Der Wegzug vieler Vögel in südlichere Winterquartiere beschert uns inzwischen den einen oder anderen interessanten Gast, der auf der „Durchreise“ im Kr. UN Rast macht. So gab es (für mich) in den Hemmerder Wiesen heute die ersten Braunkehlchen (4 Exmpl.), >3 Grauschnäpper, mehrere Gartengrasmücken, >1 Gartenrotschwanz, 1 unbestimmten Rohrsänger (vermutl. Teichrohrsänger), als absolutes Highlight: 2 Wendehälse (wovon leider einer zur Beute eines unbekannten Prädators geworden war), außerdem unter anderem noch zwei (!) sehr späte Nachtigallen (gleichzeitig ~10 m voneinander entfernt laut warnend), 1 Klappergrasmücke, >2 Neuntöter, 1 weibliche Rohrweihe.
Östlich der Hemmerder Wiesen dieser Tage mehrfach >3 Schwarzkehlchen (vermutlich ein Familienverband aus einer Brut vor Ort)
Auch in UN-Dreihausen 2 Gartenrotschwänze, sowie ein weiterer am Ostrand des Hemmerder Schelks und auf Pfahlreihen ebenda ein männlicher Steinschmätzer.
Wendehals als seltener Gast in den Hemmerder Wiesen, der in arttypischer Weise am Wegesrand, im Übergangsbereich zwischen Asphalt und Vegetation nach Ameisen sucht …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… beim Bemühen um brauchbare Bilder vom „gefiederten Gegenüber“ zeigt sich einmal mehr, dass nicht unbedingt eine angestrengte Pirsch zum Erfolg führt, sondern manchmal eher das Gegenteil davon. – Denn ein immer fluchtbereites Tier mit unzähligen Fressfeinden hält den schleichenden „Paparazzo“ auch für einen solchen. Stattdessen hilft es dann schonmal, sich selbst „zum Affen“ zu machen, um bloß nicht ernst genommen zu werden (Selbstgespräche o.ä.) …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… Ziel erreicht: völlig entspannt geht der Wendehals in wenigen Metern Entfernung seiner Lieblingsbeschäftigung nach und holt (ähnlich wie man es von Grünspechten kennt) mit seiner Zunge die begehrte Ameisenkost hervor …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… beim Standortwechsel zeigt er sich nochmal völlig frei in ganzer Pracht …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… auch nochmal von vorn: ein abschließender Blick in die Kamera des „brabbelnden Blödmanns“, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… nur ca. 100 Meter entfernt: der leider wenig schöne Anblick eines prädierten Artgenossen, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… als weiterer interessanter Gast dieser (ohne Stimme und andere Merkmale) unbestimmte Rohrsänger an der Amecke. Die auffällig rostbraune Färbung passt am ehesten zum Teichrohrsänger …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer).. dieser Tage auch auf der Durchreis mehrfach im NSG: Gartenrotschwanz …, 17.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… zu Hotspots werden jetzt auch die Beeren tragenden Gehölze entlang der Amecke: Gartengrasmücke im Schwarzen Holunder, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) In UN-Dreihausen ein rastender Steinschmätzer (m) an einer Rinderweide, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Mit etwas Glück finden sich zum Sommerende vor allem an Landstraßen die ausgewachsenen Raupen des Windenschwärmers. Neben dem abgebildeten Exemplar aus Frdbg.-Frömern gab es am 15.08. einen weiteren Fund östlich von Frdbg.-Bausenhagen. Die Hauptnahrungspflanze (Ackerwinde) wäschst leider vor allem entlang von Landstraßen, wo diese imposandten Raupen vielen Gefahren ausgestzt sind. Offenbar hat es von diesen Faltern einen nenneswerten Einflug gegeben (vgl. auch Meldung vom 01.07.23), 13.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)
Am 16.08.23 traf ich im NSG Lettenbruch diesen Altvogel …… mit drei …… diesjährigen ……Jungvögeln an (Fotos: C. Rethschulte).Heute Abend gegen 20.00h hatte sich die Grauschnäpper-Familie auf ca. 15 Individuen vergrößert. Möglicherweise ein Zusammentreffen kurz vor dem Abflug nach Afrika. Ebenfalls noch präsent ca. 25 Mehlschwalben, eifrig auf Insektenjagd für den Nachwuchs (18.08.23, Foto: C. Rethschulte).Heute Abend vor Ort auch zwei Baumfalken …… hier einer der beiden – ein diesjähriger Jungvogel -…… in unterschiedlichen Flugposen – und dabei u.a. kräftig rufend. Somit ist auch für 2023 (nach 2021, 2022) eine erfolgreiche Baumfalkenbrut im NSG Lettenbruch bestätigt (18.08.23, Fotos: C. Rethschulte).
