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Fröndenberg/ Unna: Biber, Waldwasserläufer, Uhu-Balz, Waldkauz-Balz, Eisvögel, Tundrasaatgänse, Blässgänse u.a., 17.12.2024 (B.Glüer)

In diesen trüben und dunklen Tagen sind gewohnheitsgemäß wenig Vögel draußen anzutreffen. In diesem Spätherbst scheinen jedoch nochmals weniger Vögel als in zurückliegenden Jahren vorhanden zu sein. Wenige „Hotspots“ oder schon mit Balz auffallende Arten sind hier und da Lichtblicke. So riefen am heutigen Abend im Fröndenberger Nordwesten sehr ausdauernd zwei Uhu-Männchen (ca. 1,5 km voneinander entfernt). Auf dem Golfplatz “Am Winkelshof“ ein ebenfalls balzrufendes Waldkauz-Paar.

In den Hemmerder Wiesen mit angrenzenden Feldern (wie schon von H. Knüwer oder H. Brecher gemeldet) halten sich weiterhin teils große Anzahlen von diversen Wasservögeln auf. Heute (für mich neu) unter anderem auch 32 Tundrasaatgänse. Außerdem erwähnenswert ca. 100 Krickenten, >100 Nilgänse, ~150 Graugänse, ~120 Kanadagänse, 5 Blässgänse, >30 Rostgänse, >60 Stockenten, 7 Schnatterenten, 23 Graureiher.

Im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede offenbar eine Neubesiedlung durch Biber. Bereits vor knapp 2 Jahren (05.02.2023) waren eindeutige Spuren von Bibern vorhanden. Allerdings wurde das Revier wohl schnell wieder verlassen. Ansonsten wenig Vögel im Gelände. Bemerkenswert vielleicht rund 70 Blässhühner, 1 Waldwasserläufer, balzrufende Habichte und 1-2 Eisvögel. Die Eisvögel profitieren ganz offensichtlich von den bis dato sehr milden Temperaturen. Abseits der traditionellen Reviere entlang von Fließgewässern werden auch viele „Sekundärlebensräume“ besiedelt. So taucht schon seit Wochen regelmäßig ein „Revier haltendes“ Männchen an unserem Gartenteich auf und nutzt in der Nachbarschaft diverse Folienteiche auf dem Golfplatz „Am Winkelshof“.

