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Unna: Kiebitze im NSG Hemmerder Wiesen, 20.3.25 (Anke Bienengräber)

Gestern abend tummelten sich auf den allmählich trockenfallenden Flachwassermulden in den Hemmerder Wiesen neben Restbeständen der vorher zahlreichen Gänse- und Entenarten mindestens 35 Kiebitze, dazu einige mit unermüdlichen Balzflügen. Die jährliche Synchronkartierung Anfang April wird zeigen, wieviele Brutpaare dann zur Tat geschritten sein werden.

Werne: Bekassinen, 17.03.2025 (Hermann Backhove)

Am 17.03.2025 waren einige Bekassinen in den Rieselfeldern Werne zu sehen. Meistens sind ja nur einzelne Vögel sichtbar…
Ein Schwarm von 28 Bekassinen kreiste über den Feldern. Einige verschwanden dann in den Wiesen und waren praktisch unsichtbar. Die meisten flogen später weiter.

Bekassine
Bekassinen über den Rieselfeldern Werne, 17.03.2025 Foto: Hermann Backhove
Bekassine
Bekassinen über den Rieselfeldern Werne, 17.03.2025 Foto: Hermann Backhove
Bekassine
Bekassine über den Rieselfeldern Werne, 17.03.2025 Foto: Hermann Backhove

Werne: Gartenbaumläufer, 13.03.2025 (Horst R. Kraft)

Ein ganz flinker Geselle dieser Gartenbaumläufer, wie er Baumstämme, von unten beginnend, hinauflief. Ab und zu hielt er kurz an, um Lücken in der Rinde nach Nahrung zu inspizieren, um danach am nächsten Baum wiederum seine wunderschöne Schau zu wiederholen. Dies mit der Kamera verfolgen zu können, brauchte auch meinerseits Schnelligkeit, aber auch eine ruhige Hand, um daraus brauchbare Bilder entstehen zu lassen. Es passierte am 13.03.2025 am Stadtsee in Werne.

Gartenbaumläufer
Gartenbaumläufer am Stadtsee Werne, 13.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Gartenbaumläufer
Gartenbaumläufer am Stadtsee Werne, 13.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Gartenbaumläufer
Gartenbaumläufer am Stadtsee Werne, 13.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Gartenbaumläufer
Gartenbaumläufer am Stadtsee Werne, 13.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Gartenbaumläufer
Gartenbaumläufer am Stadtsee Werne, 13.03.2025 Foto: Horst R. Kraft

Bönen: Vogel-Gesang, 12-16.03.2025 (H. Peitsch)

Bereits am Mittwoch ertönte morgens der Gesang des Hausrotschwanzes in der Nachbarschaft. Am Freitag hörte ich auf dem Altenbögger Friedhof einen Girlitz singen und heute an der Kleystraße gleich mehrere Zilpzalpe. Für mich Erstgesang dieses Jahr von allen drei Arten.

Fröndenberg/Schwerte: Fischadler (Ring Rückmeldung), Seeadler, Rotschenkel, Waldwasserläufer, Wasserrallen, Mittelspecht, Rohrammern, Habicht (Balz) u.a. am 13.u.14.03.2025 (K.&A.Matull)

Letztes Jahr rastete im August/September ein (damals) diesjähriger beringter Fischadler im Kreis UN, dessen Besonderheit darin lag, dass der Ringcode des Vogels innerhalb von 3 Wochen an 3 verschiedenen Stellen in Fröndenberg und Schwerte abgelesen werden konnte. (A.Hünting/Kiebitzwiese, B.Glüer/Wassergewinnungsgebiet Langschede, G.Umlauf/Röllingwiese). Nachdem dieser Fischadler auf den unterschiedlichsten Wegen gemeldet wurde, erfolgte jetzt die Rückmeldung durch die „Beringungszentrale Hiddensee am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern.“ Demnach wurde dieser Vogel nestjung (mit 2 weiteren Geschwister) Ende Juni 2024 an der
Mecklenburgischen Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) beringt und befand sich bei der Ringablesung in Schwerte-Westhofen am 06.09.2024 (Röllingwiese) 425 km vom Beringungsort entfernt. Die ursprüngliche Meldung auf dieser Seite bekam mit der neuen Erkenntnis zur Vervollständigung ein Update, welche hier als chronologischer Ablauf zusammenhängend nachzulesen ist. —> https://www.oagkreisunna.de/2024/09/07/froendenberg-schwerte-wochenlang-rastender-fischadler-15-08-06-09-2024-g-umlauf-b-glueer-a-huenting-melder-a-matull/