Ein Anrufer, der sich im Gespräch offensichtlich gut in der Vogelwelt auskennt, teilte mir mit, dass er am Montag und am Mittwoch jeweils einen Wiedehopf in seinem Garten in Cappenberg beobachten konnte. Er bat mich, das zu veröffentlichen, möchte aber namentlich nicht genannt werden.
Am 11.08.2023 dieser Steinschmätzer auf dem westlichen Teil der Bergehalde Großes Holz.
Weibchenfarbiger Steinschmätzer auf der Bergehalde Großes Holz in Bergkamen, 11.08.2023 Foto: Horst R. KraftWeibchenfarbiger Steinschmätzer auf der Bergehalde Großes Holz in Bergkamen, 11.08.2023 Foto: Horst R. Kraft
An der B 54 zwischen Lünen und Werne halten sich seit dem 14.08.23 21 rastende Weißstörche auf abgeernteten Ackerflächen bzw. frisch gemähten Wiesen auf.
Am Nachmittag kreisten mindestens 65 Weißstörche minutenlang über den Hemmerder Wiesen. Ihnen gesellten sich sechs weitere hinzu, die sich in den Wiesen neben den beiden ansässigen Brutvögeln aufgehalten hatten. Das Brutpaar folgte ihnen nicht und bleibt dem Gebiet weiterhin treu.
Fast möchte man meinen, die Kraniche seien schon zurück, aber es sind Weißstörche. – Hemmerder Wiesen, 16.08.2023 (Foto: H. Knüwer)Kleiner Ausschnitt aus dem ca. 70 Köpfe starken Trupp Weißstörche. – Hemmerder Wiesen, 16.08.2023 (Foto: H. Knüwer)Diese noch junge Waldeidechse hat bei der heute schwülwarmen Witterung einen Wellness-Platz gewählt. – Hemmerder Wiesen, 16.08.23 (Foto: H. Knüwer)
Mitte August verlassen die diesjährigen Wespenbussarde in der Regel ihr Brutrevier und machen sich allmählich auf ihren Erstflug nach Afrika. Insofern kann ausgehend von den diesjährigen Beobachtungen ein erstes Resümee zu den Bruterfolgen im Kreis Unna gezogen werden.
In diesem Jahr konnten im Vergleich zum letzten Jahr mehrere Brutansätze beobachtet werden. Der Nachweis einer erfolgreichen Brut (zwei Jungvögel) ergab sich bislang jedoch nur in einem bekannten Revier östlich von Unna. Am 13.08.23 konnte dort über einen Zeitraum von ca. 90 Minuten beobachtet werden, dass beide Jungvögel flügge sind, ihren Horst verlassen und lediglich zur Fütterung durch den männlichen Altvogel zum Horst zurückkehrten.
Darüber hinaus waren zwei Brutansätze um Bönen zu beobachten. Beide Ansätze – nachgewiesen durch eine deutliche Begrünung des Horstes bzw. in einem Fall auch durch einen auf dem Horst sitzenden Altvogel – wurden jedoch aus unbekannten Gründen abgebrochen.
Ein weiterer Brutverdacht ergibt sich aus der Beobachtung eines wabentragenden Altvogels in der Nähe eines Waldstückes südlich der A44.
Da im Verlauf der Brutsaison mehrfach Wespenbussarde (vgl. die entsprechenden Meldungen auf unserer OAG-Seite von Mai bis August 2023) im Südkreis gesichtet wurden, darf angenommen werden, dass günstigenfalls noch zwei weitere Brutreviere in diesem Jahr existierten. Ob dem so war, wird sich aber erst im Winter/Frühjahr klären lassen, wenn diese Horste für den Beobachter sichtbar werden.
