Im östlichen Teil des Bönener Industriegebietes sind auf den altbekannten Feldern die ersten Kiebitze angekommen, drei Vögel waren am Morgen zu sehen. Andere letztjährige Standorte in Bönen sind noch nicht besetzt.
Im HRB der Seseke heute wenig zu sehen: 5 Graureiher, 10 Graugänse, 4 Teichhühner, 1 Mäusebussard und 1 Turmfalke.
Im Bereich des RRB Bramey zeigten sich 2 Gebirgsstelzen direkt an der Seseke, 8 Stockenten und 4 Krickenten im Becken.
Kiebitz auf Maisstoppelfeld. 09.02.25 Foto: Hartmut PeitschKiebitz auf Maisstoppelfeld. 09.02.25 Foto: Hartmut PeitschEin weiteres Ex. auf dem Wintergetreidefeld auf der anderen Straßenseite. 09.02.25 Foto: Hartmut PeitschTeichhühner im HRB. 09.02.25 Foto: Hartmut Peitsch
Unsere gemeinsame Exkursion durch südliche Teile des Kreises Unna führte Ralf Volmer und mich heute bei nasskaltem und windigem Wetter u.a. an die Hönne-Mündung in Fröndenberg. Dort zeigte sich nach einigem Suchen auch die gewünschte Wasseramsel ….…. hier kurz vor dem Abflug, nachdem sie den Fotografen wahrgenommen hatte ….…. Vor Ort auch ein rufendes Dompfaff-Männchen, das sich allerdings nicht zeigte, dafür aber – in einiger Entfernung – sein weiblicher Partner ….…. und dieser recht dunkel gefärbte Graureiher (07.02.25, Fotos: C. Rethschulte).Auf dem Geisecke-Staubecken bei Schwerte waren etliche Tafel-, Reiher- und Stockenten zu sehen; dazu Zwerg- und Haubentaucher, Kormorane, Höckerschwäne und Blässrallen; im angrenzenden Bahnwald mindestens zwei Bergfinken, Buchfinken, Meisen, Gartenbaumläufer, Sumpfmeise, Kleiber und ein Buntspecht (07.02.25, Foto: C. Rethschulte).Im Bönener Industriegebiet am Mersch noch immer ein überwinterndes Hausrotschwanz-Männchen. Das Weibchen war heute nicht zu sehen (07.02.25, Foto: C. Rethschulte).Im eigenen Garten weiterhin täglich zwei bis acht Schwanzmeisen (03.02.25, Foto: C. Rethschulte).…. mindestens eine Sumpfmeise (31.01.25, Foto: C. Rethschulte).…. und ein Wintergoldhähnchen (04.02.25, Foto: C. Rethschulte).
In den Hemmerder Wiesen hält sich die Zahl der rastenden Bläss- und Saatgänse seit Wochen auf einem konstant hohen Niveau. Die tagelang vereisten Wasserflächen haben dem keinen Abbruch getan. Gegenwärtig dürften sich mehr als 300 Blässgänse und etwa 80-100 Saatgänse im NSG oder auf Flächen im nahen Umfeld aufhalten. Gelegentlich war darunter auch eine Nonnengans zu sehen (so am 02.02. und 03.02.). Die Zahl der rastenden Bekassinen lässt sich nur schwer abschätzen. Am 04.02. waren es mindestens drei, wahrscheinlich deutlich mehr. Im Gebiet u.a. auch eine im Ufersaum herumwuselnde Wasserralle (03.02.), zwei Wintergoldhähnchen (14.01.) und ein Kernbeißer (04.02.).
Blässgänse mit einzelnen Saatgänsen über den Hemmerder Wiesen am 14.01.25 (Foto: H. Knüwer)Die Landeklappen sind ausgefahren; alles klar für die Landung. – 04.02.25 (Foto: H. Knüwer)Ein (von zwei) Wintergoldhähnchen in den Hemmerder Wiesen am 14.01.25 (Foto: H. Knüwer)Kernbeißer in den Hemmerder Wiesen – vor diesem Schnabel sollte man Respekt haben. – 04.02.25 (Foto: H. Knüwer)
Am 25.02.2025 um 19.30 Uhr wird Hans-Günter Bullenda für die AGON Schwerte in der VHS Schwerte, Am Markt 11 in Raum 1 über den Vogelgesang vortragen:
Vogelgesang – Der Gesang des Lebens
„Gesang des Lebens“ – Das hört sich bedeutungsvoll an. Dass der Gesang unserer Vögel tatsächlich von größerer Bedeutung ist, als man gemeinhin meint, soll durch den Vortrag nachvollziehbar werden.
