Heute Nachmittag fand ich das bekannte Neuntöter-Revier nördlich von Altenbögge (Am Telgenbusch) erstmalig besetzt vor; auf einem Bauernhof am Telgenbusch auch eine rufende Türkentaube.


Heute Nachmittag fand ich das bekannte Neuntöter-Revier nördlich von Altenbögge (Am Telgenbusch) erstmalig besetzt vor; auf einem Bauernhof am Telgenbusch auch eine rufende Türkentaube.
Am 17.05. über einer der beiden Feldvogelschutzflächen in der Strickherdicker Feldflur eine jagende Rohrweihe (mj. W.); auf derselben Fläche ein nahrungssuchender Graureiher und am Rande ein Neuntöter (M.). Außerdem zwei sich jagende Rotmilane und drei in NO-Richtung überhinfliegende Kormorane. Ein Schwarzmilan ließ sich dann am 21.05. in dieser Feldflur blicken.
Die starken Niederschläge am gestrigen Abend (um 18 Uhr am 22.05. wurden im Bereich der Wetterstation Werl innerhalb einer Stunde rund 13 l/m² gemessen) haben den Wasserstand in der durch das NSG Hemmerder Wiesen verlaufenden Amecke stark ansteigen lassen. Das durch auf dem Haarstrang abgeschwemmten Oberboden lehmig trübe Bachwasser füllte auf natürlichem Wege die Zulaufrinne in die Wiesen, so dass die große Senke nun maximal gefüllt ist. Das weckt Erinnerungen an alte Zeiten. Denn auch die Hemmerder Wiesen wurden vor Einführung des Kunstdüngers als sogenannte Flößwiesen genutzt. Die nährstoffreichen Sedimente setzten sich in den zeitweilig eingestauten Wiesen ab und sorgten so für einen verbesserten Graswuchs.
Des einen Freud des anderen Leid? Während sich jetzt die Amphibien über das nicht zu befürchtende vorzeitige Austrocknen freuen können, ist nicht ausgeschlossen, dass die zwei gegenwärtig noch im Gebiet verbliebenen Löffelentenpaare zu den Leidtragenden zählen. Schon seit einiger Zeit sind die Weibchen selten zu sehen. Möglicherweise sitzen sie auf ihren Gelegen und brüten. Da kann man nur hoffen, dass die neuerliche Flutung nicht ein vorzeitiges Ende des anzunehmenden Brutgeschehens ausgelöst hat.
Interessant war am heutigen Nachmittag die Beobachtung von gleich vier verschiedenen Wespenbussarden im Bereich der Hemmerder Wiesen. Zunächst flog ein Männchen in Baumwipfelhöhe entlang der NSG-Ostseite Richtung Norden. Gleichzeitig kreiste ein Paar hoch am Himmel über dem NSG und zog dann im Gleitflug in NNW-Richtung ab. Bei der Bildbearbeitung war zu erkennen, dass es sich eindeutig um ein Männchen und ein Weibchen gehandelt hat. Dem Weibchen fehlen auf beiden Seiten je eine oder auch zwei äußere Handschwingen. Dies verschafft dem Vogel ein individuelles Wiedererkennungsmerkmal. Kurz darauf flog ein weiteres Wespenbussardweibchen mit intakten Handschwingen bei Steinen Richtung Norden. Außerdem erwähnenswert ein stetig rufender Kuckuck und ein ebenso ruffreudiger Neuntöter (M).
Heute Abend konnte ich zunächst in den Hemmerder Wiesen 2 Kuckucke hören und beobachten. Als ich den Rückweg antrat, bemerkte ich auf einen der Pfosten, die den NABU-Teich begrenzen, einen Ziegenmelker. Wir konnten ihn mehr als eine Stunde reglos auf dem Pfosten ruhend beobachten.
Ziegenmelker in den Hemmerder Wiesen am 23.05.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Heute im Bereich des NSG Lettenbruch erneut eine Baumfalkenbeobachtung: das Paar ist vor Ort. Dort auch ein rufender Mäusebussard; am Nachmittag über unserem Garten ein Sperber.
Bereits am 17.05.23 östlich von Bönen ein Wespenbussardpaar.
An der Fritz-Winter-Str. sind wieder Grauschnäpper zu beobachten, die scheinbar einen Brutplatz suchen, recht spät dieses Jahr.
Am heutigen morgen konnte ich im Umfeld Hemmerde/Unna ein Wiesenweihen-Männchen beobachten, welche schon mehrfach aus dieser Richtung von u.a B.Glüer beobachtet wurde. Dieses mal landete sie in einem Feld, was auf eine mögliche Brut schließen lässt.