Brütender männlicher Wespenbussard (mit typisch grauem Kopf) östlich von Unna am 09.06.23 (Foto: C. Rethschulte)Schwer einzusehender Wespenbussardhorst im Unnaer Osten mit zwei sehr dunklen, fast flüggen Jungvögeln (01.08.2023, Foto: Bernhard Glüer).Hier einer der beiden Jungvögel eine Woche später (07.08.23, Foto: C. Rethschulte).Erstmalig entdeckter Horst östlich von Bönen am 26.04.23 (Foto: C. Rethschulte).Beim zweiten Besuch am 15.05.23 zeigte sich der Horst deutlich frisch begrünt …… am 09.06.23 waren die Schwanzfedern eines brütenden Wespenbussards zu sehen …… am 04.08.23, aber auch schon vorher, sah der Horst so aus: vertrocknete Erstbegrünung, keine frische Begrünung – verlassen (Fotos: C. Rethschulte).Beute tragendes Wespenbussard-Männchen südlich der A 44 am 15.07.23 – ein starker Brutverdacht (Foto: Bernhard Glüer).Horst im Traditionsrevier des Wespenbussards nördlich von Bönen am 20.05.23 (Foto: C. Rethschulte).… der gleiche Horst am 24.05.23: frisch begrünt …… am 10.07.23, ebenfalls mit vertrockneter Erstbegrünung und fehlender Neubegrünung – verlassen (Fotos: C. Rethschulte). Wespenbussard-Männchen am 30.06.23 über Bönen-Altenbögge (Foto: C. Rethschulte)Weiblicher Wespenbussard östlich von Bönen am 23.05.23 (Foto: C. Rethschulte).
Heute (15.8.23) gegen 17:15 Uhr fliegt ein juveniler Wespenbussard vom Südfriedhof Unna Richtung Billmerich. Seine ungewohnte Erscheinung und sein suchender/unsicherer Flug lässt alle Ringeltauben aus den Bäumen aufsteigen.
Adultes Rohrweihen-Männchen vor dem Kuhholz bei Steinen am 13.08.23 (Foto: C. Rethschulte). Mauerfuchs im NSG Lettenbruch am 13.08.23 (Foto: C. Rethschulte).Männlicher Schwammspinner (Nachtfalter) findet tagaktiv ein unter einer Moosschicht verweilendes Weibchen im Steiner Holz. Wie auf den beiden Bildern erkennbar zeichnen sich diese Nachtfalter durch einen Geschlechtsdimorphismus aus, d.h. es gibt deutliche Unterschiede im Erscheinungsbild geschlechtsreifer Männchen und Weibchen …… im Gegensatz zum Männchen fliegt das Weibchen aufgrund ihres Körpervolumens nur schlecht und mühsam in der Dämmerung. Das Weibchen legt pro Gelege zwischen 300 und 500 Eier in große bräunliche, aus Schleim und Afterwolle bestehende Schwämme (daher der dt. Name). Die im Frühjahr schlüpfenden Raupen des Schwammspinners können bei Massenbefall ganze Bäume (insb. Eichen) entlauben. Die meisten Bäume ergrünen laut Wikipedia wieder, wenn die Raupen im Juni ihren Fraß einstellen (13.08.23, Fotos: C. Rethschulte).
Heute bei meinem Spaziergang in Fröndenberg-Dellwig an der Ruhr konnte ich diese Beobachtungen machen. 2 Haubentaucher; 2 Blässhühner, 1 Eichelhäher; 2 Stockenten, 1 Buntspecht; 1 Mäusebussard; 6 Graureiher. Bei den Graureihern fiel mir auf, dass einer sehr stark humpelte. Bei genauerer Beobachtung durch das Fernglas konnte ich dann sehen, dass dieser Reiher einen gebrochenen Fuß hatte. Der Fuß hing noch locker am Bein, war aber schon völlig schwarz. Trotzdem machte der Reiher keinen kranken Eindruck und hatte auch bei der Beutejagd zwischen einer Herde Kühe guten Erfolg.
(Alternativ bzw. ergänzend dazu siehe Foto von der Infotafel unten)
Das Trockenfallen der Röllingwiese zog erneut allerlei Nutznießer an, welche vor allen Dingen die Örtlichkeit schlicht und ergreifend gewissermaßen „abfischten.“ In Spitzenzeiten fanden sich vor Ort ca.30-40 Graureiher, bis zu 5 Silberreiher, bis zu 10 Weißstörche, aber auch 3 Schwarzstörche gleichzeitig ein. Darüber hinaus während unserer Beobachtungszeit u.a. noch diverse Enten, Blässrallen, Lachmöwen und Limikolen wie z.B. Waldwasserläufer, Flussuferläufer, Bruchwasserläufer, Grünschenkel und auch Bekassinen in unterschiedlicher Anzahl.