Gestern Nachmittag in den Röllingwiesen bei Schwerte Westhofen u.a. 3 Weißstörche (hiesiges Paar mit Ringablesungen schreitet erneut zur Brut, wobei das Weibchen zum dritten Mal in Folge hier überwintert hat, dazu ein Weißstorch auf dem Nest in der Nähe im verwilderten Garten, noch unverpaart? ), ein Waldwasserläufer, 2 Höckerschwäne, 4 Graugänse, 8 Schnatterenten, 10 Krickenten, 18 Stockenten, 4 Tafelenten (3,1), ein balzendes Haubentaucher-Paar, 8 trillernde Zwergtaucher, 22 Reiherenten, 3 Kormorane, 2 Sperber gleichzeitig, 3 Wasserrallen aus 2 Richtungen quiekend, eine Silbermöwe, ein Mittelspecht, 3 Rotdrosseln (am Efeu).

Darüber hinaus überflog ein Seeadler sehr hoch und zielstrebig das Gebiet Richtung SW. Der Überflug erfolgte derart hoch, dass zwar alle anwesenden Wasservögel die Silhouette am Himmel beobachteten, jedoch blieb die üblicherweise einsetzende Massenpanik vollkommen aus. Augenscheinlich hatte der Adler gar nicht vor hier oder in der Nähe zu jagen.

Heute Morgen auf der Kiebitzwiese zwischen beiden Aussichtshügeln u.a. ein Rotschenkel, 4 Schwarzkehlchen (2 Paare), 2 Rohrammern, 2 Höckerschwäne, 24 Kanadagänse, 12 Nilgänse, 18 Graugänse, 2 Rostgänse, 66 Schnatterenten, 2 Pfeifenten (1,1), 2 Krickenten (1,1), >50 Stockenten, 4 Reiherenten (2,2), 3 Silberreiher, 4 Graureiher, ein Eisvogel sowie 4 Weißstörche (2 Paare). In der näheren Umgebung ein balzender Habicht.

Zu den Weißstorch-Paaren der Kiebitzwiese ist noch anzumerken, dass einerseits auf der Nisthilfe das altbekannte Paar erneut zur Brut schreitet, wobei das Weibchen rechts beringt ist. (Erfolgreiche Ringablesung Andreas Hünting am 26.02.25) Das Weibchen befindet sich im 8.Kalenderjahr und wird das 6. Jahr in Folge auf der Nisthilfe der Kiebitzwiese brüten.

Auf dem Hochsitz musste sich durch den Tod eines Altvogels während der Jungenaufzucht im letzten Jahr ( Siehe auch hier –> https://www.oagkreisunna.de/2024/07/16/froendenberg-weissstorch-drama-mit-happy-end-nachwuchs-bei-schnatterente-schwarzmilan-schwarzkehlchen-rohrammer-u-a-am-14-07-2024-k-a-matull/ ) zwangsläufig irgendetwas ändern. Letztes Jahr waren beide Altvögel unberingt, dieses Jahr ist das Weibchen beringt. Dieses lässt die Vermutung naheliegen, dass der verstorbene Altvogel letztes Jahr das Weibchen gewesen ist.

