Ein von B.Nikula entdeckter, rastender Schilfrohrsänger zeigte sich kurz am späten Vormittag.
Am frühen Morgen kam auf der nebelbehangenen Kiebitzwiese ein Fuchs auf nen`Sprung vorbei. 22.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Kernbeißer am alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese am 22.09.2024. (Foto: Andre Matull)Rastendes Braunkehlchen auf der Kiebitzwiese. 22.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Aus der Rubrik „Noch nicht so gesehen:“ Eisvogel sitzt in den Kopfweiden am Aussichtshügel und greift von dieser exponierten Warte aus verschiedene Singvögel wie Braunkehlchen, Schwarzkehlchen an….22.09.2024 (Foto: Andre Matull)…dafür wird eben jener von einem Hausrotschwanz vertrieben. 22.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Am späten Vormittag zeigte sich kurz der bereits morgens von B.Nikula entdeckte Schilfrohrsänger in den Kopfweiden. 22.09.2024 (Foto: Andre Matull) Grau-und Silberreiher vertreiben sich auf der Kiebitzwiese ständig gegenseitig. Da wird auch schon mal die Beute weit entfernt fortgebracht. 22.09.2024 (Foto: Klaus Matull)
In den Vormittagsstunden war die für uns erste ziehende Kornweihe dieser Saison südwestlich von Dreihausen zu sehen. Ein Baumfalke jagte, weit entfernt, nicht näher bestimmbare Fluginsekten. Offenbar setzt jetzt auch allmählich der Lerchenzug ein. Einzeln oder in kleinen Trupps zogen etwa 25 über uns hinweg. Ein beachtlich großer Kiebitztrupp (etwa 200) war mit westlichem Kurs unterwegs.
weibchenfarbene Kornweihe am 21.09.24 südwestlich von Dreihausen (Foto: H. Knüwer)
derselbe Vogel aus einer anderen Perspektive (Foto: Harald Maas)
Heute waren am letzten kalendarischen Sommertag noch immer viele ziehende Tagpfauenaugen, wenige ziehende Admirale, aber auch etliche paarungswillige Weißlinge unterwegs. Das Foto zeigt ein Männchen des Kleinen Kohlweißlings (unten), das ein Weibchen derselben Art verfolgt. (Foto: H. Knüwer)
Heute am Vormittag (anfangs diesiges Wetter,später Sonnenschein) konnte ich im Ostteil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 5 Krickenten, ca. 135 Stockenten, 8 Reiherenten, 2 Rostgänse, 2 Nilgänse, 22 Graugänse auf benachbarten Ententeich einfallend sowie 92 Graugänse überfliegend, 1 Teichralle, 6 Silberreiher, 5 Graureiher, 5 überfliegende Kormorane, 2 Grauschnäpper an Rammbachmündung, 3-4 Eisvögel, 1 Grünspecht, 2 Zilpzalpe mit Herbstgesang, ca. 10 Schwanzmeisen zusammen mit einem größeren Trupp Blau-und Kohlmeisen nahe des Wehrs, 21 in östliche Richtung ziehende Rauchschwalben, 1 Habicht (vergeblich Reiherenten jagend), 1 Turmfalke sowie 1 Mäusebussard. Im/am angrenzenden Hammer Wasserwerk u.a.: 2 Kiebitze, 4 Haubentaucher (1 ad. + 3 Jungvögel), 1 Zwergtaucher, 67 Kanadagänse, mind. 48 Nilgänse, ca. 155 Graugänse, 2 Reiherenten, 56 Stockenten, 4 Höckerschwäne, 16 Silberreiher, 10 Graureiher, 1 Braunkehlchen, 2 nach Osten ziehende Rauchschwalben, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Im Warmer Löhen kurz vor Wickede 2 Turmfalken sowie ca. 100 Stare. Zwischen Siddinghausen und der B1 39 rastende Kiebitze, mind. 10 Rotmilane sowie 6 Mäusebussarde.