Ausschnitt des regen Wasservogeltreibens in den Hemmerder Wiesen, die durch den inzwischen erreichten Maximal-Wasserstand immer attraktiver werden …, 17.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
…zu den kleinsten und unauffälligsten Arten gehört wohl die Krickente, die teilweise in dichter Vegetation kaum zu sehen ist (im Bildausschnitt annähernd 70 Individuen – von insgesamt rund 100 Exmpl. im NSG)…, 17.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… die meist lärmenden Nilgänse fallen da schon mehr auf! Heute dürften sich über 100 Exmpl. im NSG eingefunden haben …, 17.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… zum „festen Inventar“ gehören auch schon seit Wochen mehr als 20 Graureiher. Heute 23 Exmpl. – wovon 22 Vögel im Bild sind …, 17.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… exklusivere und seltenere Gäste sind auf einer westlich angrenzenden Feldfläche diese Tundrasaatgänse (insgesamt 32 Exmpl.). Sie fallen durch den sehr dunklen Kopf und ebenfalls dunklen Schnabel mit heller Spitze auf. Auch die Beinfarbe unterscheidet sich durch leuchtendes Orange von eher Rosa – etwa bei Graugänsen, 17.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
An der selben Stelle wie schon im Februar 2023 finden sich im Wassergewinnungsgelände bei Frdbg.-Langschede frische Nagespuren von Bibern…, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… „Erdarbeiten“ am Ruhrufer lassen auf einen besetzten Bau schließen …, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch am gegenüberliegenden Mendener Ruhrufer finden sich unübersehbare Biberspuren…, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… ebenda Kurioses zum Thema „Klimawandel mit Wetterkapriolen“: blühende Brombeere, die vergeblich auf Bestäuber wartet, …, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… den künstlichen „Lebensraum aus zweiter Hand“ nutzt auch der eine oder andere Eisvogel. – Hier mit Ansitz am Einlauf eines Filterbeckens …, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… in dem Betonkasten unterhalb des Einlaufs finden sich immer wieder Stichlinge, die hier „gefangen“ sind. Ein „Dreistachliger“ samt „Salatbeilage“ wird zur Beute …, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
.. die vielen gefangenen Stichlinge hinterlassen viel Unverdauliches, das als Gewölle wieder ausgwürgt wird …, 15.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… auch den heimischen Gartenteich sucht seit Wochen ein Eisvogel regelmäßig auf …, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… der Beuteerwerb ist hier jedoch deutlich schwieriger. Meist werden Rückenschwimmer oder Libellenlarven gefangen. Die reichlich vorhandenen Moderlieschen halten sich gern in unerreichbarer Tiefe auf …, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… so wird dann mit einem schwimmenden „Inspektionsnetz“ (80 x 40 x 30 cm) ein etwas bequemeres Zusatzangebot geschaffen, das gern angenommen wird …, 08.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… Beutestoß…, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… obwohl der Jagderfolg keineswegs garantiert ist, lohnt sich der Einsatz …, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… hier gelingt sogar der Fang von gleich zwei Moderlieschen …, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)
… an anderer Stelle das Teiches wird nach frostiger Nacht deutlich, dass der Name „Eisvogel“ doch sehr irreführend ist! – Eis ist das Letzte, was dieser Vogel brauchen kann …, 13.12.2024 (Foto: Bernhard Glüer)

Unna: 1 Feldsperling unter den zahlreichen Haussperlingen am 16.12.2024 (Hartmut Brecher)

Soeben konnte ich an der Futterstelle in unserem Garten in Unna-Hemmerde unter den zahlreich vertretenen Haussperlingen (bis zu 40!!) einen Feldsperling entdecken. Die typischen Merkmale: brauner Scheitel und Nacken sowie der eckige schwarze Kinnfleck auf dem weißen Halsband, kleinerer Schnabel und die geringere Größe (er wurde zeitweilig von den Haussperlingen gemobbt) konnte ich eindeutig bestätigen.

Ein Feldsperling (rechts) am 16. und 17.12.2024 an der Futterstelle in Unna-Hemmerde (Foto: Hartmut Brecher)

Exkursion für die Kinderkrebshilfe Unna

Hallo zusammen, liebe OAG Gemeinde

Exursion Rieselfelder Werne am 16.12.2024

Das Wetter sagte nichts Gutes voraus, da hatte ich schon ein etwas sagen wir- komisches Gefühl – ,ob überhaupt jemand dazu kommt.

Immerhin hatte ich mir einen sehr lang gehegten Wunsch erfüllt, nämlich der Kinder-Krebshilfe-Unna mit einer kleinen Geldspende aller Besucher/innen etwas mit auf dem Weg zu geben.

Weit, sehr weit gefehlt….

30 Teilnehmer/innen haben das zunächst schlechte Wetter ignoriert. Sind mit Gummistiefeln bestückt, bei recht kalter Witterung, mit mir und den IGONA- Helfern/innen „auf in das Abenteuerland“ losmarschiert, und, so glaube ich, auch „belohnt“ worden mit vielen Infos und ornithologischen Beobachtungen.

An dieser Stelle und im Namen von Frau Monika und Dieter Rebbert möchte ich mich ganz von ganzem Herzen für die großzügigen Geldspenden bedanken. Dieser Betrag geht ohne einen Cent Abzug direkt an diehttps: kinderkrebshilfe-unna.de/

Dank auch an : Johannes Heitbaum,Kerstin Klenner, Ingo Harhoff, Adrian und Martin Müller, ohne deren Hilfe es unmöglich gewesen wäre, einen Tag wie diesen zu meistern.

