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Fröndenberg/Schwerte: Rückblick mit Rohrweihen, Waldwasserläufer, Flussregenpfeifern, Schwarzkehlchen (Nestbau), Weißwangengans, Rohrammern, Wasserralle, Bekassinen, Hausrotschwanz, Kolkraben, Weißstörchen, Gänse‑Mischehen sowie intersexuelle Stockente – Ein Blick auf die Variabilität, 07.–24.03.2026 (K. & A. Matull)

Auf der Röllingwiese in Schwerte beobachteten wir gestern eine männliche Rohrweihe. Ebenda bereits am 12.03. als persönliche Jahreserstbeobachtung eine weibliche Rohrweihe.

​Am 19.03. nachmittags auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ein Waldwasserläufer, > 50 rastende Bachstelzen und eine Nilgans Familie mit 7 Pulli. Ebenfalls dort dokumentierten wir am 22.03. vormittags ein Schwarzkehlchen-Paar beim Nestbau. Am gleichen Tag zwischen den beiden Aussichtshügeln bis zur Sichlerbucht sind u. a. eine Weißwangengans, 6 Rohrammern (3 Paare), eine Wasserralle, 7 Bekassinen sowie 3 Kolkraben zu erwähnen (Mitbeob. zeitweise: A. Hünting u. B. Nikula). Im angrenzenden Industriegebiet erstmalig dieses Jahr für uns ein singender Hausrotschwanz. Ergänzend sind unregelmäßige Nachweise von Flussregenpfeifern zu nennen, die immer wieder im Gebiet Station machen. Gregor Zosel konnte bereits am 07.03. insgesamt 3 Individuen gleichzeitig vor Ort sichten.

​Abseits der auffälligen Artenzugänge lohnt ein genauerer Blick auf die Wasservögel der Vernässungsfläche. Hier lassen sich Phänomene dokumentieren, die oft nur als Randnotiz wahrgenommen werden, jedoch eine biologische Variabilität offenbaren. Einerseits hält sich seit über einem Jahr zwischen Stockenten ein intersexuelles Individuum auf, das Mischmerkmale von Männchen und Weibchen aufweist, was bei Stockenten beispielsweise durch hormonelle Störungen oder genetische Faktoren entstehen kann (vgl. AVES Braunschweig 2 (2011), Abb. 21-22, S. 27–28: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf ). Andererseits hielten sich seit dem gesamten Winter regelmäßig bis zu 3 Höckergänse (domestizierte Form der Schwanengans) mit einer weißen Hausgans auf. Am Sonntag kopulierte eine Höckergans ♂ mit der Hausgans ♀. Sollten beide Individuen – wie aufgrund ihrer phänotypischen Merkmale zu vermuten ist – der Gattung Anser angehören, wäre aus dieser Verbindung gemäß der einschlägigen Literatur (u. a. AVES Braunschweig 1 (2010), ca. S. 25: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf) üblicherweise von voll fruchtbaren Hybriden auszugehen. Dieses Beispiel zeigt, wie Domestikation in einem Naturschutzgebiet eine ganz eigene Dynamik aufbauen kann.

​Bei einem Blick auf insgesamt 8 Weißstorch-Brutpaare in Fröndenberg und Schwerte (inkl. Geiseckesee) zeichnen sich nach jüngstem Kenntnisstand mindestens zwei Veränderungen ab. So besetzt ein neues Männchen (unberingt) die Nisthilfe an der Röllingwiese in Schwerte und ein neues Weibchen (beringt) in Schwerte-Geisecke bei der Baumbrut, dessen Ringablesung der zuständigen Vogelwarte gemeldet wurde.

