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Kreis Unna/Bönen: Rotmilan, Mäusebussard, Sperber, Wacholderdrossel, Gartenbaumläufer, Schwanzmeise, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Großer Fuchs, C-Falter, Waschbär etc. am 03./04.03.2026 (C. Rethschulte, weitere Beobachtungen auf Ornitho)

Auf meiner heutigen Runde zu bekannten Brutrevieren unsererRotmilane zeigte sich neben zwei Mäusebussarden auch dieses Exemplar im Bereich des Schattweges in Flierich; ein weiterer Rotmilan war bereits neben seinem Horst sitzend in einem anderen Waldstück bei Flierich zu sehen; einen dritten Rotmilan konnte ich im Bereich des NSG Sandbachtal erblicken (04.03.26, Foto: C. Rethschulte)
Ebenfalls in den Wäldern um Flierich diese Wacholderdrossel aus einem Pulk von ca. 20 Exemplaren…
…. Dort ebenfalls u.a. mehrere Gartenbaumläufer, Buntspechte, Grünspechte und Mäusebussarde (04.03.26, Fotos: C. Rethschulte).
Am Nachmittag über dem NSG Lettenbruch – vom Garten aus fotografiert – dieser Sperber…..
…. dort auch zwei Schwanzmeisen, eine Sumpfmeise, ein Buntspecht, ein Kleiber ….
…. eine Heckenbraunelle, ein Haussperling ….
…. und mindestens zwei Rotkehlchen (04.03.26, Fotos: C. Rethschulte).
Erfreulicherweise im Garten auch dieser C-Falter, neben einem Zitronenfalter, der sich schon seit Tagen vor Ort zeigt (04.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Bereits gestern konnte ich diesen Großen Fuchs im Randbereich der Wälder von Bergkamen-Overberge finden (03.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Und – last but not least – warum sollte er sich nicht auch einmal zeigen, dieser/diese schlafende(n) Wachbär(en) in einem Waldstück in der Nähe des Golfplatzes Hamm-Drechen (04.03.26, Foto: C. Rethschulte).

Unna: Kranich, Zwergtaucher, Kiebitz und Hermelin – 02./03.03.2026 (H. Knüwer)

Ein einzelner Kranich, der sich schon seit mehr als einer Woche in den Hemmerder Wiesen aufhält, war auch heute noch anwesend (03.03.). Er scheint weder krank noch verletzt zu sein. Siehe auch die Meldung von D. Kleiböhmer vom 02.03..

Ebenda ein Hermelin, noch komplett im weißen Winterfell, am 02.03..

Obwohl das Beobachtungsgewässer unterhalb des Hügels bis in den Spätherbst ausgetrocknet war, sich demnach im mittlerweile randvollen Gewässer kaum eine entsprechende Unterwasserfauna entwickeln konnte, hält ein seit ein paar Tagen anwesender Zwergtaucher nach wie vor die Stellung (03.03.). Was er dort an tierischer Nahrung vorfindet, bleibt rätselhaft. Im vergangenen Sommer trocknete das Gewässer bereits in der Brutphase des Zwergtaucherpaares vollständig aus. Die Brut verlief seinerzeit entsprechend erfolglos.

Im NSG heute Morgen 32 rastende und zum Großteil balzende Kiebitze (03.03.). Rund 20 Vögel scheinen das Gebiet als Brutrevier auserkoren zu haben. Die Hemmerder Wiesen beherbergen damit eines der letzten größeren Brutvorkommen der Art im Kreis Unna.

In den vergangenen Jahren zogen die Kiebitzpaare dort allerdings, trotz Gelegemarkierungen auf einer Ackerfläche, so gut wie nie Jungvögel auf. Zum Schutz dieses bedeutenden Brutvorkommens installierten deshalb ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der OAG am 27.02. einen 700 m langen Elektrozaun um die große Blänke herum im nördlichen Teil des NSG.