Nachfolgend noch einige Eindrücke aus der gesamten letzten Woche in Bildern:
Infotafel an der Röllingwiese in Schwerte. 02.08.2023 (Foto: Andre Matull) Wasserzufuhr für die Röllingwiese wie auf der Infotafel und im Interview beschrieben. 12.08.2023 (Foto: Klaus Matull) Irritation auch bei den Eisvögeln, die hier nur noch an einigen bestimmen Stellen Beute machen können. 13.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Normalerweise wäre hier Wasser: Ricke mit Kitz. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Auch der Fuchs würde hier im Idealfall an dieser Stelle auf Kneippkur gehen. 12.08.2023 (Foto: Peter Krüger)Die ersten Graureiher trafen zügig ein. Die besten Plätze sind umkämpft. Hier zusammen mit Weißstörchen und einen Schwarzstorch. 09.08.2023 (Foto: Klaus Matull) Graureiher, Enten und Schwarzstorch auf der langsam trockenfallenden Röllingwiese am 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Weißstörche, Enten, Blässrallen und Graureiher auf der langsam trockenfallenden Röllingwiese am 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Unter den Weißstörchen befand sich auch (durch Ringablesung identifiziert) die Mutter der Weißstörche der Röllingwiesen, welche zusammen mit ihren Partner dieses Jahr 4 Jungstörche durchgebracht hat. Man darf gespannt darauf sein, ob sie wie im letzten Jahr hier auch überwintert. 12.08.2023 (Foto: Peter Krüger) Schwarzstorch im Entspannungsmodus auf der Röllingwiese am 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Entspannungsmodus die 2. auf der Röllingwiese. 12.08.2023 (Foto: Peter Krüger)Bei einen Seitenwechsel: Schwarzstorch früh morgens auf der Röllingwiese. 12.08.2023 (Foto: Peter Krüger)In direkter Gegenüberstellung: Weiß und Schwarzstorch. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Erinnert an einen Marktplatz beim Fischhändler: Graureiher, Schwarzstörche, Weißstörche, Silberreiher. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Irgendwann kehrten insgesamt 3 Schwarzstörche ein. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Dabei zeigten sie sich gegenüber der Konkurrenz sehr dominant. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull) Bei der Nahrungsaufnahme fällt auf… 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull), dass die Schwarzstörche immer wieder kleine Fische in den Ritzen der trockengefallenden Feuchtwiese finden. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull) Einer der Schwarzstörche ruft über der Röllingwiese. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Kurz darauf sind alle 3 erneut zusammen unterwegs. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Im Entspannungsmodus am 12.08.2023 (Foto: Peter Krüger)Startschuss am Morgen: Schwarzstörche auf der Röllingwiese am 13.08.2023 (Foto: Klaus Matull)Die jungen Zwergtaucher werden es bei der geringen Wassermenge und der Anzahl an potentiellen Prädatoren schwer haben. 10.08.2023 (Foto: Klaus Matull)
Am Mittwochnachmittag (09.08.23) zeigt sich der „Flugjäger im freien Luftraum“ (vgl. Glutz von Blotzheim et alteri, Handbuch der Vögel Mitteleuropas (CD), Band 4, S. 805) über dem NSG L. bei der Insektenjagd, neben Kleinvögeln und Kleinsäugern seine hauptsächliche Beute. Baumfalken nehmen beispielsweise Libellen auf einer Entfernung von 200 Metern im Luftraum wahr (in der Bildvergrößerung ist ein Beuteinsekt zu erkennen, das der Falke mit seinem Fang anvisiert).Sie greifen mit einem nach vorn ausgestrecktem Fang nach der Beute und verzehren sie direkt im Flug. Dabei werden Fang und Kopf auf einander zu bewegt.Flügel und Beine der Libelle werden abgelöst, der Corpus wird verzehrt.Am letzten Freitag (11.08.23) war ich erneut vor Ort. Während der ersten 20 Minuten Anwesenheit geschah gar nichts. Dann tauchte am Horizont ein adulter Baumfalke auf, verschwand aber direkt wieder aus meinen Augen.Etwa fünf Minuten später erschien ein Sperber auf der Bildfläche und begann über dem NSG zu kreisen.Ihm folgte direkt ein Baumfalke …… der sturzflugartig auf mich zu flog …… um dann über mich fliegend …… hinter mir zu verschwinden – beeindruckend! (Fotos: C. Rethschulte).