Die Rohrweihe ist zurück. Hier eine männliche am 24.03.2026 in Schwerte. (Foto: Klaus Matull)
Ein weiterer Rückkehrer: Flussregenpfeifer auf der Kiebitzwiese am 13.03.2025. (Foto: Klaus Matull)
Schwarzkehlchen mit Nistmaterial auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. Der Nestbau ist bei dieser Art einzig dem Weibchen vorbehalten. 22.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Hier wurde das männliche Schwarzkehlchen bei einer Art Singflug beobachtet. Dieser wird allerdings seltener als der typische Gesang von erhöten Warten aus durchgeführt. (vgl. LANUK: https://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/de/arten/gruppe/voegel/kartiermethoden/103106)



Morgens bei absoluter Ruhe lässt sich die Kneippkur auf der Kiebitzwiese am Besten genießen. 22.03.2026, (Foto: Andre Matull)
Standorttreue Weißwangengans auf den Weideflächen der Kiebitzwiese. Das Individuum ist bereits aus den Vorjahren als regelmäßiger Gast bekannt. 22.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Domestizierte Gänse auf der Vernässungsfläche: Hausgans und Höckergänse (untere Reihe) zeigen eine enge soziale Bindung, die im März schließlich zur Dokumentation einer Kopulation führte. 14.12.2025. (Foto: Andre Matull)
Stockente mit Mischmerkmale von Männchen und Weibchen am 15.03.2026, (Foto: Andre Matull)
Nilgänse mit Nachwuchs auf der Kiebitzwiese am 19.03.2026. Als nächsten werden Graugänse folgen, die teilweise bereits auf ihren Gelegen im NSG sitzen. (Foto: Klaus Matull)
Besetzung der Brutplätze: Das Storchenpaar am Wasserwerk an der Röllingwiese in Schwerte ist zurück. Die begehrten Nester sind oft hart umkämpft, doch die angestammten Besitzer (im Nest das beringte Weibchen) konnten sich am 13.03.2025 erfolgreich behaupten. (Foto: Klaus Matull)

Kreis Unna: Sammelbericht 2024 online (Roben Hirschberg)

Roben Hirschberg hat für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna auch den zweiten Ornithologischen Sammelbericht für das Jahr 2024 erstellt. Auf der Grundlage der Ornitho-Daten, der Beobachtungen auf der OAG-Seite und persönlicher Zuschriften hat Roben die Meldungen wieder nach dem Vorbild des von Wolfgang Pott jahrelang herausgegebenen Hammer Jahresberichtes in einer übersichtlichen und lesenswerten Form aufbereitet und kommentiert. Nach dem ersten Sammelbericht 2023 ist damit auch für 2024 eine zusammenfassende Darstellung des Vogeljahres und der ornithologischen Aktivitäten gelungen.

Und wieder hat es der Sammelbericht in sich: Gleitaar, Steppenkiebitz, Zwerggans, Purpurreiher, Rotfußfalken-Einflug sind nur einzelne Schlaglichter seltener Arten, die sowohl die Bandbreite der im Kreis Unna beobachteten Spezies als auch die Leistung der vielen OrnithologInnen des Raumes beschreiben. Natürlich – und sicherlich noch wichtiger für die Bewertung der Avifauna des Kreises – zeigt der Sammelbericht auch auf, wo die wunden Punkte in Form von erheblichen Rückgängen ehemals weit verbreiteter Arten im Kreisgebiet liegen.

Nach der Durchsicht bleibt einzig der Wermutstropfen, dass dieser Sammelbericht aus Zeitgründen vielleicht keine Fortsetzung finden wird.

Zum Download des Sammelberichtes geht es hier!