Noch relativ junger Haubentauchernachwuchs auf der Ruhr im Hammer Wasserwerk……am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Ein Elternteil versorgt noch die Jungvögel…..am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Grau-und Nilgänse am Hammer Wasserwerk….am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Silberreiher auf der Kiebitzwiese….am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Eisvogel am Aussichtshügel der Kiebitzwiese….am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Einer der beiden Grauschnäpper an der Rammbachmündung….am 18.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Bei unserer Exkursion vom Fröndenberger ornithologischem Stammtisch in das „NSG Luerwald und Bieberbach“ konnten wir nicht viele interessante Beobachtungen machen. Anfangs war das Wetter bedeckt, sodass die Schmetterlinge und andere Insekten auf sich warten ließen. So war unser Highlight ein überfliegender Fischadler in Höhe der SGV-Hütte in Holzen. Ansonsten notierten wir u.a. 1 Sperber, 1 Rotmilan, einzelne Rauchschwalben, ein Trupp Wacholderdrosseln sowie ein Trupp Stare, mind. 6 Schwanzmeisen, 1 Hausrotschwanz, einzelne Bachstelzen, 2 Zilpzalps, 2 Mönchsgrasmücken sowie ca. 260 Kanadagänse, die wohl vom Sorpesee kamen. Von den wenigen Schmetterlingen war lediglich 1 Landkärtchen erwähnenswert.
Fischadler über dem „NSG Luerwald und Bieberbach“ bei Holzen…..am 14.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Bei der heutigen Wasservogelzählung gab es im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede insgesamt zwar eher „bescheidene“ Zahlen, doch ein unerwartetes Highlight brachte mit einem vermutlich diesj. Wachtelkönig (?!) dann gewisserweise noch redensartlich „Salz in die Suppe“. Ansonsten ergab sich folgende Artenliste: Kanadagans (32),Stockente (52), Schnatterente (8), Reiherente (~15), Haubentaucher (2), Zwergtaucher (4), Blässhuhn (~35), Kormoran (6). Bemerkenswert waren darüber hinaus ~60 Rauchschwalben, ~20 Mehlschwalben, 3 Gebirgsstelzen.
Der Fund des Wachtelkönigs ergab sich völlig zufällig und unerwartet in einem teils zugewucherten Filterbecken bei der Beobachtung eines Hausrotschwanzes aus dem Auto heraus. Der nur wenige Meter entfernte Vogel schien überhaupt keine Bewegung gemacht zu haben und war plötzlich einfach im Blickfeld – wie aus der dichten Vegetation „herausgewachsen“. Eine spätere Auswertung der Metadaten einer Fotoserie ergab, dass zwischen dem ersten und dem letzten Bild ein Zeitraum von 21 Minuten lag. Dabei hat sich der Vogel nur kaum wahrnehmbar bewegt und verschwand am Schluss spurlos in der krautigen Vegetation – genauso mystisch, wie er aufgtaucht war.
Wachtelkönig in krautiger Vegetation eines teils zugewachsenen Filterbeckens im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede ist plötzlich wenige Meter entfernt „auf der Bildfläche“ …, 15.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… nur kaum wahrnehmbar kommt es zu winzigen Bewegungen …, 15.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… gut 20 Minuten später taucht er buchstäblich in der Vegetation ab und ist augenblicklich spurlos verschwunden, 15.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)Das sonnige Wetter lockt ebenda trotz relativ niedriger Temperaturen (16 °C) einige Schmetterlinge auf Rainfarnblüten (männlicher Hauhechelbläuling) …, 15.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… ebenso auch diese paarungwilligen Sonnenröschenbläulinge …, 15.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… tags zuvor fand sich bei nur 14 °C nahe Frdbg.-Strickherdicke sogar dieser Schwalbenschwanz mit vielen Tagpfauenaugen auf einem Buddleja …, 14.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)Auf einer Pferdekoppel im Norden der Strickherdicker Feldflur noch ein einzelner Rotfußfalke (diesj.) …, 13.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer) … einige Hundert Meter davon entfernt 3 Tage zuvor ebenfalls „nur noch“ ein einzelner Rotfußfalke. – Indem er einen Brennesselstengel als Ansitz wählt, demonstriert er, welch ein „Leichtgewicht“ er doch ist, 10.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Heute Vormittag konnten wir vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. folgendes beobachten:
Braunkehlchen (>5), Schwarzkehlchen (1), Grauschnäpper (1), Kleinspecht (1-Am Ruhrufer), Wasserralle (1-Quiekend Sichlerbucht), Rostgänse (2), unter >100 Stockenten 4 Krickenten, Bekassine (2), Star (ca.250), Neuntöter (1), Rohrsänger unbestimmt (1), ca. 3 Silber- und 4 Graureiher, mehrere Mönchsgrasmücken und Zilpzalpe. Des weiteren Herbstgesang von Heckenbraunelle, Hausrotschwanz und Zilpzalp sowie wenig durchziehende Mehl-und Rauchschwalben. (Am Freitag ähnliche Beobachtungen von K.Matull, zusätzlich ein Weißstorch auf Nisthilfe.)
