Am 09.06. konnte Peter Krüger südöstlich der Kreisgrenze in Hagen 2 überfliegende Gänsegeier beobachten. Während einer der Vögel für eine halbe Minute kreiste, zog ein weiterer deutlich höher durch. Derartige „Brett-Silhouetten“ sind in unseren Breiten am Himmel stets ungewöhnlich. Die anschließend Richtung Nordost weitergezogenen Gänsegeier lassen naheliegen, dass sie ebenfalls den Kreis Unna überflogen haben. Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) wies in diesem Zusammenhang bereits am 07.06.2023 auf ihrer Homepage darauf hin, dass der Juni der klassische „Geiermonat“ ist. Demnach steigen die Bestände der Gänsegeier aufgrund des konsequenten Schutzes und erfolgreicher Wiederansiedlungsprogramme in Südwesteuropa erfreulicherweise wieder an. Auf der Suche nach Nahrung und beim Erkunden neuer Gebiete legten insbesondere Jungvögel riesige Distanzen zurück. Dadurch erschienen die imposanten Riesen mit über zweieinhalb Metern Spannweite mittlerweile alljährlich im Frühsommer als Thermiksegler in Mitteleuropa – und eben auch in NRW. Da Geier reine Aasfresser sind und eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen, im Flug in großer Höhe unter Umständen aber leicht übersehen werden, kann sich mit reichlich Glück eine sehr akribische Himmelsbeobachtung lohnen.
Gestern (15.06.) zeigte sich am Waldrand von Schwerte-Westhofen ein Grauschnäpper (P. Krüger). Nordwestlich des Geiseckesees kreiste ein männlicher Wespenbussard. Südlich über der Ruhr jagte ein Baumfalke, der am dortigen Ufer einen rastenden Waldwasserläufer aufscheuchte. Begleitet wurde das Geschehen an der Ruhr vom bekannten, weiterhin ausdauernd singenden Seidensänger.































































































