um zumindest Bodenprädatoren wie Waschbär, Fuchs & Co von den Bodennestern fernzuhalten, wird im NSG Hemmerder Wiesen besonderer Aufwand betrieben. Der einen Monat zuvor (27.02.) aufgestellte Elektrozaun wird zum ersten Mal freigemäht, um ein Überbrücken der Stromlizen durch Pflanzenaufwuchs zu verhindern…, 27.03.2026, (Foto: Bernhard Glüer)
… da hinter dem E-Zaun bereits Kiebitznester sind, sollen die Arbeiten besonders schnell und trotzdem gründlich gehen. Deshalb wird geradezu „stabsplanmäßig“ vorgegangen…, 27.03.2026, (Foto: Bernhard Glüer)
… zeitgleich mit einer ersten Mahd werden die Zaunpfähle herausgezogen, in die frische Spur gesteckt und anschließend nach einer zweiten Mahdspur wieder an die alte Position gesetzt. So steht dann jeder Pfosten sauber freigeschnitten…, 27.03.2026, (Foto: Bernhard Glüer)
… an schwierigen Stellen wird ein Freischneider eingesetzt …, 27.03.2026, (Foto: Bernhard Glüer)
… denn die Eckpfosten aus stabilem Stahl lassen sich nicht „mal schnell“ herausziehen …, 27.03.2026, (Foto: Bernhard Glüer)
… nach der schweißtreibenden Arbeit gibt es eine Stärkung …, 27.03.2026, (Foto: Hermann Knüwer)
… das Arbeitsgerät wird bis zum nächsten Einsatz verstaut und abtransportiert. Für die gesamte Brutzeit muss der E-Zaun regelmäßig kontrolliert und freigehalten werden, 27.03.2026, (Foto: Hermann Knüwer)

ADEBAR 2 (Bönen/Hamm): Steinkauz, Sperber, Grünspecht, Gimpel, Mönchsgrasmücke, Straßentaube, Gartenbaumläufer etc. am 01. – 04.04.2026 (Weitere Beobachtungen auf Ornitho, C. Rethschulte)

Während sich das Gimpel-Weibchen bereits mit dem Sammeln von Nistmaterial beschäftigt ….
…. behält das Männchen sein Habitat im Bereich des NSG Lettenbruch im Auge. Ebenfalls vor Ort u.a. Rotkehlchen, Stare, Blau-, Kohl- und Sumpfmeisen, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Heckenbraunelle, Kernbeißer, Sommergoldhähnchen, Gartenbaumläufer, Zaunkönig, Stieglitze und Singdrossel ….
…. in unmittelbarer Nähe auch dieser nicht alltägliche Fund: Vermutlich ein letztjähriger Sperberhorst mit einem nicht klar zu identifizierenden toten Vogel – ein Vorratsdepot? …..
….. zumindest war ein Sperber (Weibchen?) nicht weit. Klammheimlich setzte sie sich in einer Weide über dem Beobachter ab – ohne allerdings länger zu verweilen (02.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Eine weitere ADEBAR 2-Transekte verlief durch Pelkum (Friedhof und Park). Dort waren neben diesem Grünspecht zu hören bzw. sehen: eine Sumpfmeise, etliche Blau- und Kohlmeisen, drei Mönchsgrasmücken, zwei Heckenbraunellen, ein Hausrotschwanz, mindestens vier Stieglitze, zwei Grünfinken, mehrere Haussperlinge, ein Feldsperling (?), eine Singdrossel, etliche Rotkehlchen, mehrere Buchfinken sowie zwei Grünfinken ….
…. auf einem Acker mindestens acht Straßentauben, mehrere Dohlen und Rabenkrähen sowie ein Jagdfasan (03.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Heute Vormittag gilt es die ADEBAR 2-Kartierung im Bönener Ortsteil Altenbögge fortzusetzen. Zu sehen ist u.a. dieser Gartenbaumläufer mit Nistmaterial auf dem Weg zu seinem Nest ….
…. und kurz darauf – nach dem Verbauen des Zweiges – abflugbereit zu weiteren Taten. Ebenfalls vor Ort etliche Ringeltauben, Rabenkrähen, Meisen, Grünfinken, Stieglitze, Heckenbraunelle, Amseln, Stare, Zilpzalpe sowie Bunt- und Grünspecht …
…. und diese männliche Mönchsgrasmücke (04.04.26, Fotos: C. Rethschulte).
Ein nicht alltäglicher Schnappschuss nord-westlich von Nordbögge: Steinkauz hält seinen Kopf für ein Sonnenbad aus der Niströhre (01.04.26, Foto: C. Rethschulte).

