Am Morgen auf einer kleinen Runde durch die Halinger Ruhrwiesen neben überfliegenden Nil- und Kandagänsen: In den die Feldflur umgebenden Heckengehölzen ein Braunkehlchen (vielen Dank für das Ausräumen meiner anfänglichen Zweifel an die helfenden OAGler im Chat) und eine Goldammer. Im weiteren Verlauf dann ein Schwarzstorch der – ebenfalls überfliegend – ins Wassergewinnungsgelände Langschede zur Landung ansetzte.
Braunkehlchen.Etwas „zerzauste“ Goldammer. Dabei war die Nacht zumindest wettertechnisch nicht aufregend.Vom Schwarzstorch blieb mir rein fotografisch nur noch die Rückansicht im Gegenlicht.
In den sieben Nächten vom 19. bis zum 26.08.2023 konnte ich auf meiner Terrasse mit der normalen Außenlampe und einer zusätzlichen Schwarzlicht-Party-Birne neben Hornisse, Rotbeiniger Baumwanze und einzelnen Köcherfliegen 65 verschiedene Nachtfalterarten feststellen, mit der App. Obsidentify bestimmen und bei der Observation.Org (Naturkundemuseum Münster) hochladen.
Purpur-Zwergeulchen – Eublemma purpurina, wenn ich das richtig sehe, war das die seltenste meiner 65 festgestellten Arten, Selm, 24.08.2023 Foto: Uwe Norra
Am heutigen Vormittag waren im NSG Lettenbruch die beiden adulten Baumfalken zu sehen, fliegend …… aber auch ausdauernd auf hoher Sitzwarte …… hier das zweite Exemplar ….… und später abfliegend. Irritierend dabei ihr ständiges Rufen (klang wie Betteln), so dass aus der Ferne der Eindruck entstand, es könne sich um Jungvögel handeln (Fotos: C. Rethschulte).Auf den Wiesen des Naturschutzgebietes etliche Schmetterlinge; hier ein Hauhechelbläuling …… aber auch Kleine Feuerfalter …… hier aus anderer (Licht)Perspektive fotografiert (22.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Am Wegesrand verschiedene Weißlinge, überwiegend am Blutweiderich: Große Kohlweißlinge …… Kleine Kohlweißlinge …… weitere Exemplare …… und ein Grünaderweißling – einmal nicht am Blutweiderich …… stattdessen eine tagaktive Gammaeule …… und eine Langbauchschwebfliege (22.08.23, Fotos: C. Rethschulte).In der Nähe auch eine Streifenwanze, besonders auffallend durch ihre markanten rot-schwarzen Streifen, die der Abschreckung von Feinden dienen. In Deutschland kommt die Streifenwanze mit Ausnahme des Nordwestens überall vor. Als wärmeliebende Art findet sie ihren Lebensraum bevorzugt in sonnigen Wiesen und an Wegrändern (vgl. das Artenporträt Streifenwanze, www.nabu.de) Ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen Doldengewächse vielerlei Art (22.08.23, Foto: C. Rethschulte).Im Garten heute u.a. eine Bleiche Graseule, ebenfalls ein tagaktiver Nachtfalter, … der bei uns in zwei Generationen von Mai bis Oktober auftritt (vgl. www.lepiforum.org, 22.08.23, Fotos: C. Rethschulte).
In den Hemmerder Wiesen heute neben den von Clemens Rethschulte gemeldeten Arten noch als weiteres Highlight eine diesj. Turteltaube, die kurz auf dem Ameckeweg landete, um hier etwas aufzupicken – dann aber unauffindbar verschwand. Die letzte hier dokumentierte Turteltaubenbeobachtung aus dem Kr. UN stammt von Björn Nikula, vom 11.05.2021. Außerdem erneut ein großer Weißstorchtrupp von ~50 Vögeln, der offenbar westlich des NSGs auf Getreidestoppeln genächtigt hatte und am späten Morgen in mehreren Gruppen aufflog und dann in südwestlicher Richtung abzog. Weiterhin unter anderem ein diesj. Grauschnäpper, 1 Gartenrotschwanz, 2 Silberreiher, 5 Graureiher im Gebiet. Wie auch schon von H. Knüwer beobachtet (vgl. Meldung vom 16.08.) war auch heute noch immer das ortsansässige Weißstorchbrutpaar im NSG und nahm vom Spektakel des großen Storchenschwarms keinerlei Notiz.