Bönen: Kiebitzbrut hat begonnen, 21.03.2026 (B.Glüer)

Eine Woche vor der kreisweiten Kiebitzzählung sitzen erste Brutvögel bereits auf Gelegen. Während im Kiebitz-Hotspot „Hemmerder Wiesen“ mit heute bis zu 47 Kiebitzen auch noch Rastvögel vor Ort waren und die hiesigen „Stammvögel“ zwar balzten, jedoch noch keine Gelege oder Nestmulden vorzuweisen hatten, sieht es in Bönen anders aus. Auf der Kiebitz-Ausgleichsfläche, die in Zusammenarbeit von Unterer Naturschutzbehörde, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Biologischer Station im Industriegebiet „Am Mersch“ angelegt worden ist, saßen heute 4 brütende Kiebitze fest auf bereits vollständigen Gelegen. – Da gleichzeitig überall auf Feldern und potenziellen Brutflächen auch die Landwirte das Frühlingswetter intensiv zur Feldbestellung nutzen, sollte deshalb auf weitere Gelege geachtet werden, damit diese nicht schon zu Beginn der Brut „unter die Räder …, den Pflug …, den Grubber …“ geraten.

Einer von vier bereits brütenden Kiebitzen auf dem Brutfeld im Bönener Industriegebiet. Jetzt heißt es überall „Augen auf“, damit die frühen Gelege nicht der Feldbestellung zum Opfer fallen. Die frühen Gelege haben die größten Erfolgsaussichten für den Nachwuchs, während späte Ersatz- und Nachgelege dann schon unter ständig ansteigenden Temperaturen mit weniger Regenwurmnahrung für die Küken zu leiden haben, 21.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Werne/Rieselfelder: Heringsmöwe, Blässgans, Löffelente, Rohrammer, Schwarzkehlchen etc. am 19.03.2026 (A. Steinweg)

Bei einem kurzen Besuch der Rieselfelder in Werne konnte ich auf der großen Blänke neben Stockenten, Reiherenten, Krickenten, zahlreichen Schnatterenten, einer männlichen Löffelente auch eine ad. Heringsmöwe beobachten. Außerdem noch im Gebiet: Kanadagans, Graugans, Nilgans, Blässhuhn, Rohrammer (1/1), Schwarzkehlchen (m), ein Trupp Stieglitze, Zilpzalp, Singdrossel, Weißstorch, Graureiher, Jagdfasan (m), Turmfalke (w), Rabenkrähen. Kurz bevor ich gehen wollte, flog lautstark ein großer Trupp Blässgänse ein. Es ist immer wieder faszinierend, wie viele „Ehrenrunden“ Blässgänse fliegen, bevor sie landen. Als dann der ganze Trupp endlich gelandet war, ergab eine überschlägige Zählung mindestens 300 Exemplare! Das ist für die Werner Rieselfelder eine erstaunlich hohe Zahl.

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Kreis Unna/Hamm (ADEBAR 2): Rotdrossel, Gimpel, Zilpzalp, Teichhuhn, Grünspecht, Waldohreule etc. am 18.03.2026 (Weitere Beobachtungen auf Ornitho, C. Rethschulte).

Im Rahmen des ADEBAR 2-Monitoring geht es heute darum noch kleinere Lücken in meinem TK-Viertel zu schließen. Dabei steht zunächst der Overberger Busch im Blickpunkt. Neben einem männlichen Dompfaff sind folgende Arten zu sehen bzw. zu hören: Mäusebussard, Grün- und Buntspechte, Kohl- und Blaumeisen, Sumpfmeisen, Schwanzmeise, Kleiber, Gartenbaumläufer, Zaunkönig ……
…. ca. 15 Rotdrosseln, einige Wacholderdrosseln, Singdrossel, Buchfinken ….
…. Zilpzalpe, Eichelhäher und ein Star (18.03.26, Fotos: C. Rethschulte).
Im Bereich des Galgenberg-Parks – im Südwesten meines TK-Viertels – dieses Teichhuhn-Paar; es hat sich ein adäquates Brutrevier in einem kleinen Teich mit Insel gesichert. Dort auch Zilpzalpe, Rotkehlchen, Elstern, ein Jagdfasan und Meisen (18.03.26, Foto. C. Rethschulte).
In Altenbögge zeigt sich dieser Grünspecht; dort anwesend auch ein Waldohreulen-Paar (18.03.26, Foto: C. Rethschulte).