Überfliegender Seeadler in Schwerte-Westhofen am 13.03.2025. Eben jener überflog derart hoch, schnell und zielstrebig das Gebiet Richtung SW, dass lediglich diese Belegfotos einer „Silhouetten-Studie“ gelingen konnten. (Fotos: Andre Matull)
Zwar ist der Weißstorch auf dem Nest im verwilderten Garten nahe der Röllingwiese in Schwerte offensichtlich noch unverpaart (letztes Jahr war das Weibchen links beringt), doch langweilig wird ihm nie. 11.03.2025 (Foto: Klaus Matull)
Hier muss er einen erneuten Angriff auf das Nest abwehren. 11.03.2025 (Foto: Klaus Matull)
Schon einen Tag vorher konnte der Verteidiger des Nestes mit Blutspuren am Hals beobachtet werden. 11.03.2025 (Foto: Klaus Matull)
Auch hier gelingt abermals die erfolgreiche Nestverteidigung. 11.03.2025 (Foto: Klaus Matull)
Als Belegfoto ein Rotschenkel heute auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg. Dieser konnte an 2 verscheieden Stellen kurz beobachtet werden. (Wahrscheinlich der gleiche) 14.03.2025 (Foto: Andre Matull)
An 2 Stellen sangen heute männliche Schwarzkehlchen auf der Kiebitzwiese. Stets in der Nähe zum Männchen verweilte jeweils auch ein Weibchen. Im NSG Kiebitzwiese/Fröndenberg konnten als einer der ganz wenigen Orte in NRW durchgehend im Winter 2 Schwarzkehlchen (1,1) beobachtet werden. Zumindest, wenn man alle offiziellen Meldungen zugrunde legt. 14.03.2025 (Foto: Andre Matull)

Kreis Unna/Hamm: Kolkrabe, Rotmilan, Hohltaube, Waldschnepfe, Kleinspecht, Rothalsgans (Ausflug an den Niederrhein), Waschbär etc. am 08. – 12.03.2025 (C. Rethschulte)

Bin seit einigen Tagen über das TK/4 4312_3 in das Projekt Adebar 2 eingestiegen und versuche mich insb. mit den mir bislang noch unbekannten Flächen vertraut zu machen. Das Gebiet umfasst mehr oder weniger hälftig Teile, die zur Stadt Hamm und zum Kreis Unna gehören.

Bei meiner ersten Abendkartierung (08.03.25) in den Wäldern des LSG Kerstheide waren weder Uhu noch Waldkauz anwesend, dafür aber mindestens fünf Waldschnepfen, von denen sich drei in naher Distanz zu mir auf dem Boden setzten.

Am heutigen Vormittag (12.03.25) habe ich erstmalig den südwestlichsten Teil meines Quadranten besucht, genauer gesagt die Parkanlage Galgenberg bei Kamen. Neben Heckenbraunelle, Mönchsgrasmücke, Sommergoldhähnchen, Gartenbaumläufer, Zilpzalp, Schwanzmeisen u.a. fand ich auf einer Lärche schlafend zwei Wachbären vor, die eher seltene Beobachtung eines massiv in die Kritik geratenen Neozoen.

Außerhalb meines Kartierung-Viertels konnte ich am gleichen Tag im Bereich des NSG Fliericher Wald feststellen, dass das dort ansässige Kolkrabenpaar seinen Horst zurück erobert hat. Im vergangenen Jahr hatten sie ihn an ein Nilgans-Paar abgegeben; vor Ort auch etliche Hohltauben.

In den benachbarten Wäldern um den Golfplatz Drechen ist bereits ein Rotmilan in sein letztjähriges Brutrevier zurückgekehrt.

Ab und an ist es auch erfrischend, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und mit einem guten Freund den Niederrhein zu besuchen. Ralf Volmer und ich waren am 10.03.25 dort und konnten das dort ansässige Seeadler-Paar direkt am Horst beobachten. Weitere Highlights waren ein Schwarzhalstaucher, eine Löfflerbrutkolonie, Schell- und Spießenten, tausende Bläss- und Weißwangengänse, eine Rothalsgans, zwei Mittelmeermöwen und – last but not least – ein weiblicher Kleinspecht.

