Werne Horst: Kiebitz, Sumpfrohrsänger, 28.05.2026, ( Karl Heinz Lindemann )


Werne Horst: Kiebitz, Sumpfrohrsänger, 28.05.2026, ( Karl Heinz Lindemann )


Wieder mal eine kleine Meldung aus der Nachbarschaft. Zwei Tage hintereinander führte mein Rundwanderweg von 9 km durch die Feldfluren von Hamm/Westhusen an der Grenze zu Ahlen. Start war der Wanderparkplatz an der Kleistraße am Heessener Wald. Vorbei an dem Feuchtgebiet an der Straße ging es nach Westhusen incl. Regenrückhaltebecken. Über dem Westhusener Weg, vorbei an der Reitanlage Geisthoff, folgte ich am Schluss die Bornstraße zurück zum Wanderparkplatz. Unterwegs konnte ich u.a. folgende schöne Beobachtungen machen:
1 rufende Wachtel, 15 Kiebitze (hauptsächlich in den beiden Feuchtgebieten mit Jungvögel) + ca. 15 Kiebitz rastend und nahrungssuchend auf einer gemähten Wiese; 1 Flussregenpfeifer (im Regenrückhaltebecken), 6 Blässrallen (davon 1 Pulli), 2 Teichrallen, 2 Nilgänse, 14 Kanadagänse überfliegend, 5 Graureiher, 6 Weißstörche nahrungssuchend, 3 Teichrohrsänger (an der Kleistraße), 1 Sumpfrohrsänger, 3 Rohrammern (2:1), 2-3 Kuckucke, 2 Schafstelzen, 3 singende Nachtigallen, 8 Dorngrasmücken, 4 Klappergrasmücken, 1 Gartengrasmücke, 3 Neuntöter (2:1), 2 Hohltauben singend, 1 Goldammer, 2 Fitisse, 3 Hausrotschwänze, 3 Grünfinken, 4 Distelfinken, ca. 50 Haussperlinge insgesamt in Hecken und an Gebäuden, 6 Bachstelzen (davon 1 Jungvogel), 4 Schwanzmeisen, mind. ca. 30 Rauchschwalben, mind. ca. 25 Mehlschwalben, 8 Fasane, 2 Turmfalken, 2 Mäusebussard, 1 Rotmilan sowie 1 Rohrweihenpaar und 1 Steinkauz. Meldungen detailiert, wie gewohnt, auch auf Ornitho.de.

Erfreulich, wenn man Jungvögel vom Kiebitz sieht. Während hier 1 Altvogel mit 3 fast erwachsenen Kiebitzen im Feuchtgebiet an der Kleistraße im Flachwasser nach Nahrung suchten, waren im Regenrückhaltebecken noch 2 sehr kleine Pulli zu beobachten….am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Wenn sich Rabenvögel oder Greifvögel nähern, gehen die Kiebitze oft gemeinsam zum Angriff über, um die Eindringlinge zu vertreiben……am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Teichrohrsänger im Schilf…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

In einem Graben an einem Kornfeld sang dieser Sumpfrohrsänger…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auch 2 Schafstelzen suchten im Schilf nach schmackhaften Insekten…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kuckuck an dem Feuchtgebiet Kleistraße …am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rohrweihe jagend in der weiten Feldflur bei Westhusen…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Neuntöter am Westhusener Weg…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Singender Grünfink im Baumwipfel…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schwanzmeise am Wegesrand…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Haussperling mit Nistmaterial…am 27.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Überall werden nun die Wiesen bei schönstem Heuwetter gemäht. Da finden nicht nur die Weißstörche einen gedeckten Tisch…am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Weißstorch zieht eine Wiese weiter…..am 28.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Heute Morgen ab Sonnenaufgang in der Nähe vom Gut Bockelühr bei Schwerte zwei Gelbspötter, welche nur einige Dutzend Meter auseinander sangen sowie ein Sperber. In einem Teil des südlichen Elsebachtals in Schwerte u.a. 3 Grauschnäpper (2 Reviere), 2 Waldlaubsänger, ein singender Baumpieper, ein Kolkrabe, ungezählte Kernbeißer, 3 Goldammern (2 Reviere), 5 Sommergoldhähnchen, 2 Gartengras- und eine Dorngrasmücke, 2 Buntspechthöhlen, welche die Jungen schon sehr bald verlassen werden sowie ein quäkender Mittelspecht. Ein letztjähriges Neuntöterrevier auf einer Kalamitätsfläche war nicht mehr besetzt, da der Aufwuchs wahrscheinlich schon zu hoch und somit für diese Art als Habitat nicht mehr geeignet ist. Darüber hinaus sang als Besonderheit ein Pirol auf seinem Zwischenstopp im dichten Baumkronendach.