In den Hemmerder Wiesen konnte ich, teilweise mit Marvin Lebeus und Bernard Glüer, einen aus dem NSG aufsteigenden Wespenbussard und einen vorbei ziehenden Baumfalken beobachten. Weiter erwähnenswerte 2 Gelbspötter, 1 Sumpfrohrsänger, 2 Kuckucks, 1 Rohrweihe (m), 2 Löffelenten, 1 Bekassine, 2 Mauersegler und 1 Braunkehlchen. Bei den Kiebitzen konnten wir drei Jungvögel entdecken.
In den Schwerter Röllingwiesen gestern u.a. 2 Teichrohrsänger und mindestens 2 Rohrammern singend. Des weiteren ein Sperber, ein Habicht (von einem halben Dutzend Rabenkrähen gehasst), ein hoch überfliegender Wespenbussard, 2 Zwergtaucher sowie das Weißstorchpaar mit 3 Pulli u.a.
Neben der gehandicapten männlichen Pfeifente hier ein ebenfalls für das Datum bemerkenswerter, der Ruhr entlang fliegender, männlicher Gänsesäger. Diese Art kann offensichtlich mittlerweile zwar nicht häufig, aber durchaus auch außerhalb der Wintermonate ebenfalls in den Nachbarregionen HSK, HA und MK, hier teilweise als noch seltener Brutvogel, beobachtet werden. So zeigte sich bei einen Blick knapp über die Kreisgrenze hinaus in Iserlohn (Kreis MK) Anfang Mai ein weiblicher Gänsesäger mit 6 Pulli.
Heute rund um der neu errichteten Fischtreppe der Kiebitzwiese ein Flussregenpfeifer, ein Silberreiher, sowie ein Haubentaucher. Auf dem Weg Richtung Aussichtshügel ein Neuntöter (m), sowie Gesang von Dorn-Klapper-Mönchs-und Gartengrasmücke. Darüber hinaus 3 singende Sumpfrohrsänger und eine Wiesenschafstelze.
Auf der Kiebitzwiese heute Morgen ein Fischadler, welcher offensichtlich die verschiedenen Strommasten zur Gefiederpflege und als Ansitz nutzte um bei dem neuen naturnahen Gerinne durch das Gelände nach Nahrung Ausschau zu halten. Nach anderthalb Stunden flog er Richtung NO ab.
Auf der Kanzel beim Hochsitz konnten heute mindestens 2 noch sehr kleine Weißstörche im Nest beobachtet werden.
Darüber hinaus hier noch 2 Kuckucke (Verfolgungsjagd Sichlerbucht), ein Schwarzmilan, eine singende Rohrammer sowie ein Schwarzkehlchenpaar erwähnenswert. Weitere Beobachtungen über Gänse(pulli), Enten u.v.m. Detailliert wie immer auf ornitho.de .
An drei aufeinanderfolgenden Tagen habe ich die Wälder entlang des Schwarzen Weges am Echthauser Berg aufgesucht. Dabei konnte ich u.a. folgendes beobachten: 1 Schwarzspecht, 1 Mittelspecht, 2 Grauschnäpperreviere, 2 Waldlaubsängerreviere, 1 Kolkrabe, 3 Hohltaubenreviere, 1 Schwarzmilan, 1 Rotmilan sowie einige Haubenmeisen, Tannenmeisen und Sommergoldhähnchen. Auf dem See im Wald entdeckte ich einen Zwergtaucher sowie einzelne Kanadagänse.
Haubenmeise am Echthauser Berg…..am 18.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Tannenmeise in einer Baumkrone…..am 18.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Sommergoldhähnchen in einem Nadelwaldstück…..am 18.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Hohltaubenpaar…..am 19.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Im Rahmen meines Insektenerfassungsprojektes im Hemmerder Schelk konnte ich heute den Graubindigen Augenfleckbock, auch Binden-Augenfleckenbock genannt, (Mesosa nebulosa) entdecken. Diese Bockkäferart wird in der Roten Liste für NRW unter Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt.
Graubindiger Augenfleckbock im Hemmerder Schelk…..am 20.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Heute war im HRB eine Trauerseeschwalbe bei der Insektenjagd zu sehen. Das schnelle und rastlose Verhalten ließen leider keine guten Fotos zu.
Im benachbarten Kleykamp zeigte sich heute auch ein Neuntöter-Weibchen.
