Völlig erstaunt über den frühen Rückzug konnten wir am 16.2. um 16.10 Uhr, gestern bereits im Dunkeln um 19.15 Uhr und heute wieder um 15.45 Uhr jeweils eine Kette Kraniche nach NE ziehend direkt über unserem Haus beobachten bzw. lautstark vernehmen.
Eine riesige Wasserfläche hat sich über Nacht gebildet. 17.02.21 Foto: Hartmut PeitschHochwasser im HRB, 17.02.21 Foto: Hartmut PeitschWassermassen strömen ins Becken. 17.02.21 Foto: Hartmut PeitschNutria zum Deich schwimmend, 17.02.21 Foto: Hartmut PeitschAlles auf die Deiche, der Wasserspiegel steigt noch…17.02.21 Foto: Hartmut PeitschEin großer Sprung Rehe mit 9 Tieren in Bramey-Lenningsen. Ein Reh fehlt auf diesem Foto. 17.02.21 Foto: Hartmut Peitsch
Auch heute (17.02.2021, ca.15:35 h) waren wieder Kraniche über Fröndenberg-Langschede unterwegs. Eine Gruppe von 50-60 Tieren flog aus Richtung Iserlohn kommend weiter Richtung Münsterland.
Kraniche über Fröndenberg-Langschede, 17.02.2021 Foto: Christian Taeger
Heute Nachmittag in der Zeit zwischen 15.30 und 16.30 Uhr konnte ich auf einem Spaziergang im fast halbstündigen Takt Kraniche in Fröndenberg beobachten. Es waren jeweils Züge von ca. 50 bis 60 Stück, die erst über Neimen kreisten und dann weiter zogen.
Kraniche über Fröndenberg, 16.02.2021 Foto: Heike NiemandKraniche über Fröndenberg, 16.02.2021 Foto: Heike Niemand
Auf den Friedhöfen unserer Region sind doch noch Vögel zu finden. Einige sehr versteckt und im Gegenlicht oder Gebüsch, aber es waren doch erstaunlich viele Arten während der drei Tage.
Kleiber bietet seine Behausung an.Buchfink versteckt sich.RingeltaubenZaunkönigSumpfmeiseStieglitz im GegenlichtRotkehlchenKernbeißer im Gegenlicht und hoch oben im Baum.Grünspecht versteckt.GrünfinkFasanen WeibchenErlenzeisigErlenzeisigElster im Wind.Eichelhäher hat seinen „Schatz“ ausgegraben.DohleBlaumeiseGartenbaumläuferAmsel im Wind.
Im Bereich der Hönne-Mündung heute am späten Vormittag: eine Wasseramsel, mehrere Stockenten, sechs Reiherenten, zehn Kormorane, drei Blässhühner, drei Höckerschwäne, eine Bekassine, ein Zaunkönig, ein Eichelhäher, ein Rotkehlchen und ein Gimpelpaar.
Auf dem Rückweg an der Kleystraße ein Turmfalke.
Im Garten u.a. die bekannte Mönchsgrasmücke, eine Heckenbraunelle und zwei Schwanzmeisen.
Eichelhäher an der Hönne am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).Rotkehlchen an der Hönne am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).Bekassine – etwas weiter entfernt – auf einer kleinen Insel in der Hönne als Ruheplatz. Dort verweilte sie während meines gesamten Aufenthaltes vor Ort und wohl noch länger (16.02.21, Foto: C. Rethschulte).Hier nochmals in der Vergrößerung (16.02.21, Foto: C. Rethschulte).Gänsesäger und Reiherenten auf der Ruhr am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).Weiblicher Gimpel an einer Futterstelle am Ruhrtal-Radweg am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).Ihr männlicher Partner hielt sich nicht weit davon entfernt auf (16.02.21, Foto: C. Rethschulte).Turmfalke an der Kleystraße am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).Eine der beiden Schwanzmeisen im Garten am 16.02.21 (Foto: C. Rethschulte).
Einem ersten Trupp mit etwa 150 Kranichen über Selm gegen 16:30 Uhr folgte mit etwa 120 Exemplaren gegen 17:15 Uhr ein zweiter. Zugrichtung war jeweils Nordosten.
Auch über Frdbg.-Hohenheide am frühen Abend deutlicher Kranichheimzug: von 17.32 Uhr bis 18.13 Uhr in fünf Zügen >240 Vögel. Nahe dem Hof Schulze Neuhoff ein balzrufender Waldkauz (m).
