



























Es trieb uns mal wieder zum Echthauser Berg bei Wickede, wo wir stets schöne Beobachtungen in der Vergangenheit hatten. Ab heute heißt es definitiv: “Nichts ist unmöglich, deshalb genau hinschauen!“. Denn damit haben wir mitten im Wald sicher nicht gerechnet. Der erste Blick ohne Fernglas ließ einen Greifvogel als hellen Mäusebussard vermuten, entpuppte sich aber beim Blick durch die Optik als ein Fischadler mit Beute. Dieser Adler hat entweder an dem Waldweiher am Schwarzen Weg oder an der Ruhr erfolgreich gejagt. Danach hat er sich zum Frühstück in den Hochwald zurückgezogen. Neben diesem Highlight konnten wir außerdem an diesem Vormittag u.a. folgendes notieren: 1 überfliegender Schwarzmilan, 1 Sperber, 1 Mäusebussard, mind. 1 Schwarzspecht, mind. 3 Mittelspechte, mind. 2 Grünspechte, 7 Buntspechte, 3 Hohltauben, 2 Kolkraben, 5 Eichelhäher, 1 Gebirgsstelze, 2 Bachstelzen, 6 Kleiber, 8 Kernbeißer (7+1 Ex.), 1 Haubenmeise, 2 Tannenmeisen, 7 singende Sommergoldhähnchen, 1 singendes Wintergoldhähnchen, 5 singende Fitisse, 20 singende Zilpzalpe, 8 singende Singdrosseln, 2 singende Misteldrosseln, mind. 5 Rotdrosseln, 3 Dompfaffe (1:2), 2 Mönchsgrasmücken, 1 Goldammer, 2 Graureiher sowie auf dem Waldweiher 3 Zwergtaucher, 7 Kanadagänse und 4 Graugänse.

Fischadler mitten im Wald am Echthauser Berg…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kurz vor dem Abflug mit Beute……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht im Waldgebiet „Mühlenbuchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Mittelspecht ohne Beschwerden im Halswirbelbereich…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Eines der vielen Sommergoldhähnchen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Der Fitis ist nun fast überall eingetroffen…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Heute auf unserem Weg konnten wir 5 singende Fitisse notieren…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kernbeißer nahe dem Waldrastplatz „Zu den fünf Buchen“……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Heckenbraunelle singt am Wegesrand…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Waldeidechse im Unterholz……am 07.04.2026 (Foto: Andre Matull)

Nun fliegen die ersten Aurorafalter…….am 07.04.2026 (Foto: Gregor Zosel)
In Schwerte und Fröndenberg brüten derzeit alle bekannten Weißstorch-Brutpaare. Die regelmäßige Anwesenheit von 3–5 Fremdstörchen auf der Kiebitzwiese erweckt zudem den Eindruck, dass in der Region weiterhin nach geeigneten Brutplätzen gesucht wird. In Schwerte („In der Lake“/“Röllingwiese“) lassen sich zudem regelmäßig bis zu zwei Rohrweihen (1,1) beobachten.
Die aktuelle Situation für das NSG Kiebitzwiese in Fröndenberg ergibt neben 3 sicheren Revieren der Rohrammer das bereits von M.Stahl am 27./28.03.26 genannte Schwarzkehlchen-Revier (Transport von Nistmaterial am 13.03.26). Die Vermutung eines weiteren Schwarzkehlchen-Reviers (singendes Männchen am Flößergraben vom 08.03.26) konnte nach mehrfachen Nachkontrollen hingegen nicht bestätigt werden. Für Besorgnis sorgt indes der Bestand der Goldammer, die es offensichtlich überhaupt nicht mehr im Gebiet gibt?!
Dem entgegen stehen zwei überraschende Girlitz-Sichtungen vom heutigen Tage: Zum einen im Siedlungsbereich nördlich der Kiebitzwiese sowie am alten Aussichtshügel (jeweils singend) und ein weiterer Überflieger am Aussichtshügel. Ob es sich dabei um ein temporäres Ereignis handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden. Im regionalen Kontext der Nachbarstadt Iserlohn (Kreis MK) werden Girlitze persönlichen Beobachtungen zufolge fast ausschließlich nur noch auf Friedhöfen angetroffen.
Bezüglich möglicher Bruten der Schnatterente bleibt festzuhalten, dass die Art im vergangenen Winter deutlich seltener anzutreffen war. Ein plausibler Grund hierfür dürften die häufig zugefrorenen Vernässungsflächen sein. Heute (am 06.04.26) war zumindest mit 10 Individuen (5 Paare) dieser Art eine entsprechende Ausgangslage vorhanden.
Außerdem konnten wir heute zwei Flussregenpfeifer bei Verfolgungsflügen beobachten sowie am Rande der Kiebitzwiese einen Schwarzmilan und einen Kleinspecht. Morgens strich eine männliche Rohrweihe flach über den Flößergraben. Des Weiteren rasteten heute 5 Waldwasserläufer in der Nähe des neuen sowie 4 Bekassinen am alten Aussichtshügel. Erwähnenswert ist zudem eine rastende männliche Löffelente, die am Freitag (03.04.26) zwischen den üblichen Enten zu sehen war.