Auf einem Hof in Kamen/Derne hat sich ein Schleiereulen-Paar angesiedelt; dort ebenfalls ein sich im Brutgeschäft befindendes Turmfalken-Paar sowie etliche Mehl- und Rauchschwalbenpaare.
In Bönen/Altenbögge zeigen sich für mich erstmalig zwei Girlitz-Weibchen bei der Nahrungsaufnahme; ebenfalls u.a. vor Ort mehrere Stieglitze und Grünfinken.
Über dem NSG Lettenbruch sind heute u.a. mindestens drei Mäusebussarde, ein überfliegender Weißstorch sowie ein Beute tragender Rotmilan zu sehen.






24.05.: In der Strickherdicker Feldflur hat ein Neuntöterpaar wieder sein angestammtes Revier bezogen. Auf einer der dortigen Feldvogelschutzflächen zeigte sich das Schwarzkehlchenpaar diesmal mit flüggem Nachwuchs. Außerdem in dieser Feldflur eine jagende weibliche Rohrweihe.
24.05.: Auf dem Fröndenberger Haarstrang hat sich ein Baumfalkenpaar für ein Rabenkrähennest in einem Gittermast entschieden.
26.05.: Die Hemmerder Wiesen sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Während morgens das zu erwartende Arteninventar zu sehen war, hielt sich dort am Nachmittag eine Ringelgans auf (Mitbeobachter B. Glüer). Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Gefangenschaftsflüchtling handelt. Denn die Brutgebiete dieser Art liegen in der arktischen Tundra, die Überwinterungsgebiete im Wattenmeer und in küstennahen Gebieten. Eine Ringelgans in den Hemmerder Wiesen, fernab dieser Lebensräume, ist deshalb gerade zu dieser Jahreszeit, aber auch insgesamt, sehr außergewöhnlich. Tags zuvor war auch eine Ringelgans im Enger Bruch / Kreis Herford beobachtet und fotografiert worden (http://www.sturmmöwe.de/). Gibt es hier einen Zusammenhang?




Am Südrand von Fröndenberg-Ostbüren singt gegen Mittag eine Turteltaube. Sehr überrascht diese Art auch mal wieder in den heimischen Gefilden wahrzunehmen! Außerdem hier ein nach Nord überfliegender Schwarzmilan.
An zwei Stellen zwischen Schlückingen und Bausenhagen zwei wf. Rohrweihen, möglicherweise auch dieselbe.
An der Ruhr in der Nähe zum NSG Obergraben ein rufender Kuckuck.
Bei redensartlichem „Kaiserwetter“ waren nicht nur alle Pfingstwochenendler in Bestlaune – auch in Flora und Fauna scheinen die sommerlichen Temperaturen einiges in Bewegung zu bringen. So zeigte sich für mich heute (endlich!) der erste Wespenbussard (Hemmerder Wiesen) und beim Beobachten der zurzeit sehr aktiven Mauersegler, die sich abschließend auch unter unserem Dach noch freie Nisthöhlen aussuchen, zogen unerwartet zwei Bienenfresser ostwärts überhin. Bei den Schmetterlingen zeichnet sich mit der heißen Südwestströmung offenbar ein deutlicher Einflug von Distelfaltern ab. Knapp jenseits der Kreisgrenze, südlich der Ruhr (MK), konnten zwei Turteltaubenreviere ausgemacht werden (4 Rufer). Sehr erfreulich ergänzt diesen Fund eine Meldung von Marvin Stahl, der auf ornitho.de Turteltaubenbalz für den Fröndenberger Norden gemeldet hat.
In den Hemmerder Wiesen geht die Kiebitzsaison in die Schlussphase. Seit mindestens dem Ende letzter Woche fliegen erste Jungvögel bereits! Damit hat sich das Aufstellen des Elektrozaunes um die nasse Kernzone des NSG zum Schutz vor Bodenprädatoren schon jetzt gelohnt. Weitere Kiebitzküken aus späteren Bruten dürften noch folgen. Auf einem benachbarten Maisfeld wurde sogar noch ein spätes Nachgelege auf den Weg gebracht (20.05.). Das Gelege wurde markiert und wird bei landwirtschaftlichen Arbeiten umfahren. Die Chancen für den Nachwuchs, der erst Ende Juni schlüpfen wird, sind schon wegen der hohen Temperaturen und eventueller Trockenheit (weniger Regenwürmer verfügbar) ungünstig. Bleibt zu hoffen, dass der Maisaufwuchs bald Schatten und Deckung bietet.