Gut versteckt, aber erkannt: Doch noch ein Neuntöter auf der Kiebitzwiese. 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)Hier auch einige Zilpzalpe, teils mit Herbstgesang. 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)Ebenso recht gut vertreten, wenn auch teils heimlich, die Mönchsgrasmücke. 13.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Braunkehlechen…. 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)konnten wir heute min. 5 am alten Aussichtshügel beobachten… 15.09.2024 (Foto: Klaus Matull)…wie sie sich für die baldige Weiterreise stärkten. 15.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Ebenso sucht dieser männliche Buntspecht den Zaunpfahl nach möglicher Nahrung ab. 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)Und bei manchen erinnert man sich, dass es sie doch noch gibt-allerdings hier nur während der Zugzeiten. Grauschnäpper auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. 13.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Schwarzkehlchen auf der Kiebitzwiese am 13.09.2024… (Foto: Klaus Matull)…lässt es sich schmecken. 13.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Überfliegende Bekassinen am alten Aussichtshügel. 15.09.2024 (Foto: Andre Matull)Unbestimmter Rohrsänger auf der Kiebitzwiese am 15.09.2024 (Foto: Andre Matull)Eine von mehreren Singdrosseln auf der Kiebitzwiese am 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)Startende Rostgans auf der Kiebitzwiese am 15.09.2024 (Foto: Andreas Hünting)
Wohl über 100 Rauchschwalben hatten sich heute in Alstedde zur Jagd versammelt über einer Wiese, die gerade gemäht wurde. Die meisten flogen dicht überm Boden, aber auch in größerer Höhe war noch Betrieb.
Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg am 02.09. morgens 16 Flussuferläufer, kurzfristig 5 rastende Kernbeißer, eine Rohrammer sowie Herbstgesang von Zilpzalp, Heckenbraunelle, Hausrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen und Zaunkönig. In Schwerte-Westhofen 3 rastende Weißstörche auf einem Haus, davon 2 Ex.mit gelben Farbring „Hiddensee.“
Am 08.09. auf der Kiebitzwiese unter anderem >3 Braunkehlchen, >2 Schwarzkehlchen, eine Knäkente sowie 4 Krickenten unter >100 Stockenten, nach langer Zeit mal wieder eine Bekassine, ein ausdauernd rufender Kleinspecht vom Ruhrdamm, ein Sperber, eine Rohrweihe (1,0 hoch SW über Ententeich).
Darüber hinaus immer wieder durchziehende Rauch-und Mehlschwalben.
Gestern ein artreine Trupp von min.100 Mehlschwalben auf der Röllingwiese sowie 10 nahrungssuchende Weißstörche im Wassergewinnungsgebiet Westhofen.
Heute an der Röllingwiese in Schwerte-Westhofen kurzfristig ein Fischadler.
Rastende Weißstörche früh morgens in Schwerte. Zwei trugen einen Metall-sowie einen gelben Farbring aus Hiddensee. Die jeweiligen Rincodes lassen hier Geschwister vermuten. Die Abfrage dazu läuft. 02.09.2024 (Foto: Klaus Matull) Ein Teil der insgesamt 16 rastenden Flussuferläufern früh morgens auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. 02.09.2024 (Foto: Andre Matull)Nach langer Zeit wieder auf der Kiebitzwiese Kernbeißer gesehen. 02.09.2024 (Foto: Andre Matull)Knäkente auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. 10.09.2024 (Foto: Andre Matull)Ganz anderes zeigen sich die rastenden Braunkehlchen ebenda… 09.09.2024 (Foto: Klaus Matull)… wenig scheu nahrungssuchend am alten Aussichtshügel. 09.09.2024 (Foto: Andre Matull)Einfliegender Fischadler auf der Röllingwiese in Schwerte. 10.09.2024 (Foto: Klaus Matull)Dieser ging kurz in den Rüttelflug über und zog direkt weiter. 10.09.2024 (Foto: Klaus Matull)
Heute konnte ich 1 weibliche Rohrweihe über die abgerenteten Felder am Neuenkamp im Bereich der Kleinen Wand beobachten. Hier auch 1 Braunkehlchen und 2 Steinschmätzer. Bei Gut Scheda 3 Rotmilane. Im Warmer Löhen 16 Silberreiher zusammen mit 9 Graureihern.