Bei UN-Dreihausen eine diesj. Rohrweihe in südlicher Richtung überhinfliegend.
Gestern westlich Frdbg.-Bausenhagen ein Wespenbussard (w) nach SW ziehend.
Eine „verdächtig“ kleine Taube landet in einiger Entfernung auf dem Ameckeweg im NSG Hemmerder Wiesen und erweist sich schnell als Turteltaube …, 22.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) … die spätere Bildbearbeitung am PC macht deutlich, dass es sich um einen diesj. Jungvogel handelt (noch sehr blasse Fleckung der Flügeldecken) …, 22.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) … schubweise brechen die Weißstörche auf und schrauben sich über den Hemmerder Wiesen in die Höhe …, 22.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) Weiblicher Wespenbussard bei Frdbg.-Bausenhagen nach SW ziehend (gemobbt von einem Sperber), 21.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) Eine von bisher drei Raupen des Mittleren Weinschwärmers im heimischen Garten an Zottigem Weidenröschen, 22.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)
Turmfalke in den Hemmerder Wiesen am 21.08.23 (Foto: C. Rethschulte).Zwei diesjährige Mäusebussarde auf einem abgeernteten Acker am frühen Nachmittag südlich der B1 bei Stockum …… ihr juveniles Alter ist erkennbar, da das Brustgefieder noch längs gestrichelt bzw. tropfenförmig erscheint; zudem weisen die breitgebänderten Schwungfedern sowie ein schwach abgegrenzter Flügelhinterrand und eine schwach ausgeprägte Schwanzendbinde auf nicht adulte Individuen hin (21.08.23, Fotos: C. Rethschulte). An gleicher Stelle – neben ca. 100 Rabenvögeln – sechs Rotmilane; darunter zwei Jungvögel, erkennbar am helleren und nur leicht gestreiften Kopf sowie ihren hell gestrichelten Körpern und hellen Unterschwanzdecken. Zu beachten ist auch der fast weiße Schwanz mit dunkler Schwanzendbinde (vgl. Gejl, Europas Greifvögel, 2. Auflage 2019, S. 176-181) …… dieser Jungvogel hat am linken Flügel einen kleinen Gefiederschaden (21.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Im Bereich der Büdericher Haar (Kreis Soest) zeigen sich ….… zwei Rohrweihen beim Jagdflug (21.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Nun zu den heutigen Insekten im Garten: hier ein männlicher und ein weiblicher Kaisermantel auf Sommerfliederblüten. Kaisermäntel sind in diesem Jahr recht häufig zu zweit im Garten. Ein solches Foto lassen sie jedoch nur selten zu (21.08.23, Foto: C. Rethschulte).Ebenfalls dort saisonal beheimatet eine weibliche Große Heidelibelle …… und ihr männliches Gegenstück (21.08.23, Fotos: C. Rethschulte).Auch im Garten, eine zu den Wanderinsekten zählende Hainschwebfliege (vgl. www.wikipedia.org). Sie fliegt bei uns zwischen März und Oktober. Den Winter verbringt sie – die Alpen bzw. die Pyrenäen überquerend – im Süden Europas. Auch Hainschwebfliegen nutzen wie Zugvögel günstige Winde um Gebirge zu überwinden. Lediglich begattete Weibchen überwintern vor Ort. Im Jahre 2004 war die Hainschwebfliege Insekt des Jahres (21.08.23, Foto: C. Rethschulte).
Wie bereits von B.Glüer gemeldet, halten sich in den Hemmerder Wiesen sowie am Steiner Holz etliche „Durchzügler“ auf. Gestern konnte ich in den Hemmerder Wiesen einen Gartenrotschwanz, ein Braunkehlchen, mindestens 1 Trauerschnäpper, mindestens 2 Grauschnäpper, einige Garten- Mönchs- und Dorngrasmücken, 6 Bluthänflinge und mindestens 3 Neuntöter beobachten. Zwei Tage zuvor am Steiner Holz 3 Rotmilane (davon mind. 1 diesjähriger) zahlreiche Mäusebussarde und 1 Kolkrabe.
