Nach Hinweis aus der Bevölkerung, 2 Waldohreulen in Selm Ternsche in einem Garten (siehe auch Meldung vom 05.05.2023).


Nach Hinweis aus der Bevölkerung, 2 Waldohreulen in Selm Ternsche in einem Garten (siehe auch Meldung vom 05.05.2023).


Unterdessen gab es für den beringten Bruchwasserläufer von der Kiebitzwiese (Siehe Meldung vom 03.05.2023: https://www.oagkreisunna.de/2023/05/05/froendenberg-beringter-bruchwasserlaeufer-am-03-05-2023-melder-a-matull/) via EURING eine Rückmeldung.
Demnach konnte dieser Vogel am 10.08.2022 in der Gemeinde Sarród (Äußerster Nordwesten von Ungarn), ungefähr 2 km östlich vom Neusiedlersee, gefangen, u.a. vermessen, gewogen, der Fettwert bestimmt, beringt und wieder in die Freiheit entlassen werden.
Der Wiederfund von diesen Vogel erfolgte (hiermit erstmalig) nach 266 Tagen in Fröndenberg auf der Kiebitzwiese. Die Distanz zwischen Beringungs- und Ableseort beträgt 776 km.

Gestern am 08.05.23 in den Hemmerder Wiesen neben dem bekannten rufenden Kuckuckmännchen, nun auch mal das zugehörige Weibchen kurz zu sehen. Außerdem hier -nach längerer Abwesenheit- mal wieder ein Paar Schwarzkehlchen.
Heute am 09.05.23 ebenfalls in den Hemmerder Wiesen dann zwei Sichler in der Kernzone. Die beiden Sichler hielten sich erst gut versteckt hinter hohem Gras auf. Dadurch waren sie immer wieder nahezu unsichtbar unterwegs. Im Laufe des Vormittags erweitertern sie ihren Radius, wodurch man sie auch schön frei beobachten konnte. Eine kurze Abfrage bei ornitho.de ergab dass es sich wohl aktuell/2023 um die einzigen Individuen innerhalb NRW handelt. Im Kreis Unna wurde ein Sichler zuletzt vor neun Jahren, am 02.01.2014 im NSG Kiebitzwiese gemeldet.
Außerdem im NSG noch erwähnenswert: 8 Grünschenkel, 2 Bruchwasserläufer, 2 Feldschwirle, 1 Gelbspötter, 1 Neuntöter, 1 Schwarzkehlchen, 1 Kuckuck, 2 Rohrweihen (m+w) und 2 Wespenbussarde nach Nord überfliegend.
Im Südwesten des Kreises Soest eine männliche Wiesenweihe -vermutlich einem Weibchen Beute übergebend-, leider war eine längere Beobachtung verkehrstechnisch nicht möglich. Ebenfalls hier zwei Rebhühner eine Schnellstraße querend.










von Janine Teuppenhayn aus Bönen
Am 2.5. fand ich in unserem Garten auf der Wiese eine noch nicht flügge, tote Kohlmeise. Ich hatte zunächst den Buntspecht in Verdacht, weil unsere Kohlmeisen in diesem Jahr sich anstelle des Meisenkastens den Starenkasten mit einem entsprechend großen Loch ausgesucht hatten. Das Junge lag ca. 6 m vom Kasten entfernt, war aber unverletzt. Zwei Tage später fand ich an anderer Stelle, ca. 25 m vom Kasten entfernt, erneut ein totes Kohlmeisenjunge, ebenfalls unversehrt.
Und heute am 7.5. lag jetzt auch eine junge Blaumeise tot auf der Wiese im Seitengarten, ca. 10 m vom elterlichen Blaumeisenkasten entfernt. Dieser hat jedoch ein Loch für Blaumeisen von nur 28 mm Durchmesser und ist mit einer Metallplatte als Aufhackschutz versehen, weshalb der Specht als Räuber wohl ausscheidet. Zudem ist auch dieses Junge augenscheinlich nicht verletzt. Was könnte wohl die Ursache sein?
Bedeutend schönere Bilder gab es von unserem regelmäßig kommenden Kernbeißerpaar. Hier konnte ich am Futterspender eine Futterübergabe vom Männchen an das gerade herangeflogene Weibchen beobachten, was – bevor ich mir die einzelnen Bilder genauer angesehen hatte – fast wie ein kurzer Kuss ausgesehen hatte.
Ebenfalls nett anzusehen, waren Amsel und Mönchsgrasmücke, wie sie sich die letzten Beeren des Efeus einverleibten.