Ich wiederhole die Thematik um die Uferschwalben in Lünen-Schwansbell. Wie von mir berichtet, hatten sich die Uferschwalben vom Lippeufer zur Inertstoffdeponie Lünen verlagert. Der Standort wurde von der Kreis-Umweltbehörde registriert, jedoch vom Betreiber der Anlage beseitigt, so dass Ersatz-Steilwände geschaffen werden sollten. Nach neuer Erkenntnis gab es 2023 keinen adäquaten Ersatz für die zerstörte Uferschwalben-Kolonie. Bis Juli 2023 konnten nahezu keine Uferschwalben während der Brutzeit am Horstmarer See festgestellt werden. Eine neue Kolonie mit 90 Röhren, von denen etwa 50 beflogen waren, gibt es aktuell nicht. Der Erhaltungszustand der lokalen Population wurde deutlich verschlechtert. Eine politische Aufarbeitung des Geschehens gibt es derzeit nicht.
An der Stadtgrenze zu Unna kann es eine Brut des Schwarzkehlchens südwestlich des Pleckenbrink gegeben haben. Dort heute mindestens 2 Schwarzkehlchen warnend, davon einer von mir als Jungvogel angesprochen.
Auf einem Blumenacker am Telgenbusch im Grenzbereich des NSG L. noch vier bis sechs Neuntöter …… wobei alle sich zeigende individuen weibchenfarbig sind (09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Dort auch zwei Dorngrasmücken – oben männlich und unten weiblich – bereit für ein gemeinsames Foto …… hier nochmals das Weibchen …… ebenfalls zugegen diese Stieglitze (09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Mitten im NSG Lettenbruch dieser Zilpzalp von der Seite …… und frontal (09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Im NSG-Wäldchen südlich der Hammerstraße dieser Gartenbaumläufer …… und ca. vier bis fünf Grauschnäpper; hier ein diesjähriger Vogel …… hier ein adultes Individuum. Die Familie scheint ihren Aktionsradius über das Brutrevier (vgl. die Meldung von H. Peitsch vom 08.08.23) hinaus erweitert zu haben (09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Dort auch eine futtersuchende Schwanzmeise (09.08.23, Foto: C. Rethschulte).Auch die Baumfalken im NSG Lettenbruch zeigen sich am heutigen Abend. Zunächst ein einzelner Vogel, der ca. eine Viertelstunde auf dieser Sitzwarte verbringt und dann wieder verschwindet …… nach einer Wartezeit von ca. 20 Minuten zeigen sich plötzlich drei Individuen, zwei weitere Altvögel …… und (möglicherweise) ein Jungvogel ( 09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Gegen Abend auf einem Dach in Altenbögge diese Türkentaube (09.08.23, Foto: C. Rethschulte).Im Garten erneut eine Sumpfmeise an der Fütterung (09.08.23, Foto: C. Rethschulte).Nun zur Insektenvielfalt im NSG L. bzw. im Garten: Der Gebänderte Prachtlibelle scheint unser Gartenteich-Ambiente zu mögen …… gleiches gilt wohl auch für diese Heidelibelle (unbestimmt) …… dieser Schwarzspitzige Halsbock bevorzugt allerdings eine Agapanthus-Blüte. Dieser wärmeliebende Bockkäfer fliegt von Mai bis Juli und ernährt sich von Blüttennektar. Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland sind wohl der Oberrhein, die Pfalz als auch der Westen NRWs. in Niedersachsen gab es im Jahre 2017 einen Wiederfund nach ca. 100 Jahren (vgl. www.peiner-bio-ag.de/stictolepturafulva.pdf) …… der tag- und nachtaktive Balkenschröter. Er wird auch Zwerghirschkäfer genannt, da dass Weibchen des großen Bruders ungefähr seiner Größe entspricht. Er ernährt sich von Baumsäften und ist bezüglich seiner Nachkommenschaft auf Totholzvorkommen angewiesen. Sein scharfer Kiefer ist in der Lage, menschliche Haut zu durchdringen …… der Goldzünsler ist eine Schmetterlingsart, die von Mai bis August fliegtund biotopisch trockene und feuchte