Amselschwund

Während ich, gefühlt nicht gezählt, noch nie so viele ROTKEHLCHEN in Holzwickedes Mitte gehört und gesehen habe, wie in diesem Frühjahr, scheinen die AMSELbestände erheblich geschwunden zu sein. Wo ich früher einen Klangteppich von Amselgesang hörte, sind es jetzt noch zwei. Geschätzt vor drei Jahren noch fünf.
Ähnliches lese ich gerade von der OAG Schleswig-Holstein.

Bönen: Beobachtungen am 01.04.2026 (H. Peitsch)

Im HRB der Seseke jagte heute ein Habicht – vermutlich ein Weibchen – einen Fasanenhahn, erwischte ihn aber nicht richtig und nach kurzem Kampf zog der Habicht ab.

Heute wieder 3 Kiebitze im HRB, bei der Kartierung zeigte sich leider keiner, möglicherweise kommt es hier aber doch noch zu einer Brut?

An der Seseke ein Gebirgsstelzen-Paar und im RRB-Bramey eine Rohrweihe.

Jagender Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Jagender Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Jagender Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Jagender Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Habicht im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Goldammer 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Goldammer 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kernbeißer. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kernbeißer. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Gebirgsstelze an der Seseke. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Gebirgsstelze an der Seseke. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kiebitz im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Kiebitz im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Balzender Kiebitz im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Balzender Kiebitz im HRB. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Ziehende Kormorane. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Ziehende Kormorane. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch
Rohrweihe über dem RRB-Bramey. 01.04.26 Foto: Hartmut Peitsch

Bönen/Hamm: Rostgans, Bachstelze, Goldammer, Bluthänfling, Schwanzmeise, Weißstorch, Wanderfalke etc. (24. – 31.03.2026, C. Rethschulte)

Rostgans-Paar auf dem HRB Seseke am 24.03.26 (Foto: C. Rethschulte).
Eine von mehreren Bachstelzen am Lünerner Holz (26.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Wanderfalke am 24.03.26 (Foto: C. Rethschulte).
Weißstorch am HRB Pumpwerk Mersch 2 in Bergkamen auf Futtersuche (24.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Dort vor Ort auch diese Schwanzmeise (24.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Heute in der Sandbochumer Heide/Kerstheide u.a. diese männliche Goldammer; dazu ein Mittelspecht, mindestens drei Feldlerchen, Sommer- und Wintergoldhähnchen, Garten- und Waldbaumläufer ….
…. dieser männliche Bluthänfling, Sing- und Misteldrossel, Kernbeißer, Sumpfmeise, Zilpzalpe, Buntspechte, Kleiber, Amsel, Blau- und Kohlmeisen, Heckenbraunelle und ein männliches Schwarzkehlchen (31.03.26, Fotos: C. Rethschulte).
Bereits am 27.03.26 zeigte sich dieses Storchenpaar auf einem mit Efeu bewachsenen Baumstumpf in den Hemmerder Wiesen. Planungen für einen neuen Horst oder Sitzwarte? (Foto: C. Rethschulte).
Futterstelle, die für diesen Vierbeiner „mit buschigem Schwanz hinten“ eigentlich nicht vorgesehen ist (31.03.26, Foto: C. Rethschulte).

Kreis Unna: Der Tag für den Kiebitz, 28.03.2026

Dem Kiebitzwetter trotzend haben die Kartiererinnen und Kartierer es tatsächlich zum 14. Mal in Folge wieder geschafft, (mehr oder weniger) synchron die Zahl der brutverdächtigen Kiebitze im Kreis zu ermitteln. Die seit 1999 vorliegenden Ergebnisse finden sich hier. Die ermittelten aktuellen Daten bilden die Grundlage für jetzt einzuleitende Schutzmaßnahmen.

Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Fröndenberg/Unna: Kreisweite Kiebitzsynchronzählung mit ernüchternder Nullrunde für den Raum Fröndenberg; Schwarzkehlchen auf dem Vormarsch und eintrudelnde Rohrweihen am 27.-28.03.2026 (Marvin Stahl & Gregor Zosel)

Im Rahmen der kreisweiten Kiebitz-Synchronzählung im Kreis Unna wurde auch im Raum Fröndenberg erneut gezielt nach dem Kiebitz gesucht – jedoch ohne Erfolg. Bereits das dritte Jahr in Folge blieb ein Nachweis aus.