Es werden dabei die Gesänge und Rufe von über 60 heimischen Vogelarten audiovisuell präsentiert und ihre speziellen Eigenheiten erläutert. Auch einige recht kuriose Gesänge und Rufe werden vorgestellt sowie die faszinierende Begabung mancher Vögel, andere Vogelarten und sogar die menschliche Stimme sowie Umgebungsgeräusche zu imitieren.
Darüber hinaus wird aber auch verschiedenen übergreifenden Fragen nachgegangen, wobei auch kleine Einblicke in die ornithologische Forschung eröffnet werden: Warum singen Vögel überhaupt? Müssen sie ihren Gesang erlernen? Auf welche Weise erzeugen Vögel ihre Gesänge? Singen ausschließlich die Vogelmännchen? Warum ähneln sich die Gesänge mancher Arten? Was macht eigentlich einen schönen Vogelgesang aus? Welche Wirkung hinterlässt das Gezwitscher der Vögel bei uns Menschen? …
Heute Morgen bis in den späten Vormittag hinein konnte bei einen sehr hohen Wasserstand und reichlich überschwemmten Grünflächen auf der Kiebitzwiese (Von Sichlerbucht bis auf Höhe der Alten Eiche) u.a. folgendes beobachtet werden:
5 Höckerschwäne, >118 Stockenten, 2 Silberreiher, 2 Graureiher (u.a. „TAM“ beringt im 17.Kalenderjahr), ein Zwergtaucher (…ist auf der Kiebitzwiese stets ein sicherer Indikator für einen verhältnismäßig hohen Wasserstand), 4 Reiherenten (2,2), 4 Pfeifenten (2,2,), 6 Bekassinen, zwischen 68 Kanadagänsen und 91 Graugänsen eine Blässgans, 6 Nilgänse (2 Paare morgens im Kampf um Storchennisthilfe) und 4 Rostgänse.
Des weiteren befanden sich heute Morgen mindestens 154 Schnatterenten auf der Kiebitzwiese, was einen Tageshöchststand für das Gebiet darstellt. Und während ich dieses schreibe, erfahre ich von Andreas Hünting, dass er am Nachmittag sogar 192 (!) Schnatterenten auf der Kiebitzwiese zählen konnte. Anzumerken ist dabei, dass die exakte Erfassung dieser Art durch die aktuell riesigen Überschwemmungsflächen schwierig ist, weil sich auch Schnatterenten dadurch großflächig im Gebiet verteilen können und diese sich darüber hinaus auch noch generell gerne in den Binsen und in den nicht einsehbaren Bereichen wie beispielsweise der naturnahen Umgehungsgerinne aufhalten. Deshalb können diesbezüglich nur Mindestangaben übermittelt werden. Somit ist nicht auszuschließen, dass es bedeutend mehr Schnatterenten gewesen sein könnten.
Weitere recht interessante Beobachtungen gelangen vor Ort mit einer erfolgreich jagenden Wasserralle sowie den beiden überwinternden Schwarzkehlchen (1,1). Darüber hinaus heute Morgen eine Heckenbraunelle und eine Misteldrossel mit Vollgesang.
Leider gibt es mit dem Totfund einer Waldohreule auch eine traurige Nachricht von der Kiebitzwiese zu übermitteln.
Höckerschwäne verhalten sich wie bei einem Nestbau, zogen aber kurz darauf weiter. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Ein tragischer Unfall endete für diese Waldohreule auf der Kiebitzwiese tödlich. Der Vogel wurde aus dem Stacheldraht entfernt und der Natur zugeführt. Als zusätzliche Info ist noch anzumerken, dass die Eule sich in einen guten Ernährungszustand befand, wie der kurzzeitige Mitbeobachter B.Glüer durch Ertasten zu wissen wusste. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Eine weitaus erfreulichere Beobachtung war neben den beiden Schwarzkehlchen diese Wasserralle auf der Kiebitzwiese, welche wie eine Ente durch die Wasserfläche geschwommen kam. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Dessen Anwesenheit gefiel diesen Zwergtaucher allerdings gar nicht…. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)…so dass dieser die Ralle vorerst in die Flucht schlug. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Die Wasserralle tauchte kurz darauf an einer anderen Stelle erneut auf. Immer auf der Hut, dass der Zwergtaucher nichts mitbekommt. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Beim vorsichtigen Schleichen durch die Ufervegetation ist die Wasserralle auf der Kiebitzwiese in ihrem Element. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Ihre körperlichen Gegebenheiten sind dafür perfekt angepasst. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Immer wieder werden beim „Langmachen“ und raschen Zustechen Kleinigkeiten erbeutet. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Hier wurde allerdings eine größere Portion erbeutet. Bei dem langen und leicht gebogenen roten Schnabel, der wie eine Zange fungiert, hat der Frosch keine Chance mehr zu entkommen. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)„Einen Frosch im Hals haben“ bekommt unter diesen Umständen eine ganz andere Bedeutung. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)Nach diesen reichhaltigen Frühstück scheint die vorerst pappsatte Wasserralle die warmen Sonnenstrahlen zu genießen. 31.01.2025 (Foto: Andre Matull)
Meine mittäglichen Radtour durch Teilgebiete Bönens führte mich heute zunächst an das HRB Seseke-Bönen. Dort steht das gesamte Becken nach den Regenfällen der vorletzten Nacht komplett unter Wasser. Auf dem Wasser bzw. am Wasser nur vereinzelt Vögel: ein bis zwei Wasserrallen, mehrfach rufend, wobei mir eine kurz ihr Hinterteil zeigte, dazu ca. zehn Kanadagänse, vier Graugänse, eine Rostgans, ca. zehn Graureiher, ein Mäusebussard und ein Turmfalke.
