











Am 19. Januar gegen Mitternacht tanzten nach einem besonders intensiven Sonnensturm mit bloßem Auge sichtbare Nordlichter über den Hemmerder Wiesen. Die Gänsegemeinschaft bildete zur Lichtshow einen stimmungsvollen Klangteppich unterm sternklaren Himmel. Ich konnte nur wenig dazu herausfinden, wie die Vögel die Störungen im Magnetfeld wahrnehmen – ihr Navigationssystem ist Messungen zufolge von derart starken Ereignissen aber beeinträchtigt. Blässgänse gelten auch im Nachtlager als relativ „gesprächig“, deshalb weiß ich nicht, ob das durchgehende Geschnatter mit dem Weltraumwetter zusammenhing. Es war jedenfalls ein herausragendes Naturerlebnis. (Foto vom Aussichtshügel aufgenommen, Daniela Kleiböhmer)


Das sonnig-kalte Winterwetter beschert weiterhin die eine oder andere Beobachtung von Wintergästen und auch schon erste Heimkehrer wie ostwärts ziehende Feldlerchen und in den Hemmerder Wiesen (für mich) den ersten Kiebitz des neuen Jahres. Ebenda auch wieder zahlreiche Gänse und Enten, die teilweise auf umliegenden Feldern Nahrung suchen, so dass das NSG dann wie „leergefegt“ erscheint, bis dann teils mit massenhaften Einflügen sich die Flächen wieder füllen. Heute unter anderem >300 Blässgänse, ~60 Graugänse, >18 Tundrasaatgänse, ~15 Kanadagänse, 2 Rostgänse, ~130 Stockenten, ~80 Krickenten, ~10 Schnatterenten, 4 Pfeifenten, 2 Spießenten, 3 Höckerschwäne, >4 Graureiher.
Auf der Büdericher Haar (SO) ein Rebhuhnpaar. Bereits vor einer Woche (13.01.) konnten auch im Hemmerder Ostfeld 12 Rebhühner auf einem Rapsfeld ausgemacht werden.
Zur hier eingestellten Meldung von D. Kleiböhmer (männliche Kornweihe) sei ergänzt, dass am selben Tag (17.01.) auch bei UN-Siddinghausen 2 Kornweihen zu beobachten waren. Damit waren zeitgleich im Raum Siddinghausen / Hemmerde erfreuliche 3 (!) Kornweihen unterwegs.












Ich durfte am Samstag (17.01.2026) einer männlichen Kornweihe beim Jagen in den Hemmerder Wiesen zusehen. Neben den anderen verlässlichen Wintergästen sind mir noch die Spießenten aufgefallen, die zusammen mit Krick- und Schnatterten sowie einigen Rost- und Kanadagänsen auf dem vorderen Teich unter dem Beobachtungshügel gründelten, während der hintere von recht vielen Bläßgänsen „besetzt“ war.




Am Vormittag suchte ein beringter Weißstorch auf einer Grünlandfläche am Ortsrand von Lünern nach Regenwürmern. Er trug einen Ring der Vogelwarte Radolfzell. Die Beringungsdaten sind angefragt. Möglicherweise handelt es sich um denselben Storch, den W. Keitel am 11.01. (s. Meldung dort) zwischen Westhemmerde und Hemmerde gesehen hat.

Nachtrag:
Dieser in Lünern abgelesene Weißstorch wurde als Nestling, nicht weit von der französischen Grenze entfernt, in Rheinland-Pfalz 2006 beringt. Er ist damit bereits 20 Jahre alt! Die Distanz zwischen dem Geburts- und Ableseort bei Lünern beträgt Luftlinie 256 Kilometer.

