













Nur eine kleine Story, jedoch vielleicht trotzdem von Interesse:
An unserem „Schwalbenfreundlichen Haus“ gab es leider durch Verfall des Nestes, einen Absturz von zweien der drei kleinen Bewohner.
Nach einigen Überlegungen wie man die Kleinen retten könnte, haben wir uns für die Variante Neubau entschieden. Eine Doppeleinheit von künstlichen Nestern wurde kurzerhand zersägt, diese direkt neben dem defekten Altbau montiert und das letzte Küken vorsichtig aus dem verfallenen Nest entnommen.
Auf dem Boden wurden die Kleinen wieder vereint und dann zusammen mit dem Neubau wieder unter der Dachkante montiert.
Nach kurzer Zeit und nach eifrigem Betteln, wurde das neue Nest auch wieder von den Altvögeln angeflogen und die Kleinen wieder gefüttert.
Somit Happy End ….
Die Tatsache, dass sich der Neubau unter der Dachkante eines zweistöckigen Hauses befand, machte die Mission nicht ganz so leicht.





Der erst gestern begründete Verdacht auf eine zweite Wespenbussardbrut im Unnaer Osten konnte heute bestätigt werden: an selber Stelle in der Mühlhauser Mark zeigte sich nicht nur erneut der wieder äußerst nervöse Wespenbussard-Mann, sondern auch ein frisch flügger Jungvogel, der schon recht sicher über den Baumkronen kleine Runden drehte. Außerdem ebenda unter ca. 25 Rauschschwalben ein leuzistischer Jungvogel sowie zwei Gartenrotschwänze. Auch auf dem Bausenhagener Sportplatz heute unter anderem zwei Gartenrotschwänze.




Heute starteten wir unsere morgendliche Exkursion in unserer Nachbargemeinde am Mendener Hexenteich. Auf unserem 8 km Rundweg in Richtung Oesbern konnten wir u.a. folgendes beobachten: 1 Baumpieper, 2 Gartenrotschwänze, 2 Hausrotschwänze, 3 Grauschnäpper, 2 Tannenmeisen, mind. 5 Haubenmeisen, 7 Schwanzmeisen in 2 Trupps, >6 Wintergoldhähnchen, 5 Dompfaffe, 1 Goldammern, einzelne Baumläufer, 1 Grünspecht, einzelne Buntspechte, 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde sowie 2 Habichte (1:1). Anschließend stärkten sich die 10 Teilnehmer des Ornithologischen Stammtisches Fröndenbergs bei einem gemeinsamen Grillnachmittag von dieser Exkursion in gemütlicher Runde.

Eine der Haubenmeise aus einem 5er Trupp…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Grauschnäpper in einer Baumkrone…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Insgesamt mindestens 3 Grauschnäpper zusammen über uns am Wegesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gartenrotschwanz an einem Gehöft am Waldesrand…..am 15.08.2026 (Foto: Andre Matull)

Ebenfalls hier hat der Hausrotschwanz erfolgreich gebrütet…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Gemeine Keilfleckschwebfliegen, auch unter Wald-Mistbiene bekannt, beim Frühstück…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)

