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Holzwickede/Schwerte/Fröndenberg/Menden&Iserlohn (Kreis MK): Schwarzkehlchen, Blässgänse, balzende Gänsesäger, Schnatterenten, Wanderfalke, Bekassinen, Sperber, Pfeif-, Krick und Löffelente, Höckergänse, Wiesenpieper, Gebirgsstelzen, überwinternder Weißstorch, Mauswiesel u.a. sowie NWO Wasservogelzählung im MK mit u.a. Seidensänger, Schnatterenten, Pfeifenten sowie Misteldrossel Gesang (13.-15.12.2025, K.&A.Matull)

Am Samstag (12.12) konnten wir auf dem Geiseckesee insgesamt 26 Gänsesäger (14,12) beobachten. Die milden Temperaturen begünstigten die beeindruckende Balzstimmung.

Gestern, am 13. Dezember, stach auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg besonders die erheblich angestiegene Zahl der lange vermissten Schnatterenten ins Auge, die sich zwischen den beiden Aussichtshügeln aufhielten. Ein weiterer interessanter Aspekt: Auch in diesem Winter unternimmt mindestens ein Paar Schwarzkehlchen einen Überwinterungsversuch vor Ort.

Des weiteren konnten wir unter anderem (zeitweise mit B.Nikula) zusammen folgendes beobachten:

6 Höckerschwäne, 12 Kanadagänse, 3 Höckergänse stets zusammen mit einer Hausgans, 26 Blässgänse (darunter 5 diesjährige), > 279 Graugänse, 4 Nilgänse, 82 Schnatterenten, 2 Pfeifenten (1,1), eine Krickente (0,1), eine Löffelente (0,1), 238 Stockenten+4 Bastard/fehlfarben, ein Kormoran, 3 Silberreiher, 3 Graureiher, ein Sperber, 2 Bekassinen, ein Wanderfalke (kurzer Durchflug zum Ententeich), ein Eisvogel, 24 Wacholderdrosseln, 2 Gebirgsstelzen und ungezählte Wiesenpieper, möglicherweise auch Bergpieper.

In Schwerte-Westhofen überwintert das Weißstorch-Weibchen von der Röllingwiese das 4.Jahr in Folge. Hier schaut an einer Futterstelle auch regelmäßig ein Mauswiesel vorbei.(Beobachter: P.Krüger)

Mit einem erweiterten regionalen Fokus ergaben sich in der unmittelbaren Nachbarschaft durch die NWO Wasservogelzählung folgende Beobachtungen:

Der in Iserlohn überwinternde Seidensänger hat die erste Frost- und Schneeperiode bereits erfolgreich überstanden. Dies liefert einen ersten eindrücklichen Beweis dafür, dass die Art die anspruchsvollen klimatischen Bedingungen der höheren Lagen Nordrhein-Westfalens auch im Winter erfolgreich meistern kann.

Für die Wasservogelzählung wurden am Seilersee folgende Arten notiert:

2 Höckerschwäne, 11 Nilgänse, 58 Stockenten+ 2 Stockenten Bastard/fehlfarben, eine Tafelente, 13 Reiherenten, 2 Zwergtaucher, 10 Kormorane, 7 Graureiher, 4 Teichhühner, 13 Blässhühner und ein Eisvogel. 

An den Oeseteichen in Menden beeindrucken vor allem 258 Schnatterenten in Balzstimmung. Ebenda eine Misteldrossel mit Vollgesang.

Ansonsten wurden hier für die Wasservogelzählung folgende Arten erfasst:

2 Höckerschwäne, 24 Pfeifenten, 89 Stockenten+ 3 Bastard/fehlfarben, 23 Reiherenten, 7 Zwergtaucher, ein Kormoran, ein Silberreiher, ein Graureiher, 4 Teichhühner, 3 Blässhühner und ein Eisvogel.