Im Südholz – auf der Suche nach Greifvogelhorsten – waren folgende Arten zu sehen bzw. zu hören: mehrere Wacholderdrosseln, eine Rotdrossel, Sumpfmeisen, Schwanzmeisen, Gartenbaumläufer, Buntspechte, Stieglitze, Grünfinken sowie unzählige Blau- und Kohlmeisen; am dortigen Mergelteich u.a. ca. 15 Kanadagänse, zwei Nilgänse, vier Blässrallen, ein Kleiber und ein zweimal rufender Mittelspecht.
Wie bereits gesagt, viel Wasser im HRB Seseke-Bönen, aber wenig Wasservögel; hier ein Graugans– und ein Kanadagans-Paar ….…. eine Rostgans (27.01.25, Fotos: C. Rethschulte).Diesen Turmfalken traf ich bei der Jagd an, die er jedoch abbrach, nachdem er mich visiert hatte ….…. Auch vom Zaun aus waren seine Augen weiter auf eine mögliche Beute am Boden gerichtet (27.01.25, Fotos: C. Rethschulte).Auf dem Mergelteich ebenfalls wenige Wasservögel; hier eine der ca. 15 Kandagänse – die anderen hielten Siesta im Gebüsch am Teichrand – ….…. sowie ein sich pflegendes Kormoran-Paar (27.01.25, Fotos: C. Rethschulte).
Zunächst sei eine vierbeinige Rarität erwähnt, die seit einigen Tagen an der hauseigenen Vogelfütterung (Frdbg.-Hohenheide) immer wieder zu sehen ist (zuletzt am 24.01.): eine Zwergmaus. Zwergmäuse fallen – wenn man sie überhaupt zu sehen bekommt – vor allem durch ihre Winzigkeit auf. Mit nur wenigen Zentimetern Körperlänge und einem Gewicht von ~ 6-8 Gramm ist die Zwergmaus das kleinste Nagetier Europas. Am ehesten werden Zwergmausvorkommen durch ihre gut tennisballgroßen Kugelnester entdeckt, die in krautiger Vegetation etwa 30 – 50 cm über dem Erdboden gebaut werden. Dort wo Zwergmäuse vorkommen, sind sie nie häufig, weil sie territorial sind und ein kleines Revier gegen Artgenossen verteidigen.
Wie jetzt von Clemens Rethschulte für Bönen nachgewiesen, konnte auch im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede heute erneut der hier überwinternde und schon mehrfach gemeldete, männliche Hausrotschwanz beobachtet werden. Dort noch erwähnenswert 9 Gänsesäger (4 : 5).
Am Abend Am Stromberg (Frdbg.) ein balzendes Uhu-Paar und eine überhinfliegende Waldschnepfe.