Braunkehlchen an der Kleinen Wand…..am 09.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Silberreiher im Warmer Löhen….am 09.09.2024 (Foto: Gregor Zosel)
Neben den fantastischen Rotfußfalken-Meldungen hat sich offensichtlich „heimlich, still und leise“ ein diesjähriger Fischadler vor allen Dingen den südlichen Kreis Unna zu seinem langfristigen Rastgebiet auserkoren. Doch der Reihe nach:
Update 14.03.2025:
Der nachfolgend genannte Fischadler wurde laut „Beringungszentrale Hiddensee am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern“ nestjung (mit 2 weiteren Geschwister) Ende Juni 2024 an der Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) beringt und befand sich bei der Ringablesung in Schwerte-Westhofen (Röllingwiese) am 06.09.2024 425 km vom Beringungsort entfernt.
Gestern (06.09.2024) konnte Gerd Umlauf in den Schwerter Röllingwiesen einen beringten Fischadler beobachten und fotografieren. Die Auswertung der Fotos ergab, dass dieser Vogel exakt die gleichen Beringungen (links schwarzer Farbring mit weißer Schrift, rechts Metallring) sowie den gleichen Ringcode wie der von Bernhard Glüer am 18.08.2024 im Wassergewinnungsgebiet bei Fröndenberg-Langschede aufweist.
Die daraus entstandene Idee, dass es sich bei der Meldung von Andreas Hünting (15.08.2024 in Fröndenberg an der Kiebitzwiese) ebenfalls um den gleichen beringten Fischadler handeln könnte, erwies sich als zutreffend.
Durch die Beringung besteht also kein Zweifel, dass sich exakt dieser Vogel seit mindestens drei Wochen schwerpunktmäßig im Kreisgebiet aufhält. Vielleicht wird er noch einmal an einer anderen Stelle gesehen.
Zur Verdeutlichung der Ereignisse nachfolgend noch ein bebilderter chronologischer Ablauf (in umgekehrter Reihenfolge):
Rüttelnder Fischadler über der Röllingwiese in Schwerte-Westhofen am 06.09.2024. (Foto: Gerd Umlauf)Auf beiden Fotos sind die Beringungen zu erkennen. 06.09.2024 (Foto: Gerd Umlauf)Die Positionen, Farben und der Code dieser Beringung CY 09… 06.09.2024 (Foto: Gerd Umlauf)… sind Identisch mit der Sichtung von Bernhard Glüer vom 18.08. im Wassergewinnungsgebiet bei Fröndenberg-Langschede. 18.08.2024 (Foto: Bernhard Glüer)Nachforschungen ergaben jetzt, dass eben dieser Fischadler sich auch am 15.08.2024 auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg aufhielt. Zur besseren Erkennung wurde das Originalfoto (links) zum Negativ (rechts) bearbeitet und vergrößert. (Foto: Andreas Hünting)Fischadler Ringablesungen von dem gleichen Ex. bei 1: Fröndenberg/Kiebitzwiese, 2: Wassergewinnungsgebiet Langschede bei Fröndenberg, 3: Schwerte/Röllingwiese.
Mehrere abendliche Stippvisiten mit dem Fahrrad nach Vierhausen und Ruhne zeigten doch alle dasselbe Bild. Die aktuell bei uns rastenden Zugvögel konzentrieren sich hier auf zwei Gemüsefelder. Ringsum nur ausgeräumte Feldfluren mit übertrieben „gepflegten“ Wegrändern, eine Landschaft die der einer Steppe ähnelt. Immerhin auf diesen beiden Gemüsefeldern (Peak am 01.09.): >22 Steinschmätzer, >8 Braunkehlchen, >6 Schafstelzen und 2 Brachpieper.