Ein Teil der Gänsesäger auf dem Geiseckesee. Die milden Temperaturen forcierten die Balzstimmung. 13.12.2025 (Foto: Andre Matull)
Auch in diesem Jahr unternehmen die Schwarzkehlchen (hier männlich) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg einen Überwinterungsversuch. 14.12.2025 (Foto: Andre Matull)
Nie weit entfernt das Weibchen auf der Kiebitzwiese am 14.12.2025. (Foto: Andre Matull)
Bekassinen sind auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese in ihrem Element. 14.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Der beringte Graureiher „TAM“ gehört schon zum Inventar der Kiebitzwiese und befindet sich ab Neujahr im 18.Kalenderjahr. 14.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Die Weißstörchin von der Röllingwiese (Ringablesung) überwintert in Schwerte bereits zum vierten Mal. Trotz eines schwierigen Brutjahres 2025, in dem sie und ihr Partner aufgrund des trockenen Frühjahrs und daraus resultierendem Nahrungsmangel vier von fünf Jungvögeln verloren (der letzte Jungstorch wurde flügge), sichert sie durch ihr Bleiben einen hervorragenden Brutplatz. Zudem entgeht sie durch die Überwinterung in Deutschland ( unbewusst ) der grassierenden Vogelgrippe, die derzeit vor allem Weißstörche in Spanien stark dezimiert. 07.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Auch Eisvögel profitieren mit einen bis jetzt mild verlaufenden Winter. Im Ruhrtal sieht man sie sehr häufig. 13.12.2025 (Foto: Klaus Matull)
Futterstellen, deren Reste Mäuse anlocken, sind ideale Jagdgründe für den Mauswiesel. Als kleinstes Raubtier der Welt und hocheffizienter, spezialisierter Prädator ist er perfekt an diese Jagdbedingungen angepasst. 08.12.2025 (Foto: Peter Krüger)

Unna: Kornweihe, Kranich und Kolkrabe am 27.11.2025 sowie Reiher, Gänse, Enten, Bekassine, Wiesenpieper und Bachstelze am 10.12.2025 (H. Knüwer)

Im Bereich der Kläranlage Hemmerde am 27.11. fünf Kolkraben. Kurz zuvor waren die Rufe einiger ziehender Kraniche südlich der Hemmerder Wiesen zu hören. Gehölze verwehrten allerdings den Blick, so dass ihre Anzahl nicht zu ermitteln war. Gegen Mittag dort eine jagende, dabei aber geradlinig durch die Hemmerder Wiesen nach Süden fliegende Kornweihe (adultes Männchen). Eine weitere Kornweihe (m), vielleicht sogar derselbe Vogel, durchquerte am 07.12. das Gebiet.

Nach langer Trockenheit und weitgehender Abwesenheit von Wat- und Wasservögeln hat sich in den letzten anderthalb Wochen in den Hemmerder Wiesen wieder eine „Seenlandschaft“ mit maximalem Wasserstand entwickelt. Als die ersten Wiesenflächen geflutet waren, rasteten bereits zeitweilig mindestens 10 Bekassinen im Gebiet. Aktuell, bei Einstau auch der Kernzone, steigen die Bestände der Wasservögel sprunghaft an. Heute waren beispielsweise zu sehen: Graureiher 28, Silberreiher 8, Kanadagans ≥ 25, Nilgans ≥ 10, (Rostgans gestern 4), Graugans ≥ 115, Blässgans 18, Stockente ≥ 230, Krickente 7, (Pfeifente gestern 2); außerdem mind. 4 Bachstelzen und mind. 8 Pieper (vmtl. Wiesenpieper). Die Beobachtungen zeigen, wie wichtig Wasser in der Landschaft und insbesondere in feuchten Grünlandgebieten ist.