Eine Echte Blattwespe zusammen mit einer Kleinen Erzschwebfliege. Insgesamt aber heute sehr wenig Insekten und kaum Schmetterlinge…..am 15.08.2026 (Foto: Clemens Rethschulte)
Jetzt in der zweiten Augustwoche lässt sich – wie im Falle des Baumfalkenbrutnachweises von Clemens Rethschulte (s.u.) – noch der eine oder andere heimliche Spätbrüter nachweisen. So konnte von H. Knüwer und H. Maas bei den Routinezählungen südlich des Hemmerder Schelks offenbar auch das Weibchen zum dortigen Wespenbussard-Brutpaar am heutigen Vormittag dokumentiert werden. Rückblickend klärt sich möglicherweise eine irritierende Beobachtung eines Wespenbussardpaares bei Bausenhagen vom 02.07.26. Das damals fotografierte Weibchen, wurde fälschlicherweise als Indiz für eine fehlgeschlagene Brut des angetroffenen Paares gewertet, da in den ersten Julitagen die Weibchen eigentlich immer fest auf dem Horst sitzen. Mit dem Kenntnisstand von heute kann man annehmen, dass das damalige Weibchen gar nicht der Partner „unseres“ Männchens gewesen ist. Nach Fotoabgleich mit den Bildern von Andre Matull könnte es sich allerdings bei dem heute von ihm auf der Kiebitzwiese fotografierten Weibchen um das Tier vom 02.07. über dem Bausenhagenr Schelk handeln. Neben Übereinstimmungen im Farbmuster des Gefieders fällt auch ein übereinstimmender Handschwingenschaden bei H6 linksseitig auf. Die Bildbeispiele zeigen einmal mehr, dass Fotos in beinahe dedetivischer Spurenarbeit erhellende Details zur individuellen Einordnung und Brutpaarsuche ermöglichen.
Eine weitere unerwartete Wespenbussardbeobachtungen (♂) in der Mühlhauser Mark vom heutigen Vormittag gibt Anlass zur Hoffnung auf ein zweites Brutpaar im Unnaer Osten. Ebenda auch ein männlicher Gartenrotschwanz und eine Klappergrasmücke rastend. Ebenso zeigte sich ein Durchzügler-Gartenrotschwanz auf dem Bausenhagener Sportplatz sowie unter anderem auch ein Trauerschnäpper.







Heute Nachmittag fand ich in den Hemmerder Wiesen – kurz vor der Horster Mühle – die traurigen Überreste einer Schleiereule. Wenige Wochen zuvor wurde in diesem Bereich eine Schleiereule von Björn Nikula auf ornitho.de gemeldet. Der Verdacht liegt nahe, dass es dieselbe Schleiereule war.

Überreste einer am 16.08.2026 aufgefundenen Schleiereule (Foto: Hartmut Brecher)
Heute konnte ich neben dem traurigen Totfund noch 2 Grauschnäpper, 1 Mönchsgrasmücke (W), 1 Goldammer sowie wiederum zahlreiche Bluthänflinge beobachten. Im Hemmerder Ostfeld mindestens 4 Braunkehlchen auf Rapsstoppeln, 1 Schwarzkehlchen und eine Rohrweihe (M).
Bereits am 07.08.2026 konnte ich in der Westhemmerder Feldflur meinen für mich ersten Steinschmätzer des Herbstzuges entdecken. 4 Tage später dann einen Steinschmätzer südlich des Steiner Holzes. Am 13.8.2026 konnte ich wiederum im Bereich der Horster Mühle die folgenden Vogelarten beobachten: 1 Gartenrotschwanz, 1 Trauerschnäpper, mindestens 2 Grauschnäpper, 1 Gelbspötter, 1 Mönchsgrasmücke und mindesten 20 Bluthänflinge (darunter zahlreiche Jungvögel).

Grauschnäpper am 16.08.2026 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)
Begünstigt durch das zum Wochenende gemähte Gelände und dem leichten Nordostwind gelangen heute vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese in Fröndenberg eine Reihe interessanter Beobachtungen, insbesondere von Thermikseglern und stationären Beutegreifern – ein Reichtum, der auf solchen gemähten Flächen leider meist nur von kurzer Dauer ist.
Neben 7 Mäusebussarden in unterschiedlichen Farbmorphen, 6 Graureihern, 4 Weißstörchen (beide hiesigen Brutpaare), 3 Kolkraben, 2 Silberreihern, 2 Rotmilanen, 2 Turmfalken, einem weiblichen Wespenbussard, einem Habicht sowie einer Rohrweihe kreisten am Vormittag 32 Weißstörche hoch über dem Gelände, welche kurz darauf ihren Weg Richtung Südwesten fortsetzten.
Tief fliegende Rohrweihe und Mäusebussarde ließen zeitgleich aus unterschiedlichen Richtungen insgesamt 22 Bekassinen aus der Deckung und ca. 500 Stare fortlaufend von der einen in die andere Richtung flüchten.
Des Weiteren u. a. Hausrotschwanz und Dorngrasmücke mit Herbstgesang, ungezählte Mehl- und Rauchschwalben, 5 Bluthänflinge, 2 Kernbeißer, 2 Türkentauben, eine Rohrammer, eine Hohltaube, mehrere Mönchsgrasmücken sowie Grün- und Buntspechte.
Während in der Umgehungsrinne 2 Waldwasserläufer rasteten, gab sich aus der Sichlerbucht eine Wasserralle akustisch zu erkennen.
Im Rahmen des Vogelzugs fielen einige wenige Baumpieper und Schafstelzen auf.
