Bönen/Hamm: Kernbeißer, Rotdrossel, Kleiber, Buntspecht, Schwanzmeise etc. am 17.03.2026 (C. Rethschulte)

Auf meinem heutigen Ausflug in die Sandbochumer Heide („Fohlenspieß“) zeigen sich mehrere Rotdrosseln; dazu auch ein Mäusebussard, ein Rotmilan, ein rufender Sperber, zwei Singdrosseln, mehrere Kleiber, Gartenbaumläufer, Zilpzalpe, Buchfinken, Blau- und Kohlmeisen sowie ein Kernbeißer-Paar; die parallel verlaufende Horstsuche bleibt ausbaufähig – gefunden habe ich zwei unbesetzte Habicht-Horste (Lärchenhorst) und einen weiteren, unbesetzten Greifvogelhorst (17.03.26, Foto: C. Rethschulte).
Aus dem NSG Lettenbruch kommend und im Garten auf Futtersuche: dieses Kernbeißer-Weibchen ….
…. nicht weit entfernt ihr männlicher Partner ….
…. ein Kleiber ….
…. ein Schwanzmeisen-Paar ( 17.03.26, Fotos: C. Rethschulte) ….
…. und ein weiblicher Buntspecht (16.03.26, Foto: C. Rethschulte).

Fröndenberg/Wickede: Weißstorch, 15.03.2026 (Martin Schemm)

Nachdem ich schon, vom Fenster aus schauend, eine Vermutung hatte, dass heute ein weiterer Storch am Beringhof eingetroffen zu sein schien, konnte ich auf dem Weg dorthin dann 3 Störche ausmachen: ein Paar auf dem Horst und ein weiterer Storch, der den Horst versuchte anzufliegen, jedoch erfolgreich verjagt wurde. Leider hatte ich die Kamera noch nicht griffbereit um es zu dokumentieren. Der einzelne unberingte Storch flog anschließend weiter in Richtung Nord-Ost und ließ sich auf der noch gänzlich unbenutzten Horsthilfe an der Flutrinne auf Wickeder Gebiet nieder. Später war er aber auch dort erst einmal verschwunden. Der Horst am Beringhof ist allerdings nun offensichtlich erneut durch ein Brutpaar besetzt. Beide sind unberingt.

Weißstorch
Weißstörche auf dem Kunsthorst im NSG Obergraben westlich Wickede, Fröndenberg, 15.03.2026 Foto: Martin Schemm
Weißstorch
Weißstörche auf dem Kunsthorst im NSG Obergraben westlich Wickede, Fröndenberg, 15.03.2026 Foto: Martin Schemm
Weißstorch auf dem Kunsthorst an der Flutrinne, Wickede, 15.03.2026 Foto: Martin Schemm
Weißstorch
Weißstorch, 15.03.2026 Foto: Martin Schemm

Bergkamen, 06.03. – 15.03.2026, Weißstorch, Haubentaucher, Stieglitz, Rotkehlchen, Steppenmöwen ( Karl Heinz Lindemann )

Weißstorch Pärchen seit einigen Tagen zurück zur Ökostation Bergkamen, 06.03.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann)
Einer von 2 Haubentauchern auf dem Beversee, Bergkamen, 12.03.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann)
Stieglitz im Gebüsch in den Lippewiesen Bergkamen, 12.03.2026 ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Rotkehlchen auf dem Zaun , Friedhof Bergkamen Rünthe, 12.03.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann)
Steppenmöwen auf dem Datteln Hamm Kanal kurz vor dem Kraftwerk Heil, 15.03.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )
Steppenmöwe im Flug über dem Datteln Hamm Kanal, 15.03.2026, ( Foto Karl Heinz Lindemann )

Neuer OAG-Aufkleber ab März 2026 (Hannah & Marvin Stahl)

Meine Frau Hannah hat einen neuen Autoaufkleber für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna sowie für alle Vogelfreunde gestaltet. Der alte Aufkleber von 2012 weicht einer Version, die aufgeräumter, harmonischer und zeitgemäßer wirkt.

