



Eigentlich hatten wir den Sandkasten für unsere Enkelkinder angeschafft. Aber so eng sehen wir es auch nicht. Dass unsere Dauergäste (Haussperlinge, Blau- und Kohlmeisen, Amseln, Kleiber, Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Türken- und Ringeltauben, Rabenkrähen, Elster, Bunt- und Grünspechte) nicht mitspielen wollten, war dem Sperber offenbar unverständlich.


In den Röllingwiesen (Schwerte) konnten wir letzten Freitag (16.8) am Nachmittag für wenige Sekunden einen Purpurreiher beobachten, welcher bereits vormittags anderweitig entdeckt wurde. Dieser landete während unserer Beobachtungszeit im nördlichen Teil des Gebiets und konnte, zumindest von uns, in den folgenden Tagen zu unterschiedlichen Zeit nicht erneut gesichtet werden.
Am Montag (19.08.) ebenda nachmittags ein Fischadler, welcher 2 Runden über die Wiesen drehte und im weiteren Verlauf zügig der Ruhr entlang in Süd-westlicher Richtung abstrich. Am gleichen Tag 42 Thermik suchende Weißstörche hoch Richtung SW. Am darauf folgenden Tag (20.08.) vormittags 150 überfliegende Weißstörche. (Beobachter Peter Krüger, vgl. ebenfalls Meldung bei der AGON Schwerte -Beobachtungsmeldungen-)
Darüber hinaus hier noch bis zu 30 Krickenten, die bekannte männliche Pfeifente, eine Rohrweihe, sowie u.a. > 2 Bekassinen, 2 Flussuferläufer und ein Waldwasserläufer.
Heute (21.08.) auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg u.a. 3 Weißstörche (Altvögel auf beiden Nestern), > 2 Braunkehlchen, > 2 Schwarzkehlchen, unter >100 Stockenten im Gebiet mindestens eine Krickente, 6 Schnatterenten sowie nach wie vor die 3 von Andreas Hünting bereits vor einigen Tagen gemeldeten Knäkenten.
Über dem Aussichtshügel noch ein einzelner jagender Mauersegler.
Bei lebhaften Westwind einige, teils sehr hoch, überfliegende Greifvögel (u.a. Sperber (1), Wespenbussard (1,0), Wanderfalke (1), Rotmilan (3), Mäusebussard (2), Schwarzmilan (2).



















Die frühherbstliche „Zugzeit“ hat sich heute in den Hemmerder Wiesen bemerkbar gemacht. Heute Vormittag konnte ich folgende Kleinvögel in den Hemmerder Wiesen beobachten: jeweils 2 Grau- und Trauerschnäpper, 2 Gartenrotschwänze, 1 Braunkehlchen, mindestens 10 Bluthänflinge, 4 Goldammern, eine erfreulich große Anzahl an Grünfinken, 2 Stieglitze, Stare, Zaunkönig, Heckenbraunelle, mehrere Zilpzalp, zahlreiche Mehl- und Rauchschwalben und eine warnende Mönchsgrasmücke.

Trauerschnäpper am 20.08.2024 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Trauerschnäpper in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Grauschnäpper am 20.08.2024 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Landkärtchen in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

















Bei meinem abendlichen Besuch auf dem alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese konnte ich folgende Beobachtung notieren:
1 Fischadler, 1 Waldwasserläufer, beide entdeckt von Lukas Bischoff, 3 weibchenfarbige Knäkenten, ca. 60 Stockenten, 25 Graugänse, 60 überfliegende Kanandagänse, darunter vermutlich eine teils leuzistische, 2 Silberreiher, 4 Graureiher, 2 Weißstörche (Paar von der Nisthilfe), 1 Mäusebussard, >1 Blässhuhn, 1 abfliegende Bekassine, 2 Hohltauben, >2 Ringeltauben, 1 Grünspecht, 1 Buntspecht, >3 Rabenkrähen, >15 Mehlschwalben, 1 Mönchsgrasmücke, etwa 30 Stare, 1 Bachstelze und 2 Stieglitze.







Offenbar stehen wir auch im Kreis UN vor dem endgültigen Erlöschen unserer Feuersalamander-Bestände. Schon am 25.08.23 hatte Falko Prünte auf gesicherte Nachweise der tödlichen Pilzerkrankung „Bsal“ (auch Salamanderpest genannt) in Holzwickede hingewiesen (https://www.oagkreisunna.de/2023/08/28/kreis-unna-holzwickede-salamanderpest-bsal-nachweise-25-08-2023-f-pruente/). Wenig später schien in Fröndenberg die Welt noch in Ordnung zu sein, als in einem Top-Lebensraum um den Stromberg am 13.09.2023 bei einer nächtlichen Suche auf einer ca. 1,2 km langen Wegstrecke noch 67(!) gesunde Feuersalamander gefunden wurden (selbstverständlich sind alle gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Salamander eingehalten worden). Inzwischen konnte jedoch bei einer nächtlichen Kontrolle (gestern, 13.08.) unter optimalen Bedingungen (22,3 °C, warmer Gewitterregen) derselben Wanderwegtrasse kein einziger Salamander mehr ausgemacht werden. Eine erste Suche am 16.07.24 war ebenfalls bereits ohne Fund geblieben.