Einer der beiden Kolkraben in der Nähe des Horstes, auf dem die/der Partner/in zur gleichen Zeit brütet ….
…. vor Ort auch diese Hohltaube; ihre und auch die Rufe ihrer Artgenossen waren immer wieder zu hören ….
…. Im Fliericher Wald auch die ersten Schlüsselblumen (12.03.25, Fotos: C. Rethschulte).
Zwei schlafende Waschbären im Bereich der Parkanlage Galgenberg bei Kamen (12.03.25, Foto: C. Rethschulte).
Rotmilan im Bereich des Fliericher Schattweges am 12.03.25 (Foto: C. Rethschulte).
Rothalsgans auf der Bislicher Insel unter tausenden von Bläss- bzw. Nonnengänsen, nur mit dem Spektiv herauszufiltern (10.03.25, Foto: C. Rethschulte).
Für mich eine wahre Freude sie zu sehen: Nach langer Zeit endlich wieder ein Kleinspecht (w) auf der Bislicher Insel, zunächst rufend, dann aber sehr präsent (10.03.25, Foto: C. Rethschulte).
Die Revierkämpfe „unserer“ Heckenbraunellen – sowohl Männchen als auch Weibchen sind wohl beteiligt – sind noch nicht beendet; hier scheint sich eine kleine Atempause eingeschlichen zu haben (08.03.25, Foto: C. Rethschulte).

Werne/Hamm: Weißstorch, Gänsesäger, 04.-06.03.2025 (Horst R. Kraft)

Am 04.03.2025 stand im NSG Tibaum (wie auch in 2024) ein Storchenpaar auf einem Hochspannungsmast im Weidegebiet der Heckrinder, nicht weit vom bestehenden Horst.

Der Weißstorch-Brutplatz 2024 auf einem Freileitungsmasten in der Nähe der Fischerhofbrücke wurde von Westnetz „storchensicher“ gemacht durch ein sich im Wind drehendes „Windgebilde“, wie auch bei Wetterstationen im Einsatz.

Der kürzlich von Westnetz neu angebrachte Storchen-Nistplatz, als Ersatz für das Nest an der Fischerhofbrücke liegt auf Werner Stadtgebiet direkt an der Lippe. Einige kreisende Störche wurden dort bereits gesichtet, das Nest ist aber noch nicht besetzt.

Am 06.03.2025 auf dem Beversee ein männlicher Gänsesäger, ein Weibchen war nicht zu sehen.

Tibaum (wie auch in 2024): Storchenpaar auf Hochspannungsmast im Weidegebiet der Heckrinder, 04.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Nähe Fischerhofbrücke (wie 2024), nun aber von Westnetz „storchensicher“ gemacht durch sich im Wind drehendes „Windgebilde“, 05.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Der kürzlich von Westnetz neu angebrachte Storchen-Nistplatz, als Ersatz für das Nest an der Fischerhofbrücke liegt auf Werner Stadtgebiet, 06.03.2025 Foto: Horst R. Kraft
Gänsesäger, Beversee Bergkamen, 06.03.2025 Foto: Horst R. Kraft

Fröndenberg / Unna / Bönen: (Wenige) Rebhühner, Kiebitze, Kampfläufer, Goldregenpfeifer, Kleinspecht, Schwarzkehlchen, Kraniche, Waldschnepfe, Schmetterlinge u. a., 07.03.2025 (B.Glüer)

Nachdem der Februar `25 insgesamt kühler als der Februar `24, aber mit nur 20 % der sonst üblichen Niederschlagsmenge auch recht trocken war, hat die erste Märzwoche mit sonnigem Vorfrühlingswetter und deutlich zweistelligen Temperaturen in Flora und Fauna schon spürbare Veränderungen angeschoben.  Die meisten Kraniche dürften den Kr. UN schon Richtung Brutheimat passiert haben (heute um 18.05 h nochmals ~210 Exmpl. über Frdbg.-Hohenheide Richtung NO), viele Zilpzalpe sind zurück, Weißstörche, Rotmilane …, ebenso Schwarzkehlchen. – Gestern, 06.03., 3 Männchen in der Feldflur südlich UN-Stockum, 2 Männchen im Hemmerder Ostfeld und auf einer Ackerbrache SW von UN-Siddinghausen heute sogar 5 Exmpl. (3, 2) – die Männchen immer wieder singend mit Revierkämpfen.