Der Kiebitz bleibt dabei natürlich das zentrale Motiv – allerdings nicht mehr als Foto, sondern als klare grafische Darstellung. Auch die Form hat sich geändert: Statt oval ist der Aufkleber nun rund und hat einen Durchmesser von 11 cm. Es handelt sich um einen langlebigen Qualitätsdruck, der UV-stabil und witterungsbeständig ist und damit auch langfristig am Fahrzeug hält.

Die Aufkleber können für 1€ pro Stück erworben werden, mit Versand 1€ mehr.

Bei Interesse sendet bitte eine E-Mail mit euren Kontaktdaten an aufkleber.oag@web.de. Ihr erhaltet dann eine kurze Rückmeldung mit den Zahlungsinformationen (PayPal oder Überweisung). Alternativ ist auch Barzahlung möglich, wenn man sich einmal im Gelände trifft – für diesen Fall habe ich auch immer ein paar Aufkleber im Auto dabei.


Der neue OAG-Aufkleber: Ein vertrautes Motiv im frischen Layout – jetzt für alle Vogelfreunde erhältlich. Grafik: Hannah Stahl

Wickede (Ruhr), 1. Rauchschwalbe am 13.03.2026 (A. Hünting)

Gestern Vormittag konnte ich in Wickede (Ruhr), knapp jenseits der Kreisgrenze meine erste Rauchschwalbe des Jahres beobachten. Bei sonnigem Wetter und ruppigem Wind war sie in etwa 3 Metern Höhe über der Ruhr unterwegs. Heute sieht man, dass das Sprichwort: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ leider stimmt. Ich hoffe auf mehr Schwalben in den kommenden Tagen und Wochen!

Fröndenberg/Wickede: Weißstorch, 10.03.2026 (Martin Schemm)

Beim Blick aus dem Fenster hinab ins Ruhrtal konnte ich am 10.03.2026, 17.30 Uhr, einen ersten Storch unmittelbar auf dem Horst am Beringhof, auf Fröndenberger Gebiet, feststellen. Durch sofortige Inaugenscheinnahme vor Ort bestätigte sich die Beobachtung. Es handelt sich wie im letzten Jahr wieder um einen unberingten Storch.

Weißstorch
Weißstorch am Behringhof im NSG Obergraben westlich Wickede, Fröndenberg, 10.03.2026 Foto: Martin Schemm)
Weißstorch
Weißstorch am Behringhof im NSG Obergraben westlich Wickede, Fröndenberg, 10.03.2026 Foto: Martin Schemm)
Weißstorch
Weißstorch am Behringhof im NSG Obergraben westlich Wickede, Fröndenberg, 10.03.2026 Foto: Martin Schemm)

Unna / Hamm: Kranich, Graureiher und Schwarzkehlchen am 12.03.2026 (H. Knüwer)

Zwischen dem Steiner Holz und der ehemaligen Zechenbahntrasse, bereits auf Hammer Gebiet, noch 10 rastende Kraniche. Westlich vom Steiner Holz erneut das bereits gemeldete Schwarzkehlchenpaar. In den Hemmerder Wiesen dann ein kranker und völlig apathischer Graureiher, der wohl nicht mehr lange leben wird.