Mit der Schneeschmelze und einer zunehmend „normalen“ Nahrungsverfügbarkeit für die meisten Vögel schwindet langsam der Besucherstrom an der heimischen Vogelfütterung. Insgesamt zeigten sich noch heute und gestern: 13 Amseln, >30 Haussperlinge, 1 Feldsperling, 6 Buchfinken, 4 Dompfaffe (2,2), 2 Grünfinken, 5 Bergfinken, 2 Kernbeißer (1,1), 3 Goldammern, 6 Kohlmeisen, >8 Blaumeisen, 2 Sumpfmeisen, 2 Rotkehlchen, 2 Heckenbraunellen, 2 Kleiber, 1 Buntspecht, 2 Ringeltauben, 1 Eichelhäher. Mehrere Buchfinken ließen heute wieder ihren Gesang hören – sogar eine Amsel stimmte bereits verhaltene Strophen an.
Gestern an vertrauter Stelle bei UN-Stockum nach längerer Zeit wieder die schon mehrfach hier gemeldete „11er“ Rebhuhnkette – allerdings nicht mehr mit vollständiger Besetzung, sondern nur noch mit 10 Vögeln.
Bereits auf deutlich zusammengeschmolzener Schneedecke: die Stockumer Rebhuhnkette nahe der B1 mit nur noch 10 Vögeln, 15.02.2021 (Foto: Bernhard Glüer)An der heimischen Winterfütterung als besonderer Gast: Einweiblicher Kernbeißer …, 15.02.2021 (Foto: Bernhard Glüer)… einen Tag später ebenda auch ein männlicher Kernbeißer – kenntlich an den kräftigeren Farben und dem bläulichen Schnabel, 16.02.2021 (Foto: Bernhard Glüer)In skeptischer Lauerstellung wartet die Sumpfmeise auf den richtigen Moment, um sich am Futter zu bedienen, 16.02.2021 (Foto: Bernhard Glüer)
Die Bürgerinitiative Schwerter Heide meldete Revier anzeigende Schleiereule (Bild) und Steinkauz (Rufe) aus dem Bereich südlich des Schwerter Waldes, in dem eventuell gebaut werden soll. Die von mir erstellten Daten gebe ich zur allgemeinen, naturkundlichen Verwendung weiter. Spannend sind/waren dort auch rastende Heidelerchen.
Im HRB sind wieder 2 Höckerschwäne eingetroffen, möglicherweise das BP der letzten Jahre. Außerdem dort: 2 Silberreiher, 8 Graureiher, >8 Wacholderdrosseln und 1 Mäusebussard.
Am Nachmittag immer wieder Ketten nordöstlich ziehender Kraniche über Bönen, insgesamt ca. 1200 Vögel.
Nach der Frostperiode der letzten Woche war das milde Tauwetter heute (in Lünen 12°C) für die Kraniche wohl der Startschuss. Um 15.50 Uhr flog die erste Kette über mein Haus. Innerhalb der nächsten 30 Minuten waren insgesamt deutlich über 1000 Tiere durchgezogen. Auch eine kleine Gruppe von 30 Blässgänsen flog Richtung NO. Da sie aber nicht sehr hoch flogen war das wohl kein Wegzug, sondern eher eine Ortsveränderung innerhalb des Lippetales.
Letzten Sonntag, am 14.2., habe ich um ca. 10.30 Uhr über den Bäumen des Mergelwalds gesehen, wie eine Rabenkrähe einen im Sonnenlicht nahezu weiß erscheinenden Greifvogel angriff und verfolgte. Ich dachte zunächst an eine helle Morphe eines Mäusebussards. Als ich dann das Fernglas holte, konnte ich nur noch ganz kurz einen Blick vom Profil des Vogels erhaschen und glaubte, einen Eulenkopf erkannt zu haben. Doch angesichts der Tageszeit traute ich meiner eigenen Wahrnehmung nicht. Als ich nun die Meldung von Hans-Joachim Göbel über die tagsüber jagenden Schleiereulen las, erschien mir meine Beobachtung doch wieder glaubhaft.
Gegen 19:45 Uhr waren Rufe ziehender Kraniche zu hören. Nach dem Klang der Rufe zu urteilen kann es nur ein relativ kleiner Trupp gewesen sein, der recht niedrig in westliche oder nordwestliche Richtung flog.