Da auch die Rebhühner mit Revierbildungen die Brutsaison einläuten, ist in diesen Tagen die Zählung der Revierpaare angelaufen. Nachdem noch in der zweiten Januardekade bei Frdbg.-Ostbüren mehrfach eine 14er Kette beobachtet werden konnte, war meine jetzige Suche an fünf Standorten des Haarstranges zwischen Frdbg.-Strickherdicke und UN-Dreihausen leider mit nur einem einzigen gefundenen Hahn ernüchternd. 

In den Hemmerder Wiesen gesellen sich derzeit große Ansammlungen rastender Kiebitze zu „unseren“ heimischen, die bereits intensiv balzen. Bis zu 300 Kiebitze wechseln zwischen dem NSG und umliegenden Feldern. Heute und schon gestern auch 3 Kampfläufer, bis zu 9 Bekassinen, gestern 2 Goldregenpfeifer ebenfalls im NSG, während die großen Gänsescharen (nur noch 10 Blässgänse vor Ort) und auch die respektablen Krickententrupps (im Februar bis 140 Krickenten – heute noch ca. 50 Exmpl) allmählich abziehen.

Im Bausenhagener Schelk Anfang der Woche (03.03.) noch eine Waldschnepfe. Leider verlässt auch diese Art die meisten Winterhabitate und bleibt nicht zur Brut.

    

Deutlich zweistellige Temperaturen mit intensiver Sonne rufen bereits einige Falter auf den Plan, die als Imago überwintern und bei passender „Betriebstemperatur“ sofort „startklar“ sind. – Bönen, 05.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Die hier noch hohen Winterbestände der Krickenten von bis zu 140 Vögeln in den Hemmerder Wiesen gehen bereits deutlich zurück …, 20.02.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… in diesen Tagen werden sie abgelöst durch teils ungewöhnlich große Ansammlungen von rastenden Kiebitzen mit bis zu 300 (!) Vögeln. Vereinzelnd gesellen sich durchziehende Limikolen hinzu – wie hier ein Kampfläufer (Pfeil), 06.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Jetzt im März kehren hier und da auch die Schwarzkehlchen zurück. Auf dieser Ackerbrache bei UN-Siddinghausen heute gleich 5 (!) Exmpl. mit Gesang und Revierkämpfen. Das kleine Bild zeigt 3 rastende Männchen in einem Feldsaum südlich UN-Stockum, 07.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
„Nur eine Maus“ – jedoch eine, die eher selten mal ans Tageslicht kommt: eine Schermaus. Als Wurzelfresser lebt sie fast ständig unsichtbar in ihren Erdgängen. Die gedrungene Gestalt mit kaum sichtbaren Ohren, kleinen Augen, kurzem Schwanz sind Anpassungen an ihr Leben im „Untergrund“. Mit 80 – 270 g ist sie dabei wesentlich größer als eine Feldmaus (18 – 40 g). Bönen, 05.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Leider inzwischen auch eine seltene Erscheinung – männlicher Kleinspecht im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede an einem morschen und hohlen Pappelzweig, den er als idealen Resonanzkörper für seine Trommelsignale nutzt, 02.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Möglicherweise derzeit nicht ganz so selten wie in anderen Jahren – eine Tannenmeise, die im Umfeld unseres Gartens (Frdbg.-Hohenheide) seit Wochen ein Revier besetzt (mit Partner). Bei mehreren Kontrollgängen am bewaldeten Nordrand der beiden Fröndenberger Golfplätze ließen sich mindestens 7 Gesangsreviere finden, 05.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Offenbar bestandsstabil erweisen sich in diesen Tagen die weitgehend wiederbesetzten Reviere von Singdrosseln auf einem über mehrere Jahre kontrollierten Teil des Golfplatzes „Am Winkelshof“ / Frdbg., 07.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… fast auf den Tag genau vor 6 Jahren im selben Gebiet ebenfalls 10 Gesangsreviere der Singdrossel – wenn auch nicht exakt an denselben Stellen, 08.03.2019 (Foto: Bernhard Glüer)
In diesen Tagen ebenfalls intensiv mit Vorbereitungen der Brutsaison beschäftigt: männlicher Habicht im Fröndenberger Westen. Derzeit wird an den Horsten gebaut und immer wieder sind bei der Balz die keckernden Rufe aus den Revieren zu hören, 02.03.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