Der Zaun soll insbesondere vierbeinige, vorwiegend nachtaktive Bodenprädatoren (vor allem Fuchs, Waschbär, Marder) davon abhalten, die Kernzone nach Gelegen und Jungtieren abzusuchen. Davon könnten auch weitere Bodenbrüter wie Blessrallen, Enten, Gänse u.a.m. profitieren. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Maßnahme in diesem Jahr ein besseres Ergebnis erzielt werden kann.

rastender Kranich in den Hemmerder Wiesen am 28.02.26
rastender Kranich in den Hemmerder Wiesen am 28.02.26 – Der Vogel ist noch immer anwesend, (Foto: H. Knüwer)
Die Balz der Kiebitze ist in vollem Gange. – Hemmerder Wiesen, 03.02.26 (Foto: H. Knüwer)
Der Zaun steht, jetzt muss nur noch das Stromgerät angeschlossen werden.
Der Zaun steht, jetzt muss nur noch das Stromgerät angeschlossen werden. – 27.02.26 (Foto: H. Knüwer)
Vier im engen Abstand gespannte Litzen stehen unter Strom. Das soll vor allem nächtliche „Besucher“ von der Fläche fernhalten. Tagsüber können sich die Brutpaare relativ gut und in Gemeinschaft gegen gefiederte Fressfeinde wie Graureiher, Weißstörche, Rabenkrähen u.a.m. zur Wehr setzen.
Vier im engen Abstand gespannte Litzen stehen unter Strom. Das soll vor allem nächtliche „Besucher“ von der Fläche fernhalten. Tagsüber können sich die Brutpaare relativ gut und in Gemeinschaft gegen gefiederte Fressfeinde wie Graureiher, Weißstörche, Rabenkrähen u.a.m. zur Wehr setzen. (Foto: H. Knüwer)
Nicht lange nach dem Aufbau des Zaunes (gelb markiert: Zaunpfähle, weiß markiert: vier Litzen), kehrten die ortsansässigen Kiebitze in die eingezäunte Kernzone zurück (rot markiert: eines von mehreren Kiebitzpaaren).
Nicht lange nach dem Aufbau des Zaunes (gelb markiert: Zaunpfähle, weiß markiert: vier Litzen), kehrten die ortsansässigen Kiebitze in die eingezäunte Kernzone zurück (rot markiert: eines von mehreren Kiebitzpaaren). (Foto: H. Knüwer)

Werne/Hamm: Weißstörche, 24.02.2026 (Horst R. Kraft)

Am 24.2.2026 sah ich die Weißstörche wieder – in 2025 waren etliche kurz vorher angekommen. Die ersten vier Fotos sind am Eingang des Gersteinwerks auf Werner Stadtgebiet fotografiert. Der Storch flog vorher jedoch los, bevor ich ihn auf dem Nest fotografieren konnte. Vor Jahren schon wurde auf der Straße unterhalb der Maste auf den ersten beiden Bildern ein toter Storch gefunden, Jürgen Hundorf hat sich damals um das tote Tier gekümmert, ich hatte ihn angerufen. Die Leitungsdichte ist in diesem Gebiet hoch, ziemlich gefährlich für die Tiere.

Der neue Mast direkt an der Lippe in Werne-Ost, der für das Storchennest auf dem Hochspannungsmast an der Fischerhofbrücke dort im März 2025 aufgebaut wurde ist ebenfalls von einem Storch besetzt.

Der „alte“ Mast am Tibaum ist ebenfalls beflogen. In 2025 war „er“ dort schon am 21.2.2025 angekommen, das Weibchen ebenfalls. Auf diesem Bild hatte ich zunächst nur einen kleinen „Huckel“ gesehen, nicht aber den Storch, der erst durch das Tele zu erkennen war, sah „abgekämpft“ aus.

Am Tibaum neben Kormoranen ein erster Haubentaucher .

    Weißstorch am Gersteinwerk auf Werner Stadtgebiet, Werne-Stockum, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Weißstorch am Gersteinwerk auf Werner Stadtgebiet, Werne-Stockum, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Vorjahresnest des Standortes mit hoher Leitungsdichte, Werne-Stockum, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Weißstorch bei der Nahrungssuche östl. des Umspannwerkes, von dem trübsinnigen Silberreiher nur etwas beäugt, Werne-Stockum, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Weißstorch auf dem neuen Mast direkt an der Lippe in Werne-Ost, der als Ersatz für das Storchennest auf dem Hochspannungsmast an der Fischerhofbrücke dort im März 2025 aufgestellt worden ist, Werne, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Weißstorch auf dem „alten“ Mast am Tibaum, Hamm, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Kein Schwarz-Storch, Kormoran am Tibaum, umgeben von etliche Weidepfählen einer großen Weidefläche vor Ende des Bergbaus, bevor das Gebiet wegen Bergbauende sich stetig absenkte, bis heute, Hamm, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    An einigen Stellen des Tibaums alle Jahre Jahr wieder … Schneeglöckchen, Hamm, 24.02.2026 Foto: Horst R. Kraft

    Unna: Vorfrühling in den Hemmerder Wiesen 2.März 2026 D.Kleiböhmer

    Bei sommerlichem Wetter watete heute ein einzelner Kranich zwischen den Krick- und Stockenten sowie diversen Gänsen der Hemmerder Wiesen, während eine größere Kiebitzgruppe (60+) über ihm Formation flog. Das Löffelentenpaar am Teich unter dem Aussichtshügel ist mir erstmalig aufgefallen.