Die gestrige alljährliche Rotmilanschlafplatzzählung (06.09.) brachte dieses Mal wieder zufriedenstellende Ergebnisse, zumindest im eigenen Zählgebiet. Eine erste Suche im Raum Hemmerde war leider erfolglos, also haben wir (mit Jens Brune) unseren Standort Richtung Siddinghausen verlagert. Von hier konnten mind. 21 Rotmilane gezählt werden. Der überwiegende Teil hat sich hier zum schlafen eine Pappelreihe ausgesucht. Außerdem hier noch 1-2 wf. Rohrweihen und vorher im NSG Hemmerder Wiesen noch 1 Baumfalke.
Eine heutige Fahrradtour (07.09.) durch die Feldfluren von Fröndenberg und Wickede (ca. 45km) war „unterm Strich“ ernüchternd. Von Schlückingen, über Dreihausen, Bausenhagen, Ostbüren, Frömern, nach Strickherdicke und zurück über die Hohenheide und Bentrop waren nur wenige der jetzt zu erwartenden Zugvögel zu sehen. Bei Bausenhagen 1 überfliegender dj. Rotfußfalke und in der Strickherdicker Feldflur weiterhin mind. 3 dj. Rotfußfalken. Hier im Gebiet (zeitweise mit H. Stahl, H. Knüwer, B. Nikula, H. Maas) auch mind. 16 Rotmilane, 1 Sperber, 1 Wespenbussard tief nach Süd überfliegend, 2 jagende Rohrweihen (dj. + ad.m) und 2 Kiebitze. Auf der gesamten Fahrradtour lediglich 9 Braunkehlchen, >8 Schafstelzen, 8 Baumpieper, 6 Hausrotschwänze, 6 Steinschmätzer und 1 Bekassine am Acker auffliegend.
Alle heutigen entdeckten Braunkehlchen (9Ex.) halten sich am Rande des Vogelschutzgebietes in der Strickherdicker Feldflur auf, von hier wechseln sie zwischenzeitlich auch auf diesen benachbarten Stoppelacker, 07.09.2024 Foto: Marvin StahlAnsitzendes Braunkehlchen, 07.09.2024 Foto: Marvin StahlDer aktuelle Rotfußfalkeneinflug ist das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Es macht natürlich jede Menge Spaß, jetzt zu dieser Zeit gezielt nach diesen kleinen flinken Jägern zu suchen. In der Strickherdicker Feldflur sind heute immerhin noch drei dj. Vögel zu sehen. Lange verbringen sie die Zeit damit den Acker nach Regenwürmer abzusuchen, 07.09.2024 Foto: Marvin Stahl Mit steigenden Temperaturen ändern sie schließlich ihre Jagdmethode und suchen den Luftraum nach Fluginsekten ab, 07.09.2024 Foto: Marvin Stahl Jetzt werden auch mal die namensgebenden roten Füße sichtbar, 07.09.2024 Foto: Marvin Stahl
Die letzten Tage standen und stehen im Zeichen des bereits hier und da beschriebenen Rotfußfalkeneinflugs, der auch bei uns inzwischen Dimensionen annimmt, wie es sie bisher kaum je gegeben hat. Seit dem vergangenen Wochenende tauchen täglich – vor allem in der Strickherdicker Feldflur – verschiedene Individuen auf, die in der Summe am heutigen Freitag mit 12 (!!!) Vögeln ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Freute man sich am vergangenen Sonntag noch über 2 verschiedene Exmpl. (1x K1, 1x W. ad.), so waren es am Mittwoch bereits (von Hermann Knüwer entdeckt) >4 Exmpl. (alle diesj.), am gestrigen Donnerstag dann >5 Diesjährige und am heutigen Morgen zählte Hermann Knüwer sogar 11 Exmpl. (alle diesj.) und gegen 10.45 h war dann schließlich ein adultes Weibchen zu sehen, was in der Addition mit den K1-Vögeln mindestens 12 Vögel ergab. Da es jedoch insgesamt ein „Kommen und Gehen“ war, wobei nie klar war, ob immer dieselben Individuen vor Ort waren, können es sogar noch mehr als 12 Vögel gewesen sein. Relativ unspektakulär erbeuten die Falken in erster Linie auf vegetationsarmen Feldern Regenwürmer und sind dann teils mit auffällig lehmverklumpten Füßen unterwegs. Immer wieder gibt es Flugspiele mit mehreren Turmfalken oder auch mit Krähen, wobei die Rollen von „Jägern“ und „Gejagten“ sich immer wieder mal umkehren (Mitbeobachter teils auch Björn Nikula).