Diese Entwicklung spiegelt den anhaltenden Bestandsrückgang der Art wider. Hauptursachen sind vor allem die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, z.B. durch frühe und häufige Ackerbearbeitung oder Mahd, intensive Düngung sowie der Verlust von Brachen. Ein Hoffnungsschimmer besteht jedes Jahr darin, dass durch die frühzeitige Erkennung von Nestern gezielt Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können, um lokal Bruten zu sichern.

Ein kleiner Lichtblick ergibt sich aktuell bei einer anderen Art: Das Schwarzkehlchen zeigt in Fröndenberg eine positive Entwicklung. Mit aktuell vier Revieren befindet sich die Art im Aufwärtstrend. Auffällig ist dabei, dass drei der vier Reviere in Schutzgebieten liegen – ein Hinweis darauf, wie wichtig gezielte Schutzmaßnahmen und geeignete Lebensräume für den Erhalt und die Förderung dieser Art sind. Im NSG Kiebitzwiese befindet sich 1 Revier, auf der Feldvogelschutzfläche in Strickherdicke erneut 2 Reviere und im Warmer Löhen an der Kreisgrenze zu Soest 1 weiteres Revier.

An verschiedenen Stellen im Kreis heute insgesamt auch 3 Rohrweihen überfliegend (2x vorjährig, 1x immatur).

Die Feldfluren in Strickherdicke, mit Blick auf die Feldvogelschutzfläche die offensichtlich frisch umgebrochen wurde, 28.03.2026 Foto: Marvin Stahl
Diese unspektakulär wirkenden Säume beherbergen schon jetzt im März: Bluthänflinge, Goldammern, Heckenbraunellen, Buchfinken, Fasane, Haussperlinge, Rotkehlchen und eben auch zwei Reviere des Schwarzkehlchen, 28.03.2026 Foto: Marvin Stahl
Weibliches Schwarzkehlchen am Rande eines Rapsfeldes im Warmer Löhen, die angrenzenden Säume haben sich in den letzten Jahren toll entwickelt, davon profitiert nicht zuletzt auch diese Art, 28.03.2026 Foto: Marvin Stahl

Fröndenberg/Schwerte: Rückblick mit Rohrweihen, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifern, Schwarzkehlchen (Nestbau), Weißwangengans, Rohrammern, Wasserralle, Bekassinen, Hausrotschwanz, Kolkraben, Weißstörchen, Gänse‑Mischehen sowie intersexuelle Stockente – Ein Blick auf die Variabilität, 07.–24.03.2026 (K. & A. Matull)

Auf der Röllingwiese in Schwerte beobachteten wir gestern eine männliche Rohrweihe. Ebenda bereits am 12.03. als persönliche Jahreserstbeobachtung eine weibliche Rohrweihe.

​Am 19.03. nachmittags auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ein Waldwasserläufer, > 50 rastende Bachstelzen und eine Nilgans Familie mit 7 Pulli. Ebenfalls dort dokumentierten wir am 22.03. vormittags ein Schwarzkehlchen-Paar beim Nestbau. Am gleichen Tag zwischen den beiden Aussichtshügeln bis zur Sichlerbucht sind u. a. eine Weißwangengans, 6 Rohrammern (3 Paare), eine Wasserralle, 7 Bekassinen sowie 3 Kolkraben zu erwähnen (Mitbeob. zeitweise: A. Hünting u. B. Nikula). Im angrenzenden Industriegebiet erstmalig dieses Jahr für uns ein singender Hausrotschwanz. Ergänzend sind unregelmäßige Nachweise von Flussregenpfeifern zu nennen, die immer wieder im Gebiet Station machen. Gregor Zosel konnte bereits am 07.03. insgesamt 3 Individuen gleichzeitig vor Ort sichten.

​Abseits der auffälligen Artenzugänge lohnt ein genauerer Blick auf die Wasservögel der Vernässungsfläche. Hier lassen sich Phänomene dokumentieren, die oft nur als Randnotiz wahrgenommen werden, jedoch eine biologische Variabilität offenbaren. Einerseits hält sich seit über einem Jahr zwischen Stockenten ein intersexuelles Individuum auf, das Mischmerkmale von Männchen und Weibchen aufweist, was bei Stockenten beispielsweise durch hormonelle Störungen oder genetische Faktoren entstehen kann (vgl. AVES Braunschweig 2 (2011), Abb. 21-22, S. 27–28: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf ). Andererseits hielten sich seit dem gesamten Winter regelmäßig bis zu 3 Höckergänse (domestizierte Form der Schwanengans) mit einer weißen Hausgans auf. Am Sonntag kopulierte eine Höckergans ♂ mit der Hausgans ♀. Sollten beide Individuen – wie aufgrund ihrer phänotypischen Merkmale zu vermuten ist – der Gattung Anser angehören, wäre aus dieser Verbindung gemäß der einschlägigen Literatur (u. a. AVES Braunschweig 1 (2010), ca. S. 25: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf) üblicherweise von voll fruchtbaren Hybriden auszugehen. Dieses Beispiel zeigt, wie Domestikation in einem Naturschutzgebiet eine ganz eigene Dynamik aufbauen kann.