    Einzelner Kranich mit Kiebitzen in den Hemmerder Wiesen. Ist sein Fuß in Ordnung? Leider ist das Bild nicht schärfer.
    Ein Löffelentenpaar zwischen den Stockenten.
    Die Bläßhühner stecken ihr Territorium ab.
    Die Störche wird der neue Elektrozaun gegen Bruträuber nicht abhalten. Ein zweiter Storch stand auf dem Nest bei Louven.
    Einer von mindestens 4 Silberreihern.

    Hamm: Kohlmeisen am 26.02.2026 ( Gregor Zosel)

    Heute kurz nach Sonnenaufgang konnte ich in Hamm/ Westhusen eine Beobachtung machen, die ich bisher noch nie erlebt habe oder von solcher noch nie gehört habe. In einer Birkenallee wurde ich auf einen Vogelschwarm von Kleinvögeln aufmerksam, die sich in den Baumkronen der Birken in NO- Richting langsam fortbewegten. Ich dachte erst z.B. an einen Trupp Distelfinken. Zu meinem Erstaunen handelte es sich um einen Trupp von mindestens 70 Kohlmeisen, können aber auch 100 gewesen sein. Darunter mischten sich noch etwa 30 Blaumeisen. Ungewöhnlich war diese riesige Anzahl besonders der Kohlmeisen, zumal es auch noch um den Heimzug in die Sommerquartiere handeln dürfte. Meine Vermutung ist, dass die Menge an Meisen zusammen sich einen Schlafplatz teilten und nun anfangs gemeinsam weiterzogen.

    Fröndenberg/Kiebitzwiese: Seiden-, Silber- und Graureiher, Weißstörche u.a. am 25.02.2026 (A. Hünting)

    Aus meinen heutigen Beobachtungen an der Kiebitzwiese ragt als Höhepunkt des Tages sicher der Seidenreiher heraus. Vielleicht ist es das von B. Koch und später von H. König u.a. am 21.02.26 in Wickede beobachtete und auf ornitho.de gemeldete Individuum. Der Seidenreiher hielt sich überwiegend an/in der Wasserfläche entlang der Werner-von Siemens-Straße auf, teils mit Gefiederpflege, teils mit Nahrungssuche beschäftigt. Neben dem Seidenreiher ließen sich 2 Silber- und 2 Graureiher beobachten. Darüber hinaus hielten sich 22 Kanadagänse, 8 Nilgänse, 2 Rostgänse (1,1 davon das Männchen rechts mit Aluring), 58 Graugänse, 1 Hausgans und eine Höcker- oder Schwanengans im Gelände auf. Dazu kamen etwa 30 Schnatterenten, 30 Stockenten, darunter 1 Hybrid und 2 Krickenten (1,1). Immer wieder überflogen Kormorane das NSG (sicher >30), entweder zum Ententeich, oder von dort kommend.

    Auch Weißstörche sind wieder anwesend. Heute konnte ich insgesamt drei Individuen beobachten, davon zwei auf der Nisthilfe und einen auf dem Hochsitz. Von den beiden Weißstörchen auf der Nisthilfe war einer links beringt, die Ringnummer konnte ich leider nicht ablesen. Um das letztjährige Weibchen kann es sich dabei definitiv nicht handeln, denn dieses war rechts beringt. Vielleicht gelingt es im Laufe der nächsten Tage jemandem, die Buchstaben- und Zahlenkombination zu entziffern und darüber mehr über diesen Storch zu erfahren. Vermutlich wird es aber auch noch einige Wechsel bei den anwesenden Störchen geben, eventuell taucht ja noch das Weibchen aus den Vorjahren auf.