Nach der ersten Zwischenbilanz bei der kreisweiten Synchronzählung unserer Kiebitze, am 28.03.26, geht es inzwischen in den unterschiedlichen Bruthabitaten darum, den Kiebitzen überall auch zum dringend nötigen Bruterfolg zu verhelfen. In den 10 Kommunen des Kreises hatten mehr als 30 Helfer insgesamt 70 Kiebitzpaare erfasst. Wenn man bedenkt, dass zu Beginn der fast alljährlich wiederholten Zählung im Jahre 1999 noch 380 Kiebitzpaare gefunden worden waren, so haben wir inzwischen fast nur noch 2 Kiebitzpaare pro Zähler.
Die meisten Kiebitze haben bereits ein Gelege, das bebrütet wird – bzw. die ersten Gelegeverluste sind ebenfalls schon zu beklagen. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Anstrengungen, die Kiebitzgelege zu schützen, bzw. möglichst am Ende der Brutsaison auch flüggen Nachwuchs hervorzubringen. Unterstützt und koordiniert werden alle Bemühungen von der Biologischen Station und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises UN – sowohl durch Beschaffung von Material oder Finanzhilfen für Ernteentschädigungen oder andere Aufwendungen von Landwirten, als auch durch tatkräftige Hilfe beim Auffinden und Markieren von Kiebitzgelegen auf Ackerflächen oder Kontaktherstellung und Gesprächen zu/mit Grundeigentümern und Flächennutzern. Inzwischen wird im Gelände auch eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt, die nicht nur das Auffinden erleichtert, sondern gleichzeitig auch jedes Nest metergenau durch GPS-Daten registriert. Wenn dann die Gelege zu ihrem Schutz bei anstehenden Feldarbeiten markiert werden müssen, sind sie dank der digitalen Hilfsmittel auf den oft riesigen Feldern schnell zu finden.
























Im HRB der Seseke jagte heute ein Habicht – vermutlich ein Weibchen – einen Fasanenhahn, erwischte ihn aber nicht richtig und nach kurzem Kampf zog der Habicht ab.
Heute wieder 3 Kiebitze im HRB, bei der Kartierung zeigte sich leider keiner, möglicherweise kommt es hier aber doch noch zu einer Brut?
An der Seseke ein Gebirgsstelzen-Paar und im RRB-Bramey eine Rohrweihe.



