Gestern konnte ich bei einer Fahrradtour von der Lippeaue Lünen zur Schleuse Horst folgende Beobachtungen machen:
In dem Weißstorchhorst auf dem Dach des Hochsitzes befinden sich drei gut entwickelte Jungvögel. Auf dem Weg entlang der Industriebrache Steag-Nord zum Segelflugplatz ein singender Gartenrotschwanz, ein Sumpfrohrsänger sowie mehrere Stieglitze und Dorngrasmücken. In der Feldflur südlich der Schleuse Horst zwei weitere Sumpfrohrsänger, 2 Goldammern und diverse Dorngrasmücken. An der Schleuse Horst ein Baumfalkenpaar, welches einen Hochspannungsmasten inspizierte. Auf den Traversen befinden sich zahlreiche alte Krähennester, hier ist also in Zukunft verstärkt auf eine mögliche Brut zu kontrollieren. Außerdem noch erwähnenswert 2 Nachtigallen und ein aus der Ferne rufender Kuckuck.
In den Rieselfeldern Werne konnte ich heute Morgen kurz nach Sonnenaufgang 2 (!) rufende Wachtelkönige ausmachen. Einer rief wiederholt mit langen Pausen aus einer überschwemmten Wiese, ein zweiter antwortete nur einmal kurz aus einer anderen Wiese in etwa 300 m Entfernung. Außerdem im Gebiet eine Schwarzkehlchenfamilie mit mindestens einem Jungvogel sowie zahlreiche Rohrammern, Weibchen teilweise mit Nistmaterial, mehrere Dorngrasmücken und Wiesenschafstelzen, ein rufender Kuckuck und eine Misteldrossel.
Eine abschließende Wanderung durch das NSG Beversee ergab folgende Beobachtungen: Gartenrotschwanz (2), Misteldrossel (4), Grauschnäpper (2), Gartengrasmücke (4), Baumpieper (1), Fitis (3), Gartenbaumläufer (2), Buntspecht (2), sowie unzählige Zaunkönige.
Ein kurze Abstecher in den eigentlich „verbotenen“ nördlichen Teil der Halde „Großes Holz“ brachte zum Abschluss noch einige Highlights: Neuntöter (1m), Baumpieper (3), Feldlerche (2), Sumpfrohrsänger (1) Kuckuck (1) unzählige Dorngrasmücken , ein auf einem Fahrweg auf mich zulaufender Rotfuchs sowie die Larven der Kreuzkröte in einer Fahrrinne (s. Foto). Hier ist allerdings zu befürchten, dass bei anhaltendem warmen Wetter diese Stelle austrocknet.










Traditionsgemäß suchten wir heute kurz nach Sonnenaufgang den ehemaligen Truppenübungsplatz in Apricke auf, um die Reviere der Neuntöter zu erfassen. Bei unserer „Absuche“ im kompletten Gelände notierten wir insgesamt 26 Neuntöter, davon 6 Paare. Bei den übrigen Vögeln handelte es sich um Männchen, oft mit Gesang. Somit kamen wir auf 20 Reviere. Ansonsten notierten wir u.a.: 7 singende Waldlaubsänger (aus dem angrenzenden Wald), 4 Schwarzkehlchen (2 singende Männchen + 1 Paar (wahrscheinlich Jungvögel zu versorgen)), 3 überfliegende Fichtenkreuzschnäbel, 1 singender Teichrohrsänger aus Hecke (rastend), 1 Baumpieper, 1 Grauspecht, 2 Grünspechte, 14 singende Dorngrasmücken, 2 singende Klappergrasmücken, 4 singende Sommergoldhähnchen, 12 Goldammern (teilweise mit Futter), 4 Bluthänflinge (2 Reviere), 3 Hausrotschwänze, 3 Distelfinken (2 Reviere), 2 Schwanzmeisen, 3 Bachstelzen, 2 singende Misteldrosseln, mind. 7 Mauersegler, ca. 30 Rauchschwalben, ca. 10 Mehlschwalben, 1 Graureiher, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Unter den Beobachtungen aus der Insektenwelt war die größere Anzahl an Mauerfüchsen erfreulich.