Heute oberhalb Priorsheide (Frdbg.-Bausenhagen) in sengender Hitze ein erster Steinschmätzer auf dem Wegzug rastend. Ein ebenda ruhelos vorbeifliegender Schwalbenschwanz „wollte“ nicht fotografiert werden. Gestern nur wenige Hundert Meter davon entfernt auf Rapsstoppeln 5 erste Braunkehlchen.
Auf dem Golfplatz „Am Winkelshof“ abends (13.08.) 2 Trauerschnäpper und eine Grauschnäpper-Familie mit mindestens 2 flüggen Jungvögeln, die jedoch noch gefüttert wurde.







Was lange währt … – allen Unkenrufen zum Trotz ließ sich heute (endlich!) doch noch ein sicherer Brutnachweis für Wespenbussarde im Unnaer Osten mit Fröndenberg erbringen. Im Rahmen der von Hermann Knüwer in alter Tradition am 05.08. gestarteten Zugvogelzählung im Osten von Frdbg.-Bausenhagen war bereits mehrfach ein Wespenbussard-Männchen aufgefallen, das sich allein heute Morgen 4 x zeigte. Ein fünfter Wb konnte heute nicht eindeutig individuell angesprochen werden – es könnte der weibliche Partner gewesen sein. Zunächst stimmte bei allen Beobachtungen das regelmäßig erkennbare Muster im Erscheinen und Verschwinden optimistisch: die Start-Ziel-Betrachtung ergab den Hemmerder Schelk als „Dreh-und-Angelpunkt“. Somit schien sich eine bereits zu Beginn des Sommers aufgestellte Prognose (möglicher Brutversuch im Schelk?) zu bestätigen. Die heutigen Flugaktivitäten des Wb.-Männchens über mehrfach hin- und zurückgeflogene identische Strecken ließen Wabentransport vermuten, der schließlich zweimal bestätigt werden konnte. Auch die stark beschädigten Schwanzfedern des Männchens deuten daraufhin, dass in den zurückliegenden Wochen viele „Erdarbeiten“ gemacht worden sind und etliche Wespennester ausgegraben wurden. Gerade unmittelbar vor dem jetzt anstehenden Ausfliegen der oder des Jungen ist damit „kurz vor knapp“ doch noch ein Brutnachweis gelungen!
Gestern auf dem Golfplatz „Am Winkelshof“ (Frdbg.) ein erster rastender Trauerschnäpper auf dem Wegzug. Ebenda auch mehrfach an zwei konstanten Stellen jeweils Grauschnäpper mit Brutverdacht. Ein weiterer Revierfund an der „Bausenhagener Alm“ mit mindestens 2 flüggen Jungvögeln und mindestens ein Revier in den Hemmerder Wiesen. Im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide) am 08.08. ein rufender Kleinspecht. Unsicher sind noch Brutnachweise für Baumfalken – jedoch lässt eine Reihe von Einzelbeobachtungen auf 1 Bp im Grenzbereich von Bönen/Hamm/Unna, 1 Bp im Raum Hemmerde/Holtum, 1Bp im Raum Wickede/Menden und 1Bp im Fröndenberger Westen schließen. Erfreulich ist der mehrfache Nachweis von Turteltauben knapp südlich der Kreisgrenze mit bis zu 5 Individuen in 3 Revieren.