Der Biologischen Station Unna-Dortmund auch auf diesem Wege Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Klaus Nowack

Fröndenberg: Schwarzkehlchen, Hausrotschwanz, Spießenten, Wasserrallen, Bekassine, Sperber, Gänsesäger, Gebirgsstelze u.a. am 15.12.2024 (K.&A.Matull)

Heute Morgen auf der Kiebitzwiese kurz nach „Sonnenaufgang“ unter anderem 326 Kanadagänse, eine Grau X Kanadagans, eine Blässgans, und 42 Graugänse. Da sich bereits einige der Gänse im Abflug befanden, dürften es ursprünglich wesentlich mehr gewesen sein.

Nach wie vor halten sich zwischen (heute >60) Stockenten insgesamt 4 Spießenten auf. Ein Erpel balzte heute intensiv zwischen Stockenten.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass die beiden bekannten Schwarzkehlchen (1,1) heute direkt am alten Aussichtshügel einen männlichen Hausrotschwanz vertrieben. Für Mitte Dezember, mit ansonsten unglaublich wenig Singvögeln, in NRW wirklich kein alltägliches Szenario.

Des weiteren auf der Kiebitzwiese u.a.: 2 Wasserrallen (eine am neuen Aussichtshügel eilig die Seite wechselnd, eine weitere am alten Aussichtshügel auffliegend), ein Sperber (1,0 kommt flach aus NW Richtung Ententeich), eine Gebirgsstelze (singt am neuen Aussichtshügel), 4 Höckerschwäne, je 3 Grau und Silberreiher, 4 Nilgänse, 18 Schnatterenten, 2 Rostgänse, ein Mäusebussard, ein Turmfalke (0,1 erbeutet 2 Mäuse in einer Stunde am alten Aussichtshügel), eine Bekassine, ein Eisvogel und >10 Stare.

Auf der Ruhr ein durchfliegender Gänsesäger (1,0)

Ausschnitt einer mit Gänsen bedeckten Kiebitzwiese heute Morgen kurz nach „Sonnenaufgang“ im Sprühregen mit kräftigem Westwind. 15.12.2024 (Foto: Andre Matull)
Während diese Spießenten morgens das Gründeln vorzogen… 15.12.2024 (Foto: Andre Matull)
… balzt ein weiterer Erpel munter mit Stockenten unterhalb vom alten Aussichtshügel. 15.12.2024 (Foto: Klaus Matull)
Schwarzkehlchen (w) und…. 15.12.2024 (Foto: Andre Matull)
… Schwarzkehlchen (m) vertreiben im Verbund… 15.12.2024 (Foto: Andre Matull)
… diesen männlichen Hausrotschwanz. Beide Arten sind im Winter bei uns wirklich nicht alltäglich. 15.12.2024 (Foto: Andre Matull)
Ganz im Gegenteil dazu sind Eisvögel recht zuverlässig ganzjährig auf der Kiebitzwiese anzutreffen. 15.12.2024 (Foto: Klaus Matull)

Lünen: Blässgänse u.a. am 14.12.2024(A. Pflaume)

Auf dem Günland im Lippetal am Unterlauf des Fuchbachs hielten sich heute neben etwa 250 Graugänsen, 40 Kanadagänsen und einzelnen Nilgänsen auch etwa 60 Blässgänse auf. Daneben notierte ich 1 Kormoran, 15 Silbermöwen , 12 Krickenten und einzelne Stockenten und Reiherenten.

Kreis Unna/Soest: Rebhuhn (3+13), Wacholderdrossel, Goldammer, Bluthänfling, Heckenbraunelle, Kiebitz, Mäusebussard etc. am 13.12.2024 (C. Rethschulte)

Beginnen wir mit den bei uns selten gewordenen Rebhühnern: Am Mühlhauser Berg zeigen sich heute Vormittag erneut die drei bereits von Ute Becker aufgeführten Individuen; in der Büdericher Haar dann (nach etlichen Fehlversuchen) die Überraschung: auf einem Wintergetreidefeld eine Kette mit dreizehn Rebhühner.