Aufgereiht in Reih und Glied, Graureiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025
Aufgereiht in Reih und Glied, Graureiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025 (Foto: H. Knüwer)
Silberreiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025
Silberreiher in den Hemmerder Wiesen – 10.12.2025 (Foto: H. Knüwer)
Kornweihe in den Hemmerder Wiesen –  27.11. 25
Kornweihe in den Hemmerder Wiesen – 27.11.2025 (Foto: H. Knüwer)

Dreierlei Spechtarten im Hausgarten in Bönen

Janine Teuppenhayn

Neben dem häufigen Besuch zweier Buntspechtpaare haben wir erfreulicherweise nach längerer Abwesenheit nun schon zweimal wieder einen Mittelspecht am Knödel gesehen – zuletzt am 23.11.
Am 18.11. – just einen Tag vor dem Frostbeginn – kam ein Grünspecht-Weibchen und stocherte ausgiebig nach Ameisen.

Mittelspecht an Meisenknödeln Foto: Janine Teuppenhayn (wegen einsetzender Dämmerung leider nicht so scharf)
Grünspecht (w) am Ufer des Gartenteichs Foto: Janine Teuppenhayn
Anschließend beim ausgiebigen Stochern nach Ameisen im Rasen Foto: Janine Teuppenhayn

Unna-Hemmerde: Kraniche, Waldschnepfe, Kornweihe, Birkenzeisige, Kernbeißer, Goldammer u.a. am 26.11.2025 (Hartmut Brecher)

Heute Nachmittag zogen 33 Kraniche (artrein) über die Hemmerder Wiesen in Richtung Süden. Eine männliche Kornweihe strich aus Richtung Horster Mühle kommend, ebenfalls in Richtung Süden. Aus einem Feldrand – kurz vor dem Waldstück Horster Mühle – flog eine Waldschnepfe auf und liess sich in ca. 100 Meter westlich nieder. Wo auch immer ich eine Waldschnepfe beobachten konnte: die Begegnung ist so urplötzlich, dass ein Foto von ihr fast unmöglich ist.

Weiter noch erwähnenswert heute in den Hemmerder Wiesen: 2 Silberreiher, 3 Graureiher, 15 kreisende Graugänse, 2 Mäusebussarde (einer davon Beute schlagend), 1 Kernbeißer, mindestens 2 Birkenzeisige, zahlreiche Wacholder- und Rotdrosseln, 1 Wintergoldhähnchen, 7 Schwanzmeisen, 1 Goldammer , jeweils 1 Grün- und Buntspecht, Eichelhäher, Elstern und mindestens 30 Buch- bzw. Bergfinken.

Fröndenberg: erste Wintertage mit Kältefluchtbewegungen, Kraniche, Großer Brachvogel, weiterhin Grauammer auf der Haar u.a., 22.11.2025 (B.Glüer)

Die zu Beginn der Woche nach deutlichen Temperaturstürzen mit ersten Frösten & Schnee einsetzenden Kältefluchtbewegungen haben nicht nur den überall beobachteten Kranichzug nochmal aufleben lassen, sondern auch den einen oder anderen Gast/Rastvogel zu uns gebracht. Vor allem am Donnerstag waren über Mittag bis zum Nachmittag viele Kraniche am Himmel (nach eigenen Beobachtungen zwischen 13.08 Uhr und 15.40 Uhr zwischen dem Fröndenberger Ruhrtal und der Haarhöhe in 12 Zügen mindestens ~970 Vögel).

Weiterer Hotspot mit interessanten Beobachtungen bleibt die Strickherdicker Feldflur am westlichen Ende der Haarhöhe. Die noch Früchte tragenden Büsche werden unverändert von Amseln, Wacholderdrosseln, Rotdrosseln, (letzten) Singdrosseln aufgesucht und die Getreideeinsaaten locken in wechselnder Truppstärke vor allem Goldammern (heute sogar mit annähernd 90 ! Individuen), 1-2 Grauammern, Stieglitzen, Buchfinken, Bluthänflingen u.a.. Gestern zeigte sich als Tageshighlight auf frostiger Feldfläche ein Nahrung suchender Großer Brachvogel. Als er sich schließlich zum Weiterflug in die Luft erhob, erfolgte ein spektakulärer „Angriff“ eines diesj. Wanderfalken, dem der Brachvogel nur knapp entkam (Mitbeobachter: H. Knüwer).