    Ansonsten notierte ich 1 Mäusebussard (überfliegend), 1 Grünspecht, 1 Buntspecht, 2 Elstern, mindestens 3 Rabenkrähen, >10 Stare, 2 Blaumeisen, ungezählte, weil nur gehörte Kohlmeisen, 1 Zilpzalp, 1 Zaunkönig, 2 Amseln, 1 Heckenbraunelle mit Vollgesang, etwa 40 Wacholderdrosseln in den Bäumen entlang der Ruhr, mindestens 5 Bachstelzen, die mit den Heckrindern über die Wiese zogen, 2 Grünfinken und 4 Stieglitze in Büschen entlang des Rammbachs. Außerdem eine rufende Rohrammer aus dem Bereich Sichlerbucht.

    Seidenreiher
    Seidenreiher bei der Gefiederpflege …. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Seidenreiher
    und erfolgreich bei der Jagd. …. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Seidenreiher und Silberreiher
    und im Größenvergleich zum Silberreiher (re. im Bild) …am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Weißstorch
    Zwei Weißstörche auf der Nisthilfe, die gut miteinander können. ….. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Weißstorch
    Zwei Weißstörche auf dem Hochsitz, die nicht so gut miteinander können! Der obere der beiden ist der beringte Weißstorch von der Nisthilfe, der hier dem Nachbarn einen Besuch abstattet. …. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Heckrind
    Inzwischen ist bei den Heckrindern das vierte Kalb geboren. Es hat zwar noch keine Ohrmarken, ist aber sicher schon einige Tage alt, denn einen Nabelschnurrest gibt es nicht mehr zu sehen. …. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)
    Höckerschwankadaver
    Auch der Höckerschwankadaver (siehe Meldung vom 06.02.2026) ist mittlerweile größtenteils verzehrt. Vermutlich hat sich ein Fuchs daran gütlich getan. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts standen Höckerschwäne noch auf der Speisekarte und auch heute noch gelten Höckerschwäne als jagdbares Wild. Allerdings werden sie in NRW zum Glück kaum noch geschossen. …. am 25.02.2026 (Foto: A. Hünting)

    Werne: Singdrossel am 25.02.2026 (A. Steinweg)

    Heute Vormittag war in der Innenstadt von Werne die erste Singdrossel mit Vollgesang zu hören.
    Nachtrag von Freitag, 20.02.26: Auf dem Rückweg von Werne nach Lünen konnte ich aus dem Auto ein überfliegendes Habichtmännchen (auf den ersten Blick vorjährig) und kurz hintereinander zwei Rotmilane beobachten.

    Schwerte: Weißstörche und balzende Haubentaucher am 23.02.2026 (K.&A.Matull, P.Krüger)

    Vielerorts sind bereits die Weißstörche zurückgekehrt. Aktuell bietet sich uns im Kreisgebiet ein konkretes praktisches Beispiel, welches die biologische Erkenntnis untermauert, dass Weißstörche zwar oft grob standorttreu, aber nicht zwingend partnertreu sind, sondern vielmehr „monogame Saisonehen“ führen.
    ​Im Schwerter Ortsteil Geisecke beobachteten wir am 23.02. eine Kopulation, bei der das Weibchen rechts beringt ist. Die Analyse des abgelesenen ELSA-Rings ergab, dass dieser im Juni 2020 in Coesfeld (NRW) nestjung beringte Storch in der Vergangenheit bereits mehrfach in der Region an unterschiedlichen Orten in Erscheinung getreten ist: Am 22.03.2022 wurde sie nahrungssuchend auf einem Feld nahe der Kreisgrenze in Menden-Halingen (Märkischer Kreis) nachgewiesen (Beob.: T. Prünte). Ab Ende Februar 2023 folgte eine knapp 14-tägige Liaison mit dem Männchen auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg, und in den Jahren 2024 sowie 2025 gehörte sie mit jeweils zwei flüggen Jungvögeln zum Brutpaar am Geiseckesee bei Holzwickede (Wassergewinnungsgebiet/ehemaliges Windrad).
    ​Dies ergibt innerhalb von 5 Jahren, jeweils nach der Rückkehr aus dem Winterquartier, ein Bewegungsprofil von nur ca. 13 km zwischen drei etablierten Weißstorch-Brutplätzen im südlichen Kreis Unna. In den nächsten Wochen wird das „Weißstorch-Karussell“ weiter an Fahrt aufnehmen, wobei Partnerwechsel erfahrungsgemäß an der Tagesordnung sind. Darüber hinaus wird sich zeigen, ob die Vogelgrippe, von der auch Weißstörche massiv betroffen waren und deren Schwerpunkt in den spanischen Überwinterungsgebieten lag, Auswirkungen auf die Paarzusammensetzungen im Kreisgebiet haben wird.