Trauerschnäpper in den Hemmerder Wiesen am 20.08.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Grauschnäpper in den Hemmerder Wiesen am 20.08.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Die roten Beeren sind derzeit sehr beliebt bei den Durchzüglern: vermutlich juv.Dorngrasmücke in den Hemmerder Wiesen
Rote Heidelibelle in den Hemmerder Wiesen am 20.08.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Rohrweihe am Steiner Holz am 18.08.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Diesjähriger Rotmilan am Steiner Holz am 18.08.2023 (Foto: Hartmut Brecher)
Gestern konnte ich auf dem Weg einer Beobachtungsrunde im Bereich Frömern einen Wiedehopf auf seinem Zug beobachten. Da es sich um eine sensible Art handelt kommt die Meldung erst heute, nachdem ich ihn bei einer Nachsuche nicht wieder auffinden konnte.
Wiedehopf in Frömern am 20.08.2023 Foto: Roben Hirschberg
Ein Wespenbussard (M) flog am Nachmittag südlich von Lenningsen flach über ein abgeerntetes Weizenfeld und landete auf einer Strohreihe. Minutenlang schaute er hin und her, bevor er sich, teils laufend, teils kurze Strecken fliegend, einem Graben näherte, wo er in einem randständigen Brennesselbestand verschwand. Offensichtlich war er auf der Suche nach Wespennestern. Diese können Wespenbussarde auch in dichter und hoher Vegetation auffinden.
Kaum zu entdecken, wenn das knallgelbe Auge nicht so hervorstechen würde, ein Wespenbussard. – 19.08.23 (Foto: H. Knüwer)Langsam laufend nähert er sich einem Graben. Das hellere, graue „Gesicht“ spricht für ein Männchen. – 19.08.23 (Foto: H. Knüwer)Kurze Strecken wurden fliegend zurückgelegt. Auf der Flügelunterseite sind die dunklen Außenränder scharf abgesetzt, so dass es sich tatsächlich um ein Männchen handelt. – 19.08.23 (Foto: H. Knüwer)Aufmerksam wird erneut die Gegend (nach fliegenden Wespen?) gescannt. – 19.08.23 (Foto: H. Knüwer)Hier präsentiert sich der Wespenbussardmann nochmal in voller Positur, bevor er in einem Brennesselbestand abtaucht. – 19.08.23 (Foto: H. Knüwer)
Der Wegzug vieler Vögel in südlichere Winterquartiere beschert uns inzwischen den einen oder anderen interessanten Gast, der auf der „Durchreise“ im Kr. UN Rast macht. So gab es (für mich) in den Hemmerder Wiesen heute die ersten Braunkehlchen (4 Exmpl.), >3 Grauschnäpper, mehrere Gartengrasmücken, >1 Gartenrotschwanz, 1 unbestimmten Rohrsänger (vermutl. Teichrohrsänger), als absolutes Highlight: 2 Wendehälse (wovon leider einer zur Beute eines unbekannten Prädators geworden war), außerdem unter anderem noch zwei (!) sehr späte Nachtigallen (gleichzeitig ~10 m voneinander entfernt laut warnend), 1 Klappergrasmücke, >2 Neuntöter, 1 weibliche Rohrweihe.
Östlich der Hemmerder Wiesen dieser Tage mehrfach >3 Schwarzkehlchen (vermutlich ein Familienverband aus einer Brut vor Ort)
Auch in UN-Dreihausen 2 Gartenrotschwänze, sowie ein weiterer am Ostrand des Hemmerder Schelks und auf Pfahlreihen ebenda ein männlicher Steinschmätzer.