Am Teich am Fuchsbach in Alstedde herrscht in letzter Zeit wieder Hochbetrieb. Heute zählte ich folgende Arten: Etwa 350 Graugänse ,50 Kanadagänse, 2 Störche, 2 Silberreiher, 20 Graureiher, 40 Stockenten, 8 Krickenten, 1 Reiherente.

Eine Suche nach Baumfalken im Traditionsrevier Kamen-Rottum führte heute morgen zu einem Volltreffer. Die Altvögel zeigten sich schnell beim Näherkommen an den möglichen „Brutmasten“ und ein flügger Jungvogel war ebenfalls anwesend.













In Kamen halten sich seit einiger Zeit in der Nähe der Seseke östlich der Ostenallee drei Sperber auf.
Es ist der zweite Sommer, in dem wir mindestens einen davon beobachten können.
Letztes Jahr haben wir ihn beim Nestbau gesehen und dieses Jahr konnten wir drei Sperber gleichzeitig beobachten.
Eine Zeitlang haben sie sehr intensiv die Tauben gejagt, wobei sie vor Kurzem nun selber von einem Schwarm aus 8 Elstern gejagt worden sind. Seither sieht man sie selten und eher vereinzelt.

Im NSG Mühlenstrang (Schwerte) früh morgens (4.8.) eine Neuntöter Familie mit 3 flüggen Jungvögeln. Des weiteren ebenda, nicht einmal 200 Metern auseinander, zunächst ein jagendes Hermelin und kurz darauf ein Mauswiesel. In der Umgebung sind alle Jungstörche flügge (3 am „Gutshof Wellenbad“, 3 in Geisecke selbst sowie 2 im Wassergewinnungsgebiet Hengsen). An der deutlich abgesenkten Ruhr ( Erneuerung der Wehrklappensteuerung in Schwerte-Villigst: https://www.wasserwerke-westfalen.de/newsroom/newsansicht/abstau-der-ruhr-am-wehr-villigst ) keine besonderen Beobachtungen.
Am gleichen Tag hatten ebenfalls alle Jungstörche auf der Kiebitzwiese (4 an 2 Brutplätzen) in Fröndenberg das Gebiet verlassen. Hier bis zu 5 Schwarzmilane gleichzeitig (teilweise auf Strommast kopulierend), wobei nur mit Sicherheit einer ein diesjähriges Federkleid aufwies. Ansonsten im Gebiet u.a. mindestens 3 mausernde Schwarzkehlchen, mindestens 3 diesjährige Neuntöter sowie ein von mehreren Rabenkrähen gemobbter Rothabicht. Ebenfalls konnte eine Wasserralle aus der Sichlerbucht gehört werden.
Mit der späten erfolgreichen Brut aus dem verwilderten Garten zum Zuweg der Röllingwiese in Schwerte sind alle Weißstorch-Bruten abgeschlossen. Hier haben beide Jungstörche mittlerweile ihren Jungfernflug hinter sich. In den Röllingwiesen selbst die gesamte Woche über regelmäßig zwei jagende Rohrweihen gleichzeitig, gestern eine. Darüber hinaus an gleicher Stelle unter anderem ein jagender Baumfalke, eine Pfeifente (1,0 mit Flügelhandicap), mehrere Zwergtaucher-Familien sowie 4 erste Krickenten.
















Heute Morgen war eine große Flugschau zu bewundern. Bei bedecktem Himmel und leicht böigem Wind nutzten zahlreiche Greifvögel und Raben die günstigen Bedingungen für neckische Flugspiele, gegenseitiges Mobben und Fangen. Die Szenerie glich einem Kindergarten, waren es doch überwiegend Jungvögel, die sich den Luftraum teilten und sich dort vergnügten. Während der etwa dreistündigen Beobachtungsdauer östlich von Bausenhagen waren zu sehen: acht Kolkraben (alle diesjährig), ein Wanderfalke (diesjähriges beringtes Weibchen), mindestens fünf Mäusebussarde (überwiegend diesjährig), mindestens sechs Rotmilane, zwei Turmfalken, eine nach Osten fliegende Rohrweihe (mehrjähriges Männchen) sowie – besonders erfreulich – zwei Wespenbussarde (Männchen und Weibchen). Auch am 06.08.24 tauchten im selben Gebiet zwei Wespenbussarde auf. Durch Fotovergleich bekam Bernhard Glüer heraus, dass er das heute gesehene Weibchen bereits mehrfach im Großraum Bausenhagen festgestellt hatte. Offenbar gibt es hier ein besetztes Revier. Vielleicht lässt sich ja noch herausfinden, ob es in diesem Bereich ein weiteres Brutpaar gibt.








