Nach der extremen Hitzeperiode der letzten Tage bot der heutige Tag endlich wieder die Möglichkeit, unter normalen Sommerbedingungen eine fußläufige Runde zu drehen.
Im Schwerter „NSG Mühlenstrang“ kamen kurz hintereinander zwei Baumfalken überflogen. Zudem ließ sich neben einem Gelbspötter der Seidensänger im bekannten Gesangsrevier akustisch vernehmen. Aus eigener Erfahrung ist hierbei zu beachten, dass die Gesangsaktivität demnächst im Juli und über weite Teile des Augusts stark nachlassen oder komplett verstummen kann. Der Seidensänger ist dann jedoch nicht abgezogen, sondern wird möglicherweise erst ab Mitte bis Ende August wieder regelmäßig in abgeschwächter Form akustisch wahrnehmbar sein. Da Seidensänger grundsätzlich strikt an Wasserhabitate gebunden sind und dazu neigen, ihr Revier ganzjährig zu besetzen, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Überwinterung an der Ruhr, die selbst bei strengen Winterbedingungen mit ihrer Fließgeschwindigkeit wohl niemals vollständig zufriert, denkbar günstig.
Ein schöner Erfolg zeigte sich in einem Rohrammer-Revier, denn hier gelang ein sicherer Brutnachweis, da beide Altvögel intensiv Futter zum Brutplatz trugen.
Der gewählte Rundweg erlaubte zudem eine kurze Stichprobe beim Weißstorchnachwuchs in den beiden Nestern am Mühlenstrang sowie am Wellenbad. Jungstörche waren in den letzten Tagen überall auf ihren exponierten Nestern durch die sengende Sonne ungeschützt außergewöhnlichen physischen Belastungen ausgesetzt. Am Mühlenstrang lagen beide Jungvögel heute sichtlich im Ruhemodus im Nest, während die zwei Jungen am Wellenbad bereits einen sehr fitten Eindruck machten und zeitnah flügge werden dürften.
Bei den Schmetterlingen gelang, nach einer gefühlten Ewigkeit, am Wegesrand die Sichtung eines Schönbärs.

























































