Wendehals als seltener Gast in den Hemmerder Wiesen, der in arttypischer Weise am Wegesrand, im Übergangsbereich zwischen Asphalt und Vegetation nach Ameisen sucht …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… beim Bemühen um brauchbare Bilder vom „gefiederten Gegenüber“ zeigt sich einmal mehr, dass nicht unbedingt eine angestrengte Pirsch zum Erfolg führt, sondern manchmal eher das Gegenteil davon. – Denn ein immer fluchtbereites Tier mit unzähligen Fressfeinden hält den schleichenden „Paparazzo“ auch für einen solchen. Stattdessen hilft es dann schonmal, sich selbst „zum Affen“ zu machen, um bloß nicht ernst genommen zu werden (Selbstgespräche o.ä.) …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… Ziel erreicht: völlig entspannt geht der Wendehals in wenigen Metern Entfernung seiner Lieblingsbeschäftigung nach und holt (ähnlich wie man es von Grünspechten kennt) mit seiner Zunge die begehrte Ameisenkost hervor …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… beim Standortwechsel zeigt er sich nochmal völlig frei in ganzer Pracht …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… auch nochmal von vorn: ein abschließender Blick in die Kamera des „brabbelnden Blödmanns“, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… nur ca. 100 Meter entfernt: der leider wenig schöne Anblick eines prädierten Artgenossen, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… als weiterer interessanter Gast dieser (ohne Stimme und andere Merkmale) unbestimmte Rohrsänger an der Amecke. Die auffällig rostbraune Färbung passt am ehesten zum Teichrohrsänger …, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer).. dieser Tage auch auf der Durchreis mehrfach im NSG: Gartenrotschwanz …, 17.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)… zu Hotspots werden jetzt auch die Beeren tragenden Gehölze entlang der Amecke: Gartengrasmücke im Schwarzen Holunder, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer) In UN-Dreihausen ein rastender Steinschmätzer (m) an einer Rinderweide, 19.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)Mit etwas Glück finden sich zum Sommerende vor allem an Landstraßen die ausgewachsenen Raupen des Windenschwärmers. Neben dem abgebildeten Exemplar aus Frdbg.-Frömern gab es am 15.08. einen weiteren Fund östlich von Frdbg.-Bausenhagen. Die Hauptnahrungspflanze (Ackerwinde) wäschst leider vor allem entlang von Landstraßen, wo diese imposandten Raupen vielen Gefahren ausgestzt sind. Offenbar hat es von diesen Faltern einen nenneswerten Einflug gegeben (vgl. auch Meldung vom 01.07.23), 13.08.2023 (Foto: Bernhard Glüer)
Am 16.08.23 traf ich im NSG Lettenbruch diesen Altvogel …… mit drei …… diesjährigen ……Jungvögeln an (Fotos: C. Rethschulte).Heute Abend gegen 20.00h hatte sich die Grauschnäpper-Familie auf ca. 15 Individuen vergrößert. Möglicherweise ein Zusammentreffen kurz vor dem Abflug nach Afrika. Ebenfalls noch präsent ca. 25 Mehlschwalben, eifrig auf Insektenjagd für den Nachwuchs (18.08.23, Foto: C. Rethschulte).Heute Abend vor Ort auch zwei Baumfalken …… hier einer der beiden – ein diesjähriger Jungvogel -…… in unterschiedlichen Flugposen – und dabei u.a. kräftig rufend. Somit ist auch für 2023 (nach 2021, 2022) eine erfolgreiche Baumfalkenbrut im NSG Lettenbruch bestätigt (18.08.23, Fotos: C. Rethschulte).
Ein Anrufer, der sich im Gespräch offensichtlich gut in der Vogelwelt auskennt, teilte mir mit, dass er am Montag und am Mittwoch jeweils einen Wiedehopf in seinem Garten in Cappenberg beobachten konnte. Er bat mich, das zu veröffentlichen, möchte aber namentlich nicht genannt werden.
Am 11.08.2023 dieser Steinschmätzer auf dem westlichen Teil der Bergehalde Großes Holz.
Weibchenfarbiger Steinschmätzer auf der Bergehalde Großes Holz in Bergkamen, 11.08.2023 Foto: Horst R. KraftWeibchenfarbiger Steinschmätzer auf der Bergehalde Großes Holz in Bergkamen, 11.08.2023 Foto: Horst R. Kraft
An der B 54 zwischen Lünen und Werne halten sich seit dem 14.08.23 21 rastende Weißstörche auf abgeernteten Ackerflächen bzw. frisch gemähten Wiesen auf.