In den Feldfluren zwischen der B1 und der A45: ca. 50 Wacholderdrosseln, 17 Kiebitze, ca. 20 würmelnde Mäusebussarde auf einem Getreideacker, mehr als zehn Goldammern, einige Bluthänflinge (hörbar mit der Merlin-App), eine Heckenbraunelle, ca. zehn Buchfinken und ein Rotkehlchen.

Im NSG Mühlhauser Mark waren folgende Vögel zu sehen und zu hören: ein Sommer- und ein Wintergoldhähnchen, zwei Kleiber, ein Garten- und ein Waldbaumläufer (von der Merlin-App mehrfach unterschieden), zehn Schwanzmeisen, eine Sumpfmeise, etliche Blau- und Kohlmeisen, ein Eichelhäher und zwei Buntspechte.

Wie bereits am 10.12.24 von Ute Becker beschrieben: drei Rebhühner auf einem Getreidefeld bei Lünern (13.12.24, Foto: C. Rethschulte).
Auf dem Foto sieben der insgesamt dreizehn Rebhühner auf einem Wintergetreidefeld im Bereich der Büdericher Haar (13.12.24, Foto: C. Rethschulte).
Auf einem Brombeerbusch zwischen den Windrädern an der B1 zwei Goldammern und eine Heckenbraunelle ….
…. nicht weit davon entfernt die besagten ca. 50 Wacholderdrosseln; nur diese blieb bei meiner Ankunft sitzen – vertieft in ihre „Apfelernte“ (13.12.24, Fotos. C. Rethschulte).

Hamm/Werne: Silberreiher, 28.11.2024 (Horst R. Kraft)

Im Anhang einige Fotos der eher ungewöhnlichen Art, die vor einigen Tagen am Tibaum passierten, am 28.11. Aufgrund der großen Entfernung von knapp 100m sowie des grauen Himmels waren klarere Aufnahmen kaum möglich. Es geht hierbei auch mehr um die reine Ästhetik der Bewegungen.

Zwei Silberreiher näherten sich fliegend von rechts und links, ich vermutete anfangs, es könnte sich daraus ein Kampf um den besten Fangplatz am Schilfrand entwickeln. Wegen großer Entfernung und bedecktem Himmel war die Sicht nicht besonders, ich sah nur viel Flügelgeflatter, es ging auf und ab,  sie umrundeten sich, alles geschah vor dem Rand des Schilfes und aus der Entfernung schien es ernsthaft zu sein. Erst am Bildschirm wurde deutlich, dass es sich nicht um einen Kampf handeln konnte, denn sie hatten sich bei ihrem Gewusel nicht einmal berührt, sich dabei fast dauernd angesehen. Am Ende stolzierte einer mit erhobenem Kopf nach rechts davon, nachdem der andere abgehoben hatte und verschwunden war.

Um einen Balztanz, zu dieser Jahreszeit, konnte es sich nicht gehandelt haben, ihre Balztänze beginnen erst im März.

Es erinnerte mich an die Grazie eines Balletts.

Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft
Silberreiher
Silberreiher am Tibaum, 28.11.2024 Foto: Horst R. Kraft

NSG Lettenbruch: Eisvogel, Kernbeißer, Schwanzmeise, Sumpfmeise, Gartenbaumläufer, Buntspecht etc. am 10.12.2024 (C. Rethschulte)

Auf meinem mittäglichen Rundgang durch Teilbereiche des NSG Lettenbruch zeigten sich heute zwei Kernbeißer, ein Buntspecht, mehrere Buch- und Grünfinken, zwei Eichelhäher ….
…. mindestens fünf Schwanzmeisen, zwei Gartenbaumläufer, etliche Blau- und Kohlmeisen, zwei überfliegende Nilgänse und ein Mäusebussard….
…. im Garten heute u.a. eine Sumpfmeise, ein Kleiber ….
… ein männlicher ….
…. und ein weiblicher Buntspecht (10.12.24, Fotos: C. Rethschulte).
Bereits am 06.12.24 besuchte dieser männliche Eisvogel unseren Gartenteich – allerdings ohne Beute zu machen (Foto: C. Rethschulte).