Heute Vormittag konnte ich an dem Radweg von Unna-Hemmerde in Richtung Westhemmerde, direkt hinter der kleinen Anhöhe, zu beiden Feldseiten mehrfach Wachtelrufe hören. Dort zudem noch 2 singende Feldlerchen und eine singende Dorngrasmücke. Den Weg in Richtung Westhemmerde folgend: 3 Schafstelzen.
Nach 2020 und 2022 wurde nun zum dritten Mal der gesamte Vogelbestand (alle sichtbaren und hörbaren Arten und Individuen) entlang des als Radweg ausgebauten Bahndammes zwischen HAM-Kump und UN-Königsborn auf einer Strecke von 10,5 km erfasst. Alle Arten von heute mit aktuell ermittelten Individuenzahlen (absteigend nach Häufigkeit) und in Klammern den Zahlen vom 18.05.2022 und dem 23.05. 2020 sind unten gelistet. Bei einzelnen Arten scheint sich über die drei Jahre ein Trend abzuzeichnen. Jedoch können die Zahlen auch durch zufällige Umstände zu erklären sein und sind nicht unbedingt repräsentativ. So unterscheiden sich schon die Wetterverhältnisse relativ deutlich (vor einem Jahr lag die Tagestemperaturspanne von 15,5 °C – 27,8 °C deutlich höher als aktuell mit 3,9 °C – 16,1 °C). Trotzdem fällt allein im Vergleich von Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke ein deutlicher Rückgang der ersten und eine deutliche Zunahme der zweiten Art auf. Ebenso scheint auch die Dorngrasmücke rückläufig zu sein während etwa der Grauschnäpper oder der auch insgesamt vielerorts vermisste Feldsperling in diesem Jahr auf der Teststrecke völlig fehlen. Gezählt wurde zwischen 8.30 Uhr und 13.45 Uhr bei fast wolkenlosem Himmel und leichtem bis frischem Ostwind. Mit diesjährig 50 gefundenen Arten liegt das Ergebnis im Rahmen einer Zufallserfassung nahe an der Vorjahressumme (45 Arten), bzw. am Ergebnis von 2020 (55 Arten).
Die Ergebnisse im Einzelnen – beginnend mit den häufigsten Arten: Mönchsgrasmücke 71 (83, 99), Buchfink 64 (65, 79), Amsel 52 (46, 49), Ringeltaube 48 (31, 46), Rabenkrähe 42 (24, 104), Zilpzalp 33 (31, 52), Saatkrähe 32 (0, 3), Kohlmeise 31 (24, 27), Dohle 28 (7, 19), Star 26 (22, 19), Gartengrasmücke 26 (17, 11), Mehlschwalbe 26 (4, x), Blaumeise 24 (16, 26), Haussperling 23 (11, 7), Rauchschwalbe 22 (5, 10), Rotkehlchen 21 (12, 13), Zaunkönig 18 (19, 26), Dorngrasmücke 11 (15, 24), Nachtigall 10 (17, 9), Mäusebussard 9 (6, 5), Singdrossel 7 (16, 8), Buntspecht 7 (3, 8), Mauersegler 7 (7, 6), Fasan 7 (4, 2), Goldammer 5 (7, 11), Distelfink 5 (2, 2), Heckenbraunelle 5 (4, 4), Gartenbaumläufer 4 (4, 6), Eichelhäher 4 (0, 4), Hohltaube 3 (1, 1), Bachstelze 3 (11, 9), Kiebitz 3 (6, 0), Grünfink 3 (2, 3), Gelbspötter 3 (0, 4), Fitis 3 (0, 3), Hausrotschwanz 2 (1, 0), Elster 2 (5, 3), Grünspecht 2 (0, 1), Wespenbussard 1 (2, 0), Rotmilan 1 (3, 1), Graureiher 1 (2, 1), Kuckuck 1 (3, 1), Klappergrasmücke 1 (1, 1), Weißstorch 1 (2, 1), Stockente 1 (2, 1), Feldlerche 1 (0, 0), Sumpfrohrsänger 1 (0, 3), Sumpfmeise 1 (0, 0), Misteldrossel 1 (0, 1), Schwanzmeise 1 (0, 0).
Heute konnten auf der Kiebitzwiese zeitweise zweifelsfrei 4 Pulli im Nest auf dem Storchenmast beobachtet werden. Darüber hinaus zwei besonders hartnäckige und aufdringliche Fremdstörche, welche sogar in beiden Nestern landeten. (Auf dem Hochsitz wird möglicherweise noch gebrütet)
Heute Morgen rief um 5.30 Uhr bei Lenningsen ein erster Wachtelkönig.