Besonders unerfahrene Jungvögel wie hier ein diesj. Graureiher (Frdbg.-Ostbüren) kommen bei Frost und Kälte schnell an ihre Grenzen, wenn nicht ausreichend Nahrung gefunden wird …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… dieser Steinkauz zwischen alten Kopfweiden nahe Bönen wirkt zumindest relativ entspannt…, 19.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… das mehrjährige Habichtweibchen (Strickherdicker Feldflur) dürfte genügend Erfahrung mit dem Beuteerwerb haben. Trotzdem sieht man Habichte deutlich seltener als in zurückliegenden Jahren. Deshalb ist auch die aus Bönen von H. Peitsch am 17.11. hier gemeldete Beobachtung erfreulich. 20.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Weit genug wegziehen, wenn `s ungemütlich wird, ist im Zweifel immer eine Lösung. Kraniche über Frdbg.-Hohenheide, 20.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
Auf seiner Rast (Strickherdicker Feldflur) hat dieser Große Brachvogel einen scheinbar gefrorenen Regenwurm gefunden…, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… sein Start zum Weiterzug hätte fast ein unerwartetes Ende gefunden …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… dieser Wanderfalke (diesj. – offenbar links beringt) ist urplötzlich mit hohem Tempo hinter dem Brachvogel und verfolgt ihn über einige Hundert Meter. Vielleicht hat er es mit dem Beutestoß aber auch nicht ganz ernst gemeint, denn Federn an der Schnabelspitze zeugen von einer bereits vorausgegangenen Mahlzeit …, 21.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… eine von heute erstaunlich vielen Goldammern in der „Strickflur“ (hier ein Weibchen). – Relativ schreckhaft und immer fluchtbereit ist ihre tatsächliche Anzahl immer erst dann annähernd zu erfassen, wenn in Panik alles davonstiebt, weil ein Greif auftaucht oder anderweitig „Alarmstimmung“ aufkommt …, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… besonders erfreulich: auch weiterhin ab und zu im Schwarm mal eine Grauammer…, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
… es bleibt schwierig, zu ergründen, ob jeweils dieselbe Grauammer vor einem sitzt. Vor drei Tagen waren mal 2(!) Exemplare gleichzeitg zu sehen, 22.11.2025 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna-Hemmerde: Kraniche, Kormorane, Wanderfalke, Sperber, Kolkraben, Wacholder- und Rotdrosseln, Wiesenpieper u.a. am 21.11.2025 (Hartmut Brecher)

Heute Nachmittag konnte ich (zeitweilig mit H.G. Heine) gegen 15 Uhr einen gemischten Trupp, bestehend aus ca. 20 Kranichen und 30 Kormoranen, in gewohnter Formation über die Hemmerder Wiesen in Richtung Süden ziehend, beobachten. In den Hemmerder Wiesen ernten weiterhin zahlreiche Wacholder- und Rotdrosseln die Sträucher nach Beeren entlang der Amecke ab. Das hingegen bleibt den Beutegreifern wie: Wanderfalke und Sperber nicht verborgen. Auf einer der hohen Pappeln bemerkte ich, wie ein Wanderfalke eine – vermutlich Wacholderdrossel – kröpfte. In seiner Tätigkeit wurde er von Rabenkrähen gehasst. Ein Sperber befand sich ebenfalls in seiner unmittelbaren Nähe.

Ansonsten konnte ich heute in den Hemmerder Wiesen noch folgende Arten beobachten: 2 Kolkraben, 3 Wiesenpieper, 1 Wintergoldhähnchen, Zaunkönige, Heckenbraunellen und Blau- und Kohlmeisen.

Gemischter Kranich- und Kormorantrupp über die Hemmerder Wiesen fliegend (Foto: Hartmut Brecher)

Wanderfalke kröpft am 21.11.2025 in den Hemmerder Wiesen eine Wacholderdrossel (Foto: Hartmut Brecher)

Wanderfalke verlässt nach seiner Mahlzeit die Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Kolkrabe am 21.11.2025 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Bönen: Kraniche, Habicht am 17.11.2025 (H. Peitsch)

Den ganzen Tag heute immer wieder Kranichzüge über Bönen in südwestliche Richtung hinweg ziehend, insgesamt >500 Vögel.