Neuntöterpaar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Hemer…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Neuntötermännchen in seinem Revier….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Ingesamt 3 besetzte Schwarzkehlchenreviere konnten wir festmachen…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Goldammerweibchen mit Futter für die Jungvögel…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)

Bluthänfling nahe des Steinbruchs…..am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Gesang eines Teichrohrsängers aus einer Hecke…. (Tonaufnahme: Andre Matull)

Mehr als 10 Mauerfüchse flogen heute über den Truppenübungsplatz….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleiner Feuerfalter am Wegrand….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Hauhechelbläuling. Fast nie setzten sich die Bläulinge heute für ein Foto mal für ein paar Sekunden hin ….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Braune Tageule (Euclidia glyphica) am Klee….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Paarende Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) im Baumwipfel….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Seidige Fallkäfer (Cryptocepgalus sericeus) lieben glelbe Blüten….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kupfrige Sonnenspringspinne, auch Kupfriger Sonnenspringer genannt, (Heliophanus cupreus) mit Beute….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) auf einem Blütenblatt einer Margarite….am 22.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

2 Blindschleichen kreuzten heute unseren Weg….am 22.05.2026 (Foto: Andre Matull)
Wenn Steinkäuze Jungvögel zu versorgen haben, bleibt es nicht aus, dass sich die Altvögel gelegentlich auch tagsüber auf Ansitzjagd begeben. Der abgebildete Steinkauz saß an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Bramey-Lenningsen auf dem Mast einer Telefonleitung oder in einem alten Obstbaum und beobachtete intensiv die gemähten Straßenränder bzw. eine kleine Grünlandfläche auf der Suche nach Kleinsäugern, Käfern, Regenwürmern oder anderen Beutetieren.
Heute am frühen Morgen war erneut ein Schwarzstorch in den Hemmerder Wiesen zu sehen. Er inspizierte alle offenen Wasserflächen und zog dann nach Süden ab. Es handelte sich wieder um einen vorjährigen Vogel (s.a. Meldung vom 22.04.), der noch keinen Nachwuchs zu versorgen hat und der es sich deshalb leisten kann, Feuchtgebiete weit abseits der traditionellen Brutplätze aufzusuchen.





Bereits vorgestern konnte im nördlichen Teil des HRB ein Neuntöter-Paar festgestellt werden.
Ergänzend zur Waldohreulen-Meldung von C. Rethschulte vom 19.05. zeigten sich heute auch 3 Jungvögel.







Am 22.05.2026 konnte bei der frühmorgendlichen, mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Überfliegung der Mahdflächen zwecks Kitzrettung die Zahl der Weißstorch-Jungvögel by the way und störungsarm belegt werden: es sind zwei Jungvögel im Weißstorch-Nest im NSG Mühlenstrang in Schwerte. Drohnenüberflüge in dieser Flughöhe sind im Bereich von Naturschutzgebieten nur zulässig, wenn die zuständige Naturschutzbehörde dies ausdrücklich gestattet hat und ansonsten verboten.


Die Rotschenkel konnten am 15.05.2026 in den Rieselfeldern Werne fotografiert werden. Den Wachtelkönig habe ich, nach der aufregenden Entdeckung im letzten Jahr, am 15.05.2026 mehrfach gehört und am 17.05.2026 aufnehmen können. Außerdem habe ich noch ein Tüpfelsumpfhuhn mehrfach gehört.


Gegen 22:30 Uhr sang auf dem Alten Westfriedhof in der Innenstadt ein Waldkauz.