Rohr- und Wiesenweihen stehen im Anhang I der 2009 von der Europäischen Gemeinschaft erlassenen Vogelschutzrichtlinie. In diesem Anhang sind alle in Europa existenzgefährdeten Arten aufgeführt, für deren Schutz die Mitgliedsstaaten besondere Schutzmaßnahmen ergreifen müssen. Die geeignetsten Gebiete für die gelisteten Arten sollten außerdem als besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden.
In Mittelwestfalen haben beide Arten innerhalb NRWs ihren Verbreitungsschwerpunkt, bei der Wiesenweihe insbesondere im Vogelschutzgebiet Hellwegbörde (VSG). Das bedeutende Vorkommen der beiden Weihen- und weiterer, europaweit gefährdeter Vogelarten war auch der Grund, die Hellwegbörde an die EU als VSG zu melden. Neben dem überwiegenden Flächenanteil im Kreis Soest erstreckt sich das Gebiet auch auf Teilflächen in den Kreisen Unna und Paderborn.
Seit mehr als ein halbes Jahrhundert bemühen sich ehrenamtliche und später auch amtliche Naturschützer, das Überleben der beiden Weihenarten in unserer Region zu sichern. Da die Getreideernte meist vor dem Flüggewerden der Jungvögel beginnt, werden Schutzzonen in Absprache mit den Landwirten auf Getreideflächen eingerichtet und bei der Ernte ausgespart. Die Landwirte erhalten hierfür eine Entschädigung. Gelege der Wiesenweihe werden zusätzlich mit einem Metallzaun gesichert, um Prädation durch Bodenfeinde zu verhindern. Zuvor müssen jedoch zunächst die genauen Brutplätze durch intensives Beobachten ausfindig gemacht werden. Unterstützt durch Ehrenamtliche vor Ort werden die Schutzbemühungen von den Weihenfachleuten der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (Biostation der ABU) auch im Unnaer Raum durchgeführt.
Das Jahr 2026 war ein außergewöhnlich gutes „Weihenjahr“. Allein im Osten von Unna und angrenzenden Randbereichen konnten insgesamt sieben Rohrweihenbruten nachgewiesen werden, so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Hinzu kommen noch einzelne Rohrweihen, die Balzverhalten zeigten, für die aber ein eindeutiger Brutnachweis nicht erbracht werden konnte. Von der Wiesenweihe brütete in den zurückliegenden Jahren im Kreis Unna und speziell in der Unnaer Hellwegregion immer nur ein Paar – und das auch nicht in jedem Jahr. Umso erfreulicher war es, dass 2026 sogar zwei Wiesenweihenpaare nachgewiesen werden konnten. Von den vier Altvögeln war ein Männchen beringt. Es war 2020 als Nestling im Raum Ense markiert worden und ließ sich 2024 einige Kilometer östlich vom Geburtsort als Brutvogel identifizieren. Aktuell befindet es sich im siebten Kalenderjahr.
Eines der beiden Wiesenweihenpaare brütete in einem Wintergerstenfeld und brachte dort drei Jungvögel zum Ausfliegen. Das andere Wiesenweihenpaar brütete in einem Roggenfeld, war aber trotz Errichtung eines Schutzzaunes erfolglos. Es konnten nur noch die Überreste der halbgroßen Jungvögel und des Weibchens in unmittelbarer Nestnähe gefunden werden. Die Ursache des Verlustes bleibt unklar. Interessanterweise brütete kaum 100 m von diesem Wiesenweihenbrutplatz entfernt im selben Roggenfeld ein Rohrweihenpaar. Auch diese Brut blieb erfolglos, weil schon frühzeitig das Gelege prädiert worden war.
Die weiteren Rohrweihenbruten entfielen auf 1x in Raps, Brut erfolglos (Gelege prädiert); 1x in Tritikale, Brut erfolglos (Gelege prädiert); 1x in Wintergerste, Brut erfolglos (Trotz vorheriger Absprache wurden die im Nest befindlichen Jungvögel aus Versehen ausgemäht noch bevor eine Schutzzone eingerichtet werden konnte.); 2x in Wintergerste, Bruten in Schutzzonen erfolgreich mit 3 bzw. 4 Jungvögeln; 1x in Brachfläche, speziell für den Weihenschutz angelegt, Brut erfolgreich mit 3 Jungvögeln. Insgesamt waren also vier der sieben nachgewiesenen Rohrweihenbrutpaare erfolgreich und brachten 10 Jungvögel zum Ausfliegen. Dies ist trotz einiger Verluste immer noch ein relativ gutes Ergebnis. Unter den Verlustursachen spielt Prädation (vornehmlich wohl durch den Fuchs) eine große Rolle.
Warum in diesem Jahr so viele Weihenpaare aufgetaucht sind, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ein ausgesprochen gutes Mäusejahr war 2026 sicherlich nicht, wenngleich lokal auch hohe Mäusedichten nachgewiesen werden konnten. Es wird spannend sein, wie sich die Bestände beider Arten in den nächsten Jahren entwickeln.
Der Dank der OAG geht an die aktiven Weihenschützer der ABU für ihre Bemühungen und an die Landwirte, die die Schutzmaßnahmen unterstützt haben.




