Acht von zehn Kranichen, die südlich der Bahntrasse Königsborn-Welver, knapp außerhalb des Kreisgebietes, vom 11. auf den 12.03. übernachtet haben und nach dem Frühstück …
Sechs von zehn Kranichen, die südlich der Bahntrasse Königsborn-Welver, knapp außerhalb des Kreisgebietes, vom 11. auf den 12.03. übernachtet haben und nach dem Frühstück …
… durchstarten, um die Brutgebiete im NO anzusteuern.
… durchstarten, um die Brutgebiete im NO anzusteuern. (Foto: H. Knüwer)
Schwarzkehlchenpaar westlich vom Steiner Holz am 12.03.26 (Foto: H. Knüwer)
offensichtlich schwer erkrankter Graureiher in den Hemmerder Wiesen am 12.03.26
offensichtlich schwer erkrankter Graureiher in den Hemmerder Wiesen am 12.03.26 (Foto: H. Knüwer)

Menden/Arnsberg: Sperlingskauz, Schwarzstorch, Grauspechte, Mittelspechte, Hohltauben, Kolkraben, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Kernbeißer, Misteldrosseln, Rotdrosseln, Sandlaufkäfer, Großes Jungfernkind, Großer Fuchs und Admiral-Eiablage….am 02.03. und 09.03.2026 (Bernhard Glüer, Andre Matull und Gregor Zosel)

Auf einem Rundweg im NSG „Luerwald und Bieberbach“, den wir zweimal im Abstand von einer Woche abliefen, konnten wir bei traumhaften Wetter u.a. folgendes beobachten, bzw. verhören: 1 rufender Sperlingskauz, 1 Schwarzstorch, 2-3 Grauspechte, mind. 7 Mittelspechtreviere (teils balzend, teils mit Höhlenbau), 2-3 Grünspechte, ungezählte Buntspechte, leider keinen Schwarzspecht, ca. 7 Kolkraben, 8 Hohltauben, 1 Wasseramsel, 1 Gebirgsstelze, 3 Kernbeißer (1 x mit Gesang), 1 überfliegender Wiesenpieper, 1 Tannenmeise, 2 Schwanzmeisen, >3 Sumpfmeisen, 2 Bergfinken, 1 Erlenzeisig, 1 Dompfaff, ungezählte Kleiber, mehrere Sommergoldhähnchen und Wintergoldhähnchen mit Gesang, 3 Goldammern, noch wenige singende Zilpzalpe, ungezählte Singdrosseln, mind. 2 Misteldrosseln (mit Gesang und Nistmaterial), 20-30 Rotdrosseln, 2 Rostgänse, 2 Nilgänse, 1 Sperber, 2 Rotmilane mit Balz sowie mind. 3 Mäusebussarde. In der Insektenwelt waren mehrere Sandlaufkäfer, 1 Großes Jungfernkind (auch bekannt als Birken-Jungfernkind) sowie 1 Admiral bei der Eiablage unsere Highlights.

Schwarzstorch in den Wiesen am Bieberbach……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Schwarzstorch abfliegend in die Weiten des Arnsberger Waldes…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grauspecht im NSG Luerwald und Bieberbach…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Der Grauspecht hat uns stets im Auge……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Insgesamt konnten wir mindestens 7 Mittelspechtreviere als besetzt notieren…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Mittelspecht beim Höhlenbau…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Kernbeißer mit Vollgesang……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Misteldrossel mit Nistmaterial…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Sommergoldhähnchen……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

…und gleich nochmals eins aus dem Nachbarrevier…..am 09.03.2026 (Foto: Bernhard Glüer)

Balzende Rotmilane……am 02.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Mäusebussarde,die ins Revier der Rotmilane eindringen, werden sofort attackiert…….am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kreisender Sperber……am 09.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Tonaufnahme vom rufenden Sperlingskauz….am 02.03.2026 (Aufnahme: Andre Matull)

Großes Jungfernkind auch Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias) beim Sonnenbad…..am 02.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Admiral bei der Eiablage…..am 09.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Auf der jungen Brennessel fanden wir dann auch das winzige gelegte Ei des Admirals……am 09.03.2026 (Foto: Andre Matull)