    Was sich in luftiger Höhe auf den Nestern ankündigte, setzte sich auf der Wasserfläche fort: Auf der Röllingwiese in Schwerte zeigte sich am 23.02. ein balzendes Haubentaucher-Paar (Beob.: P. Krüger).

    Ein weiblicher Weißstorch zeigt sich über mehrere Jahre im südlichen Kreis Unna arttypisch grob standorttreu. (Fotos: K.&A.Matull)
    Synchronisiertes Balzverhalten: Haubentaucher auf der Röllingwiese beim rituellen „Pinguin-Tanz.“ Das gemeinsame Präsentieren von Wasserpflanzen ist ein wesentlicher Bestandteil der Paarungszeremonie und signalisiert die Bereitschaft zum Nestbau. 23.02.2026 (Foto: Peter Krüger)

    Bönen: Kiebitze am 21.02.2026 (H. Peitsch)

    Am Breddeweg war heute ein großer Schwarm von >150 Kiebitzen zu sehen.

    Am Rande des östlichen Industriegebietes sind entgegen den Durchzüglern wohl die ersten Brutpaare am bekannten Standort eingetroffen. >7 Vögel konnten heute beobachtet werden.

    Rastende Kiebitze in Bönen am 21.02.26 Foto: Hartmut Peitsch
    Rastende Kiebitze in Bönen am 21.02.26 Foto: Hartmut Peitsch
    Kiebitz im Industriegebiet Bönen, 21.02.26 Foto: Hartmut Peitsch
    Kiebitz auf umgebrochenen Acker, Industriegebiet Bönen, 21.02.26 Foto: Hartmut Peitsch

    Fröndenberg / Unna: Goldregenpfeifer, Kiebitze, Waldschnepfe, Kraniche, Hausrotschwanz, Singdrossel, Schellente, Hasennachwuchs u.a., 20.02.2026 (B.Glüer)

    Bei weiterhin winterlichen Temperaturen setzen sich mehr und mehr Frühlingsboten durch und der Vogelzug bietet ebenfalls das eine oder andere Highlight. Am gestrigen 19.02. zeigte sich im Hammer Wasserwerk (Fröndenberg) ein erster Hausrotschwanz und vor 3 Tagen (17.02.) fand sich in den Hemmerder Wiesen eine (für mich) erste Singdrossel. Gestern, außerdem erfreulich, eine weitere Waldschnepfensichtung (NSG Ostholzbach/Frdbg.) und ebenda noch um 18.45 h ein niedrig ostwärts überhinfliegender Kranichtrupp mit 34 Exmpl. Neben den noch immer zu Hunderten im Unnaer Osten rastenden Kiebitzen fielen mehrfach unter ihnen auch rastende Goldregenpfeifer auf. Seit dem 11.02. konnten an 6 Tagen mit Maximalzahlen von 29 (UN-Stockum, 18.02.) und 10 Exmpl. (UN-Steinen, 14.02.) Goldregenpfeifer angetroffen werden.

    Vor der eigenen Haustür fand sich bereits am 11.02. ein wenige Tage alter Junghase, der offensichtlich auch den anschließend herrschenden Minustemperaturen und Schneefällen trotzte und bis zum heutigen Tag seinen Versteckplatz jeweils nur um 1-3 Meter verlassen hat. Das vielerorts zu beobachtende Treiben der Feldhasen in den Feldfluren lässt darauf schließen, dass auch bereits die nächste Hasengeneration auf den Weg gebracht ist.