Wiesen, Weiden und grasige Stellen an Bachläufen sowie Weg- und Waldrändern und Gärten bevorzugt …… der Wespen-Glasflügler oder auch Eichen-Glasflügler ist ein schwarz gefärbter und gelb gezeichneter Schmetterling, der über sein Aussehen Wespen nachahmt (Mimikry). Das hier abgebildete Weibchen ist an ihrem gelblichen Afterbüschel zu erkennen. Beim Männchen wäre er schwarz. Laut Wikipedia ist der Schmetterling weit verbreitet, kommt aber nicht allzu häufig vor. Er fliegt von Juni bis August und lebt vornehmich in Laubmischwäldern …… dieser wunderschöne Admiral hat es sich auf einer Tischdecke bequem gemacht …… die Garten-Wollbiene bzw. Große Wollbiene ist eine solitär lebende Wildbiene und wurde zur Biene des Jahres 2014 gewählt. Ihre Flugzeiten liegen zwischen Juni und September. Dabei kann sie sich schnell bewegen, aber auch im Schwirrflug in der Luft stehen. Auch sie wirkt durch ihre schwarz-gelbe Zeichnung wespenähnlich …… die Zimtwanze bevorzugt als Lebensraum sonnige, tockenen und blütenreiche Ruderalflächen, ist aber auch in Gärten anzutreffen. Sie ernährt sich von Pflanzensäften …Im feuchten Grasland des NSG Lettenbruch ist dieser Klee-Gitterspanner zu finden. Er ist ein tagaktiver Nachtfalter, der sich von Blüttennektar ernährt und in der 2. Generation von Juni bis August fliegt …… das Kleine Wiesenvögelchen fliegt von Februar bis November …… dieser kräftige Rehbock, der imposant sein wohl zweites Gehörn zeigt, möchte sicher länger leben (09.08.23, Fotos: C. Rethschulte).
Im eigenen Garten (Frdbg.-Hohenheide) heute Morgen ein Gartenrotschwanz und (für mich überraschend) noch 4 Mauersegler, die um 8.35 Uhr annähernd zeitgleich aus drei Nisthöhlen, in denen sie genächtigt hatten, abflogen. In keiner dieser Nisthöhlen sind noch eine Brut oder Jungvögel.
Auf dem Bausenhagener Sportplatz unter anderem 1 Trauerschnäpper mit ungewöhnlicher Gefiederstruktur, 2 Grauschnäpper und ein hoch überhinziehender Großer Brachvogel (rufend).
Auch in den Hemmerder Wiesen neben den von H. Knüwer bereits gemeldeten Arten unter anderem zwei Grauschnäpper.
Drama in Sichtweite vor unserem Küchenfenster auf der Mähwiese: Minuten vor dem Entstehen dieser Aufnahme war unter anderem ein Junghase bei der morgendlichen Mahd ins Mähwerk gekommen. Vier Rabenkrähen machten sich direkt anschließend darüber her. Die Feldhasen-Mama sucht vergeblich nach ihrem Nachwuchs und die Rabenkrähe hingegen scheint noch auf einen „Nachschlag“ zu hoffen…, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Trauerschnäpper auf dem Bausenhagener Sportplatz mit ungewöhnlich strukturiertem Gefieder. Die Deckfedern auf Rücken und Flügeln sind auffällig dunkel gesäumt …, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… derselbe Vogel an anderer Stelle …, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… hier nochmal von vorn …, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Auch mit leichtem Schaden am linken Hinterflügel noch eine ausgesprochene Schönheit: Schwalbenschwanz in Frdbg.-Ostbüren, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Grauschnäpper in den Hemmerder Wiesen. Vorn links ein Jungvogel, der vom Altvogel (rechts) noch ab und zu gefüttert wird, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Noch ein weiteres Bild zur Ernte-Misere auf heimischen Feldern (Frdbg.-Bausenhagen). Der Weizen ist wetterbedingt schon vor Wochen „ins Lager gegangen“ – das heißt: er liegt flach. Die grünen Einfärbungen zeigen die übeall schon keimenden Körner aus den überreifen Ähren, 10.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)