Dem Kiebitzwetter trotzend haben die Kartiererinnen und Kartierer es tatsächlich zum 14. Mal in Folge wieder geschafft, (mehr oder weniger) synchron die Zahl der brutverdächtigen Kiebitze im Kreis zu ermitteln. Die seit 1999 vorliegenden Ergebnisse finden sich hier. Die ermittelten aktuellen Daten bilden die Grundlage für jetzt einzuleitende Schutzmaßnahmen.
Herzlichen Dank allen Beteiligten!
Auf dem Teich vor dem Beobachtungshügel in den Hemmerder Wiesen war am Nachmittag des 27.03.2026 eine männliche Brandente beim Gründeln zu beobachten.
Im Rahmen der kreisweiten Kiebitz-Synchronzählung im Kreis Unna wurde auch im Raum Fröndenberg erneut gezielt nach dem Kiebitz gesucht – jedoch ohne Erfolg. Bereits das dritte Jahr in Folge blieb ein Nachweis aus.
Diese Entwicklung spiegelt den anhaltenden Bestandsrückgang der Art wider. Hauptursachen sind vor allem die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, z.B. durch frühe und häufige Ackerbearbeitung oder Mahd, intensive Düngung sowie der Verlust von Brachen. Ein Hoffnungsschimmer besteht jedes Jahr darin, dass durch die frühzeitige Erkennung von Nestern gezielt Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können, um lokal Bruten zu sichern.
Ein kleiner Lichtblick ergibt sich aktuell bei einer anderen Art: Das Schwarzkehlchen zeigt in Fröndenberg eine positive Entwicklung. Mit aktuell vier Revieren befindet sich die Art im Aufwärtstrend. Auffällig ist dabei, dass drei der vier Reviere in Schutzgebieten liegen – ein Hinweis darauf, wie wichtig gezielte Schutzmaßnahmen und geeignete Lebensräume für den Erhalt und die Förderung dieser Art sind. Im NSG Kiebitzwiese befindet sich 1 Revier, auf der Feldvogelschutzfläche in Strickherdicke erneut 2 Reviere und im Warmer Löhen an der Kreisgrenze zu Soest 1 weiteres Revier.
An verschiedenen Stellen im Kreis heute insgesamt auch 3 Rohrweihen überfliegend (2x vorjährig, 1x immatur).



Auf der Röllingwiese in Schwerte beobachteten wir gestern eine männliche Rohrweihe. Ebenda bereits am 12.03. als persönliche Jahreserstbeobachtung eine weibliche Rohrweihe.
Am 19.03. nachmittags auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ein Waldwasserläufer, > 50 rastende Bachstelzen und eine Nilgans Familie mit 7 Pulli. Ebenfalls dort dokumentierten wir am 22.03. vormittags ein Schwarzkehlchen-Paar beim Nestbau. Am gleichen Tag zwischen den beiden Aussichtshügeln bis zur Sichlerbucht sind u. a. eine Weißwangengans, 6 Rohrammern (3 Paare), eine Wasserralle, 7 Bekassinen sowie 3 Kolkraben zu erwähnen (Mitbeob. zeitweise: A. Hünting u. B. Nikula). Im angrenzenden Industriegebiet erstmalig dieses Jahr für uns ein singender Hausrotschwanz. Ergänzend sind unregelmäßige Nachweise von Flussregenpfeifern zu nennen, die immer wieder im Gebiet Station machen. Gregor Zosel konnte bereits am 07.03. insgesamt 3 Individuen gleichzeitig vor Ort sichten.
Abseits der auffälligen Artenzugänge lohnt ein genauerer Blick auf die Wasservögel der Vernässungsfläche. Hier lassen sich Phänomene dokumentieren, die oft nur als Randnotiz wahrgenommen werden, jedoch eine biologische Variabilität offenbaren. Einerseits hält sich seit über einem Jahr zwischen Stockenten ein intersexuelles Individuum auf, das Mischmerkmale von Männchen und Weibchen aufweist, was bei Stockenten beispielsweise durch hormonelle Störungen oder genetische Faktoren entstehen kann (vgl. AVES Braunschweig 2 (2011), Abb. 21-22, S. 27–28: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf ). Andererseits hielten sich seit dem gesamten Winter regelmäßig bis zu 3 Höckergänse (domestizierte Form der Schwanengans) mit einer weißen Hausgans auf. Am Sonntag kopulierte eine Höckergans ♂ mit der Hausgans ♀. Sollten beide Individuen – wie aufgrund ihrer phänotypischen Merkmale zu vermuten ist – der Gattung Anser angehören, wäre aus dieser Verbindung gemäß der einschlägigen Literatur (u. a. AVES Braunschweig 1 (2010), ca. S. 25: https://www.club300.de/publications/014_hybrids/AVES_Wasservogel-Hybriden_von_J_Lehmhus.pdf) üblicherweise von voll fruchtbaren Hybriden auszugehen. Dieses Beispiel zeigt, wie Domestikation in einem Naturschutzgebiet eine ganz eigene Dynamik aufbauen kann.
Bei einem Blick auf insgesamt 8 Weißstorch-Brutpaare in Fröndenberg und Schwerte (inkl. Geiseckesee) zeichnen sich nach jüngstem Kenntnisstand mindestens zwei Veränderungen ab. So besetzt ein neues Männchen (unberingt) die Nisthilfe an der Röllingwiese in Schwerte und ein neues Weibchen (beringt) in Schwerte-Geisecke bei der Baumbrut, dessen Ringablesung der zuständigen Vogelwarte gemeldet wurde.











