











Am Freitag (08.05.) konnte Andreas Hünting auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg 3 Pulli im Nest der Weißstörche auf der Nisthilfe entdecken, was sich heute bestätigen ließ. Auch im Nest auf dem Hochsitz im südlichen Teil des Gebiets befinden sich nach heutiger genauerer Betrachtung ebenfalls 3 Pulli.
Im östlichen Teil des Gebiets zeigten sich am Samstag (09.05.) neben diversen Gänsefamilien u. a. 3 singende Dorngrasmücken, zwei Gartengrasmücken, ein Rohrammer-Paar, 2-3 Kuckucke, ein erster singender Sumpfrohrsänger, 3 Neuntöter (2,1), ein Schwarzmilan und ein Rotschenkel. Je ein Gebirgsstelzen-Paar befand sich am Schwittener Wehr sowie am Einlass der Umgehungsrinne bei der Ruhr im Osten. Am Hindenburg-Hain sang ein Girlitz, an der Kuhbrücke ein Gelbspötter. Zudem wurden hier mehrere futtertragende Wacholderdrosseln sowie ein Haubentaucher-Paar mit drei Pulli gesichtet. Auf einem Acker südlich der Schoofs Brücke suchten sieben Weißstörche gemeinsam nach Nahrung.
Heute (10.05.) konnten wir vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese zusammen mit Andreas Hünting neben dem üblichen „Inventar“ am Morgen u. a. einen adulten Schwarzstorch und einen Silberreiher im Vorbeiflug beobachten. Darüber hinaus suchten ein Flussregenpfeifer und ein Bruchwasserläufer in der Vernässungsfläche nach Nahrung. Am alten Aussichtshügel heute ebenfalls ein erster singender Sumpfrohrsänger. Der Nachwuchs bei den Gänsen war mit drei Graugans-Familien (5, 5 und 4 Pulli) sowie zwei Kanadagans-Familien mit 4 und stolzen 11 (!) Pulli vertreten.













Wenn Waldohreulen nachts unterwegs sind, um Mäuse zu fangen, fliegen sie meist relativ niedrig. Da kommt es gar nicht so selten vor, dass sie beim Queren einer stark frequentierten Straße von einem PKW erfasst und getötet werden. So erging es wohl auch einer Waldohreule, die am Rande der B1 östlich von Hemmerde auf dem Seitenstreifen lag. Sollte der Vogel verpaart gewesen sein, so dürfte es auch um die Brut schlecht bestellt sein.
In den Hemmerder Wiesen sang heute der für mich erste Gelbspötter in diesem Jahr. Außerdem hielt sich dort erneut ein Rohrweihenmännchen auf.





In der Mersch in Werne unterhalb der Kläranlage in den Lippewiesen ein Plastikmüll nach Westen tragender Schwarzmilan.
Dort auch Bekassinen, Grünschenkel, ein Kiebitz-Paar sowie Weißstörche, die von ihrem Hausrecht Gebrauch machenden Rindern von ihrer Weide vertrieben wurden.




Im HRB ertönte der Gesang eines Teichrohrsängers.










Eine kleine Meldung aus der „Nachbarschaft“ des Kreises Unna. Am letzten Wochenende konnte ich in der Oberwerrieser Mersch (einem NSG im Osten Hamms) incl. angrenzenden Friedhof u.a. folgendes notieren: 1 Kiebitz, 1 Weißstorch, 2 Löffelenten (M), 11 Schnatterenten, 2 Blässrallen, 1 Höckerschwan, 8 Graugänse, 21 Kanadagänse (davon 1 Pulli), 6 Nilgänse, 3 Graureiher, 1 Eisvogel, 3-4 singende Feldschwirle, 2 Teichrohrsänger, 1 Rohrammer (M), 1 Neuntöter (M), 5 (!) Kuckucke (mind. 2 singend, teils zusammen fliegend; Revierabgrenzung), 9 singende Nachtigallen, 4 Dorngrasmücken, 1 Klappergrasmücke, 3 Gartengrasmücken, 5 singende Fitisse, 1 Schwarzspecht (an beiden Tagen überfliegend vom Ostholz kommend), 2 Buntspechte, 2 Grünspechte, 1 Schwanzmeise, ca. 20 Uferschwalben, 42 Dohlen, 1 Mäusebussard sowie 1 Turmfalke, Unter den Schmetterlingen waren 1 Schwalbenschwanz, einzelne Kleine Wiesenvögelchen und Faulbaumbläulinge sowie 1 Distelfalter erwähnenswert.

Sonnenaufgang in der Oberwerrieser Mersch…..am 02.05.2026 (Handyfoto: Gregor Zosel)

Der Morgennebel zieht schnell ab…..am 02.05.2026 (Handyfoto: Gregor Zosel)

In der Mersch…..am 02.05.2026 (Handyfoto: Gregor Zosel)

Der erste Neuntöter ist nun auch für mich in diesem Jahr angekommen…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Singende Nachtigall…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rufender Kuckuck in der Mersch. Zeitgleich konnte ich 3 Ex. und 2 Ex. in 2 Trupps fliegend beobachten. Noch werden die Reviere „abgesteckt“.