    Zwischen UN-Stockum und Frdbg.-Ostbüren rasten weiterhin Hunderte Kiebitze auf den Feldern, die nur hin und wieder ihren Standort kleinräumig wechseln …, 20.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … ebenda suchten maximal 29 Goldregenpfeifer Anschluss …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … sie zeigten sich relativ ruhelos und stiegen beim Überflug eines Rotmilans auf, um dann lange die Haarkuppe im Hin-Und-Herflug nach neuen Landemöglichkeiten abzusuchen …, 18.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … Tage zuvor verhielten sich diese Goldregenpfeifer mit insgesamt 10 Vögeln nahe UN-Steinen entspannter, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    Gemeinsam mit dieser männlichen Tafelente (vorn links) hält sich eine von zwei Schellenten (2/0) im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede auf. A. Matull hatte bereits zurecht darauf hingewisen, dass diese Art sich als Überwinterer bei uns sehr rar gemacht hat. Seit Jahresbeginn gab es im Kr. UN nur 6 Beobachtungen mit maximal 3 Exmpl., 15.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    Im Hammer Wasserwerk (Frdbg.) ein erster Hausrotschwanz, 19.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    In den Hemmerder Wiesen eine erste Singdrossel. Gemeinsam mit mehreren Amseln sucht sie mit Efeu bewachsene Bäume auf, um dort die jetzt reifen Efeubeeren zu fressen. Solche „Efeubäume“ haben eine nicht zu unterschätzende ökologische Funktion…, …, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    Stattlichen Efeupflanzen liefern nicht nur nahrhafte Beerenkost, sondern bieten mit dem immergrünen Laub ganzjährig Schlaf- und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten. Und mit der spätherbstlichen Blütezeit gehört Efeu zu den letzten Nektarquellen eines jeden Jahres. Leider ist es um die Pracht des hier gezeigten Efeubewuchses und auch mehrerer weiterer „Efeubäume“ in den Hemmerde Wiesen bald geschehen…, 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … es wurde offenbar in „gärtnerischem Eifer“ an diesem und weiteren Bäumen der Efeubewuchs mit Sägen gekappt, obwohl der Efeu dem bewachsenen Baum keinerlei Schaden zufügt. Efeu nutzt Bäume, Fels- oder Hauswände lediglich als Kletterhilfe, um aus dem Schatten des Bodens in sonnenbeschienende Höhen zu gelangen. Dass der Efeu dem Baum keine Nährstoffe oder Wasser entzieht, erschließt sich sogar aus dieser hier gezeigten Maßnahme: oberhalb der Schnittstelle stirbt das Efeu ab, weil es sich nur aus den im Boden verankerten Wurzeln ernährt. 17.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    Ein kleiner „Überlebenskämpfer“ verbirgt sich bei Schnee und Frost optimal getarnt auf diesem Bild…, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … regungslos verharrt dieser nur wenige Tage alte Feldhase in seinem Versteck und wartet dort auf seine Mutter, die nur wenige Male am Tag zum Säugen vorbeikommt. Feldhasen kommen schon „fertig“ mit Fell und geöffneten Augen zur Welt (nicht nackt und blind – wie Kaninchen). Deshalb haben Hasen auch mit 6 Wochen eine etwas längere Tragzeit. Dieser Junghase dürfte also etwa zum Jahreswechsel gezeugt worden sein …, 14.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)
    … das liebestolle Treiben dieser Truppe lässt erkennen, dass die zweite Generation des noch jungen Jahres auch bereits auf den Weg gebracht wird (Strickherdicker Feldflur), 08.02.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

    Fröndenberg: Rotmilan, Turmfalke, Frühlinggezwitscher, 18.02.2026 (Burkhard Koll)

    Punkt 12:00 fliegt in ca 20 m Höhe ein einzelner Rotmilan längs der Ardeyer Straße in Ardey augenscheinlich auf Nahrungssuche.

    Am Nachmittag desselben Tages rüttelt ein Turmfalke über der Feldfläche westlich der Niederheide,  stürzt zielsicher in das noch nicht gepflügte Senffeld, um dann mit deutlich erkennbarer Beute Richtung Strickherdicker Wald zu verschwinden. 

    Zur selben Zeit sind vor Ort die ersten zaghaft Vogelstimmen (Meisen) zu vernehmen,  die uns den Frühling erahnen lassen.

    Hamm: Gänsesäger, 15.02.2026 (Horst R. Kraft)

    Am Tibaum flogen am Vormittag drei Gänsesäger ein, darunter zwei weibliche Tiere.

    Gänsesäger, Tibaum Hamm, 15.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Gänsesäger, Tibaum Hamm, 15.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Gänsesäger, Tibaum Hamm, 15.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Gänsesäger-Männchen, Tibaum Hamm, 15.02.2026 Foto: Horst R. Kraft
    Gänsesäger-Weibchen, Tibaum Hamm, 15.02.2026 Foto: Horst R. Kraft