In den Hemmerder Wiesen hielt sich heute weiterhin eine vergleichsweise hohe Zahl an Watvögeln auf: 1 (fast) PK Sichelstrandläufer, 2 Temminckstrandläufer, 8 Grünschenkel, 10 Kampfläufer, mind. 23 Bruchwasserläufer, 1 Bekassine, 1 Flussregenpfeifer sowie die bekannten Kiebitze. Beim Notieren der Zahlen kurz nach Sonnenaufgang machte plötzlich ein Orpheusspötter durch Rufe und Gesang auf sich aufmerksam. Von Letzterem gelang mir schließlich ein Tonbeleg. An einer ca. 150 m entfernten Stelle sang der Vogel dann im Verlauf des Vormittags, unterbrochen von längeren Pausen. Ein kurzer Sichtkontakt von ca. einer Sekunde gelang nur unmittelbar nach der Entdeckung, als der Vogel noch direkt am Weg sang. Die letzte Beobachtung dieser Art für die Hemmerder Wiesen liegt zwölf Jahre zurück (25.05.2011, B. Glüer).
Als ein Wanderfalke das Gebiet niedrig überflog, wurde dieser unmittelbar von der 9 Pulli führenden Rostgans im Flug bedrängt und musste flüchten. Der Großteil der Limikolen ist daraufhin verschwunden.
Heute am Vormittag konnten wir im Ostteil der Kiebitzwiese u.a. folgendes beobachten: 8 Bruchwasserläufer, 1 Flussregenpfeifer, 3 Kiebitze kurz rastend, 31 Schnatterenten, 11 Reiherenten, 12 Blässrallen, 3 Rostgänse, 43 Nilgänse, 27 Kanadagänse ( 22 ad.+ 1 u. 4 Pulli), 55 Graugänse (44 ad.+ insg. 11 Pulli), 10 Höckerschwäne (teils überfliegend, 1 Ex. auf Nest am Flößergraben), 8 Weißstörche ( 2 Brutpaare + 4 Fremdstörche), 2 Graureiher, 2 Kormorane, 1 Eisvogel, 1 Grauschnäpper, 2 Schwarzkehlchen (1:1), 1 Sumpfrohrsänger, 3 singende Rohrammern (2 Ex. am Flößergraben, 1 Ex. am Aussichtshügel), 1 Kuckuck wechselt zwischen Kiebitzwiese, Ententeich und Hammer Wasserwerk, 3 Neuntöter (2:1, 1 Paar am Flößergraben, 1 M in Sperrzone nahe Hochsitz), ca. 20 Mauersegler, 3 Bluthänflinge, Gesang u.a. von Klappergrasmücke, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke, Mönchsgrasmücke, Fitis u. Distelfink, 1 ziehender Wespenbussard, 2 Baumfalken jagend, 1 Schwarzmilan, 3 Rotmilane, 5 Mäusebussarde sowie 2 Sperber.

Baumfalke über der Kiebitzwiese…….am 07.05.2023 (Foto: Andre Matull)

Nun singt auch der erste Sumpfrohrsänger auf der Kiebitzwiese…….am 07.05.2023 (Foto: Andre Matull)

Die Klappergrasmücke ließ sich nur kurz blicken, sang aber den ganzen Vormittag unentwegt……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Das Lied der Rohammer klingt über die Kiebitzwiese……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Nun sind wieder 2 Neuntöterreviere hier im Naturschutzgebiet besetzt. Am Flößergaben zeigte sich auch das Weibchen……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Heute am frühen Morgen konnten wir 8 Bruchwasserläufer beobachten, die später das Gebiet verließen und sich auf die Weiterreise machten……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Rostganspaar im Flug……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Den Graugänsen mit ihren Jungen schmeckt das frische saftige Grün……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Kanadagänsepaar mit einem Jungvogel auf der Ruhr……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Höckerschwan auf Nest am Flößergraben……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)

Auf dem Storchenmast wird noch gebrütet……am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
…und auch bei den Weißstörchen auf dem Hochsitz sind noch keine Jungen geschlüpft. Eifrig wird während des Brütens zwischendurch das Nest weiter ausgebaut…….am 07.05.2023 (Foto: Gregor Zosel)
Nach dem für „Unnaer Verhältnisse“ schon massenhaften Auftreten von >110 Limikolen am Mittwoch (s. Meldung) und auch bereits schon nennenswerten Zahlen Tage davor, ist die Lage in den Hemmerder Wiesen weiterhin sehr spannend. Es ist spürbar Bewegung im Gebiet, so zeichnet sich fast schon im Stundentakt ein neues Bild mit anderen Zahlen und Sichtungen. Nach den gestrigen, teils kräftigen Regenfällen, war es also denkbar, dass sich einige Durchzügler eine notgedrungene Pause gönnen.
Limikolen: >37 Bruchwasserläufer, 10 Kampfläufer (3 Männchen davon 2 weit im PK, 7 Weibchen), 8 Grünschenkel, 7 Temminckstrandläufer (!), 1 Sichelstrandläufer und 1 Flussregenpfeifer.
Singvögel: satte 15 Nachtigallen, 2 Feldschwirle, 1 Rohrammer, 1 Kuckuck, 1 Wacholderdrossel mit Fluggesang, >8 Mönchs-, 5 Dorn-, 3 Garten- und 2 Klappergrasmücken.
In der Luft: 2 Wespenbussarde (1m), 1 Schwarzstorch und 1 m Wiesenweihe hoch nach Nord durchfliegend/oder ziehend; außerdem hier mind. 2 wf. Rohrweihen, 1 Weißstorch und 1 Habicht.




