Schwerte/Holzwickede/Fröndenberg: Rastende Kraniche, Kappensäger, Spießenten, Bekassine, Bergpieper, Habicht, Teichhuhn u.a., 30.11.2024-08.12.2024 (K.&A.Matull)

Am Montag (02.12.) starteten 8 Kraniche nach einer Übernachtung von der Röllingwiese in Schwerte Richtung SW.

Auf dem Geiseckesee u.a. ein männlicher Kappensäger. (Offizieller Erstbeobachter B.Nikula) Diese aus Nordamerika stammende Art wird stets als Gefangenschaftsflüchtling klassifiziert, weil Kappensäger in Deutschland unter anderem bei Ziervogelhaltern eine gewisse Beliebtheit genießen. Trotzdem war es beeindruckend diesen Vogel bei der Balz zu beobachten (weibliche Reiherenten als „Objekt der Begierde“), zumal diese Wildlife nur in Nordamerika zu beobachten ist und immerhin geschah diese Beobachtung nicht irgendwo in Gefangenschaft, sondern in freier Natur auf dem Geiseckesee.

Auf der Kiebitzwiese in Fröndenberg ( Mitbeobachter A.Hünting) heute u.a. 4 Spießenten (2,2), welche weit entfernt auf der Wasserfläche zwischen der Brunnenkresse schwierig zu entdecken waren. Bemerkenswert ist auch die Beobachtung eines Teichhuhns (Teichralle) in der Sichlerbucht. Die letzte offizielle Meldung dieser Art auf der Kiebitzwiese liegt fast 3 Jahre (!) zurück. (G.Zosel am 01.01.2022)

Ansonsten konnten wir heute vormittags vom alten Aussichtshügel der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten:

mindestens 4 Höckerschwäne, ca. 80 Kanadagänse, eine Blässgans, 56 Graugänse, 3 Nilgänse, ca. 70 Stockenten, 9 Schnatterenten, 2 Silberreiher, 5 Graureiher, eine Bekassine, 2 Eisvögel, 5 Lachmöwen (hoch überfliegend), einen Bergpieper, ungezählte Wiesenpieper, ein Kernbeißer.

Vom Ruhrufer ein keckernder Habicht.

Morgendlicher Abflug der Kraniche von der Röllingwiese am 02.12.2024 (Foto: Klaus Matull)
Männlicher Kappensäger auf dem Geiseckesee …. 30.11.2024. (Foto: Klaus Matull)
….balzt weibliche Reiherenten an. Der dazugehörige Ton kann hier gehört werden: https://xeno-canto.org/168492 30.11.2024. (Foto: Andre Matull)
Unter einer sehr mageren Anzahl und Artenvielfalt an Singvögeln war der Kernbeißer am Aussichtshügel der Kiebitzwiese schon als etwas ganz besonderes anzusehen. 08.12.2024 (Foto: Klaus Matull)

Unna: Kraniche, Kiebitze, Habicht, Blässgänse, Pfeif-, Krick- und Schnatterenten, Silbermöwen, Kernbeißer u.a. vom 02.12. – 07.12.2024 (Hartmut Brecher)

Heute Vormittag konnte ich in den Hemmerder Wiesen folgende Vogelarten beobachten: 7 Kraniche (darunter mindestens 2 diesjährige) zunächst auf einer Wiese (Horster Mühle) rastend, dann durch einen Überflug eines Habichts auffliegend, dann kreisend und in Richtung Nordosten weiterfliegend. Mindestens 70 Kiebitze: ebenfalls zunächst rastend und dann anlässlich des Habichts auffliegend und mindestens 30 Minuten im weiteren Umfeld kreisend.