Auch ein Habicht zeigte sich am Morgen über unserem Wohngebiet, Richtung Westen fliegend.

Habicht über Altenbögge. 17.11.25 Foto: Hartmut Peitsch
Habicht über Altenbögge. 17.11.25 Foto: Hartmut Peitsch
Habicht, 17.11.25 Foto: Hartmut Peitsch
Habicht, 17.11.25 Foto: Hartmut Peitsch

Fröndenberg: Wasserrallen, Krickenten, Silbermöwe, Gebirgsstelzen, Wiesenpieper, Kernbeißer, Schwanzmeisen, Rohrammer, Zilpzalpe und Zwergmaus während des Arbeitseinsatzes am 15.11.2025 (Melder: Gregor Zosel)

Während des traditionellen „Erlenstechens“ auf der Kiebitzwiese konnten die 19 Teilnehmer (aufgeteilt in 3 Arbeitsgruppen) im Abschnitt vom Wehr bis zur Rammbachmündung u.a. folgende Beobachtungen machen: 2 Wasserrallen, 1 Schnatterente, 15 Krickenten (1 stationär + 14 überfliegend), 8 Reiherenten, ca. 120 Stockenten, 1 Blässhuhn, 2 Zwergtaucher, mind. 18 Höckerschwäne, 13 Graugänse, 2 Nilgänse, 2 Silberreiher, 3-5 Graureiher, 1 Silbermöwe, 16 Kormorane, 2 Eisvögel, 2 Gebirgsstelzen, 1 Bachstelze, 2 Wiesenpieper, mind. 1 Rohrammer, 6 Goldammern, 2 Zilpzalpe, 1 Dompfaff, 1-2 Kernbeißer, >20 Schwanzmeisen in 3 Trupps, 1 Gartenbaumläufer, rufende Erlenzeisige vom Ruhrufer, 1 Grünspecht, 2- 3 Buntspechte, 27 Wacholderdrosseln, ca. 5 Zaunkönige, ca. 20 Buchfinken, 2 Haussperlinge, 1 singende Star, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke. Außerdem Blaumeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen, Amseln, Ringeltauben, Rabenkrähen und Elstern. Am Flößergraben 1 Nest der Zwergmaus in den Binsen versteckt.

Bergkamen: Waldwasserläufer, 13.-15.11.2025 (Hermann-Josef Backhove)

Am Morgen des 15.11.2025 konnte ich, wie auch schon ein paar Tage zuvor, einen einzelnen Waldwasserläufer an dem Teich am Beobachtungsturm der Ökostation in Bergkamen beobachten. Er lief am Ufer rund um den Teich entlang und suchte eifrig nach Nahrung.
In den Bäumen neben dem Turm war ein Wintergoldhähnchen zu sehen – leider nur kurz, weil es permanent von dem einen zum anderen Zweig weiterflog.

Waldwasserläufer
Waldwasserläufer, Lippeaue Bergkamen-Heil, 15.11.2025 Foto: Hermann-Josef Backhove
Waldwasserläufer, Lippeaue Bergkamen-Heil, 15.11.2025 Foto: Hermann-Josef Backhove
Wintergoldhähnchen, Lippeaue Bergkamen-Heil, 15.11.2025 Foto: Hermann-Josef Backhove

Holzwickede/Menden&Iserlohn (Kreis MK) : Blässgänse, Höckerschwäne, Kleinspecht, Mittelspecht, Kolkrabe und NWO Wasservogelzählung (im MK) mit u.a. Seidensänger, vielen Schnatterenten, Pfeifenten, Löffelenten, Krickenten, Gänsesägern und Wasserrallen 10. & 14.11.2025 (K.&A.Matull)

Am Montag (10.11.) starteten nach Sonnenaufgang mindestens 206 Blässgänse vom Geiseckesee in den Tag. Da der Abzug bereits im Gange war, könnte die Gesamtzahl sogar noch höher gelegen haben. Ebenfalls beeindruckend war die Anwesenheit von 107 Höckerschwänen. Während sich die Kleinvögel im angrenzenden Wald rar machten, gab es neben einem weiblichen Kleinspecht, einen Mittelspecht und einen Kolkraben doch noch erfreuliche nennenswerte Beobachtungen.