Roben Hirschberg hat für die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna auch den zweiten Ornithologischen Sammelbericht für das Jahr 2024 erstellt. Auf der Grundlage der Ornitho-Daten, der Beobachtungen auf der OAG-Seite und persönlicher Zuschriften hat Roben die Meldungen wieder nach dem Vorbild des von Wolfgang Pott jahrelang herausgegebenen Hammer Jahresberichtes in einer übersichtlichen und lesenswerten Form aufbereitet und kommentiert. Nach dem ersten Sammelbericht 2023 ist damit auch für 2024 eine zusammenfassende Darstellung des Vogeljahres und der ornithologischen Aktivitäten gelungen.
Und wieder hat es der Sammelbericht in sich: Gleitaar, Steppenkiebitz, Zwerggans, Purpurreiher, Rotfußfalken-Einflug sind nur einzelne Schlaglichter seltener Arten, die sowohl die Bandbreite der im Kreis Unna beobachteten Spezies als auch die Leistung der vielen OrnithologInnen des Raumes beschreiben. Natürlich – und sicherlich noch wichtiger für die Bewertung der Avifauna des Kreises – zeigt der Sammelbericht auch auf, wo die wunden Punkte in Form von erheblichen Rückgängen ehemals weit verbreiteter Arten im Kreisgebiet liegen.
Nach der Durchsicht bleibt einzig der Wermutstropfen, dass dieser Sammelbericht aus Zeitgründen vielleicht keine Fortsetzung finden wird.
Eine Woche vor der kreisweiten Kiebitzzählung sitzen erste Brutvögel bereits auf Gelegen. Während im Kiebitz-Hotspot „Hemmerder Wiesen“ mit heute bis zu 47 Kiebitzen auch noch Rastvögel vor Ort waren und die hiesigen „Stammvögel“ zwar balzten, jedoch noch keine Gelege oder Nestmulden vorzuweisen hatten, sieht es in Bönen anders aus. Auf der Kiebitz-Ausgleichsfläche, die in Zusammenarbeit von Unterer Naturschutzbehörde, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Biologischer Station im Industriegebiet „Am Mersch“ angelegt worden ist, saßen heute 4 brütende Kiebitze fest auf bereits vollständigen Gelegen. – Da gleichzeitig überall auf Feldern und potenziellen Brutflächen auch die Landwirte das Frühlingswetter intensiv zur Feldbestellung nutzen, sollte deshalb auf weitere Gelege geachtet werden, damit diese nicht schon zu Beginn der Brut „unter die Räder …, den Pflug …, den Grubber …“ geraten.

Bei einem kurzen Besuch der Rieselfelder in Werne konnte ich auf der großen Blänke neben Stockenten, Reiherenten, Krickenten, zahlreichen Schnatterenten, einer männlichen Löffelente auch eine ad. Heringsmöwe beobachten. Außerdem noch im Gebiet: Kanadagans, Graugans, Nilgans, Blässhuhn, Rohrammer (1/1), Schwarzkehlchen (m), ein Trupp Stieglitze, Zilpzalp, Singdrossel, Weißstorch, Graureiher, Jagdfasan (m), Turmfalke (w), Rabenkrähen. Kurz bevor ich gehen wollte, flog lautstark ein großer Trupp Blässgänse ein. Es ist immer wieder faszinierend, wie viele „Ehrenrunden“ Blässgänse fliegen, bevor sie landen. Als dann der ganze Trupp endlich gelandet war, ergab eine überschlägige Zählung mindestens 300 Exemplare! Das ist für die Werner Rieselfelder eine erstaunlich hohe Zahl.
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