Zudem eine große Anzahl an Grau-, Kanada-, und Nilgänsen sowie mindestens 20 Rostgänse und 7 Blässgänse. Am 6.12. wurden durch B.Glüer 10 Pfeifenten und 80 Krickenten, am 2.12. zählte ich 17 Krickenten und 6 Schnatterenten, die ich auch heute bestätigen konnte. Außerdem heute noch 7 kreisende Silbermöwen.

Folgende Singvögel konnte ich heute beobachten: jeweils mindestens 12 Grün– und Buchfinken, Amseln – 2 Kernbeißer, Zaunkönige, Heckenbraunellen, Rotkehlchen, 3 Eichelhäher und am 2.12. mindestens 8 Schwanzmeisen.

Kraniche am 07.12.2024 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Kraniche verlassen die Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Kreisende Kiebitze am 7.12.2024 in den Hemmerder Wiesen (Foto: Hartmut Brecher)

Kreis Unna: Kiebitz, Silbermöwe, Goldammer, Feldlerche, Steinkauz etc. am 01.12.2024 (C. Rethschulte)

In den Feldfluren zwischen B1 und A44 zeigen sich heute Vormittag um die 40 Kiebitze auf einem Feld mit Wintergetreide; dort auch zwölf würmelnde Mäusebussarde (01.12.24, Foto: C. Rethschulte; Hintergrund: Zechenturm Bönen).
In der Westhemmerder Feldflur ca. 50 Großmöwen/Silbermöwen (?) und sieben Graureiher auf einem frisch beackerten Feld (01.12.24, Foto: C. Rethschulte).
In den Feldfluren bei Schlückingen (Kreis Soest): ca. 25 Feldlerchen, mehr als zehn Goldammern, ein Grünfink, ein Rotkehlchen, eine Amsel und ein aufliegender Schmetterling, vermutlich Admiral oder Tagpfauenauge (01.12.24, Foto: C. Rethschulte)
Sonnenbadendes Steinkauz-Paar auf einem Hof bei Altenbögge (01.12.24, Foto: C. Rethschulte).

Wasseramsel?

Ich habe nicht viel Erfahrung mit Wasseramseln, deshalb die Frage an Euch, ob das hier Kotflecken von einer Wasseramsel sein könnten? Holzwickeder Bach…
Das wäre natürlich schön. Hinweise gerne an Griesohn-Pflieger@Nabu-Unna.de

Hamminkeln/Dingdener Heide: Sumpfohreule am 29.11.2024 (C. Rethschulte)

Eine Meldung wie diese auf der Seite der OAG Unna erscheint zunächst zumindest ungewöhnlich und kommt nur ausnahmsweise vor. In diesem Fall geht es allerdings in Gestalt einer Sumpfohreule um eine Rarität, die Ralf Volmer und ich gestern beim Besuch der Büngernschen/Dingdener Heide (Kreis Wesel) völlig unerwartet antrafen. Nach Ralf Volmers Recherche war es heute erst das zweite Mal, dass diese Eulenart im genannten NSG beobachtet werden konnte. Sumpfohreulen jagen in offenem Gelände tagsüber bis in die Dämmerung. Wir hatten das große Beobachtungs-glück, sie ca. eine Dreiviertelstunde lang mit Fernglas und Spektiv bei der Mäusejagd beobachten zu können. Nachdem sie in dieser Zeit vier Mäuse ergattert und verspeist hatte, setzte sie sich bei beginnender Dämmerung auf einem Zaunpfahl zur Ruhe. Dort beobachteten wir sie noch weitere fünfzehn Minuten und verließen dann die Beobachtungskanzel.

Die Entfernung zwischen Beobachtungskanzel und Jagdraum der Sumpfohreule betrug etliche hundert Meter….
…. sodass Nahaufnahmen nicht möglich waren.
Immer wieder startete „unsere“ Sumpfohreule Beuteflüge über die NSG-Fläche ….
…. und fand trotz hochgewachsenen Bepflanzung ihre Beute.
Auf diesem Zaunpfahl fraß sie ihre vierte Maus und verharrte dort bis in die Abenddämmerung hinein (29.11.24, Fotos: C. Rethschulte).