Eine umfangreiche Suche nach der Turteltaube vom 18.07.2026 im Schwerter Elsebachtal blieb leider erfolglos. Bei dieser Gelegenheit wurde jedoch überdeutlich, wie gravierend die anhaltende Trockenheit die Gewässer belastet: Sowohl der dortige charakteristische Elsebach als auch der Lollenbach sind derzeit komplett trocken gefallen. Diese fortschreitende Austrocknung der Natur erhöht das Brandrisiko im Freiland extrem – eine Erinnerung daran, wie sensibel die Vegetation aktuell auf kleinste Funken oder Unachtsamkeiten reagiert.
Die akute Dürre begünstigte am gestrigen Nachmittag auch einen Flächenbrand im Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ in Fröndenberg. Gegen 15:30 Uhr gerieten am neuen Aussichtshügel an der Werner-von-Siemens-Straße ca. 1.000 m² Fläche in Brand. Dank des raschen Einsatzes der Feuerwehr konnten die Flammen zeitnah gelöscht werden.
In diesem Zusammenhang ermittelt die Polizei NRW Unna, sucht nach Zeugen und hat unter nachfolgendem Link eine detaillierte Pressemitteilung veröffentlicht:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65856/6325587





Anfang August zeigt sich jedes Jahr das gleiche gewohnte Bild: Die Landschaft wirkt im Vergleich zum Frühjahr stellenweise fast wie ausgestorben. Der morgendliche Gesang ist nahezu vollständig verstummt und viele Vögel führen – teilweise auch bedingt durch die kräftezehrende sommerliche Mauser – ein extrem heimliches Leben. Dabei ist paradoxerweise genau jetzt der jahreszeitliche Höhepunkt der Individuenzahl erreicht, da unzählige diesjährige Jungvögel das Revier bevölkern.
Bei einer 8 Kilometer langen Wanderung durch das Schwerter Ruhrtal und die unmittelbare Umgebung konnten neben einer Neuntöter-Familie mit 3 Diesjährigen mehrere Familien von Dorn- und Gartengrasmücken beobachtet werden. Die bereits gemähten Felder lockten insgesamt 16 Graureiher sowie 2 adulte Weißstörche an.
Auf einer beweideten Fläche fielen zudem mindestens 20 Wiesenschafstelzen auf – ein Indikator dafür, dass der Wegzug für diese Art bereits wieder eingeläutet ist. Abgeerntete Getreidefelder wurden gleichzeitig von Ringeltauben, Hohltauben, Dohlen, Raben- und Saatkrähen zur Nahrungssuche genutzt. Genau diese Ansammlung geriet ins Visier eines wahrscheinlich diesjährigen Wanderfalken, dessen Attacke jedoch erfolglos blieb.
Darüber hinaus gelang die Beobachtung von einem Rotmilan, 2 Sperbern und 2 Kolkraben.
Des Weiteren bettelte nach wie vor eine der unlängst gemeldeten diesjährigen Waldohreulen. Der Aktionsradius von etwa 500 Metern rund um den Brutplatz wurde von den Jungvögeln bei mehrfachen Nachkontrollen bisher kontinuierlich eingehalten.
Als absolutes Highlight des Vormittags bleibt jedoch ein männlicher Wespenbussard festzuhalten, der mit einer Wabe in den Fängen im Tiefflug vorüberzog und damit zum jetzigen Zeitpunkt einen sicheren Brutnachweis liefert.