In der Nacht auf den 06.05.2023 mindestens zwei rufende Waldohreulen-Jungvögel an der Olfener Strasse in Selm-Ternsche.
Am Kleykamp scheint sich ein Schwarzkehlchen-Paar angesiedelt zu haben. Gestern sowie auch heute war auch ein weiblicher Vogel zu sehen.
„Unsere“ Mauersegler sind auch wieder zurück und kreisen ums Haus.
Im HRB heute >5 Braunkehlchen und ein schweigsamer Kuckuck.
An der Kleystr. >4 singende Nachtigallen.







Heute im NSG Lettenbruch ein erster Baumfalke, dazu u.a. ein Feldschwirl, ein Gimpel, mehrere Dorn-, Mönchs- und eine Gartengrasmücke, ein Kernbeißer, drei Goldammern, ein Fitis, mehrere Zilpzalpe, zwei Schwanzmeisen, zwei Distelfinken, eine Singdrossel; im Umfeld des NSG ein Steinkauz, ein Rotmilan und neben anderen Schmetterlingen auch ein Kleiner Fuchs.
Gestern im Bereich Rottum ein Steinschmätzer, eine Hohltaube, eine Wiesenschafstelze, drei Mäusebussarde und Span. Hasenglöckchen.





Gleich vier Mauersegler kehrten am heutigen Vormittag in die Nisthöhlen unter unserem Hausdach (Frdbg.-Hohenheide) zurück. Für mich gehört es immer wieder zu den besonders faszinierenden Phänomenen des Vogelzuges, wenn Mauersegler als Langstreckenzieher nach 9 Monaten Abwesenheit und zig Tausend Flugkilometern, ohne je zu landen, in die Brutheimat zurückkehren und dann zum ersten Mal wieder festen Boden unter den Füßen haben, wenn sie in die Bruthöhlen einfliegen. Um 9.05 Uhr flog ein ankommender Mauersegler mit elegantem Schwung in eine Nisthöhle, wo er und ein bereits darin befindlicher erster Vogel sich sofort mit den arttypischen Swi-Ri-Rufen als Paar verständigten. Bekanntlich duettieren Mauersegler beim Rufen als Paar, wobei ein Partner „Swi“ und der andere ergänzend „Ri“ ruft. Mauersegler sind zwar nicht monogam, finden sich jedoch zu Beginn einer Brutperiode oft in der Vorjahresbruthöhle wieder zusammen, so dass man von einer „Ortsehe“ spricht.
Im Hemmerder Schelk ließ sich heute ein vierter Waldlaubsänger hören.
Gestern bei Steinen-Moskau auf einer frisch gemähten Wiese gemeinsam mit 8 Wiesenschafstelzen auch 6 Thunbergschafstelzen.
Vorgestern, 01.05.23, in den Hemmerder Wiesen unter anderem ein erster Gelbspötter singend. Ebenda auch ein singender Teichrohrsänger. Heute, 03.05., im NSG erneut ein beachtlicher Trupp Limikolen – unter anderem mit 10 Grünschenkeln und ~50 Bruchwasserläufern.
Am „langen Wochenende“ war es offensichtlich zu einem Höhepunkt des Steinschmätzerzuges gekommen. In der Strickherdicker Feldflur bis zu Ackerflächen südlich der Ruhr am Mendener Wälkesberg zeigten sich mehr als 25 Exemplare.






Am 01.05.2023 ein -lt. Unnaer Phänologie- sehr früher Gelbspötter in den Hemmerder Wiesen (mit B. Glüer). Zuletzt in 2012 von S. Kolbe und H. Künemund ein früher Gelbspötter am selben Tag. Normalerweise trift diese Art erst am Ende des ersten Maidrittels bei uns ein. Am selben Tag auch 1 rufender Kuckuck und mehrere Nachtigallen.
Heute am 03.05.2023 ein sehr hohes Aufkommen rastender Limikolen in den Hemmerder Wiesen: >92 Bruchwasserläufer (!), 9 Grünschenkel, 7 Bekassinen, 1 weiblicher Kampfläufer, 1 dunkler Wasserläufer (weitestgehend PK) und 1 Zwergschnepfe. Weiterhin erwähnenswert sind 6 Löffelenten (3w+3m), 2 Schnatterenten (1w+1m), mind. 1 wenige Tage altes Kiebitzküken in der Kernzone, 1 singende Gartengrasmücke und 1 abfliegender Habicht.