Neben dem Fokus auf die lokalen Beobachtungen ergeht an dieser Stelle ein „Blick über den Tellerrand.“ Im Märkischen Kreis konnten bei der NWO Wasservogelzählung in Menden an den Oeseteichen mit 225 Schnatterenten beinahe doppelt so viele Individuen als alle andere relevanten Arten zusammen beobachtet werden. Mit 6 Krickenten, 5 Pfeifenten und 2 Löffelenten ist jedoch eine gewisse Vielfalt bei den Enten vertreten. Zur Vervollständigung sind hier noch 2 Höckerschwäne, 85 Stockenten+4 Bastard/Fehlfarben, 17 Reiherenten, 4 Zwergtaucher, 3 Kormorane, 3 Graureiher, eine Wasserralle, 6 Teichrallen, 5 Blässrallen (sehr wenig!), ein Eisvogel und eine Gebirgsstelze zu nennen.

Am Seilersee in Iserlohn verweilt nach wie vor ein Seidensänger. Erfreulicherweise hat die Stadt Iserlohn bereits positiv auf die Anregung zur exakten Definition der Habitaterhaltung reagiert. Es wurde die Bereitschaft signalisiert bei der nächsten Grünpflege die Maßnahmen zum Schutz dieser Art zu berücksichtigen. Der Erhalt von dichter Ufervegetation ist dabei (auch bzw. gerade im Winter) von hoher Bedeutung. Das Überwinterungspotential ist bei dieser Art immer gegeben. Die aktuellen Beobachtungen dieses Seidensängers und eines weiteren im 30 km nordöstlich entfernten Hamm eröffnet eine interessante Perspektive für die Region. Vor dem Hintergrund der zentralen Lage des Kreises Unna ( mit diesjährigen Seidensänger Beobachtungen in der Lippeaue) sind diese erkennbaren Überwinterungsversuche in den direkten Nachbarkreisen ein spannendes Zeichen für die fortschreitende Arealexpansion der Art.

Ergänzend wurden bei der NWO Wasservogelzählung am Seilersee folgende Arten beobachtet: eine Kanadagans, 17 Nilgänse, 72 Stockenten+4 Bastard/Fehlfarben, 7 Tafelenten, 17 Reiherenten, 2 Gänsesäger, 4 Zwergtaucher, ein Haubentaucher, 13 Kormorane, 3 Graureiher, eine Wasserralle, 6 Teichrallen, 16 Blässrallen, ein Eisvogel und eine Gebirgsstelze.

Weiblicher Kleinspecht in herbstlicher Atmosphäre am angrenzenden Wald des Geiseckesees.10.11.2025 (Foto: Andre Matull)
Nicht weit entfernt hielt sich dieser Mittelspecht auf. Im Herbst steigt dieser alternativ bzw. ergänzend auch auf pflanzliche Nahrung wie z.B. auf Eicheln (siehe Foto) um. 10.11.2025 (Foto: Andre Matull)
Viele balzende Schnatterenten auf den Oeseteichen in Menden am 14.11.2025. (Foto: Andre Matull)

Lünen: Rebhuhn am 15.11.25 (Th.Prall)

Bei uns im Garten in Lünen-Alstedde landete ein Rebhuhn und futtert fleißig die Wildkräuter in unserem Blumenbeet. Es macht einen vitalen Eindruck, lässt mich aber bis auf wenige Meter herankommen. Die Zutraulichkeit lässt meiner Meinung nach darauf schließen, dass es aus einer Volierenhaltung stammt.