Bei eisigem Winterwetter lief an diesem Wochenende ein weiteres Mal die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“. Bei strahlend blauem Himmel herrschte am heutigen Sonntag für meine Zählung (Frdbg.-Hohenheide) klirrende Kälte mit einem meteorologischen „Eistag“ = 24 Stunden unter null Grad: (-8,8 °C bis – 0,6 °C). Viele Vögel kommen bei solchen Verhältnissen an ihre Grenzen, wenn sie nicht über besondere Winterstrategien verfügen. Im Umfeld unserer Ganzjahresfutterstelle konnten immerhin 21 Vogelarten mit mindestens 102 Individuen erfasst werden:
Amsel (4), Blaumeise (11), Buchfink (3), Buntspecht (2), Elster (1), Erlenzeisig (40), Haussperling (25), Kleiber (2), Kohlmeise (8), Rotkehlchen (1), Wacholderdrossel (5), Mäusebussard (1), Tannenmeise (1), Misteldrossel (2), Gimpel (2), Ringeltaube (5), Rabenkrähe (5), Goldammer (1), Heckenbraunelle (1), Sumpfmeise (1), Kolkrabe (1).
Im Rahmen der hier schon gemeldeten Kälteflucht von Kranichen konnte auch ich gestern (09.01./11.30 h) einen südwärts ziehenden Trupp von ca. 75 Vögeln nördlich von Werl beobachten. Bemerkenswert am vergangenen Mittwoch (06.01.) in den Hemmerder Wiesen direkt neben der Straße zwischen Gehölzen eine noch ausharrende Waldschnepfe vom Boden abfliegend. In Bönen-Lenningsen nach Mitteilung von F. Stemper gestern (10.01.) 2 Weißstörche auf der dortigen Brutplattform.












Heute Nachmittag (11.01.2026) war ein Weißstorch zwischen Hemmerde und Westhemmerde auf den gefrorenen und leicht schneebedeckten Feldern auf Futtersuche.
Bei sonnigem Winterwetter zeigten sich sowohl am Radweg zwischen Hemmerde und Stockum als auch am Mühlhauser Berg Rebhühner. Im Westen Hemmerdes eine Kette mit 5 Tieren, am Mühlhauser Berg eine mit 7 Tieren. Möglicherweise ist die Kette am Mühlhauser Berg diejenige, die sich am 19.12.2025 in Lünern aufgehalten hat (Siehe https://www.oagkreisunna.de/2025/12/19/unna-rebhuhnkette-am-19-12-2025-u-becker/). Luftlinie sind die beiden Beobachtungorte 900 m entfernt.


Gegen 14:30 Uhr zogen 15 Kraniche in Richtung Südwesten über Bönen hinweg.
Heute am Mittag konnten wir eine männliche Kornweihe jagend in der Feldflur östlich der NSG „Horster Mühle“ und „Hemmerder Wiesen“ beobachten.
Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede heute unter anderem 5 Waldwasserläufer, 2 Bergpieper, 2 Gebirgsstelzen, 3 Bachstelzen, 1 Wasseramsel, zwischen Reiherenten 1 weibliche Tafelente. Teils zugefrorene Wasserflächen lassen die ans Wasser gebundenen Arten an ungewöhnlichen Orten erscheinen.
Noch im alten Jahr (29.12.) ein Trupp von 11 Tundrasaatgänsen in den Hemmerder Wiesen.


















Heute bei unserem letzten Spaziergang in diesen Jahr hatten wir im Waldgebiet der Ostgeithe gleich 3 tolle Beobachtungen. Direkt am Bachlauf ein Kleinspecht direkt vor uns. Für dieses Gebiet für uns eine Erstbeobachtung. Ebenfalls direkt am Weg 1 rufender Schwarzspecht und 1 Mittelspecht. Beide mit Sichtkontakt. Heute für das kommende Jahr gelernt:“ Kamera zu Hause lassen, dann hat man die tollsten Beobachtungen!“ Allen Vogel- und Naturfreunden wünschen wir einen guten Rutsch und für 2026 neben schönen Erlebnissen in der Natur alles Gute, vor allem Gesundheit!
In den Hemmerder Wiesen hielt sich am 20.12. längere Zeit eine weibchenfarbige Kornweihe auf, die sich zwischendurch auf den Spitzen einer Hecke niederließ.
Nach dem Temperatursturz vor ein paar Tagen haben die zuvor in großer Zahl in den Hemmerder Wiesen rastenden Gänse und Enten das Gebiet weitestgehend geräumt. Nur sechs Stockenten hielten sich heute auf der nicht zugefrorenen Amecke auf. Die Eisfläche in der Kernzone hat dennoch ein Kranichpaar mit Jungvogel nicht davon abgehalten, hier die Nacht zu verbringen (Mitbeobachter: G. Herber-Busch). Außerdem ca. 45 Lachmöwen mit einzelnen Sturmmöwen gen Osten überhinfliegend sowie ein Schwarzspecht.