                                     

ADEBAR: Fröndenberg: Waldkauz, Steinkauz, Uhu am 02./03.03.2025 (R. Hirschberg)

Im Rahmen der ADEBAR-Kartierung stand für mich die letzten zwei Tage die Eulenkartierung im TK 4512_2 an, was Bentrop bis Bösperde und die Hohenheide bis Schwitten umfasst. Um das ganze Gebiet erfassen zu können musste ich mir die Kartierung auf zwei Tage aufteilen, mit insgesamt 52 km Fahrradstrecke und 7 Stunden Kartieraufwand. Dabei konnte ich jeweils 7 Waldkauz, 8 Steinkauz und 1 Uhu Standorte mit singenden Männchen oder Brutpaaren erfassen. Auffällig war hierbei die Reaktion auf Klangattrappen, denn während die Steinkäuze innerhalb von max. 2 min. nach abspielen der KA antworteten, haben die Waldkäuze ausnahmslos erst 5-10 min. nach abspielen der KA geantwortet. Möglicher Weise ist diese dem geschuldet, dass einige Waldkäuze bereits auf ihrem Gelege sitzen und deshalb nicht viel Aufmerksamkeit erregen wollen, sich die Steinkäuze hingegen mitten in der Balz befinden und ruffreudiger reagieren. Deshalb im folgenden die Reaktion auf die KA aufgeschlüsselt: Waldkauz: 20 mal KA-Einsatz, 7 mal Reaktion; Steinkauz: 11 mal KA-Einsatz, 6 mal Reaktion; Waldohreule: 4 mal KA-Einsatz, 0 mal Reaktion; Schleiereule: 1 mal KA-Einsatz, 0 mal Reaktion. Zudem zwei zufällige Steinkauz Beobachtungen von sitzenden Individuen ohne Einsatz einer KA.

Außerdem war auffällig, dass alle Waldkauz Beobachtung im Teil nördlich der Ruhr erfolgten, wobei meine Erwartungen relativ hoch waren in den Wäldern im Teil südlich der Ruhr einige Waldkauzpaare zu finden, denn dort befinden sich die einzigen zusammenhängenden Wälder des TK/4, jedoch fand ich lediglich ein einziges Steinkauz BP.

NocMig: Bausenhagen: Große Brachvögel, Kiebitz, Teichhuhn u.a. vom 16.02.2025-18.02.2025 (R. Hirschberg)

Wie auch in den letzten 2 Jahren habe ich wieder damit begonnen den nächtlichen Vogelzug mithilfe von Tonaufnahmen zu erfassen. In den letzten Jahren habe ich dazu die Tonaufnahmen manuell ausgewertet, was dazu führte, dass ich lediglich 20-40% der Nächte auswerten konnte, da dies sonst zu viel Zeit in Anspruch genommen hat. Nun habe ich eine Rasberry Pi mit der Birdnetpi Software an meinen Rekorder angeschlossen, sodass die Rufe nun automatisch ausgewertet werden und ich diese nur noch auf die richtige Bestimmung kontrollieren muss. Dies erspart viel Zeit, wodurch es mir nun möglich ist jede Nacht aufzunehmen.

In diesem Monat hab ich somit 13 Nächte (177 stunden) mit 99 Individuen aus 11 Arten aufgenommen. Im folgenden alle Arten nach Individuenzahl absteigend: Viele nicht auf Individuenzahl bestimmbare Kranichtrupps, 11 Blässhühner, 9 Rotdrosseln, 6 Stockenten, 4 Singdrosseln, 4 Graureiher, 4 Nilgänse, 3 Rotkehlchen, 2 Teichhühner, 2 Große Brachvögel und 2 Kiebitze.