Löffelente auf der Flutmulde unterhalb des Aussichtshügels…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schnatterenten inmitten der blühenden Wasserfeder…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Grünspecht am Wegesrand…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Dorngrasmücke auf ihrer Singwarte…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Weibliche Plattbauchlibelle beim Sonnenbad…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Schwarzfleckiger Zangenbock (Rhagium mordax)…..am 02.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleine Puppenräuber (Calosoma inquisitor) queren paarend den Weg, um schnell in den sicheren Bewuchs zu kommen…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Der Gemeine Weichkäfer (Cantharis fusca) war heute die häufigste Käferart…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Rotköpfiger Feuerkäfer (Pyrochroa serraticornis)…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Kleines Wiesenvögelchen in den Lippeauen…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Von den Faulbaumbläulingen konnte ich heute einige beobachten…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)

Distelfalter beim Frühstück…..am 03.05.2026 (Foto: Gregor Zosel)
Vorgestern (01.05.) zeigte sich kurz ein Baumfalke in den Schwerter Röllingwiesen. Heute konnten wir auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg den ersten Neuntöter entdecken. Darüber hinaus kreisten zwei Schwarzmilane gleichzeitig über der Kiebitzwiese. In der Vernässungsfläche des Gebiets erweisen sich die derzeitigen Schlammflächen in vielerlei Hinsicht als wertvoll – beispielsweise zur Nahrungssuche (z.B.Flussregenpfeifer, Bruchwasserläufer) oder zur Aufnahme von Material für den Nestbau (Rauchschwalbe).
Bei den meisten Weißstörchen in Fröndenberg und Schwerte ist nun von Nachwuchs auszugehen. Aufgrund der Nesthöhe und der noch sehr kleinen Pulli ist die genaue Anzahl derzeit jedoch kaum einzuschätzen. Des weiteren heute an der Schoofs Brücke im Wasserwerksgelände (Fröndenberg/Holzwickede) 12 Weißstörche.












Bei einem kurzen Spaziergang durch ein Teilgebiet des Sandforter Forstes in der Nähe von Olfen (also knapp außerhalb des Kreises) gelangen zur eigentlich ungünstigen Mittagszeit beachtliche Beobachtungen: Als Highlight am Waldrand ein ausdauernd singender Pirol, insgesamt 4 besetzte Trauerschnäpperreviere, 1 singender Waldlaubsänger, 2 Sommergoldhähnchen, 1 Wintergoldhähnchen, 1 Tannenmeise, 1 Schwarzspecht, 4 Buntspechte, > 10 Fitisse, > 5 Zilpzalpe, > 5 Singdrosseln, 1 Misteldrossel, > 10 Mönchsgrasmücken, 1 Gartenbaumläufer, diverse Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Stieglitze, Blau- und Kohlmeisen, Amseln sowie Eichelhäher. Leider ist das Gebiet als Bruthabitat für den Baumpieper zunehmend ungeeignet, da die ehemaligen Kahlschlagflächen inzwischen wieder stark mit Birken und Tannen verbuschen. Das freut wiederum den Fitis, dessen Bestand in diesem Waldgebiet eindeutig vor dem Zilpzalp liegt.
Bei den Tagfaltern dominierten Aurora- und Zitronenfalter neben vereinzelten Grünader- und Großem Kohlweißling. Außerdem flogen die ersten Kaisermäntel sowie ein C-Falter.
Am 01.05.2026 wurde auf einem Grundstück in Unna-Mühlhausen ein toter Wendehals gefunden. Wendehälse werden im Kreis Unna gelegentlich auf dem Frühjahrs- oder Herbstzug in die Brut- bzw. Überwinterungsgebiete gemeldet.

Mit den ersten Maitagen können nun die letzten Heimkehrer unserer Zugvögel erwartet werden. Hartmut Peitsch hat heute mit Grauschnäpper und Neuntöter bereits 2 späte Arten melden können. In den nächsten Tagen hoffen wir unter anderem auch noch auf Wespenbussarde. Südlich der Ruhr (MK) hatte ich heute meinen ersten Baumfalken und unter dem eigenen Dach sind bis gestern 6 Mauersegler als „Vorhut“ zurück und haben direkt die vertrauten Bruthöhlen in Besitz genommen. Der Vogelzug gehört sicher zu den spannendsten Naturphänomenen und gerade die Mauersegler demonstrieren alljährlich trotz ihres relativ kleinen Gehirns enorme Gedächtnis- und Orientierungsleistungen. Während sie sich bei Erstbesiedlungen einer potentiellen Bruthöhle misstrauisch sehr schwertun und Wochen brauchen, bevor sie ein erstes Mal hineinfliegen, steuern die meist gegen Abend an der alten Brutkolonie erscheinenden „Afrika-Heimkehrer“ die vertrauten Bruthöhlen mit hoher Geschwindigkeit an und verschwinden mit einer Sicherheit darin, als wären sie überhaupt nicht weg gewesen.
Derweil haben wir etwa bei den Kiebitzen fast schon „Halbzeit“ der diesjährigen Brutperiode und es zeichnet sich eine erste Bilanz ab. In dem besonders optimierten Hotspot „Hemmerder Wiesen“ sind teilweise bis zu 11 Küken zu beobachten. Nach dort mindestens 6 begonnenen Bruten mit durchschnittlich 4 Eiern pro Nest müssten es rechnerisch 24 Küken sein. Auch im Bönener Industriegebiet begann die Saison auf der Ausgleichsfläche zunächst erfreulich. Mit insgesamt ebenfalls 6 Gelegen waren auch hier bis zu 11 Küken zu beobachten – jedoch gestern (30.04.) fand sich dort nur noch ein einziges.