​Bei einem Blick auf insgesamt 8 Weißstorch-Brutpaare in Fröndenberg und Schwerte (inkl. Geiseckesee) zeichnen sich nach jüngstem Kenntnisstand mindestens zwei Veränderungen ab. So besetzt ein neues Männchen (unberingt) die Nisthilfe an der Röllingwiese in Schwerte und ein neues Weibchen (beringt) in Schwerte-Geisecke bei der Baumbrut, dessen Ringablesung der zuständigen Vogelwarte gemeldet wurde.

Die Rohrweihe ist zurück. Hier eine männliche am 24.03.2026 in Schwerte. (Foto: Klaus Matull)
Ein weiterer Rückkehrer: Flussregenpfeifer auf der Kiebitzwiese am 13.03.2025. (Foto: Klaus Matull)
Schwarzkehlchen mit Nistmaterial auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. Der Nestbau ist bei dieser Art einzig dem Weibchen vorbehalten. 22.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Hier wurde das männliche Schwarzkehlchen bei einer Art Singflug beobachtet. Dieser wird allerdings seltener als der typische Gesang von erhöten Warten aus durchgeführt. (vgl. LANUK: https://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/de/arten/gruppe/voegel/kartiermethoden/103106)



Morgens bei absoluter Ruhe lässt sich die Kneippkur auf der Kiebitzwiese am Besten genießen. 22.03.2026, (Foto: Andre Matull)
Standorttreue Weißwangengans auf den Weideflächen der Kiebitzwiese. Das Individuum ist bereits aus den Vorjahren als regelmäßiger Gast bekannt. 22.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Domestizierte Gänse auf der Vernässungsfläche: Hausgans und Höckergänse (untere Reihe) zeigen eine enge soziale Bindung, die im März schließlich zur Dokumentation einer Kopulation führte. 14.12.2025. (Foto: Andre Matull)
Stockente mit Mischmerkmale von Männchen und Weibchen am 15.03.2026, (Foto: Andre Matull)
Nilgänse mit Nachwuchs auf der Kiebitzwiese am 19.03.2026. Als nächsten werden Graugänse folgen, die teilweise bereits auf ihren Gelegen im NSG sitzen. (Foto: Klaus Matull)
Besetzung der Brutplätze: Das Storchenpaar am Wasserwerk an der Röllingwiese in Schwerte ist zurück. Die begehrten Nester sind oft hart umkämpft, doch die angestammten Besitzer (im Nest das beringte Weibchen) konnten sich am 13.03.2025 erfolgreich behaupten. (Foto: Klaus Matull)

Kreis Unna: Sammelbericht 2024 online (Roben Hirschberg)

Roben Hirschberg hat für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna auch den zweiten Ornithologischen Sammelbericht für das Jahr 2024 erstellt. Auf der Grundlage der Ornitho-Daten, der Beobachtungen auf der OAG-Seite und persönlicher Zuschriften hat Roben die Meldungen wieder nach dem Vorbild des von Wolfgang Pott jahrelang herausgegebenen Hammer Jahresberichtes in einer übersichtlichen und lesenswerten Form aufbereitet und kommentiert. Nach dem ersten Sammelbericht 2023 ist damit auch für 2024 eine zusammenfassende Darstellung des Vogeljahres und der ornithologischen Aktivitäten gelungen.

Und wieder hat es der Sammelbericht in sich: Gleitaar, Steppenkiebitz, Zwerggans, Purpurreiher, Rotfußfalken-Einflug sind nur einzelne Schlaglichter seltener Arten, die sowohl die Bandbreite der im Kreis Unna beobachteten Spezies als auch die Leistung der vielen OrnithologInnen des Raumes beschreiben. Natürlich – und sicherlich noch wichtiger für die Bewertung der Avifauna des Kreises – zeigt der Sammelbericht auch auf, wo die wunden Punkte in Form von erheblichen Rückgängen ehemals weit verbreiteter Arten im Kreisgebiet liegen.

Nach der Durchsicht bleibt einzig der Wermutstropfen, dass dieser Sammelbericht aus Zeitgründen vielleicht keine Fortsetzung finden wird.

Zum Download des Sammelberichtes geht es hier!