Am Nachmittag kreisten mindestens 65 Weißstörche minutenlang über den Hemmerder Wiesen. Ihnen gesellten sich sechs weitere hinzu, die sich in den Wiesen neben den beiden ansässigen Brutvögeln aufgehalten hatten. Das Brutpaar folgte ihnen nicht und bleibt dem Gebiet weiterhin treu.
Fast möchte man meinen, die Kraniche seien schon zurück, aber es sind Weißstörche. – Hemmerder Wiesen, 16.08.2023 (Foto: H. Knüwer)Kleiner Ausschnitt aus dem ca. 70 Köpfe starken Trupp Weißstörche. – Hemmerder Wiesen, 16.08.2023 (Foto: H. Knüwer)Diese noch junge Waldeidechse hat bei der heute schwülwarmen Witterung einen Wellness-Platz gewählt. – Hemmerder Wiesen, 16.08.23 (Foto: H. Knüwer)
Mitte August verlassen die diesjährigen Wespenbussarde in der Regel ihr Brutrevier und machen sich allmählich auf ihren Erstflug nach Afrika. Insofern kann ausgehend von den diesjährigen Beobachtungen ein erstes Resümee zu den Bruterfolgen im Kreis Unna gezogen werden.
In diesem Jahr konnten im Vergleich zum letzten Jahr mehrere Brutansätze beobachtet werden. Der Nachweis einer erfolgreichen Brut (zwei Jungvögel) ergab sich bislang jedoch nur in einem bekannten Revier östlich von Unna. Am 13.08.23 konnte dort über einen Zeitraum von ca. 90 Minuten beobachtet werden, dass beide Jungvögel flügge sind, ihren Horst verlassen und lediglich zur Fütterung durch den männlichen Altvogel zum Horst zurückkehrten.
Darüber hinaus waren zwei Brutansätze um Bönen zu beobachten. Beide Ansätze – nachgewiesen durch eine deutliche Begrünung des Horstes bzw. in einem Fall auch durch einen auf dem Horst sitzenden Altvogel – wurden jedoch aus unbekannten Gründen abgebrochen.
Ein weiterer Brutverdacht ergibt sich aus der Beobachtung eines wabentragenden Altvogels in der Nähe eines Waldstückes südlich der A44.
Da im Verlauf der Brutsaison mehrfach Wespenbussarde (vgl. die entsprechenden Meldungen auf unserer OAG-Seite von Mai bis August 2023) im Südkreis gesichtet wurden, darf angenommen werden, dass günstigenfalls noch zwei weitere Brutreviere in diesem Jahr existierten. Ob dem so war, wird sich aber erst im Winter/Frühjahr klären lassen, wenn diese Horste für den Beobachter sichtbar werden.
Brütender männlicher Wespenbussard (mit typisch grauem Kopf) östlich von Unna am 09.06.23 (Foto: C. Rethschulte)Schwer einzusehender Wespenbussardhorst im Unnaer Osten mit zwei sehr dunklen, fast flüggen Jungvögeln (01.08.2023, Foto: Bernhard Glüer).Hier einer der beiden Jungvögel eine Woche später (07.08.23, Foto: C. Rethschulte).Erstmalig entdeckter Horst östlich von Bönen am 26.04.23 (Foto: C. Rethschulte).Beim zweiten Besuch am 15.05.23 zeigte sich der Horst deutlich frisch begrünt …… am 09.06.23 waren die Schwanzfedern eines brütenden Wespenbussards zu sehen …… am 04.08.23, aber auch schon vorher, sah der Horst so aus: vertrocknete Erstbegrünung, keine frische Begrünung – verlassen (Fotos: C. Rethschulte).Beute tragendes Wespenbussard-Männchen südlich der A 44 am 15.07.23 – ein starker Brutverdacht (Foto: Bernhard Glüer).Horst im Traditionsrevier des Wespenbussards nördlich von Bönen am 20.05.23 (Foto: C. Rethschulte).… der gleiche Horst am 24.05.23: frisch begrünt …… am 10.07.23, ebenfalls mit vertrockneter Erstbegrünung und fehlender Neubegrünung – verlassen (Fotos: C. Rethschulte). Wespenbussard-Männchen am 30.06.23 über Bönen-Altenbögge (Foto: C. Rethschulte)Weiblicher Wespenbussard östlich von Bönen am 23.05.23 (Foto: C. Rethschulte).