Bönen: Kiebitze am 03.03.2025 (H. Peitsch)

Auf einem Stoppelacker an der Kreuzung Breddeweg / Dorfstr. war am Morgen ein großer Schwarm Kiebitze zu sehen. Ich schätze es waren ca. 250 Vögel.

Teil eines großen Kiebitzschwarms in Bramey. 03.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Kleiner Teil eines großen Kiebitzschwarms in Bramey. 03.03.25 Foto: Hartmut Peitsch

Bönen: Kiebitze u.a. am 02.03.2025 (H. Peitsch)

Eine Kontrolle der letztjährigen Kiebitz-Standorte ergab folgendes Ergebnis: 14 Vögel im östlichen Industriegebiet, 4 Ex. auf Wintergetreide am HRB, 4 Tiere an der Kleystr. im Bereich RRB-Bramey.

Im HRB >14 Graugänse, >12 Kanadagänse, 4 Graureiher, 2 kreisende Mäusebussarde aber leider (noch) keine Kiebitze.

Kiebitze im östl. Industriegebiet Bönen. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Kiebitze im östl. Industriegebiet Bönen. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Mäusebussard über dem HRB der Seseke. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Mäusebussard über dem HRB der Seseke. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Ein weiterer Mäusebussard über dem HRB. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch
Ein weiterer Mäusebussard über dem HRB. 02.03.25 Foto: Hartmut Peitsch

Hamm: Kiebitze, Bekassinen, Weißstörche und Großmöwe am 02.03.2025 (Gregor Zosel)

Heute konnte ich aus dem Nachbarkreis von Unna aus dem NSG Haaren`sche Heide mit angrenzender Feldflur jenseits des Dattel-Hamm Kanals (Hamm-Haaren) u.a. folgendes beobachten: mind. 18 Kiebitze (teilweise balzend), 2 Bekassinen (schwer zu entdecken), 3 Weißstörche nahrungsuchend, 2 Kanadagänse, 2 Nilgänse, 9 Blässrallen, 3 Teichrallen, 1 Graureiher, 1 Kormoran, 1 Großmöwe unbestimmt (entweder Mittelmeermöwe oder Steppenmöwe) sowie 1 Goldammer.

NABU-Schutzfläche „Haaren`sche Heide“…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Balzender Kiebitz…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Bei der Bestimmung dieser Großmöwe nicht sicher. Entwreder Mittelmeermöwe oder Steppenmöwe…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Weißstörche in der Haaren`scher Heide…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

So langsam treffen alle Weißstörche in ihren Brutgebieten auf…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Graureiher segelt über`s Gebiet…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Kormoran auf dem Dattel-Hamm Kanal…..am 02.03.2025 (Foto: Gregor Zosel)

Werne/Bergkamen/Hamm: Star, Buntspecht, Silberreiher, 26./27.02.2025 (Karl Heinz Lindemann)

Am 26.02.2025 in den Lippewiesen Bergkamen/Werne Star und Buntspecht, am 27.02.2025 ein Silberreiher am Tibaum.

Star
Star in den Lippewiesen Werne/Bergkamen, 26.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann
Buntspecht
Buntspecht in den Lippewiesen Werne/Bergkamen, 26.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann
Buntspecht
Buntspecht in den Lippewiesen Werne/Bergkamen, 26.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, Hamm, 27.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, Hamm, 27.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, Hamm, 27.02.2025 Foto: Karl Heinz Lindemann

Selm: Gänsesäger, Bekassine, 25.02.2025 (Volker Heimel)

Am 25.02.2025 konnte ich am Ternscher See (inklusive Wiesen) unter anderem 2 Bekassinen und 1 Gänsesäger beobachten.

Bekassine
Bekassinen am Ternscher See, Selm, 25.02.2025 Foto: Volker Heimel
Bekassine
Bekassine am Ternscher See, Selm, 25.02.2025 Foto: Volker Heimel
Gänsesäger
Gänsesäger auf dem Ternscher See, Selm, 25.02.2025 Foto: Volker Heimel