Mehrere Rotfußfalken bei der Gefiederpflege auf einer vegetationsarmen Ackerfläche in der Strickherdicker Feldflur …, 06.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… überwiegend sind stets diesjährige Jungvögel zu sehen, die in der Einzelbetrachtung immer wieder interessante Farbunterschiede zeigen. So ist hier der linke Vogel wesentlich dunkler als der rechte …, 06.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… dieser Vogel hingegen ist auffallend hell …, 06.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… entlang der Wegränder werden Hochstauden als Sitzwarten angeflogen …, 06.09.2024 (Foto: Hermann Knüwer) … oder auch mal Baumwipfel …, 06.09.2024 (Foto: Hermann Knüwer)… in Ermangelung von Sitzwarten verschafft auch mal ein Rüttelflug Überblick …, 06.09.2024 (Foto: Hermann Knüwer)… ein so schöner Pfosten …, 04.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… lockt schnell noch einen „Neider“ an …, 04.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… es geht doch nichts über eine friedliche Einigung …, 04.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… Start zu einem Beuteflug …, 04.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… diesmal geht es nicht um einen Regenwurm, sonden um ein größeres Insekt …, 04.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… immer wieder kommt es zu Flugspielen mit mehr oder weniger freiwilligen Partnern…, 06.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)… hier sieht man wegen der großen Entfernung zwar nicht viel – doch ist ein wichtiges Detail trotzdem zu erkennen: endlich ist zwischen den „Youngstern“ mal ein Altvogel zu sehen! Ganz rechts sitzt ein adultes Weibchen, 06.09.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
Wie man bereits am Tage merkte hat in diesem Monat der Herbstzug begonnen und so hab ich auch ab dem 13.08. wieder begonnen den nächtlichen Vogelzug per Rekorder zu erfassen. In dem Monat hab ich insgesamt 9 Nächte ausgewertet mit 77 Stunden (davon 21 Regenstunden) und konnte 48 Individuen aus 13 Arten nachweisen. Es galt wohl eher Qualität über Quantität, da einige weniger häufige Nachweise dabei waren.
Alle erfassten Arten nach Individuenzahl absteigend: 13 Singdrosseln, 11 Rotkehlchen, 10 Graureiher, ~10 Kanadagänse in einem Trupp, 4 Baumpieper, 4 Ortolane (in 3 Nächten), 4 Flussuferläufer, 3 Regenbrachvögel (in 2 Nächten), 2 Nilgänse, 1 Trauerschnäpper, 1 Goldammer, 1 Blässhuhn, 1 Wachtel
Zudem sangen in den Nächten bis zu 3 Waldkäuze (2 m/ 1 w) und das benachbarte Steinkauzpaar balzte ebenfalls.
Regenbrachvögel auf NocMig um 01:16 über Bausenhagen am 28.08.2024 (Aufnahme: R. Hirschberg)Sonagramm eines Flussuferläufers auf NocMig um 22:50 am 13.08.2024 (Foto: R. Hirschberg)
Zusammen mit Hermann Knüwer und zeitweise Bernhard Glüer konnten wir im Bereich des Hemmerder Schelk mindestens 15 Braunkehlchen auf einer Brache zählen. Außerdem ein überfliegender Goldregenpfeifer, ein Trauerschnäpper in einer angrenzenden Baumreihe, 13 Kiebitze, 2 Kolkraben, 2 Wanderfalken, 8-10 Rotmilane, 5 Rohrweihen, 1 Sperber und mindestens 10 Mäusebussarde.
Braunkehlchen am Hemmerder Schelk am 03.09.24 (Foto: H. Maas)