Sandlaufkäfer auf dem Wanderweg…..am 09.03.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Fröndenberg/Holzwickede/Schwerte: Seidenreiher, Rohrammern, Schwarzkehlchen, Bekassinen, ziehende Feldlerchen, balzende Mäusebussarde, Mittelspecht, erste Weißstorch-Übersicht, Rotmilane, Gebirgsstelze, Kolkrabe, Singdrosseln, Zilpzalpe u.a. vom 26.02.–08.03.2026 (K. & A. Matull, P.Krüger)

Der auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 25.02. von Andreas Hünting gemeldete Seidenreiher hielt sich auch noch am nächsten Morgen im Gebiet auf. Im Schwerter „NSG Mühlenstrang“ gestern u. a. zwei singende Rohrammern, zwei singende Zilpzalpe und sechs singende Singdrosseln sowie am Freitag ein Weißstorch-Paar auf dem Nest. Gestern ebenda am Waldrand Dutzende rastende Wacholder- und Rotdrosseln sowie ein revieranzeigendes Mäusebussard-Paar (Balzflüge).

Das seit 2020 ansässige, rechts beringte Weißstorch-Weibchen der Kiebitzwiese in Fröndenberg ist seit mind. dem 1. März zurück. Gemeinsam mit ihrem unberingten Partner bildet sie traditionell das Brutpaar auf der Nisthilfe. Wie schon im Vorjahr ist auch der Horst auf dem Hochsitz wieder durch ein weiteres, unberingtes Paar besetzt.

Jenseits der typischen Standvögel fielen heute von der Rammbachmündung bis zum alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese im Gebiet insgesamt vier Schwarzkehlchen (3,1; darunter ein Paar), und mind. 5 Rohrammern (Sichtbeobachtungen) auf, wobei deren starke akustische Präsenz aus der ufernahen Deckung heraus auf eine deutlich höhere Individuenzahl schließen ließ. Zudem konnte ein steter Heimzug von Feldlerchen in nordöstliche Richtung registriert werden. Diese Beobachtungen dürften gut mit der derzeitigen Durchzugszeit korrespondieren. Des Weiteren fallen auch hier die schlagartig zunehmenden Reviergesänge des Zilpzalps und der Singdrossel auf. Darüber hinaus sind eine nahrungssuchende Gebirgsstelze und ein rufend überfliegender Kolkrabe zu erwähnen. Ansonsten blieb es im Gebiet eher ruhig und bei den „üblichen Verdächtigen.“ Generell scheinen auch die meisten Rotmilane zurückgekehrt zu sein.

Außerdem liegen erste Meldungen über die Rückkehr der Weißstörche in Fröndenberg und Schwerte vor.

Beeindruckender Größenvergleich auf der Kiebitzwiese am 27.02.2026: Der deutlich kleinere Seidenreiher (vorne) wirkt neben dem stattlichen Silberreiher fast zierlich. (Foto: Klaus Matull)
Rotmilane sind mittlerweile fast überall in den üblichen Gebieten zurückgekehrt. Schwerte, 05.03.2026 (Foto: Klaus Matull)
Ebenfalls sind die meisten Weißstörche an ihren Brutplätzen zurück. (Fotos: Klaus Matull)
Ein ganz früher und bereits sehr aktiver Mittelspecht in Schwerte am 04.03.2026 (Foto: Klaus Matull)
Ebenda ein flinker Mauswiesel am Waldrand. 04.03.2026 (Foto: Peter Krüger)
Bekassinen nutzen die Vernässungsfläche der Kiebitzwiese am 08.03.2026. (Foto: Klaus Matull)
Das Ufer wird von der emsigen Gebirgsstelze zur Nahrungssuche frequentiert. 08.03.2026. (Foto: Andre Matull)
Im ersten Morgenlicht ertönte der Gesang dieses männlichen Schwarzkehlchens am Flößergraben der Kiebitzwiese. 08.03.2026 (Foto: Andre Matull)
Unweit davon entfernt: Eine von mehreren Rohrammern im Gebiet. 08.03.2026 (Foto: Andre Matull)