Nur äußerst selten vor die „Foto-Linse“ zu bekommen – eine nur wenige Zentimeter große Zwergmaus nahe der hauseigenen Vogelfütterung (Frdbg.-Hohenheide). Die Sonnenblumenschalen geben im Größenvergleich eine ungefähre Vorstellung von der Winzigkeit des Tieres …, 20.01.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… neben der rehbraunen Körperfärbung mit weißer Bauchseite stellt der relativ lange Schwanz eine Besonderheit dar: anders als bei allen anderen Mäusen ist er bei Zwergmäsusen mit Muskeln versehen und wird beim Klettern in Pflanzenstängeln sehr geschickt als Greiforgan eingesetzt…, 20.01.2025 (Foto: Bernhard Glüer)… beinahe exakt drei Jahre zuvor konnte – ebenfalls im eigenen Garten – dieses gut tennisballgroße Zwergmausnest in krautiger Vegetation entdeckt werden. Solche Nester werden nur während der Sommermonate genutzt. Jede Zwergmaus baut mehrere solcher kunstvollen Nester, in denen auch der Nachwuchs aufgezogen wird. Während der Wintermonate werden andere Versteckplätze aufgesucht, 30.01.2022 (Foto: Bernhard Glüer)Das schon mehrfach gemeldete, überwinternde Hausrotschwanzmännchen im Wassergewinngsgelände bei Frdbg.-Langschede, 26.01.2025 (Foto: Bernhard Glüer)
In unserem Garten in Bergkamen Rünthe gelangen einige Winterfotos.
Ringeltaube im Hausgarten in Bergkamen-Rünthe, 01.01.2025 Foto: Karl-Heinz LindemannHeckenbraunelle im Hausgarten in Bergkamen-Rünthe, 09.01.2025 Foto: Karl-Heinz LindemannAmsel-Weibchen im Hausgarten in Bergkamen-Rünthe, 16.01.2025 Foto: Karl-Heinz LindemannBlaumeise im Hausgarten in Bergkamen-Rünthe, 16.01.2025 Foto: Karl-Heinz LindemannKohlmeise im Hausgarten in Bergkamen-Rünthe, 16.01.2025 Foto: Karl-Heinz Lindemann
Erstmalig in diesem Winter gelingt heute der Nachweis eines überwinternden Hausrotschwanz-Paares im Bönener Industriegebiet, hier das Männchen (26.01.25, Foto: C. Rethschulte).Vor Ort auch ein ruhender Wanderfalke (26.01.25, Foto: C. Rethschulte).Immer wieder gern gesehenen Wintergäste im Garten: Kernbeißer ….…. Sumpfmeise….…. und Schwanzmeise (22.01.25, Fotos: C. Rethschulte).
Am Horstmarer See hält sich seit einigen Wochen eine weibliche Samtente auf. Sie ist wenig scheu und vom Ufer aus gut zu beobachten. Außerdem waren zu sehen: Stockente (12), Reiherente (26), Tafelente (17), Kanadagans (13), Silbermöwe (6), Lachmöwe (5), Blässhuhn (117), Teichhuhn (6), Haubentaucher (3), Kormoran (5), Silberreiher (1)
Ergänzend zu meinem Beitrag über die hohe Frequenz von Gartenvögeln an den Futterstellen in unserem Garten möchte ich einige Belegfotos vom 20.01. und 22.01.2025 nachreichen.
Mittelspecht heute am Knödelhalter 22.1.2025Wenn ein Buntspecht kommt, räumt der Mittelspecht immer sofort das Feld. 20.1.2025Ein Gartenbaumläufer hat das in die Rinde geschmierte Pflanzenfett entdeckt…und frisst davon kleine Bröckchen. 22.1.2025Schwierig zu fotografieren, da er immer so hektisch und schnell unterwegs ist. 22.1.2025Distelfinkenpaar und Grünfink am Sonnenblumenkernspender. 20.1.2025Extra für die Distelfinken biete ich auch geschälte Sonnenblumenkerne, sonst schmeißen sie mir immer alles auf den Boden auf der Suche nach einem Kern ohne Schale. Sie sind sehr wählerisch. 20.1.2025
Vor 25 Jahren hat die OAG Kreis Unna ihren Brutvogelatlas nach dreijähriger Kartierung veröffentlicht – am heutigen Tag nicht das einzige zu feiernde Jubiläum im Kreis der damaligen MitarbeiterInnen.
Gründungsstunde der OAG mit Eulenträgern, Foto: Bernd Paulitschke
In diesem Jahr steht der Start zu einer Neuauflage des Atlas der deutschen Brutvogelarten an, an dem sich auch die OAG Kreis Unna beteiligen möchte. Auf dem nächsten OAG-Treffen am 18.02.2025 um 19 Uhr werden wir online über das weitere Vorgehen zu ADEBAR 2 beratschlagen. Die Mitmachbörse, in deren Rahmen sich jede InteressentIn für einen TK-Quadranten eintragen kann, ist bereits seit einigen Wochen geöffnet und weist im Kreis Unna noch jede Menge freie Quadranten zur Mitarbeit auf.
Am 06.02.2025 bietet der DDA um 18 Uhr zudem eine Online-Schulung zur einfachen Eingabe von Kartierungsdaten über die NaturaList-App an.